222 research outputs found
Podiumsdiskussion mit Markus Brunner, Hans-Joachim Busch, Lilli Gast, Julia König und Rolf Pohl
"Kein Ort. Nirgends?" Das Subjekt der Erkenntnis und die Idee der Universität: einige Gedanken aus psychoanalytischer Perspektive
"Die Autorin stellt einige Überlegungen zu den Bedingungen der Subjektkonstitution an der studiengangreformierten Universität vor und fragt nach dem Schicksal des Erkenntniswunsches und Forschungsinteresses in den Bahnen des Bolognaprozesses. Sie formuliert in diesem Zusammenhang die These, dass an die Stelle einer Identifizierung der Subjekte mit ihrem Erkenntnisanspruch die Identifizierung mit (extern definiertem) Erfolg und eine Abwehr von Scham angesichts eines drohenden Scheiterns getreten ist." (Autorenreferat)"This essay presents some considerations on the conditions for the constitution of subjectivity in view of the reform of the universities according to the 'Bologna-Process'. Special attention is given to the vicissitudes of epistemophilic impulses. In this context, the author argues, that the identifcation with the subject's inner urge for knowledge and research is about to be replaced by the identification with success and with the defence of shame and possible failure." (author's abstract
Der "Welsche Gast" des Thomasin von Zerklaere
In 1215/1216, Thomasin von Zerklaere composed his Welscher Gast (“The Italian Guest”), the earliest comprehensive book of court etiquette written in German. Up until the Early Modern Age, the work was frequently copied and widely disseminated. Its uniqueness lies not least in the fact that it was, from early on, transmitted together with an extensive cycle of images. This volume brings together studies from Art History, Literary Studies and Musicology into the sources, the didactic concept, the transmission of images, and the reception of Thomasin’s poem as well as into how it might be employed in present-day German language and literature classes. It proposes to replace the author-centered approach to the Welscher Gast with an approach that consistently focuses on the history of its transmission.In den Jahren 1215/1216 verfasste Thomasin von Zerklaere mit dem Welschen Gast die erste umfassende Verhaltenslehre in deutscher Sprache. Bis in die Frühe Neuzeit hinein wurde das Werk vielfach abgeschrieben und weiterverbreitet. Eine Besonderheit stellt es auch deshalb dar, weil es schon früh in der Überlieferung mit einem umfangreichen Bilderzyklus versehen wurde. Der vorliegende Band versammelt Studien aus Kunst-, Literatur- und Musikwissenschaft zu den Quellen, der didaktischen Konzeption, der Bildüberlieferung und der Rezeption von Thomasins Werk sowie zu den Möglichkeiten seines Einsatzes im Deutschunterricht der Gegenwart. Er schlägt vor, an die Stelle eines autorfixierten Blicks auf den Text-Bild-Verbund des Welschen Gastes einen konsequent überlieferungsgeschichtlichen treten zu lassen
Der "Welsche Gast" des Thomasin von Zerklaere
In 1215/1216, Thomasin von Zerklaere composed his Welscher Gast (“The Italian Guest”), the earliest comprehensive book of court etiquette written in German. Up until the Early Modern Age, the work was frequently copied and widely disseminated. Its uniqueness lies not least in the fact that it was, from early on, transmitted together with an extensive cycle of images. This volume brings together studies from Art History, Literary Studies and Musicology into the sources, the didactic concept, the transmission of images, and the reception of Thomasin’s poem as well as into how it might be employed in present-day German language and literature classes. It proposes to replace the author-centered approach to the Welscher Gast with an approach that consistently focuses on the history of its transmission
Plädoyer für die Unverzichtbarkeit psychoanalytischen Denkens im feministischen Diskurs
Vor dem Hintergrund der aktuellen Gender Studies sowie der konstruktivistischen Geschlechterforschung wird an die subversive und aufklärerische Radikalität des psychoanalytischen Subjektbegriffs erinnert und dessen strukturelle Verwandtschaft mit den (ehemals?) zentralen Anliegen der feministischen Theorie herausgearbeitet.
Des weiteren finden die Spezifik der im eigentlichen Sinne konstruktivistischen Denkpraxis der Freudschen Psychoanalyse und deren erkenntnislogische Implikationen eine würdigende Erörterung. Abschließend erfolgt ein grober Abriß eines die psychoanalytische Erkenntnismethode integrierenden Forschungsprogramms zur Analyse der weiblichen Subjektkonstitution
Libido und Narzissmus. Vom Verlust des Sexuellen im psychoanalytischen Diskurs.Eine Spurensicherung
Die vorliegende Studie befaßt sich mit einer Analyse der Begriffs-, Ideen und Problemgeschichte des Freudschen Narzißmuskonstrukts. Im Vorfeld stand die Frage, in wie weit die narzißtische Qualität geschlechterdifferent formulierbar sei. Eine erste Durchsicht prävalenter zeitgenössischer Narzißmus-Auffassungen ergab, daß das Narzißtische hier zutiefst geschlechtsneutral, um nicht zusagen: geschlechtslos modelliert wird. Zudem zeigte sich in einer vergleicheden Gegenüberstellung des heutigen Narzißmusverständnisses mit der Freudschen metapsychologischen Formulierung des Narzißmus, daß das kontemporäre Begriffsverständnis dem ursprünglichen nachgerade diametral gegenüberstehtunknownunknow
»Ich habe nun ein recht entwurzeltes Gefühl« Die Philippson-Bibel in den Kulissen des Briefes von Freud an Fließ vom 6. Dezember 1896.
Review of: Julia Kristeva: Das weibliche Genie – Melanie Klein. Gießen: Psychosozial-Verlag 2008
Julia Kristeva widmet sich im zweiten Teil ihrer Trilogie über das weibliche Genie dem Leben und Werk von Melanie Klein, die mit ihren Arbeiten über die früheste Verfasstheit des Psychischen das psychoanalytische Denken für die Psychosen und den Wahn aufschloss und die Rolle des Mütterlichen im psychoanalytischen Diskurs neu definierte. In ihrer Auseinandersetzung mit Klein gelingt Kristeva nicht nur eine ausgesprochen gelungene Einführung in Kleins Denken, sondern auch eine Analyse weiblicher Intellektualität im 20. Jahrhundert. Zudem werden die Schnittstellen im Denken Kleins und Kristevas sichtbar.Julia Kristeva devotes this second
installment of her trilogy on feminine genius to the life
and work of Melanie Klein. Klein’s work on the early state
of the psyche opened psychoanalytical thinking to
psychoses, delusion, and the redefined the role of the
motherly in psychoanalytical discourse. In her discussion
of Klein, Kristeva provides not only a markedly insightful
introduction to Klein’s thinking, but also an analysis of
female intellectuality in the 20th century. Moreover, the
reader clearly sees the interconnections between Klein and
Kristeva’s thinking
- …
