1,720,969 research outputs found
Der Einfluss gemeinsamer Entscheidungsfindung auf Gesundheitsversorgung: ein Scoping Review mit neuer Bewertungsmethode
Methodik Dieser Scoping Review erfasst indirektere Effekte von Interventionen, die gemeinsame Entscheidungsfindung fördern auf ÄrztInnen, PatientInnen, Ökonomie und medizinische Therapien. Dafür wurden die medizinische Datenbank PubMed sowie Referenzlisten eingeschlossener Artikel systematisch durchsucht. Randomisiert-kontrollierte Studien sowie deren Sekundärberichte wurden für die Datenextrakation berücksichtigt. Studiencharakteristika und Endpunkte mit ihren Effektrichtungen wurden in einer zusammenhängenden, vorab entworfenen Tabelle illustriert. Effekte wurden anhand der Schlossfolgerungen der jeweiligen AutorInnen kodiert. Die Endpunkteauswahl basiert auf Elwyns Taxonomie von 2016. Anhand selbiger Taxonomie sortierte dieser Review dann alle Endpunkte auf eine von fünf Effektebenen, um Trends in der Endpunkteauswahl jüngerer Literatur aufzudecken. Diskussion Gemeinsame Entscheidungsfindung in der Medizin kann in bestimmten Situationen indirekte Aspekte der Gesundheitsversorgung verbessern, die PatientInnen, ÄrztInnen, medizinische Therapien und Ökonomie betreffen. Individuelle und klinische Endpunkte sind in der jüngeren Literatur häufiger untersucht als interaktionale und organisatorische. Zukünftige Interventionen zur Förderung von gemeinsamer Entscheidungsfindung sollten interaktionale und organisatorische Endpunkte häufiger berücksichtigen, weil sich aus deren Effekten neue Anreize für den Einsatz von gemeinsamer Entscheidungsfindung in Gesundheitssystemen ergeben könnten
Substanzkonsum und psychische Gesundheit von Auszubildenden mit Migrationshintergrund
Die vorliegende Arbeit hat das Ziel, den Substanzkonsum und die psychische Gesundheit der Auszubildenden mit und ohne Migrationshintergrund geschlechterdifferenziert einander gegenüberzustellen und diese unter Einfluss von Belastungssituationen in der Ausbildung zu betrachten. An 49 beruflichen Schulen wurde eine Querschnittbefragung von 5.678 Auszubildenden mit einem Migrationsanteil von 21,6% durchgeführt. Neben soziodemografischen Merkmalen wurde der Konsum von Tabak, Alkohol, Cannabis und Medikamenten sowie die psychische Gesundheit der Auszubildenden anhand von Depression, Angst und Somatisierung mithilfe eines Fragebogens erfasst. Es zeigten sich migrations- und geschlechterdifferenzierte Unterschiede im Substanzkonsumverhalten zwischen den Auszubildenden.Es bestand ein höherer Medikamentenkonsum insgesamt bei weiblichen Auszubildenden, jedoch vor allem bei denen mit Migrationshintergrund. Hinsichtlich der psychischen Gesundheit zeigten Auszubildende mit Migrationshintergrund im Vergleich vermehrt Depressionen, Ängste und Somatisierungen. Mit Migration in Zusammenhang stehende Belastungsfaktoren können zur Entstehung psychischer Beschwerden bei Auszubildenden beitragen. Belastungen in der Ausbildung sind assoziiert mit einer Verschlechterung der psychischen Gesundheit und einem erhöhten Substanzkonsum in allen Auszubildendengruppen. Bewältigungsstrategien, insbesondere für Auszubildende mit Migrationshintergrund, eine konkrete Reduzierung der psychophysischen und psychomentalen Beschwerden in bestimmten Ausbildungsberufen sowie eine allgemeine Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnte eine sinnvolle Präventionsmaßnahme für die Auszubildenden darstellen
Evaluation eines Onlinetrainings für Ärzt:innen und Studierende zur Verbesserung ihrer Fertigkeiten in Shared Decision Making: - eine randomisiert kontrollierte Studie
