1,721,042 research outputs found

    Prognostische Bedeutung der residuellen Mitralklappeninsuffizienz nach MitraClip™-Therapie

    No full text
    Hintergrund: Das MitraClip™-Verfahren stellt eine minimalinvasive Therapie für Patienten mit chronischer Mitralklappeninsuffizienz dar, die für eine chirurgische Behandlung ungeeignet sind. Ziel dieser Arbeit war die Untersuchung der prognostischen Bedeutung des Schweregrads der residuellen Mitralklappeninsuffizienz (rMR) nach MitraClip™-Therapie für den Langzeitverlauf der Patienten. Methodik: Es erfolgte eine retrospektive Analyse der Daten von 708 Patienten (Alter 75,3 ± 8,8 Jahre, 39,8% weiblich), die zwischen 09/2008 und 01/2017 am Universitären Herz- und Gefäßzentrum Hamburg mittels MitraClip™-Prozedur behandelt wurden. Diese wurden anhand ihrer rMR bei Entlassung in drei Gruppen aufgeteilt (rMR≤1+, rMR=2+ und rMR≥3+) und über einen medianen Zeitraum von 5,2 (5,0 – 5,4) Jahren beobachtet. Primäre Studienendpunkte waren das Gesamtüberleben sowie ein kombinierter Endpunkt aus Gesamtüberleben und kardial bedingter Rehospitalisierung. Ergebnisse: Es zeigte sich ein signifikanter Überlebensvorteil von Patienten mit rMR≤1+ bei Entlassung gegenüber Patienten mit höhergradiger rMR (rMR=2+ vs. rMR≤1+: HR 1,37; 95% CI 1,11 - 1,69; p<0,01; rMR≥3+ vs. rMR≤1+: HR 1,64; 95% CI 1,18 - 2,27; p<0,01). Auch hinsichtlich des kombinierten Endpunktes konnte ein solcher Vorteil beobachtet werden (p<0,01). Im Vergleich zwischen Patienten mit rMR≤1+ bei Entlassung und unverändert gutem Ergebnis nach einem Jahr und solchen, die einen Progress des rMR-Schweregrades erlitten oder initial eine rMR≥2+ bei Entlassung aufwiesen, konnte in der Kaplan-Meier-Analyse zum Gesamtüberleben ein signifikanter Unterschied beobachtet werden (p=0,04). Hierbei zeigten die Patienten mit rMR≤1+ bei Entlassung und nach einem Jahr die besten Ergebnisse. Eine Analyse der präinterventionellen Daten ergab, dass eine rMR≤1+ bei Entlassung insbesondere bei Patienten mit funktioneller Ätiologie erreicht werden konnte (OR 1,56; 95% CI 1,1 - 2,1; p<0,01). Dagegen war ein hoher mittlerer Mitralgradient mit einem suboptimalen Behandlungsergebnis (rMR≥2+) assoziiert (OR 0,7; 95% CI 0,6 - 0,8; p<0,01). Schlussfolgerung: Das Erreichen einer rMR≤1+ nach MitraClip™-Therapie ist mit einer besseren Prognose assoziiert als das Erreichen einer rMR=2+ oder rMR≥3+. Sowohl die rMR bei Entlassung als auch die Nachhaltigkeit der MR-Reduktion innerhalb des ersten Jahres nach Behandlung sind für die Langzeitprognose der Patienten von zentraler Bedeutung

    Geschlechtsspezifische Unterschiede im Langzeitverlauf nach MitraClip-Therapie bei Hochrisikopatienten

