93 research outputs found
Catheter ablation of ventricular fibrillation in structurally normal hearts targeting the RVOT and Purkinje ectopy
Catheter ablation for ventricular fibrillation in structurally normal hearts is in its infancy. Recently, catheter ablation of idiopathic ventricular fibrillation as well as ventricular fibrillation associated with the long QT and Brugada syndromes has been described. This review article is a summary of our current understanding of the technique and results of catheter ablation of ventricular fibrillation in structurally normal hearts.Rukshen Weerasooriya, Li-Fern Hsu, Christophe Scavée, Prashanthan Sanders, Mélèze Hocini, Jose A. Cabrera, Marc Horlitz, Philipp Schley, Hartmut Guelker, Pierre Jaïs, Michel Haïssaguerr
A study of pressures, temperatures and liquid levels in the 2 Kelvin refrigeration circuit of a 1830 m TESLA subunit under different conditions and system configurations
Instability of myocardial repolarization in patients with left ventricular hypertrophy
Hintergrund: Patienten mit linksventrikulärer Hypertrophie weisen eine erhöhte
kardiovaskuläre Mortaliät und eine große Vulnerabilität für Arrhythmien und
den plötzlichen Herztod auf. Gleichermaßen ist ein erhöhtes Risiko für
Patienten mit verlängertem QT-Intervall im Elektrokardiogramm bekannt, durch
die Entwicklung von ventrikulären Tachykardien, typischerweise vom Typ
Torsade-de-pointes, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. In der vorliegenden
Arbeit wurde die Frage untersucht, ob mit Zunahme der linksventrikulären Masse
auch die Länge der QT-Zeit zunimmt. Methodik: Untersucht wurden Patienten
zwischen 50 und 85 Jahren mit den kardiovaskulären Risikofaktoren Diabetes
mellitus, arterielle Hypertonie, Zeichen der Arteriosklerose und
Schlafapnoesyndrom. Weitere Voraussetzungen waren Sinusrhythmus, normale QRS-
Dauer, kein implantierter Herzschrittmacher und Normokaliämie. Mittels
computergestützter Auswertung wurde die QT-Zeit im EKG bestimmt und mit den
Formeln nach Bazett und Fridericia frequenzkorrigiert. Echokardiographisch
erfolgte die Bestimmung der linksventrikulären Masse. Durch Bezugnahme auf die
Körperoberfläche errechnet sich der Linksventrikuläre Massenindex. Ergebnisse:
Es wurden 132 Patienten eingeschlossen (48 % männlich, mittleres Alter 66 +-
7.5 Jahre). Der mittlere linksventrikuläre Massenindex (LVMI) betrug 136±35
g/m² (142+- 38 g/m² bei Männern und 130 +- 32 g/m² bei Frauen). Die mittlere
nach Fridericia korrigierte QT-Zeit ( QTcF) betrug 407 +- 19 ms ( 403 +- 16 ms
bei Männern und 410+- 20 ms bei Frauen). Es konnte sowohl eine signifikant
positive Korrelation der QTc-Zeit zum linksventrikulären Massenindex nach
Pearson als auch ein signifikanter unabhängiger Einfluss von QTc auf den
linksventrikulären Massenindex bei einer hierarchischen linearen
Regressionsanalyse gezeigt werden. Bei Frauen liegt eine stärkere Korrelation
vor als bei Männern. Bei Männern steigt die QTc-Zeit signifikant mit dem Alter
an. Ihre zunächst niedrigere QT-Zeit gleicht sich im Laufe der Lebensjahre in
Form eines steileren Anstiegs denen der Frauen an. Schlussfolgerung: QTc
verlängert sich signifikant bei zunehmendem linksventrikulären Massenindex.
