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    Evaluation der Prävalenz des Overlap-Syndroms bei koronarer Herzkrankheit

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    Das Overlap-Syndrom beschreibt das gemeinsame Auftreten der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) und der obstruktiven Schlafapnoe (OSA). Es ist charakterisiert durch das Auftreten von obstruktiven Apnoen und Hypopnoen während des Schlafes bei COPD-Patient*innen. Die COPD und die OSA treten beide häufig auf und sind mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen assoziiert. So erwartet man beim Overlap-Syndrom ebenfalls ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen. Das Ziel dieser Studie war es, die Prävalenz des Overlap-Syndroms in einem Kollektiv mit koronarer Herzerkrankung (KHK) des Universitätsklinikums Bonn im Rahmen zu ermitteln und Unterschiede im Vergleich mit der Normalbevölkerung aufzuzeigen. Von weiterem Interesse war die Verteilung des Overlap-Syndroms hinsichtlich der definierten KHK-Symptomgruppen. Es wurden 107 Patient*innen in die Studie aufgenommen, von denen 57 in die Auswertung einflossen. Die Prävalenz des Overlap-Syndroms lag in unserem Kollektiv bei 16 %. Damit liegt sie deutlich höher als in der Normalbevölkerung. Die Häufigkeit hing nicht mit der Schwere der Symptomatik des Koronarsyndroms ab. In unserem Kollektiv waren milde Formen der OSA und COPD vorherrschend, dies könnte ein Grund für die geringen Unterschiede in den Gruppenvergleichen sein. Die Rate an neu diagnostizierter COPD und OSA lag bei 82 % und 79 %. Die Studienergebnisse legen nahe, dass gerade in einem so risikoreichen Kollektiv ein generelles Screening auf diese beiden Erkrankungen erwogen werden sollte

    Die Parodontitis als Keimreservoir in der septischen Endoprothetik (ParsEk) : eine nicht interventionelle, interdisziplinäre diagnostische Studie

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    Die vorliegende Studie befasst sich im experimentellen Aufbau mit der Frage, inwieweit die Mundhöhle, insbesondere bei parodontitischen Veränderungen, ein mögliches Keimreservoir und eine Eintrittspforte für Keime ist und damit eine Ursache für hämatogene, fremdkörperassoziierte Infektionen in der Orthopädie darstellen kann. Zudem wird ermittelt, ob Patienten mit orthopädischen Infektionen einen insgesamt schlechteren Zahn- und Parodontitis-Status haben als Endoprothesenträger ohne Infektzeichen, und Zahnstatus und Parodontitis, auch unabhängig von einer möglichen Übereinstimmung des Erregerspektrums, als unabhängiger Risikofaktor für das Auftreten von orthopädischen Infektionen angenommen werden muss. Es wurden 55 Patienten aus der Klinik und Poliklinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, speziell der Sektion Gelenkchirurgie, rekrutiert. Die Klinik führt jährlich über 350 Revisionsendoprothetische Eingriffe an der Hüfte und des Knies durch und gehört damit deutschlandweit zu den größten Zentren in diesem Spezialgebiet. Ein erheblicher Anteil dieser Operationen wird nötig aufgrund von periprothetischen Infekten. Seit Jahren besteht daher eine enge und fruchtbare Kooperation, sowohl klinisch wie auch wissenschaftlich, mit dem Institut für medizinische Mikrobiologie. Im Verlauf eines Jahres sind 19 Patienten mit nachgewiesenem oder vermutetem Infekt einer Endoprothese der Hüfte oder des Knies rekrutiert worden, dazu eine alters- und risikoadjustierte Vergleichsgruppe von 36 Endoprothesenträgern ohne Verdacht auf einen Infekt

    Chirurgisches Management zystischer Läsionen des Pankreas : Erkenntnisse des StuDoQ|Pankreas Registers

