1,720,959 research outputs found
Längsschnitt-Untersuchung der Neurotoxizität von MDMA
Zusammenfassung:
In den Industriestaaten besitzt Ecstasy (3,4 Methylendioxymetamphetamin, MDMA) unter den Partydrogen seit mehreren Jahren in der jungen Bevölkerung einen hohen Stellenwert. Aus diesem Grund sind in der Vergangenheit mehrfach Untersuchungen durchgeführt worden, in welchen zunächst an Versuchstieren und später an Menschen gezeigt wurde, daß Ecstasykonsum zu protrahierten Veränderungen des serotonergen Systems führt. Nun stellte sich die Frage, ob es sich bei diesen Veränderungen um reversible oder irreversible Prozesse handelt. Ergebnisse einiger Studien mit aktuellen und ehemaligen Ecstasykonsumenten, in welchen funktionelle, bildgebende Verfahren angewendet wurden, wiesen darauf hin, daß es sich bei den ecstasyinduzierten Beeinträchtigungen um reversible Prozesse handeln könnte. Die hierzu veröffentlichten Studien waren bisher als Einmalerhebung angelegt, so daß Effekte der Probandenselektion nicht ausgeschlossen werden konnten.
Zur Klärung der Frage nach der Entwicklung von Veränderungen im serotonergen System durch Ecstasy wurde die vorliegende Arbeit als Längsschnittstudie angelegt. Fünfzehn aktuelle und neun ehemalige Ecstasykonsumenten aus einer Vorstudie wurden 2 zusätzlichen PET-Verlaufsuntersuchungen mit dem Serotonin-Transporter (SERT)-Liganden [11C](+)McN5652 im Abstand von jeweils ca. einem Jahr unterzogen. Die zu überprüfende Hypothese war: Bei Ecstasyabstinenz nähert sich die Serotonin-Transporterverfügbarkeit normalen Werten, bei weiterem Konsum nimmt die Verfügbarkeit weiter ab oder bleibt auf niedrigem Niveau konstant. Es wurden jeweils PET-Aufnahmen von 90 Minuten Dauer durchgeführt, die Bilder wurden rekonstruiert, bewegungskorrigiert, normalisiert und anhand von vorher definierten Volume of interests (VOI) und der Referenzgewebemethode nach Ichise et al. analysiert. Gemessen wurde das distribution volume ratio (DVR, „Verteilungsraumverhältnis“) als Maß für die SERT-Verfügbarkeit. Die Auswertung wurde auf das Mesencephalon beschränkt, da dieser Bereich in der Literatur als serotoninreich beschrieben wurde und zudem in der Erstuntersuchung lediglich im Mesencephalon eine signifikante Reduktion der SERT-Verfügbarkeit bei aktuellen Ecstasykonsumenten im Vergleich mit Kontrollgruppen feststellbar war. Als Referenzgewebe diente das Cerebellum. Intensität des Ecstasykonsums, Tage der Abstinenz vor PET-Untersuchung, Beikonsum anderer Drogen wie Alkohol, Nikotin, Cannabis, Amphetamine und Kokain wurden in der Studie als Kovariaten berücksichtigt.
Die Ergebnisse zeigten bei den aktuellen Ecstasykonsumenten eine Zunahme der SERT-Verfügbarkeit im Verlauf der Untersuchungen, verbunden mit einer Abnahme der Ecstasykonsumintensität. Ein Einfluß des Konsums anderer Drogen auf die SERT-Verfügbarkeit konnte nicht festgestellt werden. Bei ehemaligen Ecstasykonsumenten war im Verlauf der Untersuchungen keine Änderung der SERT-Verfügbarkeit feststellbar, sie blieb auf normalen Werten (im Vergleich mit drogennaiven Kontrollen bei Erstuntersuchung) konstant. Die Ergebnisse lassen den Schluß zu, daß die Verfügbarkeit der Serotonin-Transporter zeitnah mit dem Ecstasykonsum verknüpft ist. Ecstasykonsum kann zu einer Verminderung der Verfügbarkeit der SERT führen, die bei nachlassender Konsumintensität im Verlauf von mehreren Monaten rückläufig ist. Diese Beobachtungen beziehen sich lediglich auf das hier angewendete funktionell-bildgebende Verfahren
Retrospektive Analyse der klinischen Wertigkeit der PET/CT in der Rezidivdiagnostik beim kolorektalen Karzinom
Iktuale Perfusions-SPECT in der prächirurgischen Epilepsie-Diagnostik : Explorative Analyse der Befundmuster hinsichtlich prognostischer Relevanz
Epilepsie ist die häufigste chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Bei Patienten mit pharmakoresistenter fokaler Epilepsie stellt die operative Resektion der Anfallsursprungszone (AUZ) die Therapie der Wahl dar. Das Ziel eines epilepsiechirurgischen Eingriffs ist in aller Regel die vollständige postoperative Anfallsfreiheit. Die Chance auf vollständige postoperative Anfallsfreiheit
