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    Psychoserisikosyndrome im Kindes- und Jugendalter

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    Der Früherkennung und Frühbehandlung von Psychosen wird besondere Bedeutung zugemessen, da ein verzögerter Behandlungsbeginn – erkennbar als verlängerte Dauer der unbehandelten Psychose (DUP) – mit einer verschlechterten Verlaufsprognose einhergeht. Die Phase vor Beginn der akuten Symptomatik, die auch als Prodrom bezeichnet wird, liegt im Fokus des Forschungsinteresses, da in ihr unterschiedliche Formen von Psychoserisikosyndromen erfasst werden. Die Früherkennung von Risikogruppen entspricht dem Ansatz der indizierten Prävention. Dieser Präventionsansatz wendet sich an Patienten, die bereits Hilfe suchen, weil sie unter ersten Anzeichen einer sich entwickelnden Störung leiden. Solche klinischen Hochrisikogruppen (clinical high risk, CHR) werden in 2 alternativen, einander ergänzenden Kriterien-Ansätzen erfasst: Den Kriterien der Ultra-high-risk(UHR)-Gruppe, die bereits abgeschwächte Formen von psychotischen Symptomen zeigen, stehen die Basissymptomkriterien vor Ausbruch psychotischer Symptome gegenüber. Die Leitlinien der Europäischen Gesellschaft für Psychiatrie zur Diagnostik und Behandlung dieser Patienten erleichtern das klinische Vorgehen

    Frühintervention psychischer Störungen

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    Viele schwere psychische Störungen treten erstmals in der Adoleszenz in Erscheinung. Sie beeinträchtigen oder verhindern wichtige Entwicklungsaufgaben dieser Lebensphase, zeigen eine hohe Persistenz ins Erwachsenenalter und führen zu Leidensdruck und psychosozialer Beeinträchtigung bei den Betroffenen sowie beträchtlichen volkswirtschaftlichen Kosten. Je länger eine psychische Störung unbehandelt bleibt, desto schlechter ist ihre Prognose. Dies hat zu einem Paradigmenwechsel in der klinischen Versorgung und Erforschung psychischer Störungen weg von der herkömmlichen Behandlung hin zur Prävention und Frühintervention geführt. Im vorliegenden Kapitel werden die Chancen und Risiken sowie die aktuelle Evidenzlage der Früherkennung und -behandlung von Personen mit Risikosymptomen oder der Erstmanifestation einer psychischen Störung dargestellt. Diese werden anhand der Beispiele der Schizophrenie und anderer psychotischer Störungen sowie der Borderline-Persönlichkeitsstörung diskutiert

    Universelle und selektive Prävention

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    Gesellschaftspolitisch genießt das Thema der Prävention psychischer Störungen mittlerweile höchste Priorität. Im Kap. „Universelle und selektive Prävention“ wird zu Beginn die Notwendigkeit präventiver Maßnahmen im Kindes- und Jugendalter untermauert. Anschließend werden Risiko- und Schutzfaktoren für die Altersgruppe vorgestellt. Der Begriff der Prävention wird in seinen verschiedenen Facetten definiert. Im Anschluss wird die Idee einer idealtypischen Entwicklung, Evaluation und Implementierung präventiver Maßnahmen erläutert. Im Mittelpunkt steht der aktuelle Forschungsstand in den Bereichen Essstörung, Angst und Depression sowie Suizidalität. Letztlich wird festgehalten, dass trotz der steigenden Forschungsaktivitäten im deutschsprachigen Raum der Beleg wirksamer Präventionsmaßnahmen als gering einzuschätzen ist. Dass eine intensive Beforschung notwendig ist, zeigt sich insbesondere darin, dass die erwünsche präventive Wirkung durchaus krankheitsauslösende Effekte besitzen kann

    Mobbing als Risikofaktor im Kindes- und Jugendalter

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    Mobbing wurde lange Zeit als normales Interaktionsmuster zwischen Kindern und Jugendlichen betrachtet. Die Forschung der letzten Jahre hat diese Sichtweise verändert und die z. T. langanhaltenden negativen Konsequenzen von Mobbing aufgezeigt. Besonders die betroffenen Opfer weisen ein erhöhtes Risiko für ein breites Spektrum psychischer Störungen auf, wobei der Zusammenhang zu Angststörungen, Depressionen, psychosomatischen Problemen, Selbstverletzung und Suizidalität besonders umfassend belegt wurde. Der negative Einfluss von Mobbing betrifft viele Lebensbereiche der Opfer: psychologisch, sozial und sogar ökonomisch. Mobbing ist eine Form der Misshandlung unter Gleichaltrigen. Dementsprechend trägt es in hohem Maße zur Entwicklung schwerwiegender psychischer Probleme bei und verdient ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Aktivität im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie, ist aber auch ein zentrales Anliegen der allgemeinen öffentlichen Gesundheit

