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    Sprachatlas von Nordostbayern: Band 3: Wortgeographie. Mit einer dialektometrischen Studie zum Einfluss der Konfessionszugehörigkeit auf die Lexik

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    Als ein großer Teil der deutschen Dialekte, darunter auch Bairisch und Ostfränkisch, 2009 in den UNESCO Weltatlas der bedrohten Sprachen aufgenommen wurde, war der mediale Aufschrei groß: „Bye, bye, Bairisch?” (tz.de, o. A.), „Kölsch und Bairisch vom Aussterben bedroht” (Diehl 2009 für spiegel.de), „Bairisch: Bald nur noch im Lexikon bekannt?” (Forstner 2009 für merkur.de) und „Wenn’s das Dradiwaberl nicht mehr gibt” (Kratzer 2010 für sz.de), titelten regionale und überregionale Zeitungen. Selbst wenn man das allseits präsente Wehklagen über ein Dialektsterben übertrieben finden mag, ist die „Dynamik des sich stetig verändernden Objektbereiches Sprache” (Girnth 2019, 1) nicht von der Hand zu weisen. Großprojekte wie der Bayerische Sprachatlas, in dessen Tradition sich die vorliegende Dissertation einreiht, sind daher von unschätzbarem Wert für die Dokumentation eines Sprachstands, der immer weniger aktiv gebraucht wird. Wenn man die Erhebungen des Bayerischen Sprachatlas heutzutage noch einmal wiederholen würde, wäre das Ergebnis mit Sicherheit ein grundlegend anderes: Vielerorts ist festzustellen, dass sich der mündliche Sprachgebrauch hin zu einem Regiolekt, einer regional gefärbten Umgangssprache, bewegt (vgl. Lenz 2007, 5; Kehrein 2019, 134). Der Basisdialekt, wie er in diesem Atlasband dokumentiert ist, verschwindet dagegen immer mehr aus dem aktiven Sprachgebrauch. Vor allem der Wortschatz ist von diesem Umbruch betroffen – und doch, oder gerade deshalb, ist das öffentliche Interesse an dialektalen Ausdrücken ungebrochen groß und erlebt sogar eine Renaissance im Internet und den sozialen Medien: Auf der Instagramseite oberpfalz.de, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung immerhin 19,6 Tausend Abonnenten zählt, werden unter dem Hashtag #kennstas Oberpfälzer Dialektwörter vorgestellt und gesucht, der Radiosender Antenne Bayern lädt auf seiner Homepage zu einem Dialektquiz ein und zahlreiche Privatpersonen sammeln in Blogs für die interessierte Öffentlichkeit ihre Lieblingsdialektwörter. Während nun im Internet der Austausch über Dialekte meist aus einem Gefühl der Heimatverbundenheit heraus oder von einer humoristischen Warte aus stattfindet, haben wissenschaftliche Sprachatlanten einen anderen Anspruch: Sie wollen sprachgeographische Räume darstellen, und zwar in Bezug auf Phonetik, Morphologie und Lexik. Vielen Wortgeographiebänden ist außerdem ein Kommentar an die Seite gestellt, der unter anderem die Etymologie der lemmatisierten Ausdrücke beleuchtet. Somit dienen Sprachatlanten vor allem als Nachschlagewerke und Datenbanken für variationslinguistische Arbeiten. Die vorliegende Dissertation ist als Sprachatlas zur Wortgeographie Nordostbayerns konzipiert. Ihr übergeordnetes Ziel ist die Dokumentation der „bodenständigen Basismundart“ (Scheuringer 2019) des Erhebungsgebiets Oberpfalz und Oberfranken im Bereich Wortschatz. Zur Darstellung dieser lexikalischen Räume wurden 70 onomasiologische Karten erstellt, die darüber Aufschluss geben, in welchen geographischen Bereichen Nordostbayerns welche lexikalischen Varianten eines Wortes von Mundartsprechern verwendet werden. Die Karten werden durch ausführliche Kommentare unterstützt, die wichtige Informationen zur Etymologie der jeweiligen Ausdruckstypen enthalten. Für die Erstellung der Karten konnte auf Belegmaterial zurückgegriffen werden, das im Rahmen des eingangs erwähnten Projekts Bayerischer Sprachatlas (BSA) erhoben wurde. Seit 2011 arbeitet Hermann Scheuringer zusammen mit einem Projektteam an der Aufbereitung der Originaltranskripte. So wurden bereits die Einführung (vgl. Schmuck 2014) und ein Band zur Lautgeographie (vgl. SNOB I) veröffentlicht, letzterer noch an der Universität Bayreuth unter Federführung des 2011 verstorbenen Robert Hinderling. Ein Band zum Thema Langvokalismus und Konsonantismus steht außerdem kurz vor der Veröffentlichung, ein Band zur Formengeographie ist derzeit