beträgt etwa 60%. Zur Lokalisierung der AUZ stehen mehrere konventionelle diagnostische Mittel zur Verfügung, die für sich alleine allerdings jeweils unzureichend sensitiv und spezifisch sind. Daher wird die AUZ durch Zusammenschau aller Befunde lokalisiert. Ergibt die Zusammenschau keinen hinreichend eindeutigen Hinweis, insbesondere wenn die MRT keine lateralisierenden Zeichen liefert, kann die Perfusion Single Photon Emission Computed Tomography (Perfusions-SPECT) zur
Lokalisation der AUZ sinnvoll sein, wobei die iktuale SPECT sensitiver und spezifischer ist als das interiktuale. Der Stellenwert der SPECT in der Epilepsiediagnostik wird allerdings seit Jahren diskutiert. Bis heute finden sich keine einheitlichen Angaben zur Sensitivität und Spezifität der iktualen SPECT, was sich vermutlich zumindest anteilig dadurch erklärt, dass die Aussagekraft der SPECT stark vom Zeitpunkt der Tracerinjektion abhängt. Viele Arbeiten haben sich mit iktualen Perfusionsmustern auseinandergesetzt. Die Frage nach der prognostischen Wertigkeit bestimmter
Muster für den Erfolg der chirurgischen Therapie wurde allerdings bisher nur unzureichend untersucht. Um dieser Frage nachzugehen, werteten wir die präoperativen iktualen SPECTs von 23 Patienten mit pharmakoresistender Temporallappenepilepsie (TLE), die eine selektive Amygdala- Hippocampektomie erhalten hatten, retrospektiv aus. Zur Identifikation prognostischer Perfusionsmuster erfolgte ein voxel-basierter statistischer Vergleich der iktualen Perfusions-SPECTs
von Therapie-Respondern und Non-Respondern, wobei Patienten nur dann als Responder eingestuft wurden, wenn sie postoperativ vollständig anfallsfrei waren. Wir fanden eine signifikant niedrigere Perfusion im Bereich des ipsilateralen Cuneus bei Respondern. Dies legt eine prognostische Wertigkeit der relativen Perfusion im ipsilateralen Cuneus in der iktualen SPECT hinsichtlich des Therapieerfolgs der selektiven Amygdala-Hippocampektomie bei TLE-Patienten nahe. Die iktuale
Perfusion im ipsilateralen Cuneus zeigte eine signifikante positive Korrelation mit dem Delay der Injektion nach Anfallsbeginn. Daher muss der Injektionsdelay bei der Bewertung der iktualen Perfusion im ipsilateralen Cuneus zwingend berücksichtigt werden. Es konnte keine Korrelation zwischen der Perfusion im ipsilateralen Cuneus und der Anfallsdauer nach Injektion festgestellt werden. Da es sich bei diesem Ergebnis um den Befund einer explorativen Analyse der iktualen Perfusion in allen Hirnregionen handelt, ist das Ergebnis zum aktuellen Zeitpunkt als Hypothese zu
verstehen, die in weiterführenden Studien zu überprüfen ist
Verbesserung der Inter-Befunder-Übereinstimmung bei der Interpretation der Somatostatin-Rezeptor-Szintigraphie durch die Anwendung von SPECT/CT : eine retrospektive Analyse
Value of Tc-99m MIBI Scintigraphy in Assessment of Dignity in Thyroid Nodules
Die Dignitätsbeurteilung von Schilddrüsenknoten stellt ein sehr häufiges klinisches Problem dar. Nach Anwendung der traditionellen diagnostischen Kette, bestehend aus insbesondere der Schilddrüsensonografie und Tc-99m-Pertechnetat-Szintigrafie, ermöglicht die Feinnadel-punktion meist eine Dignitätsabschätzung der Schilddrüsenknoten. Allerdings ist ein Teil der Ergebnisse nicht diagnostisch bzw. zeigt eine zelluläre Atypie oder follikuläre Neoplasie. Zudem ist die Biopsie nicht immer durchführbar bei Multinodularität, einer dorsalen Lage oder simultaner Gerinnungsmedikation. In diesem klinischen Setting könnte die Tc-99m-MIBI-Szintigrafie einen potenziell bedeutsamen Beitrag leisten. Ziel der Studie war es, zum einen die Rolle der Tc-99m-MIBI-Szintigrafie bei der Dignitätsbestimmung von Knoten zu evaluieren und zum anderen die visuelle Auswertemethode zu identifizieren, die die effektivste Differenzierung zwischen malignen und benignen Knoten ermöglicht.
