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Zündung durch Hochspannungs-Kondensatorentladungen nahe der Mindestzündenergie
Im Rahmen der DFG-Forschergruppe FOR 1447 "Safety Relevant Ignition Processes" wird die Zündung durch elektrische Entladungen untersucht. Klassischerweise wird für die Beurteilung der Gefährdung durch Funkenzündungen die sicherheitstechnische Kenngröße Mindestzündenergie (MZE) verwendet, welche den Charakter eines Schwellwertes hat. Aktuelle Studien weisen darauf hin, dass statistische Verfahren bei der Untersuchung von Zündungen besser für die Abbildung des stochastischen Verhaltens geeignet sind. In dieser Arbeit werden Funkenzündungen bei Propan/Luft- und Ethen/Luft Gemischen untersucht. Dazu werden in einem Kugel/Kugel-Elektroden-Aufbau zunächst die Zündgrenzkurven bestimmt. Diese stimmen gut mit den Daten anderer Autoren überein. Für das jeweils zündwilligste Gemisch wird die Zündwahrscheinlichkeit in Abhängigkeit von der Funkenenergie durch logistische Regression bestimmt. Die Zündwahrscheinlichkeit bei der MZE beträgt demnach für Ethen/Luft weniger als 1 %. Zur zuverlässigen Detektion von Zündungen wird ein Hochgeschwindigkeits-Schlieren-Aufbau verwendet. Aus den hierbei erzeugten Bilderserien ergeben sich die Flammenfrontgeschwindigkeiten. Die Abhängigkeit der Flammenfrontgeschwindigkeit von der Gemischzusammensetzung kann mit dem Versuchsaufbau bestätigt werden, während die Funkenenergie keinen messbaren Einfluss auf die Flammenausbreitung hat. Der Versuchsaufbau soll in Verbindung mit numerischen Simulationen ein besseres Verständnis der physikalisch-chemischen Prozesse, insbesondere der Verluste, ermöglichen, die für die Zündung bei Energien nahe der MZE relevant sind
Die Bedeutung des interiktalen und iktalen EEG für die postoperative Anfallskontrolle bei Patienten mit mesialer Temporallappenepilepsie
Ziel dieser Arbeit war es, die prognostische Bedeutung unterschiedlicher iktaler EEG-Muster für die postoperative Anfallskontrolle bei Patienten mit mesialer Temporallappenepilepsie (MTLE) zu untersuchen. Hierbei erfolgte eine Aufteilung der Patienten in zwei Gruppen, einerseits mit uni-, andererseits mit bitemporalen interiktalen epileptiformen Potenzialen, um die Frage zu klären, ob bestimmte Kombinationen interiktaler und iktaler EEG-Befunde Aufschlüsse bezüglich der postoperativen Prognose geben können.
Es wurden 183 präoperative iktale Oberflächen-EEG-Ableitungen von insgesamt 47 Patienten untersucht, die sich aufgrund einer medikamentös-therapierefraktären MTLE einem epilepsiechirurgischen Eingriff unterzogen. Die iktalen EEG-Befunde wurden im Hinblick auf ihre Muster, Lokalisation und zeitliche Evolution analysiert. Bezüglich des interiktalen EEG-Befundes wurden Patienten, bei denen mehr als 90% der interiktalen epileptiformen Potenziale über dem später resezierten Temporallappen lokalisiert waren als unitemporal (UT) klassifiziert und Patienten, bei denen weniger als 90% der interiktalen Spikes über dem später resezierten Temporallappen abgeleitet werden konnten, als bitemporal (BT) bezeichnet.
In der UT-Gruppe waren 32 von 38 Patienten (= 84,2%) postoperativ anfallsfrei (Klasse I nach der Klassifikation von Engel 1993), in der BT-Gruppe lediglich 3 von 9 Patienten (= 33%). Ein regionales temporales rhythmisches Anfallsmuster mit einer Frequenz von 5 Hz (RFA) war das häufigste Anfallsmuster. Dieses Muster war in der UT-Gruppe sowohl bei Patienten mit einem Outcome der Klasse I (62,7%) als auch bei Patienten mit einem Outcome der Klassen II-IV (61,1%) am häufigsten zu beobachten. In der BT-Gruppe war ein derartiges Muster signifikant mit postoperativer Anfallsfreiheit assoziiert. 92,3% aller Anfälle der postoperativ anfallsfreien Patienten aus der BT-Gruppe waren durch dieses Muster charakterisiert, wo hingegen bei Patienten der BT-Gruppe mit einem unbefriedigenden postoperativen Ergebnis lediglich 9,5% dieses Muster aufwiesen. Zudem zeigte sich in der BT-Gruppe eine Korrelation zwischen einer lokalisierten langsamen, 2-5 Hz-Anfallsaktivität und einer unbefriedigenden postoperativen Anfallskontrolle (bei 81% der untersuchten EEG dieser Patienten lag eine 2-5 Hz-Anfallsaktivität vor).
Es konnte somit gezeigt werden, dass bei Patienten mit MTLE und bitemporalen interiktalen Spikes bestimmte iktale EEG-Anfallsmuster existieren, die mit einer besseren postoperativen Prognose einhergehen und somit die Entscheidungsfindung für oder gegen die Operation beeinflussen könnten
Dynamical Properties of Phospholipid Bilayers from Computer Simulation
AbstractWe present the results of a 10-ns molecular dynamics simulation of a dipalmitoylphosphatidylcholine/water system. The main emphasis of the present study is on the investigation of the stability over a long time and the dynamic properties of the water/membrane system. The motion of the lipid molecules is characterized by the center of mass movement and the displacement of individual atom groups. Because of the slow movement of the headgroup atoms, their contributions to the dipole potential vary slowly and with a large amplitude. Nevertheless, the water molecules compensate the strong fluctuations and maintain an almost constant total dipole potential. From the lateral displacement of the center of masses, we calculate the lateral diffusion coefficient to be Dlat=(3±0.6)×10−7cm2/s, in agreement with neutron scattering results. The rotational motion is also investigated in our simulations. The calculated value for the rotational diffusion coefficient parallel to the molecular long axis, D∥=(1.6±0.1)×108s−1, is in good agreement with the experiment
Effect of the treatment of long-range forces on the dynamics of ions in aqueous solutions
The goal of the present work is to study the dependence of the limiting ionic mobility of such anions as fluoride, chloride, and bromide in water on the way the long-range forces are treated in the computer simulations. With this in mind we have performed molecular dynamics computer simulations where the long-range electrostatic forces were treated using: (a) simple truncation procedure, (b) energy switching procedure, (c) reaction field method, and (d) Ewald summation technique. Our analysis shows that the switching procedure with the short-range switching function introduces artifacts into the simulations. These artifacts are responsible for the faster decay and oscillations in the velocity autocorrelation function of the ions and therefore for the lower value of the diffusion coefficients
