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Der Barmat-Kutisker-Skandal und die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" in der politischen Kultur der Weimarer Republik
Decade 9/11: We remember. Eine Analyse visueller Erinnerungen in ausgewählten Printmedien zum 10. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 in New York
Die Anschläge vom 11. September 2001 zählen zu entscheidenden und weitreichensten Ereignissen des letzten Jahrzehnts. Sie hatten besondere Auswirkungen auf den Großraum New York, der in deren Folge nicht nur mehr als 3.000 Bewohnerinnen und Bewohner verlor, sondern mit den Zwillingstürmen des World Trade Centers auch eine der bedeutendsten architektonischen Ikonen. Ein solch weitreichendes Ereignis ist der Auslöser vielfältiger Erinnerungs- und Gedenkprozesse, deren wesentlicher Bestandteil der wiederkehrende Jahrestag dieses Vorfalls ist. Eine wesentliche Funktion übernehmen Bilder in diesem Zusammenhang, weil sie mittels eines geteilten Motivrepertoires nicht nur Teil eines kollektiven Erinnerungsprozesses sind, sondern auch einen direkteren und emotionaleren Zugang zu ihrem Inhalt anbieten als dies bei Texten der Fall ist. Die vorliegende Studie fokussiert die Bilder in drei ausgewählten Printmedien, die anlässlich des 10. Jahrestags der Anschläge in New York City produziert und verteilt wurden: die entsprechenden Wochenendausgaben der Gratiszeitung metro und des wöchentlichen Magazins New Yorker sowie Scar Tissue eine Publikation, die speziell für diesen Anlass vom Fotografen René Clement in Kooperation mit der niederländischen Zeitung Trouw produziert wurde. Mithilfe einer ikonologischen Kontextanalyse wird untersucht, wie sich visuelle Erinnerungskultur um 9/11 in diesem Material darstellt und wie diese Bilder zur Konstruktion der Erinnerung an dieses Ereignis zehn Jahre später beitragen. Dabei werden neben den spezifischen Zugängen, die diese Printmedien bieten, besonders die sich zeigenden Narrative in den Blick genommen
The croatian immigration to federal republic of germany: A case study in consideration of phenomena of acculturation and integration
Croatian labour migration to Germany: Integration and akkulturatio
'Die Zeichen an der Wand': Denunziation aus der Perspektive des jüdischen Alltags im 'Dritten Reich'
Die Autorin analysiert die Funktion von Denunziationen für der Verschiebung von öffentlicher und privater Sphäre aus der Perspektive der Juden im nationalsozialistischen Deutschland. Zum Teil anhand von Fallbeispielen werden die ständige Bedrohung durch Denunziation in der Öffentlichkeit wie die Rolle der Medien bei der Volksverhetzung beschrieben, sei es aus der Sicht der Adressaten von Denunziationen oder Ihrer Funktion bei der Schaffung eines denunziationsfördernden Klimas. Für den Alltag der Juden bedeutete dies die permanente Gefahr, erkannt und denunziert zu werden; sie wurde zur tödlichen Bedrohung seit Beginn des Zweiten Weltkriegs. Aber auch schon die 'Zeichen an der Wand', die besonders in den Anfangsjahren des Regimes sich bemerkbar machten, kündigten die Entgrenzung der Gewaltpotenziale in der deutschen Gesellschaft an. Insgesamt versucht der Beitrag ein Desiderat der bisherigen Denunziationsforschung zu schließen, indem die Folgen der Denunziation für die Opfer stärker berücksichtigt werden. (ICA)'Looking at denunciation in the 'Third Reich' from the perspective of Jewish families, the dramatic change in primary and secondary public spheres becomes obvious. Even the intimacy of relationships was no longer a safe haven: the offence of 'race-defilement' opened the bedroom door. Considering both public denunciations and the double role of the media - as denouncers in their own right and as the informers potential address - it becomes obvious that denunciation was woven into every-day-life communication. Thus the borders between public and privat not only became very fluid: the denouncer was part of the permanent construction of a mass subject, which shaped and changed the borderlines between both spheres. Denunciation was an important instrument not only in ostracising the Jews from the public and depriving them even of their privacy. The option to denounce created a laboratory for the regime to test how deep its 'Weltanschauung' penetrated the society.' (author's abstract
The Communicative Construction of space-related identities. Hamburg and Leipzig between the local and the global
â Leipzig â not the gate to the world as Hamburg isâ , claimed the authors of a broadcast celebrating the millennium jubilee of Leipzig on Deutschlandradio in 2015. Their statement captured the common feeling in Leipzig, that it was not as famous as Paris or Hamburg, although the citizens of Leipzig have always been proud of their metropolitan traditions. This is true for Hamburg too: Both cities have frequently presented themselves as cosmopolitan, open to the world (Amenda/Grünen 2008; Rembold 2003a; Rembold 2003b). Therefore, both have been able to look back on a long tradition of highlighting their respective importance by stressing their global connections and declaring their specific locality as world territory, with responsibilities and privileges on a world scale. No wonder that both cities were constantly classified as open-minded metropolises in media discourses of the 1950s.13121Breme
Mediengeschichte als Geschichte kommunikativer Figurationen. Überlegungen zur Untersuchung von Identitätskonstruktionen im urbanen Raum
