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    Matthias Kramer : Ein Nürnberger Sprachmeister der Barockzeit mit gesamteuropäischer Wirkung

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    Matthias Kramer. Ein barocker Nürnberger Sprachmeister mit gesamteuropäischer Wirkung. Der in Köln gebürtige, aber überwiegend in Nürnberg wirkende Matthias Kramer (1640–1729) war der produktivste und prominenteste Sprachlehrer Deutschlands in den Jahrzehnten um 1700. Er verfasste voluminöse Lehrwerke und Wörterbücher, die eine Reihe lebender Sprachen – Französisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch – mit dem Deutschen verbinden. Als Lexikograph war Kramer der erste, der seine Vokabeln durch die Mitteilung von Kontexten erläuterte. Außerdem trat er durch fachsprachliche Lehrbücher und Übersetzungen hervor. Die Vielzahl an Werken, die sich in Bibliotheken in ganz Europa und sogar in Übersee finden, zeugen von Kramers breiter, bis ins späte 18. Jahrhundert anhaltender Rezeption. Der Band, der auf eine interdisziplinäre Tagung an der Universität Bamberg im November 2017 zurückgeht, würdigt Kramers Leistungen als Grammatiker, Lexikograph, Übersetzer und Sprachvermittler und stellt sie in ihre historischen, sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Kontexte. Er möchte diese zu Lebzeiten aufgrund ihrer Vielsprachigkeit, breiten philologischen Bildung und Erfahrung als Sprachlehrer europaweit bekannte, heute aber weitgehend vergessene Figur wieder stärker ins Bewusstsein rücken.Matthias Kramer (1640–1729), a native of Cologne who spent most of his career in Nuremberg, was the most productive and most prominent language teacher in Germany during the decades around 1700. He wrote voluminous teaching manuals and dictionaries, which connected several living languages – French, Italian, Spanish, and Dutch – with German. Kramer was the first lexicographer who explained words by pointing out their respective contexts. Moreover, he distinguished himself through publications for specific professional groups and translations. The large number of his works in libraries all over Europe and even overseas testifies to Kramer’s lasting impact until the late eighteenth century. The present volume, which publishes the proceedings of an interdisciplinary conference held at the University of Bamberg in November 2017, addresses Kramer’s accomplishments as a grammarian, lexicographer, translator, and language teacher within their historical, linguistic, and didactic contexts. Thereby it seeks to draw attention to a historical figure that was held in high regard by contemporaries throughout Europe on account of his multilingualism, philological erudition, and experience as a language instructor, but is largely forgotten today

    Die Sprache des Nachbarn . Die Fremdsprache Deutsch bei Italienern und Ladinern vom Mittelalter bis 1918

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    Italien ist der letzte große Nachbarsprachraum der deutschsprachigen Länder, für den die Geschichte des Erwerbs und der Fremdsprache Deutsch erst lückenhaft erforscht ist. Für Frankreich, Großbritannien, Dänemark, die baltischen Länder, Russland, Polen und die historischen Königreiche Böhmen und Ungarn liegen Bibliographien oder monographische Überblicks¬darstellungen vor. Dieser Band versucht, eine Forschungslücke zu verkleinern. Er beruht auf Vorträgen, die bei der Tagung „Die Sprache des Nachbarn“ im Mai 2016 in der Villa Vigoni am Comer See gehalten wurden. Es geht darin um den (teilweise gesteuerten) Erwerb der Fremdsprache Deutsch in Italien und den (meist ungesteuerten) Erwerb des Deutschen durch italienische Einwanderer in den deutschen Sprachraum vom Mittelalter bis ins frühe 20. Jahrhundert, weiterhin um grammatische und didaktische Versuche, Italienern ihre nördliche Nachbarsprache zu vermitteln, und schließlich um deren Urteile über diese Sprache und die darauf beruhende Literatur und Kultur. Die Beiträge befassen sich mit den frühesten Zeugnissen des Deutschlernens in Italien in der Tradition des solenissimo vocabuolista und der mehrsprachigen Wörterbücher der Humanisten und der Barockzeit, mit den Lehrbüchern des Praktikers Matthias Chirchmair und des Philologen Matthias Kramer aus dem 17. Jahrhundert, mit den Sprach- und Kulturkontakten im 18. Jahrhundert, mit „La Germania dotta“ und der Wissenschaftssprache Deutsch im 19. Jahrhundert und schließlich mit der Schulsprache Deutsch in den italienischsprachigen Gebieten des Habsburgerreiches und im vereinten Italien bis 1918

    Sprach- und Kulturkontakte im Ostseeraum

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    Seit Jahrhunderten gilt der Ostseeraum als eine Großregion der vielen Sprachen und Kulturen – als ein Drehkreuz des internationalen Handels, des geistigen Austauschs, der multilateralen Beziehungen und damit auch komplex gestufter Mehrsprachigkeit. Zu den überregional bedeutsamen Sprachen gehörten hier Niederdeutsch als Sprache der Hanse; Hochdeutsch als nachreformatorische Kultur- und Kirchensprache in den Städten; Dänisch als politisch bedeutsame Nachbarsprache; Niederländisch als Sprache einer frühneuzeitlichen Seemacht; Russisch als Handelssprache und Sprache einer seit dem frühen 18. Jahrhundert expandierenden Großmacht; Französisch als internationale Sprache des 18. Jahrhunderts; Englisch als Sprache einer Handels- und Industrienation; Italienisch als Kultursprache; und punktuell sogar Spanisch. Als Handelsidiom und Kultursprache der Siedlungen mit hohem jüdischem Bevölkerungsanteil fungierte zudem das Jiddische. Der vorliegende Sammelband bietet Ergebnisse einer Tagung der Matthias-Kramer-Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte des Fremdsprachenerwerbs und der Mehrsprachigkeit, die im September 2018 an der Universität Riga stattfand. Die Beiträge beleuchten die Vielsprachigkeit des Ostseeraums aus sprach-, kultur- und literaturhistorischen Perspektiven. Das Spektrum der behandelten Themen reicht vom Hochmittelalter bis ins beginnende 20. Jahrhundert

