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Bemerkungen zum Gedicht „Traum“ von Hermann Stehr
Bemerkungen zum Gedicht „Traum“ von Hermann Stehr Der Aufsatz setzt sich mit einem bis jetzt noch unveröffentlichten Gedicht von Hermann Stehr mit dem Titel Traum auseinander. Das Manuskript wurde in der Bibliothek der Universität Wrocław gefunden. Der Autor beschreibt die Geschichte des Fundes dieser Handschrift, wie auch das Motiv des Traumes im Schaffen Hermann Stehrs. Das Ziel dieses Beitrages war weniger eine eindeutige Interpretation dieses Gedichtes als seine Positionierung im Nachlass des Dichters. Das Gedicht bestätigt die Bezeichnung Hermann Stehrs als den „Seelendichter“. Some remarks about the poem Traum by Hermann Stehr The text describes the heretofore unpublished poem Traum written by Hermann Stehr. It has been found in the Library of the University of Wrocław. The author of the text attempted to present the history of the manuscript’s finding and the motif of dream in Stehr’s writings. His aim was not an unequivocal interpretation of the poem but rather placing it in the author’s literary output. The poem consolidates the author’s nickname „Soul Poet“.Bemerkungen zum Gedicht „Traum“ von Hermann Stehr Der Aufsatz setzt sich mit einem bis jetzt noch unveröffentlichten Gedicht von Hermann Stehr mit dem Titel Traum auseinander. Das Manuskript wurde in der Bibliothek der Universität Wrocław gefunden. Der Autor beschreibt die Geschichte des Fundes dieser Handschrift, wie auch das Motiv des Traumes im Schaffen Hermann Stehrs. Das Ziel dieses Beitrages war weniger eine eindeutige Interpretation dieses Gedichtes als seine Positionierung im Nachlass des Dichters. Das Gedicht bestätigt die Bezeichnung Hermann Stehrs als den „Seelendichter“. Some remarks about the poem Traum by Hermann Stehr The text describes the heretofore unpublished poem Traum written by Hermann Stehr. It has been found in the Library of the University of Wrocław. The author of the text attempted to present the history of the manuscript’s finding and the motif of dream in Stehr’s writings. His aim was not an unequivocal interpretation of the poem but rather placing it in the author’s literary output. The poem consolidates the author’s nickname „Soul Poet“
COVID-19: Verlegungspraxis von Intensivpatienten im Spannungsfeld von Medizin, Ökonomie und Politik : eine multizentrische retrospektive Analyse der Verlegungen in Thüringen im Rahmen des Kleeblattprinzips : 2020-2022
Die Coronavirus-Pandemie stellte die Intensivmedizin vor beispiellose Herausforderungen, die eine komplexe Versorgung vieler COVID-19-Patienten über längere Zeit erforderte. Um Überlastungen zu vermeiden, wurde das deutsche Kleeblatt-Konzept zur Patientenverlegung eingeführt. Eine Studie untersuchte, welche Patienten sich für Verlegungen eignen und wohin sie verlegt werden sollten. Die multizentrische, retrospektive Analyse von 48 COVID-19-Intensivpatienten in Thüringen, die in andere Regionen verlegt wurden, lieferte wichtige Erkenntnisse: Der Oxygenierungsindex (PaO2mmHg/FiO2) erwies sich als einziger signifikanter Indikator für eine erfolgreiche Verlegung, mit einem Schwellenwert von etwa 160. Verlegungen in entferntere Regionen mit niedrigerer Pandemiebelastung und gut ausgestatteten Krankenhäusern (über 600 Betten) waren vorteilhaft. Transportdauer und -art hatten keinen negativen Einfluss auf das Patientenoutcome. Die Studie bietet evidenzbasierte Entscheidungshilfen für Kliniker und trägt zum besseren Verständnis von Belastungssituationen im Gesundheitssystem bei. Sie unterstreicht die Bedeutung evidenzbasierter Entscheidungen in Krisensituationen und zeigt, dass auch längere Transporte für erfolgreiche Patientenverlegungen geeignet sind. Die Ergebnisse sind nicht nur für zukünftige Pandemien relevant, sondern auch für andere Szenarien, die eine Umverteilung von Intensivpatienten erfordern. Sie tragen dazu bei, die Resilienz des Gesundheitssystems zu stärken, die Patientensicherheit zu erhöhen und die Versorgung in Krisensituationen zu optimieren. Insgesamt liefert die Forschung wertvolle Einblicke in die Verlegung von COVID-19-Intensivpatienten und vertieft das Verständnis für die komplexen Herausforderungen der Pandemiemedizin. Sie bietet konkrete Ansatzpunkte zur Verbesserung der Patientenversorgung und zur Stärkung der Belastbarkeit des Gesundheitssystems in Krisensituationen
