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Das Europa des späten 18. Jahrhunderts, Pestalozzi und die Entstehung einer pädagogischen Öffentlichkeit
Ueber Gesezgebung und Kindermord
Achtbändige Studienausgabe der Werke Johann Heinrich Pestalozzis. In der 1783 veröffentlichten Schrift Über Gesezgebung und Kindermord analysiert Pestalozzi ein Thema, das die zeitgenössische Diskussion aufwühlte wie kaum ein anderes soziales Problem: Wie kommt es dazu, dass ledige Mütter ihre eigenen Kinder kurz nach der Geburt töten, wie soll man mit ihnen umgehen und was kann präventiv dagegen unternommen werden? Über Gesezgebung und Kindermord, aufgrund intensiver Quellenstudien verfasst, fasst die tötenden Mütter als Opfer sozialpolitischer Missstände auf und fordert umfassende sozialpolitische Reformen zur kulturellen Erneuerung der Gesellschaft. Aufgrund der realitätsnahen Schilderungen besitzt diese Studie eine grosse Faszination auch für zeitgenössische Leserinnen und Leser
Sämtliche Briefe an Johann Heinrich Pestalozzi - kritische Ausgabe. Band 4: 1814 - Juli 1817
Der vierte Band der Briefe an Pestalozzi umfasst die Zeit zwischen 1814 und Juli 1817 und damit das Ende Napoleons, den Wiener Kongress sowie die grosse europäische Wirtschaftskrise der Jahre 1816/17. Letztere wirkte sich ökonomisch nachteilig auf Pestalozzis Anstalt aus, die aufgrund der öffentlichen Fehden der Mitarbeiter ohnehin einen Rückgang der Schüler zu verkraften hatte. Daneben stehen die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Einwerbung der Subskriptionen für die Gesamtausgabe der Werke Pestalozzis. Der unglaubliche Erfolg – über 1800 Subskriptionen gingen bloss auf die Ankündigung hin ein – steht für Pestalozzis europaweite Berühmtheit. Sein weitverzweigtes Netz an Kontakten umfasste Schulreformer, Regierungen, Adelige und Kaufleute von Russland über Siebenbürgen, London, Frankreich, Deutschland und der Schweiz bis nach Amerika. Die Briefe der Subskribenten bezeugen trotz Krise im Institut die grosse Verehrung, ja fast kultische Huldigung, die Pestalozzi zuteil wurde
'Ruhige Entwicklung' - Integration des Neuen. Reformpädagogik und ihr Niederschlag in Zürcher Schulbüchern.
Diehm I. 'Ruhige Entwicklung' - Integration des Neuen. Reformpädagogik und ihr Niederschlag in Zürcher Schulbüchern. In: Tröhler, D, Oelkers, J, eds. Über die Mittel des Lernens. Kontextuelle Studien zum staatlichen Lehrmittelwesen im Kanton Zürich des 19. Jahrhunderts. Zürich: Pestalozzianum; 2001: 122-149
Pragmatism and Modernities, Rotterdam. - Approaching modern life: Pragmatism and Public Practical Theology
Die Bedeutung von Jesus Christus für Pestalozzis Konzept der sittlichen (Selbst-)Erziehung
Schütze SB. Die Bedeutung von Jesus Christus für Pestalozzis Konzept der sittlichen (Selbst-)Erziehung. In: Hager F-P, Tröhler D, eds. Pestalozzi – wirkungsgeschichtliche Aspekte. Dokumentationsband zum Pestalozzi-Symposium 1996. Neue Pestalozzi-Studien. Vol 4. 1st ed. Bern ; Stuttgart ; Wien: Haupt; 1996: 343-360
France - Schools in Defense of Modern Democracy: Tradition and Change in French Educational Republicanism from Condorcet to Quinet and Ferry
Der Kindsmord zwischen Verbrechen und Tragödie - Pestalozzis Preisschrift von 1783
peer reviewe
Die Lebenswelten Pestalozzis im Spiegel seiner Korrespondenz 1760–1810
Der Band enthält interdisziplinäre Studien, die ihren Ausgang von den europäischen Korrespondenzpartnern Pestalozzis nehmen. Korrespondenzen haben den Vorteil, dass sie sich nicht an der Systematik kanonisierter Probleme der akademischen Disziplinen orientieren, sondern der Logik des Lebens einzelner Menschen folgen. Sie sind, auch wenn sie sprachlich oft viel einfacher gehalten sind als publizierte Werke, aufwendiger zu lesen, weil sie nicht unmittelbar zu den Fragen führen, welche die heutigen Disziplinen als wichtig einstufen. Vielmehr verweisen Korrespondenzen auf die konkreten Lebenszusammenhänge der Akteure in ihrer Zeit, die – wie das Beispiel Pestalozzis exemplarisch zeigt – um 1800 ausserordentlich vielfältig sind und so den disziplingebundenen Historiographien korrigierend entgegenwirken. Die Studien zeigen, wie in Zeiten des gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs um 1800 die Lebenswelten der Menschen multipel, ihre intellektuellen und materiellen Kontexte plural und ihre Biographien ein Patchwork waren.
Ce volume contient des études interdisciplinaires qui partent des correspondants européens de Pestalozzi. En tant qu’objet de recherche, les correspondances ont l’avantage de ne pas être orientées en fonction des canons des disciplines académiques: elles suivent les logiques de vie des êtres humains. Souvent plus simples que les œuvres publiées du point de vue de leur langage, elles mettent toutefois l’historiographie disciplinaire devant des problèmes spécifiques: les correspondances ne conduisent pas directement aux questions auxquelles les diverses disciplines attribuent de l’importance, mais renvoient bien plutôt aux conditions de vie concrètes et extrêmement complexes des acteurs dans leur temps. Les contributions de ce volume montrent que vers 1800, dans une période de mutations sociales, politiques, économiques et scientifiques, les univers des individus étaient multiples, leur contexte intellectuel et matériel pluriel et que leurs biographies se présentaient comme un patchwork.
Beiträge – Contributions
Daniel Tröhler: Jugendunruhen, Radikaler Republikanismus und Familien- und Berufskarrieren um 1760
Norbert Grube: Die Fürsten beraten? Die Attraktivität des aufgeklärten Absolutismus für den republikanischen Publizisten
François de Capitani: «Gedanken, zu sehr in poetische Bilder gehüllt»
Martin Bondeli: Pestalozzi und die schweizerische Ära der kritischen Philosophie
Luca Godenzi: Der private Bildungsmarkt um 1800
Danièle Tosato-Rigo/Sylvie Moret-Petrini: Une évaluation cantonale de la «méthode Pestalozzi» et son horizon d’attentes
Rebekka Horlacher: Private Bildungsangebote, wohlhabende Eltern und die Karriereplanun
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