Für das erhöhte Risikopotential für die Entstehung von möglicherweise
tödlichen ventrikulären Tachyarrhythmien bei Patienten mit linksventrikulärer
Hypertrophie bietet sich durch die Verlängerung der Repolarisation ein
pathophysiologischer Erklärungsansatz. Das erhöhte Arrhythmierisiko kann
entsprechend den hier vorliegenden Ergebnissen durch den EKG-Parameter QTc
objektiviert werden, so dass er als spezifischer Risikoparameter bei Patienten
mit LVH intensiver wahrgenommen werden sollte. Frauen mit LVH haben besonders
im jüngeren Alter ein höheres Risiko für durch QT-Zeit-Verlängerung bedingte
Herzrhythmusstörungen als Männer.Background: Left ventricular hypertrophy (LVH) is known to increase the
incidence of sudden cardiac death. The pathophysiological backround is
supposed to be an increased vulnerability of the heart for ventricular
arrhythmias. The same connection is known of alterated myocardial
repolarisation as indicated by a prolongated electrocardiographic qt interval.
The aim of this study was to investigate whether there is a direct correlation
between LVH (as indicated by the left ventricular mass index) and the heart
rate corrected electrocardiographic qt interval ( QTc). Methods:132 patients
aged between fifty and eighty five years and with at least one of the followig
cardiovascular risk factors were included: hypertension, diabetes, different
forms of arteriosclerosis and obstructive sleep apnea syndrom. Additional
criteria were sinus rhythm, qrs duration < 120 ms, absence of a cardiac pace
maker and normal potassium blood levels. We evaluated the relationship between
heart rate corrected QT interval duration (QTc) and left ventricular mass
index (LVMI). QTc was determined from digitally acquired 12 lead standard
surface electrocardiograms (ECGs) (MAC 5000, GE). Left ventricular mass index
(LVMI) was determined by transthoracic echocardiography. Results: One-hundred-
thirty-two patients took part in this study (48% male, mean age 66±8 yrs.).
Mean LVMI was 136±435. QT was corrected using the Bazett (mean QTcB 412+- 21)
and Fridericia (mean QTcF 407 +-19) formulas. QTc duration significantly
increased with increasing LVMI. The correlation was stronger in women than in
men. In men there was also a significant positive correlation of QTcF and age.
Conclusion: We found that the left ventricular mass index is an independent
influence factor on myocardial repolarisation. This may explain the increased
risk of cardia arryrhmias in patients with left ventricular hypertrophy. In
regard of that the elctrocardiographic qtc interval should be more attended in
cases of LVH. Women with left ventricular hypertrophy are more endangered of
cardiac arrhythmias due to qt prolongation than men
Analysis of visualization of the oesophagus during catheter ablation of atrial fibrillation
Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung im klinischen Alltag.
Patienten stehen oftmals unter einem hohen Leidensdruck und zudem birgt die
Erkrankung einige ernsthafte Risiken. Therapeutisch nimmt die
Radiofrequenzablation eine zunehmende Bedeutung ein. Allerdings birgt auch
diese Therapie einige Risiken. Eine der fatalsten Komplikationen der
Radiofrequenzablation von Vorhofflimmern ist die atrioösophageale Fistel. Es
wurde ein Verfahren zur Visualisierung des Ösophagus erprobt. Dabei wurde der
Ösophagus während des Eingriffs dargestellt und abhängig vom Verlauf das
Standardverfahren oder ein angepasstes Verfahren angewandt. Es wurde
untersucht, ob sich dieses Verfahren als Standard zur Visualisierung und somit
zum Schutz des Ösophagus eignet oder z.B. die Erfolgsraten unter der Anpassung
des Verfahrens deutlich reduziert werden. Die Ergebnisse zeigten einen stark
variablen Verlauf des Ösophagus sowie eine deutlich geringere Erfolgsrate bei
dem angepassten Verfahren. Somit zeigte sich, dass sich das hier untersuchte
Verfahren nicht als alleiniges Verfahren eignet.Atrial fibrillation is the most common arrhythmia and patients often really
suffer from symptoms. Besides the arrhythmia can cause many serious
complications. The catheter ablation of atrial fibrillation is becoming more
and more important but this therapeutic procedure can cause several serious