Für eine gleichberechtigte, patient:innenzentrierte Ärzt:in-Patient:in-Interaktion gilt das Modell des Shared Decision Making (SDM) als am geeignetsten. Zur flächendeckenden Implementierung von SDM im deutschen Gesundheitswesen sind spezielle Trainingsprogramme erforderlich. Allerdings mangelt es bisher an eindeutiger, qualitativ hochwertiger Evidenz zur Evaluation digitaler Trainingsprogramme. In dieser Arbeit wird die Wirksamkeit eines vorher konzipierten Onlinetrainings auf die SDM-Fertigkeiten von Ärzt:innen und Studierenden überprüft. In dieser randomisiert kontrollierten Studie erfolgte eine Clusterrandomisierung der 187 Teilnehmenden in Interventions- (IG) und Kontrollgruppe (KG). Nach Absolvierung des Onlinetrainings beurteilten die Proband:innen ein aufgezeichnetes Ärzt:in-Patient:in-Gespräch mit Hilfe des Beobachtungsbogen MAPPIN’SDM und beantworteten einen Wissenstest zu SDM. Aus den gewonnenen Daten wurde zum einen ein Übereinstimmungskoeffizient weighted T in Bezug auf eine Expert:innenbeurteilung und zum anderen ein Wissensscore jeweils für Interventions- und Kontrollgruppe ermittelt. Es zeigten sich eine signifikante Differenz der Mittelwertunterschiede der Mittelwerte der weighted Ts (Mittelwertdifferenz: 0,07; 95% KI: 0,03 – 0,11; p-Wert: 0,001) und eine signifikante Differenz der Mittelwertunterschiede der Mittelwerte der Wissensscores (Mittelwertdifferenz: 1,03; 95% KI: 0,6-1,47; p-Wert: 0,000). Diese Ergebnisse zeigen, dass das Onlinetraining bei Studierenden nachweislich zu einem Wissenszuwachs führt und die Fähigkeit verbessert, SDM in einem Gespräch zu erkennen. Das Training eignet sich aufgrund seiner Effizienz und Effektivität in besonderer Weise zur Vermittlung von Grundkenntnissen zu SDM in der Aus-und Weiterbildung von Mediziner:innen und schafft Grundvoraussetzungen für eine flächendeckende Implementierung von SDM im Gesundheitswesen
Einfluss von Methylphenidat auf die Geruchswahrnehmung bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung
Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gilt als eine der häufigsten psychiatrischen Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter und geht auf pathophysiologischer Ebene mit einem funktionellen Mangel an Dopamin im zentralen Nervensystem einher. Betroffene besitzen eine erhöhte Anzahl an Dopamintransportern im Striatum, wodurch eine geringere Konzentration an Dopamin zur Verfügung steht. Methylphenidat erhöht die Verfügbarkeit von Dopamin. Da Dopamin hemmend auf die olfaktorische Reizweiterleitung im zentralen Nervensystem wirkt, könnte Methylphenidat Einfluss auf das Geruchsempfinden von ADHS-Patienten nehmen. In der vorliegenden Studie wurde der Fokus auf Veränderungen der Geruchsensitivität von Patienten unter Einfluss von Methylphenidat gelegt. Diese wurde mit der Geruchsensitivität gesunder Kontrollprobanden und von Patienten nach Placebo-Einnahme verglichen. Vor Studienbeginn wurden die Patienten individuell mit Methylphenidat eingestellt. Die Patienten wurden jeweils nach Methylphenidat- und Placebo-Einnahme untersucht. Die Geruchsensitivität der Studienteilnehmer wurde durch den Sniffin‘ Sticks Test bestimmt. Wie erwartet zeigten Patienten, die Methylphenidat eingenommen hatten eine signifikant geringere Geruchsensitivität als Patienten, die zuvor Placebo erhalten hatten. Auch bestätigte sich die Annahme, dass sich die Geruchsensitivität von Patienten unter Einfluss von MPH nicht von derer gesunder Kontrollprobanden unterscheidet. Zwar zeigten Patienten nach Placebo-Einnahme wie vermutet deutlich höhere Schwellenwerte als gesunde Kontrollprobanden, diese waren jedoch nicht signifikant. Da zahlreiche Komorbiditäten als mögliche Störfaktoren bestehen, bleibt offen, ob die Geruchssensitivität als möglicher Biomarker zur Erkennung und Therapie der ADHS fungieren könnte
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
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