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    Zwischen ‚Monument‘ und ‚Stereotypie‘

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    ,,Mit besonderer Rücksicht des Niederdeutschen und Niederländischen". Conrad Borchling und der Ausbau des Deutschen Seminars

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    In seinen persönlichen Erinnerungen mit dem Titel ,,Dreißig Jahre Hamburger Wissenschaft 1891-1921" schildert Werner von Melle, der Gründer und Förderer der Universität Hamburg, die Entstehung des Deutschen Seminars. An prominenter Stelle nennt er den Gründungsprofessor Conrad Borchling: ,,Durch die Beschlüsse der Bürgerschaft vom Juli 1910 waren uns vier neue ständige Professuren bewilligt, für Philosophie, insbesondere Psychologie, für deutsche Sprachwissenschaft mit Betonung des Niederdeutschen, für englische Sprache und Kultur und für romanische Sprachen und Kultur. Die erste von diesen, die besetzt werden konnte, war die der deutschen Sprachwissenschaft, die dem bisherigen Professor an der Akademie in Posen Conrad Borchling übertragen wurde. [...] Zu jeder neuen ständigen Professur gehörte jetzt als eine selbstverständliche Folge ihrer Errichtung ein mit ihr verbundenes Seminar, für das die Mittel stets ohne weiteres bewilligt wurden. So entstand unter der sorgsamen Pflege von Professor Borchling das mit der Zeit immer weiter ausgebaute Deutsche Seminar [...]." Neun Jahre später, im Jahr 1919, wurde das Deutsche Seminar als Germanisches Seminar in die neu gegründete Hamburgische Universität überführt. Borchling wurde zum Ordentlichen Professor für ,,Deutsche Sprachwissenschaft und Deutsche Literatur mit besonderer Berücksichtigung des Niederdeutschen und des Niederländischen" ernannt. Conrad Borchling bewies bei der Einrichtung des Deutschen Seminars in Hamburg sein Geschick im Wissenschaftsmanagement, ebenso nach der Umwandlung des Deutschen Seminars in das Germanische Seminar der Universität, dessen erster Direktor er war. In der Folgezeit baute Borchling die dortige niederdeutsche Abteilung auf und etablierte - nicht nur für Hamburg - die nierderdeutsche Philologie als eine wissenschaftliche Disziplin. Gemeinsam mit Agathe Lasch leistete er Pionierarbeit für das neu entstandene Fach und schuf wesentliche wissenschaftliche Grundlagenwerke. Zu nennen sind insbesondere die bibliographische Aufarbeitung niederdeutscher Handschriften und Drucke sowie die Einrichtung der Archive des Mittelniederdeutschen Wörterbuchs und des Hamburgischen Wörterbuchs. Beide Archive übernahm nach 1923 Agathe Lasch in ihren Aufgabenbereich. Bochling blieb für mehr als zweieinhalb Jahrzehnte Proffesor der Hamburger Universität. Im Oktober 1945 wurde er aufgrund seiner Mitgliedschaft in der NSDAP aus dem Dienst entlassen und in den Ruhestand versetzt. Am 1.11.1946 starb Borchling im Alter von 74 Jahren ohne rehabilitiert worden zu sein. Während akademische Meriten seine geradlinige wissenschaftliche Karriere auszeichnen, bleiben hinsichtlich des (hochschul)politischen Handelns in den Jahren der nationalsozialistischen Herrschaft Fragen offen, war dorch Borchling als Direktor des Germanischen Seminars in verantwortlicher Position, als Walter A. Behrendsohn 1933 und Agathe Lasch 1934 in Anwendung des sog. ,,Gesetzes zur Wiederstellung des Berufsbeamtentums" vom Dienst suspendiert und entlassen wurden.1 Die akademische Laufbahn bis 1910 2 Deutsches Seminar 1910 bis 1919 3 Hamburger Universität 1919 bis 194

    Agathe Lasch und die Hamburger Lexikographie

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    Der Beginn der modernen Hamburger Lexikographie ist untrennbar mit dem Wirken Agathe Laschs am Germanischen Seminar der Universität verbunden. Zwei lexikographische Grundlagenwerke verdanken ihr die Entstehung: das Hamburgische Wörterbuch, das den historischen Wortschatz Hamburgs und das gesprochene ortstypische Niederdeutsch vereint und im Jahr 2006 vollendet werden konnte, und das heute noch nicht abgeschlossene Mittelniederdeutsche Wörterbuch, das den niederdeutschen Wortschatz vom 13. Jahrhundert bis ins 17. Jahrhundert im gesamten Hanseraum dokumentiert. Gemeinsam mit der Mittelniederdeutschen Grammatik, 1914 ebenfalls von Agathe Lasch veröffentlicht, bilden diese Wörterbücher die zentralen Referenzwerke für eine historische Sprachwissenschaft des Niederdeutschen.Nachdem sich Agathe Lasch entschieden hatte, ihren Vertrag als Associate Professor of Teutonic Philology am Bryn Mawr College (Pennsylvania) nicht zu verlängern und nach Deutschland zurückzukehren, nahm sie im Jahr 1917 ihre akademische Tätigkeit in Hamburg auf, die von Anfang an auf die beiden Wörterbuchunternehmungen ausgerichtet war. „Für A. Lasch“, so Conrad Borchling in seinem Nachruf 1946, „waren beide Aufgaben wie geschaffen und sie griff sie denn auch sofort beherzt an.“ Agathe Lasch entwarf für beide Wörterbücher die Konzepte, erschloss die notwendige Materialgrundlage und erarbeitete bis zu ihrer erzwungenen Pensionierung sieben Lieferungen des Mittelniederdeutschen Handwörterbuchs.1. Das Wörterbucharchiv 2. Das Hamburgische Wörterbuch 3. Das Mittelniederdeutsche Wörterbuch 3. Lexikographischer Alltag Zäsur Literaturverzeichni

    Der Briefwechsel zwischen August Sauer und Bernhard Seuffert 1880 bis 1926

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    With more than 1200 letters the correspondence between August Sauer (1855–1926) and Bernhard Seuffert (1853–1938) is one of the most comprehensive scholarly correspondences of the late 19th and the early 20th century. Their work had a huge impact on the development of the subject ”Neuere deutsche Literaturgeschichte“. The main goal of the project is the presentation of a selection of letters, combined with rich annotations as well as registers for persons and works

    Der Briefwechsel zwischen August Sauer und Bernhard Seuffert 1880 bis 1926

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    With more than 1200 letters the correspondence between August Sauer (1855–1926) and Bernhard Seuffert (1853–1938) is one of the most comprehensive scholarly correspondences of the late 19th and the early 20th century. Their work had a huge impact on the development of the subject ”Neuere deutsche Literaturgeschichte“. The main goal of the project is the presentation of a selection of letters, combined with rich annotations as well as registers for persons and works.Der mehr als 1200 Briefe und Karten aus den Jahren zwischen 1880 und 1926 umfassende Briefwechsel zwischen August Sauer (1855–1926) und Bernhard Seuffert (1853–1938) gehört zu den bedeutenden Germanistenkorrespondenzen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Die Korrespondenz ist eine reichhaltige Quelle für die Wissenschaftsgeschichte. Hauptziel des Projekts war die Erarbeitung einer Druckausgabe, die eine Auswahl der wichtigsten Korrespondenzen enthält; diese sind durch einen umfangreichen Kommentar sowie ein Personen- und Werkregister erschlossen

    Rilkes "Der Apfelgarten"

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