    Matthias Kramer: Koninglyk Neder-Hoog-Duitsch en Hoog-Neder-Duitsch Woorden-Boek Erste Deel. Königliches Nider-Hoch-Teutsch-, und Hoch-Nider-Teutsches Wörter-Buch. Erster Theil (1719)

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    Transcriptie van 'Matthias Kramer: Koninglyk Neder-Hoog-Duitsch en Hoog-Neder-Duitsch Woorden-Boek Erste Deel. Königliches Nider-Hoch-Teutsch-, und Hoch-Nider-Teutsches Wörter-Buch. Erster Theil, Nürnberg, 1719

    Bray, Laurent, Matthias Kramer et la lexicographie du français en Allemagne au XVIIIe siècle

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    Kaltz Barbara. Bray, Laurent, Matthias Kramer et la lexicographie du français en Allemagne au XVIIIe siècle. In: Histoire Épistémologie Langage, tome 23, fascicule 2, 2001. Dix Siècles de Linguistique Sémitique. pp. 174-175

    Bray, Laurent, Matthias Kramer et la lexicographie du français en Allemagne au XVIIIe siècle

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    Kaltz Barbara. Bray, Laurent, Matthias Kramer et la lexicographie du français en Allemagne au XVIIIe siècle. In: Histoire Épistémologie Langage, tome 23, fascicule 2, 2001. Dix Siècles de Linguistique Sémitique. pp. 174-175

    Matthias Kramer: Koninglyk Neder-Hoog-Duitsch en Hoog-Neder-Duitsch Woorden-Boek Erste Deel. Königliches Nider-Hoch-Teutsch-, und Hoch-Nider-Teutsches Wörter-Buch. Erster Theil (1719)

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    Transcriptie van 'Matthias Kramer: Koninglyk Neder-Hoog-Duitsch en Hoog-Neder-Duitsch Woorden-Boek Erste Deel. Königliches Nider-Hoch-Teutsch-, und Hoch-Nider-Teutsches Wörter-Buch. Erster Theil, Nürnberg, 1719

    Fach und Sprache(n)

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    Der vorliegende Band dokumentiert die Ergebnisse der Tagung "Fach und Sprache(n)" der Matthias-Kramer-Gesellschaft, die am 27. und 28. September 2024 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn stattfand. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Fachwissen sprachlich gefasst, vermittelt und in unterschiedlichen historischen wie gesellschaftlichen Kontexten verhandelt wird. Die Beiträge nähern sich diesem Thema aus sprach- und kulturhistorischer, übersetzungswissenschaftlicher, didaktischer und politischer Perspektive. Untersucht werden u.a. die didaktische Gestaltung frühneuzeitlicher Musiklehrwerke, die Entwicklung linguistischer Fachterminologie im Bereich der Nominalkategorien sowie die Rolle von Mehrsprachigkeit und Übersetzung in der Diplomatie des 17. Jahrhunderts. Weitere Studien widmen sich der tschechischen Fachsprachenbildung im Spannungsfeld von nationaler Selbstbehauptung und überregionaler Anschlussfähigkeit, der aktuellen Stellung des Deutschen als Wissenschaftssprache, der Popularisierung astronomischen Wissens in der Frühen Neuzeit sowie den stilistischen Konstanten fachlicher Darstellung – exemplarisch am Passivgebrauch von Matthias Kramer bis heute. Der Band zeigt, dass Fachsprachen weder statische Gebilde noch bloße Hilfsmittel fachlicher Kommunikation sind. Sie erweisen sich vielmehr als historisch gewachsene, politisch geprägte und medienabhängige Ausdrucksformen, die in jeweils eigenen institutionellen, kulturellen und sozialen Rahmenbedingungen entstehen und sich fortentwickeln.This volume documents the results of the Matthias Kramer Society's conference on "Fach und Sprache(n)", which took place on September 27 and 28, 2024, at the University of Bonn. The conference focused on the question of how expert knowledge is linguistically captured, communicated, and negotiated in different historical and social contexts. The contributions approach this topic from linguistic and cultural-historical, translation studies, didactic, and political perspectives. Among other things, they examine the didactic design of early modern music textbooks, the development of linguistic terminology in the field of nominal categories, and the role of multilingualism and translation in 17th-century diplomacy. Further studies are devoted to the development of Czech technical language in the context of national self-assertion and supraregional connectivity, the current status of German as a language of science, the popularization of astronomical knowledge in the early modern period, and the stylistic constants of technical language. The volume shows that technical languages are neither static constructs nor mere tools for technical communication. Rather, they prove to be historically grown, politically influenced, and media-dependent forms of expression that arise and evolve within their own institutional, cultural, and social frameworks

    The Strange Career of Johann Matthias Kramer: Transatlantic Migration, Language and the Circulation of Information in the Eighteenth Century

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    This article examines the career of Johann Matthias Kramer, a language teacher and emigration agent, as a case study to illuminate the intersections between migration, colonialism, cultural transfer and the dissemination of information in the eighteenth century. Kramer’s career spanned diverse places and regions – his birthplace, Nuremberg, the commercial cities of Rotterdam and Hamburg, the university town of Göttingen and the North American colonies of Georgia and Pennsylvania – and it oscillated between two seemingly very different professions. The article argues, however, that both language teachers and emigration agents were highly mobile, usually lacked formal training, and had low reputations, but nonetheless helped to forge important social and cultural links.</jats:p
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