complications as well. One of the most feared is the atrial-esophageal
fistula. This document describes an analysis of a method to visualize the
esophagus during catheter ablation of atrial fibrillation. Depending on the
course of the esophagus the standard procedure was accomplished or the
procedure was adopted. It was investigated whether this method was appropriate
to be standard for visualization and protection of the esophagus during
catheter ablation of atrial fibrillation or wheter the success rates suffer
significantly from the adoption of the procedure. The results showed an
extreme variable course of the esophagus and significant lower success rates
in adopted procedures compared to the standard procedure. Therefore it was
shown that this method is not appropriate as an lone standard method to
visualize the esophagus during catheter ablation of atrial fibrillation
Acute and long term follow-up after percutaneous coronary artery intervention in patients with end-stage renal disease
Hintergrund Kardiovaskuläre Erkrankungen sind der Hauptgrund für die hohe
Morbidität und Mortalität bei Patienten mit chronisch terminaler
Niereninsuffizienz. Das Krankheitsbild ist multifaktoriell bedingt und addiert
sich aus klassischen Risikofaktoren sowie endokrinen und metabolischen
Veränderungen im Rahmen der Nierenerkrankung. Diese Patienten stellen, trotz
relevanter Fortschritte in der Dialysetherapie und Behandlungsmethoden der
Begleiterkrankungen, aufgrund der komplexen Stenosemorphologie ein
Hochrisikokollektiv im Bereich der Koronarrevaskularisation dar. Ziel der
Studie war die Erfassung der Einflüsse nach perkutaner Koronarintervention
(PCI) und aortokoronarer Bypassoperation (CABG) auf die Akut- und
Langzeitergebnisse von Mortalität und Inzidenzen der Major Adverse Cardiac
Events (MACE) bei terminal niereninsuffizienten Patienten. Methoden Es wurden
retrospektiv die Akut- und Langzeitergebnisse der Inzidenzen von Mortalität
(Tod), Myokardinfakte (MI), Zielgefäß-Revaskularisation (TVR) und
endpunktfreies Überleben (EFS) von 264 präterminal und terminal
niereninsuffizienten Patienten, die im Zeitraum vom März 1988 bis Oktober
2004, an der Charité Campus Virchow-Klinikum untersucht wurden, betrachtet.
Das Kollektiv wurde entsprechend der Interventionsverfahren in eine
Interventions-Gruppe (n = 100), eine Bypass-Gruppe (n = 61) und eine Kontroll-
Gruppe (n = 103), die keiner Revaskularisation bedurften, unterteilt.
Ergebnisse Die Akutergebnisse ergaben zwischen den Behandlungsgruppen keine
signifikanten Unterschiede. Die Hospitalmortalität betrug in der Bypass-Gruppe
5,0 % (n = 3), in der Interventions-Gruppe mit 1,0 % (n = 1); Myokardinfarkte
oder Zielgefäss-Revaskularisationen traten nicht auf. Die Langzeitergebnisse
zeigten keine signifikanten Unterschiede im Vergleich der Interventions- zur
Bypass-Gruppe für die Inzidenzen von Tod (12 Monate Follow-up: Intervention n
= 11, Bypass n = 7; 60 Monate Follow-up: Intervention n = 33, Bypass n = 33),
Myokardinfarkt (12 Monate Follow-up: Intervention n = 9, Bypass n = 8; 60
Monate Follow-up: Intervention n = 12, Bypass n = 12), erneute
Revaskularisation des Zielgefäßes (12 Monate Follow-up: Intervention n = 18,
Bypass n = 10; 60 Monate Follow-up: Intervention n = 26, Bypass n = 30) oder
ereignisfreies Überleben (12 Monate Follow-up: Intervention n=80, Bypass n=51;
60 Monate Follow-up: Intervention n= 45, Bypass n= 10) im 12-Monate und
60-Monate Follow-up. Die Inzidenzen der 12 Monate Follow-up’s zeigten zwischen
allen Gruppen keine signifikanten Unterschiede. Schlussfolgerung Die perkutane
transluminale Koronarangioplastie hat sich als Methode zur Behand-lung von
terminal niereninsuffizienten Patienten mit koronarer Herzkrankheit etabliert
und hat im zunehmenden Maße an Sicherheit im akuten und Langzeitverlauf
gewonnen. Die Wahl des Therapieverfahrens bleibt jedoch eine
Individualentscheidung.Background: Cardiovascular diseases are the mean reasons of morbidity and
mortality in patients with end-stage renal disease. Coronary artery disease
(CAD) is multifactorial caused and an addition of classical risk factors as
well as endocrinological and metabolically changes due to renal failure.