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    Einleitung: Durch vermehrten Einsatz hochauflösender Schnittbilddiagnostik werden heutzutage vermehrt Pankreaszysten diagnostiziert. Die präoperative Klassifikation ist aufgrund niedriger Spezifitäten der diagnostischen Möglichkeiten allerdings eingeschränkt. Zudem treffen die mittlerweile fünf Leitlinien zum Teil unterschiedliche Aussagen über das weitere klinische Prozedere. Material und Methoden: Es erfolgte die Auswertung von Daten des StuDoQ|Pankreas Registers, einem multizentrischen, nationalen Register, aus dem perioperative Daten von 1190 Patienten extrahiert wurden, die zwischen 2014 und 2019 an Pankreaszysten operiert wurden. Ergebnisse: Knapp weniger als die Hälfte der operierten Patienten hatte präoperative Symptome. Zur präoperativen Diagnostik wurde, neben einer CT und MRT, ein endoskopischer Ultraschall zu 58 % durchgeführt. Knapp drei Viertel der Patienten erfuhr eine offene Operation. Zudem erfolgte eine Lymphadenektomie zu 65 %, bei minimal-invasiven Eingriffen signifikant seltener. Maligne Zysten (12%) waren mit präoperativem Ikterus und Gewichtsverlust assoziiert, den überwiegenden Großteil davon machten IPMN und MZN aus. Ein erhöhtes Lebensalter, ein erhöhter BMI, vermehrte Vorerkrankungen (ASA IV)- insbesondere eine Leberzirrhose- und ein vergrößertes Resektionsausmaß bedingten ein schlechteres postoperatives Outcome. Diskussion: Aus den bestehenden Leitlinien und der aktuellen Forschung lässt sich der diagnostische Zugewinn eines präoperativen endoskopischen Ultraschalls (plus Feinnadelaspiration) ableiten. Die Anzahl dieser könnte in der Realität noch gesteigert werden. Bei den genannten Risikofaktoren für ein verschlechtertes postoperatives Outcome sollte im Sinne der Gewährleistung der Patientensicherheit eine Operation kritisch abgewogen. Da auch ein erweitertes Resektionsausmaß an einer erhöhten postoperativen Morbidität beteiligt ist, gilt es den möglichen Stellenwert von atypischen Resektionen weiterhin zu explorieren, insbesondere vor dem Hintergrund der niedrigen Rate an malignen, operierten Zysten. Zu guter Letzt ist die minimal-invasive Chirurgie sicherlich die Zukunft der Pankreaschirurgie, problematisch ist die faktisch niedrigere Rate an Lymphadenektomien. Robotisch-assistierte Verfahren bieten dabei weiterführende Möglichkeiten. Surgical treatment for pancreatic cystic lesions—implications from the multi-center and prospective German StuDoQ|Pancreas registry Introduction: Due to more frequent use of high-resolution, cross-sectional imaging, the number of pancreatic cystic lesions has increased over the past decades. A conservative evaluation does not always promise an adequate diagnosis because of lack of accuracy of diagnostic measures. Moreover, current guidelines partially diverge when it comes to determination of further treatment. Materials and Methods: The StuDoQ|Pancreas Register – a multicentral, national register- has provided data from 1190 patients, who underwent surgery of pancreatic cystic lesions between 2014 and 2019. Results: Less than half of participating patients had symptoms prior to surgery. Besides CT and MRI, an endoscopic ultrasound was performed in 58 %. Almost three quarter of all patients underwent open surgery. Lymph node dissection was performed in 65 % while numbers were significantly lower in minimally invasive procedures. Malignant cysts (12 %) – preliminary IPMN and MCN- were associated with preoperative jaundice and weight loss. An increased age, elevated BMI, a high number of medical conditions (ASA IV)- especially liver cirrhosis- and an extended surgery contributed to a less favorable postoperative outcome. Discussion: Established guidelines proclaim the use of preoperative endoscopic ultrasound due to diagnostic gain. Thus, the number of performed endoscopic ultrasound (plus fine-needle aspiration) could be increased in reality. Among patients with the mentioned preoperative unfavorable medical conditions, surgery should be well weighed. Since extended surgery influences higher postoperative morbidity, the role of atypical resections is yet to be explored, especially given the relatively low rate of malignant cysts. Lastly, minimally invasive procedures are surely the future of pancreatic surgery, while low rates of lymph node dissections pose a problem. Therefore, robotically-assisted procedures appear to be promising tools

    Prävalenz und Schweregrad der peripheren und zerebralen arteriellen Verschlusskrankheit bei Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen

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    Interstitielle Lungenerkrankungen sind eine heterogene Gruppe von Krankheiten, die lungenfunktionell gekennzeichnet sind durch Restriktion und verminderte Diffusionskapazität und die Lungenfibrose als gemeinsame Endstrecke haben. Der Schwerpunkt dieser prospektiven Studie war die Untersuchung der Prävalenz der AVK bei Patient*innen mit ILD. Insgesamt 97 Patient*innen mit ILD und 30 Kontrollen wurden in die Studie aufgenommen. Die Patient*innen mit ILD wurden in zwei Gruppen, je nach Progression der Lungenfibrose, eingeteilt: PF-ILD und nPF-ILD. Alle Teilnehmer*innen unterzogen sich einer breiten pneumologischen und angiologischen Diagnostik inkl. Messung des Knöchel-Arm-Index, farbkodierte Duplexsonographie der peripheren und hirnversorgenden Gefäße sowie Messung des vaskulären Strains der Karotisarterie. Wir beobachteten keine signifikanten Unterschiede von etablierten kardiovaskulären Risikofaktoren mit Ausnahme des Alters. Sowohl PF-ILD- als auch nPF-ILD-Patient*innen wiesen eine stark erhöhte Inzidenz von atherosklerotischen Läsionen im Vergleich zur Kontrollgruppe auf, diese Ergebnisse wurden durch altersadjustierte Regressionsanalysen bestätigt. Aus den Ergebnissen lässt sich ableiten, dass das Vorliegen einer ILD ein Risikofaktor für Atherosklerose ist und Patient*innen mit PF-ILD stärker betroffen sind als solche mit nPF-ILD

    App-basierte digitale Sekundärprävention der koronaren Herzkrankheit : eine Pilotstudie

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    Einleitung: Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist weltweit die häufigste Todesursache. Eine Veränderung des Lebensstils ist ein entscheidender Bestandteil der sekundären Prävention. Nur 30% der KHK-Patienten folgen den entsprechenden Leitlinienempfehlungen. Die weit verbreitete Nutzung von Smartphones bietet die Möglichkeit, die sekundäre Prävention in den täglichen Ablauf von KHK-Patienten zu integrieren. Methoden: Wir haben eine App entwickelt, um die sekundäre Prävention in den Alltag von KHK-Patienten zu integrieren (smartphonegesteuerte sekundäre Prävention, SGSP). Die App bot ein tägliches 15-minütiges Programm, das videogeführte Übungen, Videositzungen mit Hintergrundinformationen über KHK und ein Tool zur Aufzeichnung von Blutdruck und Herzfrequenz einmal täglich enthielt. Die SGSP-App wurde mit dem primären Ergebnis der 28-tägigen Adhärenz getestet. Das sekundäre Ergebnis war eine Kombination aus (1) selbstberichteten Verhaltensänderungen, (2) Erwerb von Wissen über kardiovaskuläre Risikofaktoren und (3) einer Steigerung der Lebensqualität. Ergebnisse: Von den 66 gescreenten Patienten wurden 43 (65%) in die Studie aufgenommen und davon nutzten 17 (40%) die App kontinuierlich für 28 Tage. Aus dieser Gruppe waren 14 (82%) körperlich aktiver und zehn (59%) verbesserten ihre Ernährungsgewohnheiten. Die Nutzung der SGSP-App war auch mit einem Erwerb von Wissen über kardiovaskuläre Risikofaktoren verbunden (70% körperliche Aktivität, 59% gesunde Ernährung). Fazit: Die regelmäßige Nutzung einer SGSP-App scheint Lebensstiländerungen bei Patienten mit KHK zu unterstützen