    Suizidalität im Kindes- und Jugendalter

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    Das Kindes- und Jugendalter stellt jene Entwicklungsperiode dar, in der sich suizidales Verhalten häufig zum ersten Mal zeigt. So findet sich eine Häufung von Suizidgedanken, wie auch Suizidversuchen mit zunehmendem Jugendalter. Die Zahl der Suizide ist (vor allem verglichen mit den Zahlen im Erwachsenenalter) dennoch als relativ gering zu bezeichnen. In den letzten Jahrzehnten kam es hier zu einer erfreulichen Entwicklung dergestalt, dass die Suizide in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen weltweit wie auch in Deutschland abgenommen haben. Als Gründe hierfür werden einerseits suizidpräventive Interventionen, wie auch die bessere kinder- und jugendpsychiatrische und -psychotherapeutische Versorgung ins Feld geführt. Da Kinder und Jugendliche sich aufgrund ihres Entwicklungsalters in verschiedenen Systemen bewegen (Familien, Schule/Ausbildung, soziales Umfeld), ist es für die Suizidprävention in dieser Altersgruppe wesentlich multi- und interdisziplinäre Ansätze zu verfolgen. Besonderes Augenmerk ist in dieser Altersgruppe auch auf den Einfluss von Mobbing und den Gebrauch (sozialer) Medien zu legen. Hier ist einerseits der Effekt der Darstellung suizidalen Verhaltens in Serien, oder auch in sozialen Medien zu beachten, andererseits könnten gerade diese neuen medialen Umgangsformen einen niedrigschwelligen Zugang zu suizidpräventiven Inhalten oder auch zu Therapien bieten. Betrachtet man die evidenzbasierten Suizidpräventionsprogramme, so ist neben einer Reduktion des Zugangs zu potenziellen Suizidmitteln (wie etwa der Packungsgröße von Analgetika) vor allem der Zugang über die Schule im Rahmen der schulbasierten Prävention zu benennen. Es existieren evidenzbasierte Programme, die jedoch noch nicht flächendeckend in Deutschland Anwendung finden. Insgesamt kann festgehalten werden, dass (psycho-)therapeutische Interventionen bei suizidalen Jugendlichen einen großen Nutzen (im Sinne einer Verminderung von Suizidgedanken oder weiteren Suizidversuchen) zeigen konnten, wobei hier vor allem der Einbezug von Familienmitgliedern oder anderen wichtigen Bezugspersonen wesentlich zu sein scheint. Für die Zukunft wäre ein flächendeckendes Angebot an evidenzbasierten suizidpräventiven Maßnahmen im schulischen Rahmen, ebenso wie die Schaffung von niedrigschwelligen Therapieangeboten für Kinder und Jugendliche mit suizidalem Verhalten empfehlenswert

    Psychische Störungen im Säuglings- und Kleinkindalter

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    In diesem Buchkapitel werden die wichtigsten psychischen Störungen von Geburt bis zum Einschulungsalter behandelt. Ein Fokus soll besonders auf den Bereich von 0–3 Jahren gelegt werden. Um in dieser Altersspanne arbeiten zu können, wird eine Kenntnis über pränatale Entwicklungswege, Geburtsverläufe sowie Komplikationen und die normalen Entwicklungsabläufe bei Säuglingen, Kleinkindern und Vorschulkindern für das Verständnis psychischer Störungen als Voraussetzungen erachtet bzw. im Abschn. 2.2. und Abschn. 3.1. gemeinsam erarbeitet. Zusätzlich wird auf die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie: S2k-Leitlinie Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind-, Vorschulalter von 09/2015, die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin und die Leitlinie der Vereinigung analytischer Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten: Regulationsstörungen hingewiesen

    Severe Affective and Behavioral Dysregulation in Youths Is Associated with a Proinflammatory State

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    Objective: A heritable behavioral phenotype, the so-called Dysregulation Profile (DP), characterized by extreme scores on the syndrome scales Anxious/Depressed (A/D), Attention Problems (AP), and Aggressive Behavior (AGG), has been identified on the Child Behavior Checklist (CBCL). It characterizes children with severe affective and behavioral dysregulation. The present study examined possible alterations of the inflammatory system in CBCL-DP using a clinical sample of n = 133 children and adolescents. Method: Participants with the CBCL-DP scoring = 2.5 SDs above average constituted the CBCL-DP subgroup (n = 51). Those with CBCL-DP scores of 1 SD or less above average were regarded as controls (n = 82). Groups were compared in terms of serum levels of C-reactive protein (CRP) and albumin. Results: Participants showing the CBCL-DP exhibited increased CRP and decreased albumin levels compared to controls. CRP was correlated with AGG, AP, and the CBCL-DP total score. A negative correlation was observed between albumin and AGG, AP, the CBCL-DP score, and A/D. These associations could not be attributed to differences in age, sex, weight, socioeconomic status, global functioning, or duration of illness. Conclusions: This is the first study to demonstrate associations between the CBCL-DP and a proinflammatory state. Limitations include the lack of a healthy control group, the use of a single measurement of inflammatory markers, and the lack of follow-up data. Future research should address whether inflammatory diathesis in these children confers increased susceptibility to later development of cardiovascular disease and other medical morbidities. © 2013 Verlag Hans Huber, Hogrefe AG, Bern

    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
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