Despite to all remarkable improvments in dialysis, patients with end-stage
renal disease represent in fact of their complex stenosis morphology a high
risk population in interventional coronary angiography. The aim of this study
was the declaration of influences of the short and long term outcome in
mortality and incidences of major adverse cardiac events (MACE) after coronary
stenting (PCI) in comparison to bypass surgery (CAB) in patients with end-
stage renal disease. Methods: We investigated the short- and long-term outcome
of death, myocardial infarction (MI), target vessel revascularisation (TVR)
and event free-survival (EFS) of 264 patients with pre-terminal and terminal
renal failure between March 1988 and October 2004 at the Department of
Cardiology, Charité-Campus Virchow-Klinikum, Universitätsmedizin Berlin,
Berlin; Germany. The collective was devided in an interventional-group (n =
100) which underwent coronary stenting, an bypass-group (n = 61) which had an
coronary artery bypass surgery, and a control group (n = 103) without
significant CAD. Results: There was no significant difference in the short-
term follow-up. The in-hospital mortality in patients who underwent bypass
surgery was 5 % (n = 3) in patients after coronary stenting 1 % (n = 1); no
myocardial infarction or traget vessel revascularisation was seen. There was
no significant difference in long-term follow-up of 12- and 60-month between
the surgical and interventional group for the incidence of death (12-month
follow up: interventional n= 11, bypass n= 7; 60-month follow-up:
interventional n = 33, bypass n = 33), myoardial infarction (12-month follow
up: interventional n= 9, bypass n= 8; 60-month follow-up: interventional n =
12, bypass n = 12), new target vessel revascularisation (12-month follow up:
interventional n= 18, bypass n= 10; 60-month follow-up: interventional n = 26,
bypass n = 30) or event free-survival (12-month follow up: interventional n=
80, bypass n= 51; 60-month follow-up: interventional n = 45, bypass n = 10).
The incidence of the 12-month follow-up did not show any significant
difference between all groups including the control group. Conclusions:
Coronary stenting is a well established treatment in end-stage renal disease
patients with coronary artery disease and its safety and application is
increasing with a positive effect towards short- and long-term outcome.
However the optimal treatment is individual in every patient
Reviews and notices
Includes the following reviews:
p. 101. Ann-Marie Svensson. Lightfoot, D., The Development of Language, Acquisition, Change, and Evolution.
p. 101-103. Marko Modiano. Ronowicz, E. & Yallop, C. (eds), English: One Language, Different Cultures.
p. 103-105. Angela Karstadt. Klintborg, S., The Transience of American English.
p. 105-106. Mats Mobärg. Pinker, S., Words and Rules. The Ingredients of Language.
p. 106-107. Åke Persson. Cartmell, D. & Whelehan, I. (eds), Adaptations: From Text to Screen, Screen to Text.
p. 108. Monica Armini. Rivkin, J. & Ryan, M. (eds), Literary Theory: An Anthology.
p. 108-109. Peter Boxall. Paul, R., Dissonant Voices: Literature and Society in Britain from Chaucer to the Present Day.