Between affirmation and rejection: Hermann Stehr in the jugdment of his contemporaries
The authors of this article discuss how the works of Hermann Stehr (1864–1940), a German writer from Silesia, were received. An author, who – like Gerhart Hauptmann – stayed in Germany after the national socialists took over. That fact affected the reception of his writing: to this day, he is considered as a representative of the so-colled ‘literature of blood and land’, which the Nazis perceived as expression of „German spirit”. This article presents Stehr’s literary works from various perspectives. It shows the tragedy of the author making political choices in times, when an individual, even the most prominent, was subjected to totalitarian processes of unification and de-individualization
Sepsis-induzierte neuromuskuläre Dysfunktion : Die Bedeutung der Frühphase der kritischen Erkrankung für Prognose, Pathophysiologie und Prävention
Studie I: Es wurde untersucht, ob eine während der Frühphase der kritischen Erkrankung durchgeführte elektrophysiologische Differentialdiagnose zwischen Critical Illness Myopathie (CIM) und Critical Illness Polyneuropathie (CIP) eine prognostische Aussage bezüglich wiedererlangter Muskelkraft und körperlicher Belastbarkeit nach überstandener Erkrankung erlaubt. Während der Intensivtherapie wurde bei Studienpatienten mittels Elektrophysiologie und direkter Muskelstimulation zwischen CIM, CIP oder CIM/CIP unterschieden. Die zweite Untersuchung, ein Jahr nach Intensivtherapie, enthielt zusätzlich eine körperliche Untersuchung. Diese wurde bei 26 Patienten (7 Kontrollpatienten, 8 Patienten mit CIM und 11 mit CIM/CIP) durchgeführt. 88% der Patienten mit CIM und 55% der Patienten mit CIM/CIP erholten sich binnen eines Jahres nach Intensivtherapie. 36% der Patienten mit CIM/CIP brauchten weiterhin Unterstützung bei der Alltagsbewältigung. Die Ergebnisse zeigen, dass Patienten ohne neuromuskuläre Beteiligung oder mit isolierter CIM eine bessere Prognose haben als Patienten mit CIP. Eine frühzeitige Vorhersage über den Langzeitverlauf in Bezug auf körperlicher Aktivität und Rückkehr zum Arbeitsplatz ist möglich und liefert ergänzende Informationen für Patienten und Angehörige.
Studie II: In dieser Arbeit wurden anhand von Muskelproben kritisch Erkrankter mit hohem Risiko einer Intensive Care Unit-Acquired Weakness (ICUAW) die Synthese und Degradation von Myosin untersucht. Muskelbiopsien wurden sequentiell an Tag 5 und Tag 15 entnommen. Biopsien von gesunden Kontrollpatienten dienten als Vergleich. Die Querschnittsfläche aller Fasertypen war beim Intensivpatienten in der zweiten Biopsie signifikant kleiner. Der Gehalt der schweren Ketten des Myosins war sowohl zum Zeitpunkt der ersten und zweiten Biopsie vermindert. Die Genexpression der E3-Ligasen bei der ersten Biopsie war erhöht, bei der zweiten Biopsie ähnlich der der Kontrollbiopsien. Der Muskelmassenverlust beim kritisch Kranken scheint die Folge einer zeitgleichen Abnahme der Muskelproteinsynthese und Zunahme der Proteindegradation zu sein. Die Mechanismen, die zur ICUAW führen, beginnen binnen der ersten Tage nach kritischen Erkrankungen. Zur Stimulation der Synthese
der schweren Ketten des Myosins bedarf es möglicherweise therapeutische Interventionen.
Studie III: Die Ganzkörpervibrationstherapie (WBV) wird unter anderem zur Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit, zum Balancetraining und zur Erhöhung der Muskelkraft eingesetzt. Daten zur WBV bei mechanisch beatmeten Intensivpatienten fehlen. 19 beatmete und immobile Intensivpatienten erhielten die WBV für insgesamt 15 Minuten. Vitalparameter, sowie Hämodynamik- und Kreislaufdaten und indirekte Kalorimetrie vor, während und nach der Vibrationsanwendung wurden aufgezeichnet. Zu keinem Zeitpunkt kam es zu Veränderungen, die auf eine Gefährdung des Patienten hindeuteten. Die Messung der metabolischen Reaktion zeigte eine Zunahme des Energieumsatzes während der Vibrationsanwendung. Möglichweise stellt die WBV beim kritisch Kranken eine Therapieoption bei der ICUAW dar. Studien mit größerer Fallzahl und Messung der Muskelkraft als primärer Endpunkt sind notwendig
Effekte der lektinartigen Domäne des Thrombomodulin in der murinen polymikrobiellen septischen Kardiomyopathie
Die akute septische Kardiomyopathie stellt eine häufige und dennoch unterschätzte Komplikation während des septischen Krankheitsgeschehens dar, die mit einer deutlich erhöhten Sterblichkeit ein entscheidender prognostischer Faktor für das Über¬leben des Patienten ist. Die zugrunde liegenden komplexen molekularen Mechanismen, die Rolle von kardiodepressiven Mediatoren und deren Signaltransduktion über Toll-like-Rezeptoren innerhalb dieses Krankheitsbildes sind noch immer unzureichend verstanden. Das Protein Thrombomodulin besitzt entscheidende anti-inflammatorische Eigenschaften, die u. a. durch eine Interaktion der lektinartigen Domäne des Thrombomodulin (LED-TM) mit dem endogenen Alarmin High-Mobility-Group-Box 1 (HMGB1) vermittelt werden. Infolgedessen werden nachgeschaltete pro-inflammatorisch wirkende Signale von HMGB1 unterbunden. Die Rolle der LED-TM im Rahmen der septischen Kardiomyopathie ist allerdings noch nicht bekannt. Die vorliegende Arbeit charakterisiert erstmalig den Einfluss der LED-TM in der Pathogenese der murinen polymikrobiellen septischen Kardiomyopathie und deren zugrunde liegenden molekularen Mechanismen. Die Ergebnisse zeigten, dass die LED-TM die myokardiale Inflammationsreaktion und damit die kardiale Depression über Bindung von HMGB1 verringert. HMGB1 stellt sich insgesamt als ein potentieller Schädigungsmarker dar, der in Kombination mit kardialem Troponin von entscheidender Diagnoserelevanz für eine septische Kardiomyopathie in Betracht gezogen werden sollte. Zusammenfassend bieten die hier gewonnenen Erkenntnisse über die modulatorischen Effekte der LED-TM bei der Pathogenese der septischen Kardiomyopathie einen neuen Ansatzpunkt für die Entwicklung einer zielgerichteten Therapie der kardialen Dysfunktion im Rahmen einer Sepsis
Klinische Prüfung zum Einfluss der ischämischen Fern-Präkonditionierung auf die Genexpression bei herzchirurgischen Patienten
Bereits Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten herzchirurgischen Eingriffe durch Ludwig Rehn am Menschen durchgeführt. Aufgrund diverser Komplikationen betrug dabei die Mortalität meist weit über 60%. Trotz enormer Fortschritte in allen Bereichen der Medizin beträgt die Mortalität je nach Art der Operation und den individuellen Risikofaktoren nach herzchirurgischen Operationen auch heute noch bis zu 10%. Prä-, peri- und postoperative Myokardischämien, sowie zahlreiche pathophysiologische Veränderungen unter Verwendung einer Herz-Lungen-Maschine (pulmonale Komplikationen, Aktivierung der Entzündungs-, Komplement- und Koagulationskaskaden uvm.) stellen dabei die bedeutendsten lebenslimitierenden Faktoren dar. Um das Herz und den gesamten Organismus auf derartige Belastungen besser vorzubereiten und vor Ischämie-Reperfusionsschäden zu schützen, wurden bereits Versuche mit Hilfe der sog. ischämischen Fern- Präkonditionierung durchgeführt. Als potenziell adjuvante Therapie werden hierbei kurzzeitige Phasen myokardialer Ischämien erzeugt, die keine irreparablen Schädigungen des Herzmuskelgewebes hervorrufen. Die Mechanismen der Präkonditionierung sollen die Ischämietoleranz des Myokards erhöhen und somit das Ausmaß der Zellschäden minimieren. Bei der ischämischen Fern-Präkonditionierung wird dabei nicht direkt das eigentliche Zielorgan der Ischämie präkonditioniert, sondern ein anderer Körperteil bzw. der gesamte Organismus. Das eigentliche Zielorgan wird dann durch die systemischen Effekte, dieses bis heute noch nicht vollständig verstandenen Prozesses geschützt. Als Teil einer prospektiven, randomisierten und multizentrischen Studie wurde der Einfluss einer absichtlich induzierten, wiederholten ischämischen Fern-Präkonditionierung auf die Genexpression verschiedener Zytokine, Chemokine und Wachstumsfaktoren in Leukozyten untersucht. ..