    Online-Aufklärung in der Anästhesiologie : aktueller Stand in Europa

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    Diese Forschungsarbeit basiert auf einer Querschnittstudie, durchgeführt von Juli bis August 2021 während der zweiten COVID-19-Welle in Europa, mit den aktiven ESAIC- Mitgliedern als Zielgruppe. Es wurde der Einsatz der Online-Patient*innenaufklärung in der Anästhesiologie untersucht, unter Berücksichtigung der sozialen Distanzierung und der begrenzten Krankenhausbesuche, die durch die Corona-Pandemie ausgelöst wurden. Nach der Auswertung der 930 Fragebögen und der Analyse der gesammelten Daten, die aufgrund der 27 gestellten Fragen erstellt wurden, konnten unterschiedliche Schlussfolgerungen bezüglich der aufgestellten Hypothesen abgeleitet werden. Die Daten zeigten signifikante Unterschiede bei den präanästhetischen Standards, unterschiedliche infrastrukturelle Voraussetzungen für die Online-Patient*innenaufklärung in der Anästhesiologie, einen offensichtlichen Mangel an einheitlichen rechtlichen Rahmenbedingungen für die Telemedizin und schließlich Werte, die die Zurückhaltung der Anästhesist*innen widerspiegeln, die persönliche Patient*innenaufklärung durch ein telemedizinisches System zu ersetzen. Momentan fördert die europäische Ebene zahlreiche Projekte, um die Telemedizin zu unterstützen und ihre Integration in die Gesundheitssysteme der Mitgliedsländer zu erleichtern. Angesichts der aktuellen Entwicklungen in der Telemedizin in Europa, einschließlich im anästhesiologischen Bereich, lässt sich prognostizieren, dass die sich entwickelnden Trends und Maßnahmen aktiv dazu beitragen werden, die in der Studie aufgezeigten Tendenzen und Statistiken umzukehren. Konkret unterstützt die Europäische Union aktiv mehrere Projekte zur sicheren Implementierung der Telemedizin in Europa und verfolgt dabei folgende Ziele: 1. Die Akzeptanz der Telemedizin bei den medizinischen Fachkräften, auch in der Anästhesie, europaweit zu fördern. 2. Die Festlegung europäischer Standards in der Medizin, um den Datenaustausch über Ländergrenzen hinweg innerhalb Europas zu erleichtern. 3. Den Aufbau der erforderlichen Infrastruktur im Rahmen der Digitalisierung in ganz Europa aktiv zu unterstützen, um telemedizinische Praktiken einschließlich der Einwilligung nach Aufklärung im Fernverfahren zu erleichtern. 4. Aktive Kampagnenarbeit und Schaffung klarer rechtlicher Rahmenbedingungen, um das reibungslose Funktionieren telemedizinischer Einrichtungen zu ermöglichen. 5. Behebung der Defizite, die eine nahtlose Integration der telemedizinischen Praxis während der COVID-19-Pandemie verhindert haben

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Korrelation softwaregestützter Grauwertemessungen der periprothetischen Knochendichte und klinischer Ergebnisse nach Implantation der MRP-Titan® Prothese