p. 109-110. Maria Proitsaki. Dove, R., On the Bus with Rosa Parks.
p. 110-111. Ronald Paul. Arundhati, R., The Cost of Living.
p. 111. Sabina Kielow. Chouliaraki, L. & Fairclough, N., Discourse in late Modernity: Rethinking Critical Discourse Analysis. + Mills, S., Discourse. The New Critical Idiom.
p. 112-114. Lars-Olof Nyhlén. Ammon, U. Ist deutsch noch internationale Wissenschaftssprache?
p. 114-115. Sigurd Rothstein. Treichel, H. -U., Der Verlone.
p. 116-117. M. Martin Guiney. Horlitz, M. Germanistische Schlaglichter.
p. 118-119. M. Martin Guiney. Conner, T., Chateaubriand's Mémoires d'outre-tombe. A portrait of the Artist as Exile.
Risk Analysis (Assessment) Using Virtual Reality Technology - Effects of Subjective Experience: An Experimental Study
AbstractDepending on the specific design phase and relevant goals, engineers have various options to visualize machine tool development. This study examined two types of visualization (e.g. concerning complexity, colors, animations, vividness) using VR technology. Over 25 experts were asked to identify and assess hazards in two 3D-models that differed in complexity. Besides technical aspects, we tested whether psychological aspects such as sense of “being there” and the quality of the risk assessment were affected by the type of the 3D-representation. Furthermore the relations between the user‘s traits (e.g. conscientiousness, risk perception, etc.) and the properties of the 3D-models were explored
Heart rate variability in diastolic dysfunction and diastolic heart failure
Bei ca. der Hälfte der Patienten mit Symptomen einer chronischen
Herzinsuffizienz liegt eine normale systolische Funktion vor. Eine
linksventrikuläre diastolische Dysfunktion, in der Regel echokardiographisch
diagnostiziert, nimmt hier eine Schlüsselrolle in der Pathophysiologie dieser
Form der Herzinsuffizienz ein und führte zu der Bezeichnung „diastolische
Herzinsuffizienz“. Während Inzidenz und Prävalenz dieser Entität in unserer
alternden Gesellschaft weiter zunehmen, führt sie bereits heute zu ähnlich
häufigen Krankenhausaufnahmen und Gesundheitsausgaben wie die Herzinsuffizienz
auf dem Boden einer reduzierten systolischen Funktion, bei annähernd gleich
schlechter Prognose. Im Gegensatz zur systolischen Herzinsuffizienz besteht
jedoch bisher nur ein ungenügendes Verständnis der Pathophysiologie. Bisherige
Therapieansätze führten zu keiner Senkung der Mortalität bei der diastolischen
Herzinsuffizienz. Schon eine echokardiographisch festgestellte diastolische
Dysfunktion ohne die Symptome einer Herzinsuffizienz ist mit einer
schlechteren Prognose vergesellschaftet. Hier gilt es weitere Werkzeuge zur
Risikostratifizierung und besseren Patientencharakterisierung zu entwickeln,
um die Patienten zu identifizieren, die ggf. einer erweiterten bzw.
spezifischeren Therapie bedürfen. Die Herzfrequenzvariabilität (HRV) stellt
eine etablierte, nicht invasive Messgröße der autonomen Funktion dar. Eine
reduzierte Herzfrequenzvariabilität ist bei Patienten mit einer systolischen
Herzinsuffizienz mit einer erhöhten Morbidität und Mortalität assoziiert.
Bisherige Daten zur Herzfrequenzvariabilität bei der diastolischen
Herzinsuffizienz sind ungenügend. Im Rahmen einer Substudie der Diast-CHF-
Studie des Kompetenznetzes Herzinsuffizienz (KNHI) wurde prospektiv die
Herzfrequenzvariabilität in der Zeitdomäne bei 154 Patienten mit einer
echokardiographisch diagnostizierten diastolischen Dysfunktion untersucht.
