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    Economic aspects of criminal and political news coverage

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    Die vorliegende kumulative Dissertation untersucht Medienwirkungen anhand von drei ausgewählten Fällen mit ökonomischer und politischer Relevanz. Zugrundelegt wird jeweils die Nachrichtenberichterstattung von Tageszeitungen. Im ersten Einzelbeitrag („Negativity Bias, Political Parallelism, Media Ownership: The Case of the 2015 and 2018 Turkish Parliamentary Elections”) wird der Zusammenhang zwischen Negativitätsverzerrungen und politischer Ausrichtung von Tageszeitungen in der türkischen Presse während der Wahlkampfberichterstattungen im Vorfeld der Parlamentswahlen 2015 und 2018 untersucht. Der zweite Einzelbeitrag („Cautionary Tales: Celebrities, the News Media, and Participation in Tax Amnesties”) untersucht Reaktionen von Steuerzahlern auf die Berichterstattung über prominente Steuerstraftäter. Grundlage ist ein umfangreicher und detaillierter selbst erstellter Datensatz, der zum einen die regionale Anzahl eingereichter steuerlicher Selbstanzeigen und zum anderen Nachrichtenberichterstattung über prominente öffentliche Steuerstrafprozesse aus überregionalen und regionalen Tageszeitungen der Jahre 2010-2016 umfasst. Durch Einsatz des Instrumentenvariablenansatzes und unter Verwendung exogener Variation in der Nachrichtenberichterstattung gelingt der Nachweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen Berichterstattung und Selbstanzeigen. