812 research outputs found

    On the perspectivization of a recipient role - cross-linguistic results from a speech production experiment on GET-passives in German, Dutch and Luxembourgish

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    The focus of this paper is the perspectivization of thematic roles generally and the recipient role specifically. Whereas perspective is defined here as the representation of something for someone from a given position (Sandig 1996: 37), perspectivization refers to the verbalization of a situation in the speech generation process (Storrer 1996: 233). In a prototypical act of giving, for example, the focus of perception (the attention of the external observer) may be on the person who gives (agent), the transferred object (patient) or the person who receives the transferred object (recipient). The languages of the world provide differing linguistic means to perspectivize such an act of giving, or better: to perspectivize the participants of such an action. In this article, the linguistic means of three selected continental West Germanic languages –German, Dutch and Luxembourgish– will be taken into consideration, with an emphasis on the perspectivization of the recipient role

    Die syntaktische Variable 'pronominale Partitivität' in den deutschen Dialekten

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    Der Ausdruck partitiv-anaphorischer Referenz in den Varietäten des Deutschen weist eine interessante areale und syntaktische Distribution auf. Hauptstrategien indefinit-partitiver Bezugnahme sind zum einen ältere Pronominalgenitive wie (d)(ə)r(ə), s(ə)n, əs in einem mitteldeutschen Streifen sowie peripheren Gebieten des äußersten Südens des deutschsprachigen Raums und zum anderen die innovativen Systeme der Null-Anapher im Südwesten des deutschen Sprachraums mit dem Alemannischen als Kerngebiet, des zunächst im Bairischen auch auf Kontinuativa und pluralische Größen ausgedehnten Indefinitpronomens ein- im Südosten und des in die Standardsprache eingegangenen Indefinitpronomens welch-, das sich als we(l)k- im nieder- bzw. norddeutschen Raum findet. Zur Erforschung der Einzelsysteme pronominaler Partitivität sind kleinräumige, mikrokomparative Analysen nötig. Betrachtet man die syntaktische Distribution indefinit-partitiver Pronomina im Deutschen genauer und bezieht man kontrastiv das niederländische quantitative Pronomen er mit ein, so zeigt sich ein beträchtliches Maß an (Mikro-)Variation, etwa hinsichtlich des Auftretens der Pronomina zusammen mit einem Numerale bzw. (schwachen) Quantor, dem Zahlwort ein- und dem negativen Quantor kein-, mit einem Adjektiv oder auch mit einem „flektierten“ Zahlwort (Schwa). Der vorliegende Beitrag verfolgt ein typologisches und ein syntaxtheoretisches Ziel: Die im kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuum im Allgemeinen und im deutschen Sprachraum im Speziellen (empirischer Fokus) existierenden Systeme pronominaler Partitivität (syntaktischer Fokus) sollen dargestellt und ihre funktionalen Spektren miteinander verglichen werden. Schließlich wird der Frage nachgegangen, wie sich die beobachtbaren Distributions- und Variationsmuster erklären lassen und welche Folgen die Daten aus deutschen Dialekten – insbesondere die im Rahmen des DFG-Projekts Syntax hessischer Dialekte (SyHD) neu erhobenen – für die Analyse partitiver bzw. quantitativer Pronomina und damit für die syntaktische Struktur der nominalen Domäne haben. Ausgehend von der (Un-)Möglichkeit der Kookkurrenz mit verschiedenen nominalen Modifikatoren ergibt sich Evidenz für zwei unterschiedliche Pronominalisierungsebenen (Pro-nP und Pro-DP)

    Unserdeutsch. Eine vergessene koloniale Varietät des Deutschen im melanesischen Pazifik

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    Unserdeutsch (Rabaul Creole German) ist die weltweit einzige deutschbasierte Kreolsprache. Es ist kurz vor und auch nach dem ersten Weltkrieg im Bismarck- Archipel in Papua-Neuguinea unter mixed-race Kindern an der Missionsstation in Vunapope (Provinz East New Britain) entstanden. Unserdeutsch wird nur mehr von höchstens etwa hundert älteren Sprechern, die heute verstreut in Pa- pua-Neuguinea und Ostaustralien leben, gesprochen. Der Aufsatz beschreibt einige erste, vorläufige Ergebnisse eines internationalen Sprachdokumenta- tionsprojekts und bietet eine kurze Skizze zur Entstehung, zum varietätentypo- logischen Profil sowie zur aktuellen makrosoziolinguistischen Situation von Unserdeutsch. Unserdeutsch (Rabaul Creole German) is the only German-based creole lan- guage we know of. It had its beginnings in the Bismarck Archipelago in Papua New Guinea among mixed race children at the Vunapope Mission in what is now East New Britain Province shortly before and after World War I. Today only a few elderly speakers living in Papua New Guinea and the eastern states of Australia are still proficient in Unserdeutsch. The paper describes some preliminary findings of a recently started international language documentation project. It gives a brief outline of the emergence, the sociolinguistic typology and the cur- rent macro-sociolinguistic profile of Unserdeutsch

    Gesprochenes Alltagsdeutsch im Bismarck-Archipel um 1900. Das Zeugnis regional markierter Superstrateinflüsse in Unserdeutsch

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    Unserdeutsch (Rabaul Creole German) entstand um 1900 an einer katholischen Missionsstation in Vunapope auf der Insel New Britain im Bismarck-Archipel. Seine dominante Substratsprache ist Tok Pisin, das melanesische Pidgin-Englisch, seine Superstratsprache Deutsch. Der Aufsatz versucht das sprachliche Superstrat von Unserdeutsch näher zu bestimmen, d. h. die Frage zu beantworten, welches Deutsch von den Missionaren in Vunapope um 1900, am Ort und zum Zeitpunkt der Entstehung von Unserdeutsch, gesprochen wurde. Zu diesem Zweck werden die als Superstrattransfer aus dem Deutschen erklärbaren, regional markierten linguistischen Strukturmerkmale in Unserdeutsch untersucht und im geschlossenen Sprachgebiet sprachgeografisch lokalisiert. Ergänzt wird diese linguistische Evidenz durch extra- und metalinguistische Evidenz aus einschlägigen, zeitgenössischen Quellen. Die Ergebnisse deuten auf ein vorwiegend nordwestdeutsch-westfälisch geprägtes, insgesamt jedoch heterogenes, standardnahes sprachliches Superstrat hin und widerlegen somit frühere diesbezügliche Aussagen in der einschlägigen Fachliteratur. Und sie zeigen zugleich auch, dass die Analyse von kolonialen und sonstigen Auswanderervarietäten, besonders von solchen, die – wie Unserdeutsch – im Laufe ihrer späteren Geschichte den Kontakt zum sprachlichen Mutterland vollständig verloren haben, zur Rekonstruktion historischer Mündlichkeit wertvolle Daten liefern kann

    Stages for the More Sustainable Farm

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    Currently, agricultural farm units are faced with a double and most times contradictory challenge, in order to be successful: on the one hand the invested capital has to be profitable and the economic performance has to be maximised. On the other hand, given the socio-environmental situation, it is necessary to preserve and to protect the environment and natural resources. Given the potential conflict of the two aims, since the satisfaction of one implies the underperformance of the other (and vice versa), the question then is: which is the solution to choose? We intend, in this work, to formulate a farm plan with the purpose of reconciling the criteria of environmental sustainability with that of economic competitiveness. For this achievement we proceed to the comparative study of sustainability of different groups of farms identified in the study area (first evaluation cycle) through MESMIS (“Marco para la Evaluación de Sistemas de Manejo de Recursos Naturales Mediante Indicadores de Sustentabilidad” - Framework for Evaluation of Natural-Resource Systems Handling through Sustainability Indicators) methodology, that allowed to select the more sustainable group of farms. Based on the found potentialities and weakness on these production systems, we stepped to the planning of a production unit of bovine meat, which obeys simultaneously to economic and environmental objectives, using Multicriteria Decision. We finished the work with the sustainability evaluation between groups of farms identified previously and the planned farms (second evaluation cycle), based, again, in the MESMIS methodology, to confirm (or not) the greatest sustainability of the last ones. Analyses of the results allow us to confirm the greatest relative sustainability of the planned farm, for the diverse traced scenarios.Decision taking, planning, sustainability, Environmental Economics and Policy, Farm Management,

    Regional standard variation in and out of grammarian's focus

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    Regional standard variation in and out of grammarian´s focus. - In: Grammar between norm and variation / Alexandra N. Lenz ... (eds.). - Frankfurt am Main u.a. : Lang, 2010. - S. 127-144. - (Variolingua ; 40

    Möglichkeiten der Reduplikation des Indefinitartikels im Bairischen

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    Während im Neuhochdeutschen für singularische Individuativa einerseits sowie Kontinuativa und Pluralia andererseits eine komplementäre Distribution zwischen ein- und dem Nullartikel im Bereich des Indefinitartikels bzw. zwischen ein- und welch- beim Indefinitpronomen besteht (cf. Glaser 1993, Zifonun 2007), hat das Bairische hier Formen von ein- generalisiert. Eine Ausnahme bildet der indefinite Pluralartikel, der lediglich areal begrenzt in gewissen Subdialekten und strukturell stärker beschränkt auftritt (unattribuiertes Substantiv vs. Verwendung mit Adjektiven, cf. SNiB/SAO sowie Glaser 1996). Lautlich-morphologisch weist ein- zwei distinkte Formenreihen für den adnominalen und syntaktisch selbständigen Gebrauch auf. Bezüglich der Entstehung, Ausbreitung und gegenwärtigen Verwendung von ein- in den bairischen (und angrenzenden) Dialekten sind noch viele Fragen offen. Unser Beitrag verfolgt sowohl ein empirisches Ziel, will die neu präsentierten Daten zum Verhalten des Indefinitartikels zusammen mit Quantoren aber auch strukturell erklären. Dabei soll primär der Frage nachgegangen werden, worin sich die Verwendung des Indefinitartikels auch bei den MASS-Quantoren ein bisschen und ein wenig (a bissl a milch, a weng a bia) strukturell von der u. a. für das Bairische bekannten Artikelverdoppelung/-reduplikation (indefinite determiner/article doubling) in Modifikationskonstruktionen mit Gradpartikeln wie so, recht, ganz etc. unterscheidet (a recht a guada wein, mit Konstruktionsvariabilität etwa in Prädikatposition: des is (a) ganz a guads bia, cf. Weiß 1998, Kolmer 1999). Reduplikation des Indefinitartikels wurde auch für das (Nord-)Schwedische, Dänische und Englische berichtet (cf. u. a. Delsing 1993, Wood 2002, 2012 sowie Wood/Vikner 2013) und für die Varietäten des Deutschen etwa von Kallulli/Rothmayr (2008) näher untersucht. Im Beitrag sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Doppeltsetzung des Indefinitartikels mit Gradpartikeln einerseits und dem Erscheinen des Indefinitartikels bei Kontinuativa zusammen mit MASS-Quantoren andererseits herausgearbeitet und strukturell erklärt werden. Aus synchroner Sicht bzw. oberflächlich betrachtet scheinen die beiden Konstruktionstypen gleich zu sein (ähnlich der Konvergenzhypothese in der Evolutionstheorie), historisch und strukturell zeigen sich jedoch bedeutende Unterschiede: Die Struktur a bissl a/a weng a + Kontinuativum geht auf eine Konstruktion zurück, bei der der erste Teil ursprünglich selbst eine DP/NP war, die ein Genitivattribut zu sich nahm. Ein unterschiedliches Verhalten von