Hiervon wiesen 42 Patienten eine chronische Herzinsuffizienz (NYHA I 7,1 %,
NAHA II 78.6 %, NYHA III 14,3 %) auf. Eine linksventrikuläre Ejektionsfraktion
<50% galt als Ausschlusskriterium. 31 asymptomatische Studienteilnehmer ohne
eine diastolische bzw. systolische Dysfunktion dienten als Kontrollgruppe. Die
Daten zur Herzfrequenzvariabilitäts-Analyse wurden durch digitale,
hochauflösende 24 Stunden Holter Aufzeichnungen (CardioDay, getemed, Germany)
gewonnen. Die Auswertung der Daten zeigte, dass Patienten mit einer
diastolischen Dysfunktion, die symptomatisch im Sinne einer chronischen
Herzinsuffizienz waren, signifikant niedrigere Werte der Größen SDNN und SDANN
der Zeitdomäne aufwiesen als die Kontrollgruppe (SDNN 117,4±28,7 ms vs.
142,7±31,1 ms; p <0,01, SDANN 101,6±26,7 ms vs. 128,3±32 ms; p<0,01). Im Falle
der Messgröße SDANN zeigte sich sogar ein signifikanter Unterschied innerhalb
der Patientengruppen mit einer diastolischen Dysfunktion, abhängig vom
Vorhandensein einer chronischen Herzinsuffizienz (115,8±34 vs. 101,6±26,7;
p=0,04). Asymptomatische Studienteilnehmer mit einer diastolischen Dysfunktion
wiesen nur tendenziell niedrigere Werte der Messgrößen SDNN bzw. SDANN im
Vergleich zur Kontrollgruppe auf. Auch nach Einbeziehung weiterer, in den
Patientencharakteristika erfasster Faktoren im Rahmen einer mehrfaktoriellen
Varianzanalyse, war eine Reduktion der Messgröße SDANN weiterhin mit den
klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz assoziiert. Als einziger weiterer
Faktor lag ein signifikanter Einfluss der koronaren Gefäßerkrankung auf die
Größe SDANN vor. Ein Unterschied der Herzfrequenzvariabilität in Abhängigkeit
vom Grad der diastolischen Dysfunktion (Gradeinteilung nach dem Algorithmus
der Diast-CHF-Studie) bzw. Schweregrad der Herzinsuffizienz (NYHA-
Klassifikation) konnte nicht festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass
auch bei Patienten mit einer diastolischen Herzinsuffizienz eine verminderte
Herzfrequenzvariabilität vorliegt, während eine diastolische Dysfunktion ohne
die klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz zu keiner signifikanten
Reduktion der Herzfrequenzvariabilität führt. Ausgehend von den Ergebnissen
verschiedener Studien, die bei Patienten mit einer chronischen
Herzinsuffizienz auf dem Boden einer systolischen Dysfunktion einen
Zusammenhang zwischen einer reduzierten Herzfrequenzvariabilität und einer
erhöhten Mortalität aufzeigten, ist eine Reduktion der
Herzfrequenzvariabilität auch im Patientenkollektiv mit einer diastolischen
Herzinsuffizienz von besonderem Interesse. Entsprechend der allgemein
akzeptierten Interpretation einer erniedrigten Herzfrequenzvariabilität im
Sinne einer gestörten neurovegetativen Regulation ist im Weiteren zu prüfen,
ob sich aus der Analyse der Herzfrequenzvariabilität Informationen ableiten
lassen, um individuelle Therapiekonzepte für Patienten mit einer diastolischen
Herzinsuffizienz zu erstellen bzw. bisher asymptomatische Patienten mit einer
diastolischen Dysfunktion zu identifizieren, die ein erhöhtes Risiko besitzen,
das Syndrom einer chronischen Herzinsuffizienz zu entwickeln.Reduced heart rate variability (HRV) is associated with increased morbidity
and mortality in patients with systolic heart failure (HF). So far available
data regarding the prognostic significance of HRV in diastolic heart failure
is insufficient. We prospectively analyzed HRV in pts. with diastolic
dysfunction (DD) with or without diastolic HF. Pts. aged 50 to 85 years with
at least one of the following diagnoses were included: arterial hypertension,
diabetes mellitus, manifestation of atherosclerosis, sleep apnoea or a history
HF. Grade of DD was determined according to the American Society of
Echocardiography. Left ventricular ejection fraction < 50 % was an exclusion
criterion. Framingham criteria were used to classify patients with respect to
their symptoms. HRV parameters were determined from digital high-resolution 24
hour Holter recordings (CardioDay, getemed, Germany). We studied 154 pts. with
DD of whom 42 pts. had symptons and signs of overt HF. Pts. without
echocardiographic signs of DD and normal systolic function served as controls.
Pts. with DD and symptoms of HF had significant lower SDNN and SDANN compared
to controls. SDANN was significant lower in the latter group than in patients
with asymptomatic DD. There was a trend towards a reduced SDNN and SDANN in
pts. with asymptomatic DD compared to controls. No difference was found in
other HRV parameters of the time domain (pNN50%, rMSSD, SDNN-Index, HRV-
Triangularindex). In a univariate linear model to examine the influence of the
registered covariables on HRV beside overt heart failure only coronary heart
disease showed a significant influence on the parameter SDANN. Notably, no
correlation was found between the grade of DD and symptoms of HF and the
reduction in HRV parameters
Modellgestützte Politikberatung im Naturschutz: Zur "optimalen" Flächennutzung in der Agrarlandschaft des Biosphärenreservates "Mittlere Elbe"
Using the example of the MAB Biosphere Preserve "Mittlere Elbe", this article demonstrates how an "optimal" land-use pattern - a pattern aimed at combining ecological, economic and social objectives in an adequate way - can be determined. The focus is on the definition of alternative nature conservation approaches, the scenario technique, the definition of landscape functions, the utility analysis and the adaptive conjoint analysis. In addition, the authors demonstrate which quantitative methods can be used to obtain the information needed for utility and conjoint analyses on the ecological and economic effects of the conservation scenarios as well as on the weighting of the landscape functions, and how they can be integrated. Finally, it is shown that the conflict between ecological and economic objectives cannot only be reduced by a regional differentiation of the extent of resource protection - as shown in the literature -, but also by a spatial variation of the type of environment conservation
NT-proBNP as a biomarker in risk stratification of patients with dilated cardiomyopathy
Die Daten von 155 Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie, bei denen eine
koronare Herzerkrankung ausgeschlossen wurde, wurden mit dem Ziel analysiert,
die prognostische Bedeutung von NT-proBNP als Risikofaktor für Mortalität bei
nichtischämischer Kardiomyopathie darzustellen. NT-proBNP hat sich als
Biomarker in der Diagnostik der Herzinsuffizienz in den letzten Jahren gut
etabliert. Die meisten diesbezüglichen Studien beziehen sich jedoch auf ein
Patientengut, in dem die ischämische Kardiomyopathie die häufigste Ursache der
Herzinsuffizienz darstellt. Die Mortalitätsrate bei Patienten mit dilatativer
Kardiomyopathie ist trotz verbesserter medikamentöser Therapieregimes
weiterhin hoch und präventive Maßnahmen wie bei der koronaren Herzkrankheit
stehen aufgrund der sehr heterogenen Ätiologie dieser Erkrankung praktisch
nicht zur Verfügung. Grundlage für die hier vorgenommene Datenerhebung war die
Überlegung, dass eine Risikostratifikation für Patienten mit
nichtischämischer, dilatativer Kardiomyopathie, die Einschätzung von
Krankheitsstadium und –verlauf erleichtern kann. Im Falle von Patienten mit
hereditärer dilatativer Kardiomyopathie könnten asymptomatische
Familienmitglieder anhand einer solchen Risikostratifikation früher
identifiziert und entsprechend behandelt werden. Der Beobachtungszeitraum
betrug zwischen 7 und 12 Jahren. Klinische Parameter und
Untersuchungsergebnisse, die zum Diagnosezeitpunkt dokumentiert wurden, wurden
für die Analyse herangezogen. Aus Serumproben, die den Patienten zum