208 Patienten wurden retrospektiv untersucht, davon 104 mit postoperativer Histologie und 104 mit dokumentierter Nachsorge von mindestens 12 Monaten. Die Tc-99m-MIBI-Szintigramme von 208 Patienten wurden visuell nach acht verschiedenen Methoden ausgewertet: MIBI vs. Pertechnetat in der Früh- und Spätaufnahme (Mismatch-Methoden M1 und M2), MIBI nodulär vs. MIBI paranodulär in der Früh- und Spätaufnahme (nodulär-paranoduläre Methoden N1a, N1b und N2a, N2b) sowie MIBI nodulär in Spät- vs. Frühaufnahme (Trapping-Methoden T1 und T2).
Die Malignomprävalenz betrug 11,5%. Für die paranoduläre Methode N2b und die Trapping-Methode T1 ergaben sich jeweils folgende diagnostische Werte für die Sensitivität, Spezifität, PPV und NPV: 75,0%, 62,0%, 20,5% und 95,0% für die Methode N2b, 91,7%, 42,4%, 17,2% und 97,5% für die Methode T1. Der PPV erhöhte sich bei Anwendung auf hypofunktionelle, sonografisch malignitätsverdächtige Knoten. Ausschließlich mittels der Trapping-Methoden T1 und T2 sowie der paranodulären Methode N2b gelang eine signifikante Unterscheidung zwischen malignen und benignen Knoten (p<0.05, Fisher-Test).
Der hohe NPV bestätigt den Stellenwert der Tc-99m-MIBI-Szintigrafie als Ausschlussdiagnostikum. Bei der visuellen Befundung erlaubten der nodulär-paranoduläre Vergleich der Tc-99m-MIBI-Akkumulation in der Spätaufnahme sowie der Vergleich zwischen Früh- und Spätaufnahmen die bestmögliche Dignitätsabschätzung der Schilddrüsenknoten. Durch einen negativen MIBI-Befund lässt sich die Malignitätswahrscheinlichkeit derart absenken, dass ein konservatives Vorgehen gerechtfertigt ist. Das Malignitätsrisiko ist bei einem positiven MIBI-Befund nicht sehr hoch, lässt sich allerdings bei alleiniger Anwendung auf hypofunktionelle und sonografisch malignitätsverdächtige Knoten auf ein moderates Niveau steigern.The assessment of dignity in thyroid nodules is a frequently encountered clinical problem. After application of the traditional diagnostic chain, consisting of particularly thyroid ultrasonography and Tc-99m-pertechnetate scintigraphy, fine-needle biopsy mostly allows to predict dignity in thyroid nodules. However, part of the results is non-diagnostic and show a cellular atypia or follicular neoplasia, respectively. Moreover, a biopsy is not always feasible in the case of multinodularity, a dorsal location or simultaneous anticoagulant medication. In this clinical setting, Tc-99m-MIBI scintigraphy could potentially offer a significant contribution. The aim of the study was on the one hand, to evaluate the role of Tc-99m-MIBI imaging in predicting malignancy in patients with thyroid nodules and on the other hand, to identify the exact visual method enabling the most effective differentiation between malignant and benign nodules.
208 patients were retrospectively enrolled, 104 with postoperative histology and 104 with documented minimum follow-up of 12 months. The scintigrams of 208 patients were visually analysed using eight different methods: MIBI vs. pertechnetate in early and late images (mismatch method M1 and M2), MIBI nodular vs. paranodular in early and late images (nodular-paranodular method N1a, N1b and N2a, N2b) as well as MIBI nodular in late images vs. early images (trapping method T1 and T2).
The prevalence of malignancy was 11,6%. The nodular-paranodular method N2b and the trapping method T1 showed the following diagnostic values for sensitivity, specificity, PPV and NPV: 75,0%, 62,0%, 20,5% and 95,0% for the method N2b, 91,7%, 42,4%, 17,2% and 97,5% for the method T1. A higher PPV could be achieved when cold nodules were considered, which were suspicious for malignancy on ultrasonography. Exclusively with the trapping method T1 and T2 and the nodular-paranodular method N2b a significant discrimination between malignant and benign nodules could be reached (p<0.05, Fisher test).
The high NPV confirms the value of Tc-99m-MIBI scintigraphy to rule out malignancy. Considering visual analysis, a comparison of nodular and paranodular Tc-99m-MIBI accumulation in the late images as well as a comparison between early and late images enables to predict malignancy in thyroid nodules at the best possible rate. A negative Tc-99m-MIBI finding considerably decreases the probability of malignancy so that a conservative approach can be justified. The risk of malignancy is even with a positive Tc-99m-MIBI finding not high, though can be increased to a moderate level when hypofunctional nodules, which are suspicious for malignancy on ultrasonography, are considered
Beitrag der PET/CT zur Dignitätsdiagnostik des pulmonalen Rundherdes im klinischen Alltag
In dieser Arbeit wurde die Rolle der F-18-FDG-PET/CT in der Dignitätsdiagnostik pulmonaler Rundherde erneut untersucht.In this project the role of the F-18-FDG-PET/CT in the dignity diagnostics of the pulmonary nodule was reevaluated
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
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