Artikelreduplikation bei Gradpartikeln und der Setzung des Indefinitartikels nach a bissl/a weng lässt sich z. B. unter Negation (koa so *(a) schena dɔg, koa recht (*a) schena dɔg, *koa ganz (a) schena dɔg vs. koa bissl *(a)/*(koa) kaffee / koa bissal *(a)/(?koa) kaffee, *koa weng (a/koa) tee / ?koa wengal a/(*koa) tee) oder bei der Kasusmarkierung feststellen (AKK. a(n) so an nettn buam, an recht/ganz an großn hund vs. a bissl an kaffee, a weng an tee, DAT. a so am nettn buam bzw. nach Präp. mit (a) so am/am so an nettn mo, am recht/ganz an großn hund vs. a bissl am kaffee, a weng am tee; zu Fällen partieller Kongruenz v. a. im Schweizerdeutschen, wo nicht alle Merkmale des höheren und niedrigeren Det identisch sind, cf. auch Kallulli/Rothmayr 2008). Weiterhin kann Artikelverdoppelung bei Gradpartikeln nur mit einem modifizierenden Element wie einem Adjektiv (a recht a guada wein) oder Relativsatz (des is ätz (a) so a Fall, üwer den ma uns grod unterhaltn ham) auftreten sowie – im Falle von so – auch in Exklamativsätzen ((a) so a Depp!), wohingegen ein solcher Modifikator bei a bissl a/a weng a nicht obligatorisch ist (a bissl a (frische) milch, a weng a (kalts) bia). Kann Reduplikation des Indefinitartikels ferner mit Kontinuativa (a recht a guada wein) ebenso wie mit Individuativa auftreten (a recht a schena dɔg), so scheinen die MASS-Quantoren ein bisschen/ein wenig – definitionsgemäß – auf Kontinuativa beschränkt zu sein (a bissl a milch, a weng a bia). Dennoch können auch sie mit eigentlichen Individuativa stehen (a bissl a bian, a weng an opfe), wenn Partitivität ausgedrückt, d. h. eine Teilmenge (Stücke) bezeichnet werden soll. Wie bereits an den angeführten Beispielen ersichtlich ist, zeigen sich aber nicht nur Unterschiede beim Vergleich der beiden Konstruktionstypen Reduplikation des Indefinitartikels bei Gradpartikeln wie so, recht, ganz etc. und Gebrauch des Indefinitartikels bei Kontinuativa zusammen mit den MASS-Quantoren ein bisschen/ein wenig, sondern auch bezüglich der einzelnen Gradpartikeln, wobei so einerseits meist recht/ganz andererseits gegenübersteht. Im Zusammenhang mit den dargestellten Unterschieden muss auch die Artikelverwendung bei quantifizierendem kaum, ziemlich, hübsch gesehen werden (kam/zimle/hibsch a sɔiz, cf. Glaser 1996). Bei den Quantoren wenig und viel steht der Indefinitartikel hingegen nicht (weng/feij (*a) milch). Beim analytischen Fragepronomen nach der Qualität was für bleibt im Bairischen der Indefinitartikel vor Kontinuativa ebenfalls erhalten (wos fia a bia?) bzw. steht das entsprechende Indefinitpronomen anstelle von Kontinuativa (wos fia oans? [Bier]) und Pluralia (wos fia oa? [Äpfel]). Schließlich können die betrachteten MASS-Quantoren ein bisschen/ein wenig – im Unterschied zum COUNT-Quantor ein paar (a boa) – adnominal erwartungsgemäß nicht bei Pluralia stehen (*a bissl/a weng kiaschn), syntaktisch selbständig jedoch sehr wohl (a bissl/a weng oa [Kirschen], neben singularischem a bissl/a weng oane [Milch])
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