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    Die Akteursperspektive in der politischen Kommunikationsforschung – Fragestellungen, Forschungsparadigmen und Problemlagen

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    Im Jahre 1996 wurden in „PS Political Science and Politics“, der American Political Science Association, die Papiere eines Symposiums zum Thema „Medien und Politik“ publiziert. Unter den Beiträgen dieses Heftes befindet sich ein Aufsatz von (1996) mit dem Titel „Die Massenmedien als politische Akteure“. Benjamin Page verweist darin auf einen eigenartigen Umstand: Politische Beobachter und Laien würden ganz selbstverständlich davon ausgehen, dass die Massenmedien versuchen, Politik zu beeinflussen. Man wisse doch, dass die New York Times sich für diese Positionen stark mache und das Wallstreet Journal jene Haltungen vertrete. Und doch, schrieb Page, würden die meisten Kommunikationswissenschaftler den Gedanken eines politischen Einflusses der Medien strikt von der Hand weisen. Diese Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Laien und den Einsichten und Forschungsagenden der Wissenschaftler ist keine US-amerikanische Besonderheit. Es fällt auch für Deutschland nicht schwer, eine Vielzahl von Beispielen zu finden, in denen die Medien politisch wurden. Erinnern wir uns nicht mehr, dass die BILD-Zeitung vehement gegen den Euro schrieb und dass die FAZ gegen die Rechtschreibreform aufbegehrte? Aber genauso wie in den USA fiel es sowohl der Kommunikationswissenschaft als auch der Politikwissenschaft in Deutschland lange Zeit schwer, die laienhafte Beobachtung, dass die Medien eine zutiefst politische Rolle ausüben und dabei in die Rolle eines politischen Akteurs schlüpfen, in ein nachhaltiges Forschungsprogramm umzumünzen

    Massenmedien als politische Akteure - Konzepte und Analysen

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    Massenmedien nehmen im politischen Prozess zwei Rollen wahr. Sie vermitteln die Anliegen und Meinungen politischer und gesellschaftlicher Akteure. Darüber hinaus werden sie selbst zu politischen Akteuren, wenn sie durch ihre Berichterstattung und Kommentierung den politischen Prozess beeinflussen. Ziel dieses Bandes ist es, diese duale Rolle zu analysieren. Die Beiträge diskutieren die Frage, unter welchen Bedingungen und mit welchen Folgen Massenmedien zu politischen Akteuren werden

    Massenmedien als Herausforderer oder Agenturen nationaler Eliten? Eine Analyse der deutschen und französischen EU-Erweiterungsdebatte

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    Die bisherige Erfolgsgeschichte europäischen Regierens beruht auf der Nicht-Öffentlichkeit hochgradig politischer Prozesse (Brüggemann 2002: 1), hat sich doch die Integration Europas weitgehend hinter verschlossenen Türen abgespielt. Diese Form der Integration stößt an ihre Grenzen. Die Zeit, in der die Bevölkerung der Elite freie Hand ließ, ist vorbei. Der „permissive Konsens“ sinkt (Carey 2001: 2) und wandelt sich zu einer „reluctant acceptance“ (Mittag/Wessels 2003: 416) oder gar zu einer Ablehnung weiterer Integrationsschritte. Offenkundig wird dies nicht nur im spektakulären „Nein“ der Franzosen und Niederländer zur EU-Verfassung, sondern auch in der rückläufigen Beteiligung bei Europawahlen und in den gewaltigen Einstellungsunterschieden zwischen Elite und Bevölkerung bezüglich der europäischen Integration in allen Mitgliedsstaaten (Mittag/Wessels 2003: 418)

    Resilience of Public Spheres in a Global Health Crisis

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    The Covid-19 pandemic disrupted “normal” modes of public sphere functioning and activated an experimental mode of coping, reinventing forms of publicness and communicative exchanges. We conceptualize the social responses triggered by the crisis as particular forms of public sphere resilience and assess the role of digitalisation and digital spaces in the emergence of distinct modes and dynamics of resilience. Four areas of enhanced public sphere experimentation are the basis of our conceptualisation: political consumerism, digital modes of solidarity, political protest mobilisation, and news consumption. We discuss overarching features of public sphere resilience across societal sub-spheres and highlight the dynamics and hybridities which structure the emerging public spaces. Resilience practices are accompanied by dynamics of politicisation and depoliticisation coupled with shifting boundaries of publicness and privateness. Our observations likewise reveal the dynamic interplay between resilience and resistance

    Resiliencia de las esferas públicas en la crisis sanitaria mundial

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    The COVID-19 pandemic disrupted the "normal" modes of functioning of the public sphere and activated an experimental mode of coping that has reinvented forms of public and communicative exchanges. In this article, we conceptualize the social responses triggered by the crisis as particular forms of public sphere resilience, and assess the role of digitization and digital spaces in the emergence of different modes and dynamics of resilience. In our conception, we examine three areas of public sphere experimentation: political consumption, political protest mobilization and news consumption. We discuss the general characteristics of public sphere resilience across social sub-spheres and highlight the dynamics and hybridisations that structure emerging public spaces. Resilience practices are accompanied by dynamics of politicisation and depoliticization, as well as shifts in the boundaries of the public and the private. Our observations also reveal the dynamic interplay between resilience and resistance
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