Diagnosezeitpunkt entnommen wurden, erfolgte im Januar 2006 die Bestimmung der
NT-proBNP-Konzentrationen. Neben NT-proBNP wurden die bereits in anderen
Studien zur chronischen Herzinsuffizienz untersuchten Prognosemarker Alter,
Geschlecht, arterielle Hypertonie, Diabetes mellitus, Medikation,
Herzrhythmus, NYHA-Stadium, LVEDP, LVEDD und LVEF für die Risikostratifikation
herangezogen. Die Cox-Regressionsanalyse der Daten stellte NT-proBNP für
Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie als stärksten prognostischen
Marker für ein erhöhtes Mortalitätsrisiko über einen langen Zeitraum von bis
zu 12 Jahren heraus. Auch bei klinisch wenig beeinträchtigten Patienten (NYHA-
Klassen I und II) konnten anhand der Höhe der NT-proBNP-Konzentrationen
signifikante Unterschiede hinsichtlich des Mortalitätsrisikos gezeigt werden.
Als schwächere, jedoch ebenfalls signifikante Risikofaktoren im Sinne der
Fragestellung ergaben sich die lävokardiographisch gemessene linksventrikuläre
Ejektionsfraktion (LVEF), der echokardiographisch ermittelte linksventrikuläre
enddiastolische Durchmesser (LVEDD) und Vorhofflimmern.This trial analysis is based on the data of 155 patients with dilated
cardiomyopathy and is intended to show the prognostic importance of NT-proBNP
as a risk factor for cardiac mortality in non-ischemic cardiomyopathy.
Coronary heart disease was excluded as a diagnosis for these patients via
coronary angiography. NT-proBNP has established itself in the diagnosis of
chronic heart failure in the past few years. Most of the studies on this
subject have included patients with ischemic cardiomyopathy as most frequent
cause for heart failure. The mortality rate of patients with dilated
cardiomyopathy is still high, irrespective of the advancement of medicinal
therapy. Preventive measures are practically unavailable due to the
heterogenous etiology of this disease. A risk stratification for patients with
non-ischemic, dilative cardiomyopathy could support the evaluation of the
state and course of the disease. This was the main purpose for this data
collection and analysis. In those cases of patients with hereditary dilative
cardiomyopathy asymptomatic family members could be identified and treated
earlier with the help of such a risk stratification. The observation period
was between 7 and 12 years. Clinical parameters and examination results
documented at the date of diagnosis were used as the basis for the analysis.
In January 2006 the NT-proBNP-concentrations were measured from blood samples
which were taken at the respective time of diagnosis. In addition to the NT-
proBNP-concentrations the risk stratification included the evaluation of the
following prognostic parameters: age, sex, arterial hypertension, diabetes
mellitus, medication, heart rhythm, NYHA-classification, left ventricular end-
diastolic pressure, left ventricular end-diastolic diameter and left
ventricular ejection fraction. The Cox regression analysis of the data showed,
over a period of up to 12 years, that NT-proBNP was the strongest predictor
for cardiac mortality in patients with non-ischemic cardiomypathy. Even
patients with lesser symptoms (NYHA-classes I and II) showed a significant
variance in their risk of cardiac mortality based on a lower level of NT-
proBNP concentrations. Minor, yet just as significant risk factors in this
trial included the ejection fraction measured by heart catheterization, the
left ventricular end-diastolic diameter measured by echocardiography, and
atrial fibrillation
- …
