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Das Advisory Committee on the Traffic in Women and Children des Völkerbunds. Internationale Problemwahrnehmung und Wissensproduktion zu Frauen- und Kinderhandel in der Zwischenkriegszeit
Der Völkerbund hat bei seiner Gründung nach dem Ersten Weltkrieg neben seiner zentralen Aufgabe, für die Erhaltung des Weltfriedens zu sorgen, auch Aufgaben in sogenannten technischen Bereichen erhalten. Einer dieser „technischen“ Bereiche war die Überwachung der internationalen Abkommen zur Bekämpfung von Frauen- und Kinderhandel. Um dieses Aufgabe wahrzunehmen, richtete der Völkerbund 1921 eine internationale Konferenz zum Thema aus und beschloss ein Advisory Committee on the Traffic in Women and Children dazu einzusetzen. Dieses Komitee setzte sich aus staatlichen Delegierten sowie Beisitzern und Beisitzerinnen von internationalen Freiwilligenorganisationen zusammen. Es tagte ein Mal jährlich, um den aktuellen Stand der Umsetzung der internationalen Konventionen sowie die allgemeine Lage zu besprechen und dem Völkerbundsrat politische Empfehlungen abzugeben.
Auf Initiative des Komitees wurde eine Vielzahl von Daten zu Frauen- und Kinderhandel und zu Themen, welche das Komitee damit in Beziehung setzte, erhoben. Im Fokus der vorliegenden Dissertation stehen drei dieser Erhebungen, sogenannte Enqueten, diejenige zu Frauen- und Kinderhandel in Asien von 1932, diejenige zum Einsatz von weiblichen Polizeibeamten von 1927 und diejenige zu den „Antécédents“, den Vorgeschichten, von Prostituierten von 1938. Die Arbeit zeigt auf, wie diese Enqueten entstanden, welche Funktion, beziehungsweise welchen diskursiven und damit auch politischen Nutzen sie hatten beziehungsweise welches diskursive und politische Potential ihnen innewohnte und welche Ordnungsvorstellungen in die Konzeption dieser Enqueten einflossen. Dabei zeigen sich beispielsweise die Schwierigkeiten einer Erhebung in einem grösstenteils kolonial strukturierten Gebiet wie Asien, oder die Prävalenz von dualistischen Geschlechtervorstellungen bei Überlegungen zu den Aufgaben weiblicher Polizeibeamter oder die neue Bedeutung psychiatrischer Herangehensweisen an soziale Probleme.
Um die Folgen dieser Wissensproduktion möglichst konkret nachzuzeichnen, wurden in der vorliegenden Dissertation die Auswirkungen der Arbeit des Komitees auf die Schweiz detailliert untersucht. Dabei zeigen sich nicht nur die Charakteristika des schwachen Schweizer Bundesstaates in der Zwischenkriegszeit, sondern auch die neuen diskursiven Spielräume, die das Interesse und die Untersuchungen von internationaler Seite innenpolitisch eröffneten.
Neben der Frage nach den Auswirkungen auf nationaler Ebene, untersucht die Arbeit auch das Zusammenspiel von internationalen Freiwilligenorganisationen mit internationalen und nationalen Institutionen und zeigt, welche Einflussmöglichkeiten sich diesen Organisationen und den dort engagierten Frauen und Männern in der Zwischenkriegszeit mit der Schaffung des Komitees eröffneten
Frauen- und Kinderhandel als sozialpolitisches Thema? Antworten aus dem Völkerbund und die Rezeption in der Schweiz
Der Artikel fragt nach sozialpolitischen Aspekten der internationalen Bekämpfung von Frauen- und Kinderhandel in der Zwischenkriegszeit und deren Ausstrahlung in die Schweiz. Zunächst sind die Diskussionen auf internationaler Ebene Thema, wobei auf die Arbeit der Völkerbundkommission zur Bekämpfung von Frauen- und Kinderhandel und spezifischer auf eine Völkerbund-Enquête zur sozialen Reintegration von Prostituierten eingegangen wird. In dieser Enquête schlug die Völkerbundkommission Massnahmen zur Verbesserung der sozialen Lage von Frauen der Unterschicht, zur medizinisch-fürsorgerischen Behandlung der Prostituierten und zur strafrechtlichen Verfolgung von organisierter Prostitution vor.
Das Beispiel der Schweiz zeigt, inwiefern ein Land die sozialpolitischen Vorschläge aus den Völkerbunddiskussionen bezüglich Frauen- und Kinderhandel rezipierte. Der vom Völkerbund verfolgte Ansatz war in der Schweiz kaum anschlussfähig, weil einerseits die schweizerischen sozialpolitischen Diskussionen Familien priorisierten, so dass Frauen nicht unabhängig von ihrer Rolle in der Familie als unterstützungswürdig betrachtet wurden. Andererseits führten private Organisationen bereits einige der fürsorgerischen Tätigkeiten aus und wehrten sich gegen eine Verstaatlichung ihrer Aufgaben, die eine Säkularisierung und eine Beschneidung ihres Einflusses bedeutet hätte
Frauenbefreiung durch männerfreie Zonen? Die Bedeutung von Frauen vorbehaltenen Orten und Räumen am Beispiel des Frauenzentrums der Frauenbefreiungsbewegung Bern
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
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