in Bearbeitung. Um mit den anderen Sprachatlanten, die aus bis zu 14 Teilbänden (so der Sprachatlas von Bayerisch Schwaben) bestehen, zumindest ansatzweise gleichzuziehen und eine Vergleichbarkeit innerhalb der Teilprojekte zu gewährleisten, ist mindestens ein Band zum Thema Wortgeographie wünschenswert, der hiermit als Dissertation vorgelegt wird. Wie Horst Haider Munske und Alfred Klepsch in ihrem Vorwort zum Sprachatlas von Mittelfranken feststellen, bietet ein Sprachatlas zur Wortgeographie einen entscheidenden Vorteil gegenüber Dialektwörterbüchern: Die Verbreitung von unterschiedlichen Bezeichnungen für die gleiche Sache in einer Region wird hier durch die Visualisierung in Belegkarten unmittelbar ersichtlich, während in einer alphabetischen lexikographischen Darstellung die Heteronyme an verschiedenen Stellen des Wörterbuchs behandelt werden und so auf den ersten Blick kein Zusammenhang feststellbar ist (vgl. SMF V, V). Dieser Mehrwert eines Sprachatlas kommt auch zukünftigen Forschergenerationen zugute, die im Bereich der Regierungsbezirke Oberpfalz und Oberfranken dialektologische Einzeluntersuchungen anstellen. So soll durch eine repräsentative Auswahl der Wortfragen gewährleistet werden, dass zukünftigen Dialektologinnen und Dialektologen ein vielseitiges Nachschlagewerk in Bezug auf die Wortgeographie Nordostbayerns zur Verfügung steht. Unter welch verschiedenen Aspekten mit dem ausgewerteten Dialektmaterial weiter verfahren werden kann, zeigt der sich den Karten anschließende Textteil Der Einfluss der Konfessionszugehörigkeit auf die Wortgeographie. Hierbei wird mithilfe quantitativer Methoden überprüft, ob ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Merkmal Konfession der Gewährsperson und dem von ihr verwendeten Wortschatz vorliegt. Es wird, in anderen Worten, folgende Forschungsfrage in den Raum gestellt: Können die Konfessionsgrenzen in Nordostbayern auch gleichzeitig als Lexemgrenzen gelten? Mit dieser Untersuchung zu einem möglichen „Konfessiolekt“ (Hinderling 2003, 135) wird ein persönliches Desiderat eines der Initiatoren des Bayerischen Sprachatlas, Robert Hinderling, aufgegriffen, der verstarb, bevor er weitere Forschungen in diese Richtung initiieren konnte (vgl. Schmuck 2014, 11). Zugleich wird gezeigt, dass die im ersten Teil erstellten Sprachkarten nicht nur ein Präsentationsmedium sind, sondern auch als eigenständiges Forschungsinstrument genutzt werden können, indem die darin präsentierten Daten zur weiteren Interpretation und Analyse herangezogen werden. Die Fertigstellung des Projekts Sprachatlas von Nordostbayern ist aufgrund der Vergleichbarkeit mit den anderen Teilunternehmen des Bayerischen Sprachatlas an der Universität Regensburg „das oberste Ziel“ (Scheuringer 2019), wie Hermann Scheuringer auf der Projekthomepage betont. Die vorliegende Dissertation soll einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten. Die Fertigstellung des Projekts Sprachatlas von Nordostbayern ist aufgrund der Vergleichbarkeit mit den anderen Teilunternehmen des Bayerischen Sprachatlas an der Universität Regensburg „das oberste Ziel“ (Scheuringer 2019), wie Hermann Scheuringer auf der Projekthomepage betont. Die vorliegende Dissertation soll einen Beitrag zur Erreichung dieses Ziels leisten

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Historische Mehrsprachigkeit mit Deutsch im östlichen Europa

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    : German in East Central and South East Europe is deeply rooted in the area’s multilingualism. It shows specific developments in different countries, though. In this article the examples Slovenia, Czech Republic, and Romania represent German in very different situations, historically as well as contemporary

    Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis

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    We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis

    Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts

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    We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more sophisticated methods
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