Die Bedeutung der Medien für die Konstituierung von Gesellschaften und damit verbunden für Aushandlungsprozesse von Ordnungen und Normen ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Geschichtswissenschaften geraten. Allerdings ist festzustellen, dass theoriegeleitete Erklärungen von aktuellen Phänomenen aus der Perspektive der Kommunikations- oder Medienwissenschaften nur wenig oder gar nicht in diese historischen Forschungen einfließen. Zugleich wird in der Mediatisierungsforschung zwar immer wieder die Tiefe von Mediatisierung betont, die Übertragbarkeit des Konzeptes auf historische Untersuchungsgegenstände, v.a. in einer längeren Perspektive, ist bisher jedoch kaum erfolgt. Die Möglichkeit hierzu bietet der interdisziplinäre Forschungsverbund Kommunikative Figurationen. Zur medial geprägten Transformation sozialer Wirklichkeiten (Universitäten Bremen und Hamburg). Das historische Teilprojekt Kollektive Identitäten: Raumbezogene Identitätsdiskurse in Hamburg und Leipzig 1919-1975 (Marszolek/Wagner/Robel) versucht im Rahmen dieses Verbundes, komplexe Wechselwirkungen zwischen Medien und Gesellschaft freizulegen. Dabei streben wir an, bisherige Begrenzungen der historischen Medienforschung zumindest partiell zu überwinden. In dem vorliegenden Papier wird nach einer kurzen tour d horizon durch den Forschungsstand zur Mediengeschichte zunächst versucht, eine Brücke zur aktuellen Mediatisierungsforschung zu schlagen. In einem nächsten Schritt werden Desiderata der bisherigen Mediengeschichtsschreibung konstatiert sowie Konzepte und Begriffe einer neueren Kommunikationsgeschichte diskutiert. Hieran anknüpfend schlagen wir die Verwendung des breiter gefassten Mediatisierungsbegriffs auch in medienhistorischen Untersuchungen vor. Um die damit verbundenen komplexen Wechselbeziehungen zwischen medialem und gesellschaftlichem Wandel analytisch greifen zu können, wird das Konzept der kommunikativen Figurationen vorgestellt. In welcher Weise dieser transdisziplinäre Forschungsansatz in historischer Perspektive fruchtbar gemacht werden kann, soll anschließend für die Untersuchung raumbezogener Identitätsdiskurse skizziert werden. Erste Überlegungen zu unserem Projekt dienen dabei u. a. dazu, die Potentiale einer vergleichenden und verflechtenden Perspektive für medienhistorische Forschungen zu beleuchten
Mediengeschichte als Geschichte kommunikativer Figurationen. Überlegungen zur Untersuchung von Identitätskonstruktionen im urbanen Raum
Die Bedeutung der Medien für die Konstituierung von Gesellschaften und damit verbunden für Aushandlungsprozesse von Ordnungen und Normen ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Geschichtswissenschaften geraten. Allerdings ist festzustellen, dass theoriegeleitete Erklärungen von aktuellen Phänomenen aus der Perspektive der Kommunikations- oder Medienwissenschaften nur wenig oder gar nicht in diese historischen Forschungen einfließen. Zugleich wird in der Mediatisierungsforschung zwar immer wieder die Tiefe von Mediatisierung betont, die Übertragbarkeit des Konzeptes auf historische Untersuchungsgegenstände, v.a. in einer längeren Perspektive, ist bisher jedoch kaum erfolgt. Die Möglichkeit hierzu bietet der interdisziplinäre Forschungsverbund Kommunikative Figurationen. Zur medial geprägten Transformation sozialer Wirklichkeiten (Universitäten Bremen und Hamburg). Das historische Teilprojekt Kollektive Identitäten: Raumbezogene Identitätsdiskurse in Hamburg und Leipzig 1919-1975 (Marszolek/Wagner/Robel) versucht im Rahmen dieses Verbundes, komplexe Wechselwirkungen zwischen Medien und Gesellschaft freizulegen. Dabei streben wir an, bisherige Begrenzungen der historischen Medienforschung zumindest partiell zu überwinden. In dem vorliegenden Papier wird nach einer kurzen tour d horizon durch den Forschungsstand zur Mediengeschichte zunächst versucht, eine Brücke zur aktuellen Mediatisierungsforschung zu schlagen. In einem nächsten Schritt werden Desiderata der bisherigen Mediengeschichtsschreibung konstatiert sowie Konzepte und Begriffe einer neueren Kommunikationsgeschichte diskutiert. Hieran anknüpfend schlagen wir die Verwendung des breiter gefassten Mediatisierungsbegriffs auch in medienhistorischen Untersuchungen vor. Um die damit verbundenen komplexen Wechselbeziehungen zwischen medialem und gesellschaftlichem Wandel analytisch greifen zu können, wird das Konzept der kommunikativen Figurationen vorgestellt. In welcher Weise dieser transdisziplinäre Forschungsansatz in historischer Perspektive fruchtbar gemacht werden kann, soll anschließend für die Untersuchung raumbezogener Identitätsdiskurse skizziert werden. Erste Überlegungen zu unserem Projekt dienen dabei u. a. dazu, die Potentiale einer vergleichenden und verflechtenden Perspektive für medienhistorische Forschungen zu beleuchten.4Breme
The Communicative Construction of space-related identities. Hamburg and Leipzig between the local and the global
â Leipzig â not the gate to the world as Hamburg isâ , claimed the authors of a broadcast celebrating the millennium jubilee of Leipzig on Deutschlandradio in 2015. Their statement captured the common feeling in Leipzig, that it was not as famous as Paris or Hamburg, although the citizens of Leipzig have always been proud of their metropolitan traditions. This is true for Hamburg too: Both cities have frequently presented themselves as cosmopolitan, open to the world (Amenda/Grünen 2008; Rembold 2003a; Rembold 2003b). Therefore, both have been able to look back on a long tradition of highlighting their respective importance by stressing their global connections and declaring their specific locality as world territory, with responsibilities and privileges on a world scale. No wonder that both cities were constantly classified as open-minded metropolises in media discourses of the 1950s
Der Barmat-Kutisker-Skandal und die "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen" in der politischen Kultur der Weimarer Republik
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