Anwendung von Polymethinfarbstoffen in vivo als dynamisches Messverfahren zur simultanen Beurteilung von Leber- und Nierenfunktion
Die Erfassung der Leber- und Nierenfunktion spielt bei der Behandlung kritisch kranker, septischer Patienten eine wichtige Rolle, da Organschädigungen mit einem schlechten outcome der PatientInnen einhergehen und dieses durch eine frühzeitige, sensitive und schnelle Diagnostik verbessert werden muss. Bisher existiert in der klinischen Anwendung kein idealer diagnostischer Marker, der diese Anforderungen erfüllt. Durch die simultane Anwendung eines Polymethinfarbstoffpaares DY-780 und DY-654 wurden in dieser Arbeit die Leber- und Nierenfunktion als dynamische Prozesse dargestellt. In verschiedenen Organschädigungsmodellen (Sepsis, Ischämie-Reperfusion und Glycerolinjektion) zeigten sich in vivo veränderte Kinetiken in Plasma, Galle und Urin. Intravitalmikroskopisch konnten veränderte Verteilungs- und Akkumulationsprozesse der Farbstoffe in den Modellen beobachtet werden. Die Anwendung des Farbstoffpaares ermöglicht eine schnelle Erfassung der Organfunktionen und weist als non-invasive, sensitive und bettseitig durchführbare Methode Potential zur Verbesserung der Leber-und Nierendiagnostik auf
Phosphoinositide 3kinase γ controls LPSinduced myocardial depression via sequential cAMP and iNOS signaling
Ziel der vorliegenden Untersuchung ist die Aufklärung der spezifischen Rolle der lipidkinase-abhängigen und –unabhängigen Funktionen von PI3Kγ bei SIRS-induzierter SIMD. Bei PI3Kγ-Wildtyp (wt), Knockout (PI3Kγ-/-), und Kinase-dead (PI3KγKD/KD) Mäuse wurde eine LPS- induzierte SIRS induziert und deren Überleben, die Auswirkungen auf das kardiale autonome Nervensystem (ANS) und die linksventrikuläre (LV) kontraktile Funktion ermittelt. Darüber hinaus wurden an primären adulten Kardiomyozyten mechanistische Untersuchungen zu PI3Kγ-abhängigen Auswirkungen auf die myokardiale Kontraktilität und die inflammatorische Antwort durchgeführt
Funktionell genomische Aspekte des Hämstoffwechsels in Patienten mit schwerer Sepsis, septischem Schock und Multiorganversagen
Sepsis ist ein komplexes Krankheitsbild, dessen molekulare Pathogenese unzureichend verstanden ist. Zellulärer Stress ist einer der potentiellen Pathomechanismen. Die Hämdegradation mit ihrem Schrittmacherenzym der Hämoxygenase ist ein wichtiges zellprotektives System. Der Stoffwechselweg der Hämdegradation wurde in bis zu 92 Patienten mit schwerer Sepsis, septischem Schock und Multiorganversagen im translationalen Ansatz longitudinal von der Hämoxygenase-1(HO-1) auf genomischer Ebene, Expressionsebene (mRNA) und Proteinebene bis hin zum resultierenden Stoffwechselendprodukt Bilirubin charakterisiert. Eine deutliche Induktion der HO-1 Proteinkonzentration bei Patienten gegenüber Kontrollen wurde festgestellt. Zu fast allen Zeitpunkten war eine Unterscheidung hinsichtlich Outcome (28 Tage Überleben vs. Versterben) möglich. Die später Verstorbenen wiesen die höheren Konzentrationen auf. Eine Sensitivität der mRNA Expression der Hämoxygenase-1 durch Stimulation mit Hemin und Bilirubin wurde gezeigt. Interessant ist dabei die umstrittenen Rolle der HO-1 als einerseits in gewissen Expressionsbereichen potentiell zellprotektives, andererseits potentiell schädliches Enzym. So ist die Erhöhung bei den später verstorbenen Patienten einerseits als Hinweis auf einen Zellschaden, andererseits auch als möglicher Beitrag hoher Expression zur Vermittlung von Zellschäden deutbar. Die Inflammationsmarker S100A8 und S100A12 waren deutlich induziert und ermöglichten zu einigen Zeitpunkten eine Unterscheidung zwischen nach 28 Tagen Überlebenden und Verstorbenen. Die Induktion der H0-1 und die Unterscheidbarkeit hinsichtlich des 28 Tage Outcomes stellen einen neuen Aspekt zur potentiellen Risikostratifizierung von Sepsispatienten und damit Therapieoptimierung dar
The prevalence of cardiovascular disease risk factors among adults living in extreme poverty
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