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    Allein in Deutschland werden jährlich circa 260 000 primäre Hüftimplantationen und 40 000 Revisionseingriffe durchgeführt, bei denen das konventionelle Röntgenbild und seine rein subjektive Auswertung die wichtigste bildgebende Untersuchungsmethode zur Indikationsstellung und vor allem zur Nachuntersuchung darstellt. Auf der Suche nach semi-quantitativen Methoden, die die Auswertungen objektiv und gleichzeitig einfach durchführbar machen und im besten Falle den weiteren Verlauf auch schon vorhersagen können, wurde kürzlich in einer Proof-of-Principle-Studie das Verfahren der relativen Knochendichtemessung unter Einsatz des Bildanalyseprogramms ImageJ vorgestellte. In der vorliegenden Studie sollte diese Methode weiter auf ihre Eignung als Untersuchung geprüft werden. Die Fragestellungen konzentrierten sich darauf, ob Knochenanpassungen mit der neuen Methode detektiert werden können, ob diese Ergebnisse auch mit einem etablierten Verlaufsparameter korrelieren und darüber hinaus, ob der Parameter zukünftig auch prädiktive Vorteile haben kann. Im Rahmen einer retrospektive single-center Studien wurden dafür 68 aus 530 Patienten eingeschlossen, die im Zeitraum von 2007 bis 2020 am Uniklinikum Bonn eine MRP-Titan®-Schaftprothese implantiert bekamen und dokumentierte Kontrolltermine nach 24 und 48 Wochen vorwiesen. Alle Röntgenbilder und klinischen Untersuchungen wurden dazu unabhängig voneinander ausgewertet. Hierzu wurde der periprothetische Knochen in die Gruenzonen 1 bis 7 eingeteilt, deren Grauwerte mit ImageJ vermessen und anschließend mit dem definierten Algorithmus, unter Einbeziehung der Grauwerte und der Pixelhäufigkeiten der höchsten und tiefsten Grauwertezone des entsprechenden Bildes, normalisiert und relativiert. Die klinischen Ergebnisse wurden parallel anhand des Harris Hip Scores erfasst und anschließend die Verläufe mit Hilfe der Differenzen der beiden Verlaufsparameter zum perioperativen Baselinewert korreliert. In den für die verschiedenen Knochenzonen und die zuvor nach 4 Kategorien der Indikationen der Implantation gebildeten Patientenuntergruppen getrennten Vermessungen, konnten bekannte Knochenanpassungsvorgänge realistisch nachgebildet werden und Unterschiede nach Knochenregionen und Patientenvorgeschichten quantitativ messbar gemacht werden. Zusätzlich zeigte die relative Knochendichteanpassung der Zone G7 eine signifikante Korrelation zum klinischen Verlauf, wobei sich auch für die weitere proximale Zone eine positive, wenn auch nicht signifikante, Tendenz zeigte. Daneben präsentierte sich in der Untersuchung der prädiktiven Eigenschaften ein signifikanter Zusammenhang für die Zone G1 nach einem Jahr mit den klinischen Verläufen nach 4 Jahren. Zusammenfassend unterstützt damit die Studie, dass die relative Knochendichtemessung adäquate semi-quantitative Ergebnisse liefern und Anpassungsvorgänge visualisieren kann, wodurch sie sich als vielversprechende Methode für den klinischen Einsatz aufgrund ihrer geringen Komplexität erweist. Allerdings sind weitere Studien mit Vergleichen zur DEXA und qCT sowie längeren Nachsorgeintervallen erforderlich. Bevor eine klinische Implementierung in Betracht gezogen wird, sollte auch die Möglichkeit der Automatisierung durch Digitalisierung, wie z. B. Machine Learning, weiter erforscht werden

    Das ER-Stress-induzierte Glucose-regulated Protein 78 kDa (GRP78) im Umbau pulmonaler Gefäßmuskelzellen in der pulmonal-arteriellen Hypertonie

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    Die pulmonal-arterielle Hypertonie (PAH) ist eine schwere Lungengefäßerkrankung, die durch einen erhöhten Druck in den Pulmonalarterien gekennzeichnet ist. Die PAH manifestiert sich durch Dyspnoe, Leistungsminderung und kann bis hin zu Rechtsherzversagen führen. Ein wesentliches Merkmal ist das vaskuläre Remodelling, das zelluläre Dysfunktion und perivaskuläre Entzündung umfasst und proliferative Veränderungen der Pulmonalarterien verursacht. In den Gefäßzellen führen Störungen im endoplasmatischen Retikulum (ER) zu ER-Stress, der diese Prozesse begünstigt. Als ER-Chaperon spielt das Glucose-regulated protein 78 kDa (GRP78) eine zentrale Rolle in der Bewältigung von ER-Stress und hat sich in entzündlichen Erkrankungen von Bedeutung erwiesen. Ziel dieser Arbeit war es, im in vitro-Modell die Bedeutung von GRP78 in der PAH zu ermitteln. Dazu wurde in pulmonal-arteriellen glatten Muskelzellen (PASMC) ER-Stress verursacht, sodass die zeitabhängige Sekretion von GRP78 ins Zellmedium durch einen Western Blot nachgewiesen werden konnte. Darauf aufbauend wurde konditioniertes Medium (CM) von ER-gestressten Zellen zur Inkubation naiver PASMC genutzt und im Anschluss die Zellvitalität, oxidativer Stress und Genexpression ausgewählter Entzündungs- und ER-Stress-Marker in den Zielzellen analysiert
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