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Kosten der Entgeltfortzahlung: Binnen 14 Jahren verdoppelt
Im vergangenen Jahr 2023 mussten die Arbeitgeber 76,7 Milliarden Euro für die Entgeltfortzahlung ihrer erkrankten Beschäftigten aufbringen. Damit haben sich die Kosten binnen 14 Jahren verdoppelt. Der hohe Beschäftigungsstand, Lohnerhöhungen und nicht zu- letzt der unverändert hohe Krankenstand lassen auch für das laufende Jahr keine Trendumkehr erwarten
"Actuarially fair" reductions in early retirees' pension benefits - A Systematic Study of Neutrality in Pension Financing and in the Burdens and Incentives for Members of the Statutory Pension Scheme
Die Forderung nach "versicherungsmathematisch fairen" Abschlägen bei vorgezogenem Renteneintritt suggeriert, dass der Vorruhestand ohne Zusatzlasten organisiert werden kann. Um die Ausgabenseite der Gesetzlichen Rentenversicherung nicht zu belasten, müsste der gesetzliche Abschlag für Männer je nach Renteneintritt aber um insgesamt bis zu 1,6 Prozentpunkte angehoben werden. Doch selbst budgetneutrale Abschläge können nicht verhindern, dass die Beitragszahler dauerhaft belastet werden, weil vorruhestandsbedingt mehr Rentner von weniger Beitragszahlern alimentiert werden müssen. Ging der Gesetzgeber bislang von der Fiktion aus, dass die gesetzliche Rente das zuvor erzielte Erwerbseinkommen ersetzt, dann können Versicherte ab dem Jahr 2023 bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze in unbegrenztem Umfang hinzuverdienen. Künftig kann also die Altersrente parallel zu einem unverändert hohen Erwerbseinkommen bezogen werden. Damit lassen sich die "Verluste" mehr als ausgleichen, die aus einer geringeren und um gesetzliche Abschläge reduzierten Rentenanwartschaft resultieren. Deshalb sollte die Bundesregierung zeitnah evaluieren, ob künftig vermehrt Renten vor Erreichen der Regelaltersgrenze in Anspruch genommen werden, um zu verhindern, dass eine längere Lebensarbeitszeit auf Kosten der Beitragszahler umgesetzt wird.Calls for the reduction in state pension benefits for early retirees to reflect real insurance risks imply that early retirement need not involve any additional costs. However, the statutory old age pension for men would have to be lowered by up to 1.6 additional percentage points - depending on the retirement date - to avoid burdening the expenditure side of Germany's statutory pension scheme. Yet even such a cut would not prevent the permanent burdening of present contributors to the payas-you-go scheme, because early retirement would mean more pensioners being supported by fewer contributors. Up to now, policymakers have worked on the (fictitious) basis that the state pension was a full replacement for the income previously earned, and additional earnings were therefore penalized. From 2023, however, the full old-age pension can be drawn unaffected by ongoing income from gainful employment. Thus early retirees, too, will be able to earn unlimited additional income without affecting their pensions, and this will more than compensate for what they lose as a result of their reduced pension entitlement. The federal government should therefore waste no time in assessing the likely extent of premature pension claims in the future in order to prevent early retirees enjoying a longer working life at the expense of contributors
62 Milliarden Euro für Entgeltfortzahlung bei Krankheit
Im Jahr 2018 haben die Arbeitgeber für ihre erkrankten Mitarbeiter 51,6 Milliarden Euro an Bruttogehältern und weitere 10,2 Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen gezahlt. Nicht nur ein leicht erhöhter Krankenstand, sondern auch die günstige Beschäftigungsentwicklung sowie die jährlichen Lohnsteigerungen treiben die Kosten