    No full text
    Hintergrund: Untersuchungen von chirurgischen Mitralklappenoperationen zeigen, dass das Geschlecht ein Prädiktor für die perioperative Mortalität und das Langzeitüberleben darstellt. Das weibliche Geschlecht gilt hierbei als negativer Prognosefaktor. Für die MitraClip-Therapie sind derartige geschlechtsspezifische Analysen, insbesondere hinsichtlich des Langzeitverlaufes, bisher limitiert. Methodik: Es erfolgten Analysen von 837 Patienten (497 Männer, 340 Frauen), die aufgrund höhergradiger Mitralklappeninsuffizienz sowie erhöhtem chirurgischen Risiko mittels MitraClip im Zeitraum 09/08 – 01/19 am Universitärem Herzzentrum behandelt worden sind. Ergebnisse: Frauen waren im Mittel älter als Männer (77,0 Jahre versus 74,7 Jahre; p<0,001). Es zeigte sich, dass die männliche Kohorte signifikant höhere Prävalenzen hinsichtlich koronarer Herzkrankheit (p<0,001), stattgehabter Myokardinfarkte (p<0,001), Diabetes mellitus (p=0,0019), chronische Niereninsuffizienz (p<0,001), Nikotinabusus (p<0,001), kardialer Resynchronisationstherapie (p<0,001) und vorangegangener perkutaner Koronarintervention (p<0,001) aufwies. Die verstärkte Komorbiditätslast sowie eine geringere LVEF seitens männlichen Patienten (39,0% (Männer) versus 46,6% (Frauen); p<0,001) spiegelten einen signifikant höheren logEuroSCORE (21,6 versus 18,8; p=0,0091) wider. Männer benötigten sowohl eine längere Interventionsdauer (p=0,0033) als auch eine höhere Anzahl an Clips (p<0,001). Ein signifikant geschlechtsspezifischer Vorteil im Hinblick auf das Überleben konnte nicht festgestellt werden. Die kumulativen 5- Jahres-Mortalitätsraten betrugen 65,5% (Männer) sowie 58,5% (Frauen) (logrank: p=0,061). Männliche Patienten waren von kardial bedingten Rehospitalisierungen signifikant häufiger betroffen (logrank: p=0,021). Die Rate an Reinterventionen sowie schweren kardialen und zerebrovaskulären Komplikationen zeigten keine bedeutsamen Unterschiede zwischen den Kohorten. Schlussfolgerung: Das weibliche Geschlecht stellt keinen Risikofaktor für eine Behandlung mittels MitraClip dar. Männer und Frauen mit höhergradiger Mitralklappeninsuffizienz scheinen langfristig gleichermaßen von der MitraClip-Implantation zu profitieren, gleichwohl ein Trend zu beobachten war, wonach Männer vermehrt den primären Studienendpunkt Mortalität erreichten. Grund hierfür ist insbesondere das erheblich höhere präoperative Risikoprofil zu nennen, welches mutmaßlich ebenso für eine längere Interventionsdauer sowie höhere Anzahl an implantierten Clips verantwortlich war.Background: Researches of mitral valve surgery have showed that gender might be a predictor for perioperative mortality and long-term survival. The female gender is considered as a negative predictor. Specially gender-specific analyses particularly regarding the long-term outcome are very limited for the MitraClip therapy. Methods: Data of 837 patients (497 males, 340 females) who received MitraClip from 2008 to 2019 at our University Heart Center and had moderate-to-severe (3+) or severe (4+) mitral regurgitation and high surgical risk have been analysed. Results: Female patients were older than male patients (77.0 years versus 74.7 years; p<0.001). However males had a significantly higher prevalence of coronary artery disease (p<0.001), myocardial infarction (p<0.001), diabetes mellitus (p=0.0019), renale failure (p<0.001), nicotine abuse (p<0.001), cardiac resynchronization therapy (p<0.001) and previous percutaneous intervention (p<0.001). Furthermore, male patients showed a significant lower left ventricular ejection fraction (39.0% versus 46.6%; p<0.001). These comorbidities reflected a significantly higher logEuroSCORE displaying advantages for female patients (18.8 versus 21.6; p=0.0091). While intervention males had a longer device time (p=0.0033) and also needed a higher number of implanted clips (p<0.001). An advantage of survival regarding gender could not be determined. Mortality rates were cumulative for 5 years: men 65.6% versus women 58.5% (logrank: p=0.061). Rehospitalization due to any cardiac reason met significance, favoring female patients (logrank: p=0.0021). The rates of reinterventions as well as severe cardiac and cerebrovascular complications showed no significant differences. Conclusions: Our study revealed that female gender is not a negative predictor for MitraClip. There were no major gender specific differences regarding long-term survival. Male and female gender with higher grade of mitral regurgitation seem to benefit equally. However, male gender is associated with significantly higher preoperative risk profile, which could be related to longer device time and higher number of implanted clips

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

    Full text link
    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Galectin-3 as an independent predictor for mortality and left ventricular reverse remodelling after MitraClip-implantation

    No full text
    Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit dem diagnostischen Stellenwert von Galectin-3 im Kontext der MitraClip-Implantation. Wir haben 107 Patienten untersucht, die am Universitären Herzzentrum Hamburg mit dem MitraClip-System behandelt wurden. Die präinterventionelle Galectin-3 Serumkonzentration wurde in Hinblick auf ihre prädiktive Kraft für die Endpunkte Mortalität und reverse remodelling des linken Ventrikels untersucht. Zudem haben wir einen kombinierten Endpunkt aus Mortalität, Rehospitalisierung und Reintervention analysiert. Wir konnten zeigen, dass Galectin-3 ein unabhängiger Prädiktor für die Mortalität nach erfolgreicher MitraClip-Implantation ist. Die Analyse des kombinierten Endpunktes lieferte keine signifikanten Ergebnisse für die Vorhersagekraft von Galectin-3. Wir beobachteten ein reverse remodelling des linken Ventrikels 6 Monate nach MitraClip-Implantation. Allerdings gelang es uns nicht einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Galectin-3 Ausgangswert und der Kapazität des linken Ventrikels zum reverse remodelling herzustellen. Galectin-3 hat das Potential einen relevanten Beitrag zur individuellen Risikoevaluation vor geplanter MitraClip-Implantation zu leisten. Die Bestimmung kann dabei helfen, Patienten zu identifizierten, die einem besonderen Risiko ausgesetzt sind und von einer gesonderten Betreuung nach dem Eingriff profitieren würden. Weitere Forschung ist notwendig, um allgemeingültige Empfehlungen zu diesem Sachverhalt zu generieren

    Variations on the Author

    Full text link
    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
    corecore