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Länger Arbeiten lohnt sich im Alter
Mit dem zunehmenden Fachkräftemangel wird gefordert, die Anreize für ein verlängertes Arbeitsleben zu stärken. Für Arbeitnehmer lohnt sich ein späterer Renteneintritt aber schon heute - sowohl mit Blick auf die monatliche Bruttorente als auch auf den Barwert der lebenslang zu erwartenden Rentenzahlungen
Mindestrücklage anheben, Beitragszahler nicht überfordern
Stellungnahme des Instituts der deutschen Wirtschaft e. V. Köln zum Entwurf eines Gesetzes zur Sicherung der Zahlungsfähigkeit der gesetzlichen Rentenversicherung (RV-Mindestrücklagengesetz) der Abgeordneten Matthias W. Birkwald, Susanne Ferschl, Jan Korte und der Fraktion DIE LINKE - Deutscher Bundestag, 20. Wahlperiode, Drucksache 20/398
Haltelinien überdenken, Nachholfaktor reaktivieren, Rentenanpassung glätten
Während die Corona-Krise zunehmend den Arbeitsmarkt belastet, steht den gesetzlichen Rentnern im Sommer eine kräftige Erhöhung ins Haus. Zeitversetzt sollte die Rentenanpassungsformel dafür sorgen, dass folgende Anpassungen nach der Wirtschaftskrise wieder geringer ausfallen. Doch ausgerechnet mit der neuen Haltelinie für das Sicherungsniveau wird dieser Automatismus bis 2025 de facto außer Kraft gesetzt. Das führt zu dauerhaft höheren Belastungen der Beitragszahler. Eine asymmetrische Lastverteilung ließe sich aber durch eine außerplanmäßige Rentenerhöhung zumindest zum Teil wieder einpflegen
Gesetzliche Krankenversicherung nach der Wahl: Vielfalt statt Einheitlichkeit - Eine Reformskizze zur Überwindung der "Zwei-Klassen-Medizin"
Ein überproportional starkes Wachstum der Pro-Kopf-Ausgaben prägt die gesetzlicheKrankenversicherung. Mitder Alterung der geburtenstarken Jahrgängewird sich dieser Trend noch verstärken. Steigende Finanzie-rungserfordernissewerdenaberin dem umlagefinanzierten System auf jüngere Kohorten überwälzt. Deshalb sind effiziente Versorgungslösungen ebenso notwendig wie eine Begrenzung der intergenerativenLastver-schiebung.Doch diese Probleme benennen weder Bündnis 90/Die GrünennochCDU/CSU, DIE LINKE oderSPD. Neben unterschiedlichen Ansätzen, die stationäre Versorgung zu lenken, widmen sich die Parteien in ihren Wahlprogrammen Fragen der Versorgungsqualität und versprechen zusätzliche Leistungen. Über mög-liche Finanzierungserfordernisse legen siejedoch keine Rechenschaft ab. Lediglich die FDP setzt auf mehr Eigenverantwortung und Vertragsfreiheiten, umdieAusgabenentwicklung bremsenzu können.Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE und SPD schlagenstattdessen eineBürgerversicherung vor. Das Modellwirdaber nicht etwa mit dem Zielbegründet, zusätzliche Einnahmen zu generieren. Vielmehr wollen die Parteiendas Solidaritätsprinzip stärken, individuelle Beiträge leistungsgerechtererheben und die ange-mahnte 'Zwei-Klassen-Medizin' überwinden. DasSolidaritätsprinzip würde aber nicht gestärkt,sonderndie Finanzierungslast anders verteilt. Zwar bliebeein solidarischer Ausgleich zwischen Jung und Alt jeweils im Querschnitt der Bevölkerung möglich, dochgelänge dies weiterhinnur auf Kostender jüngeren Kohorten. [...
Respekt-Rente: Selektiv statt systematisch
Rund 2,8 Millionen Erwerbsminderungs- und Altersrenten würden aktuell von dem SPD-Modell einer Respekt-Rente profitieren. Weitere 3,2 Millionen Bestandsrenten weisen zwar einen vergleichbar niedrigen Durchschnittswert an Entgeltpunkten auf, aber eine Aufstockung bliebe diesen Rentnern verwehrt, weil mindestens ein Beitragsjahr fehlt. Daraus erwachsen weitere Ungleichbehandlungen in der Mindestsicherung
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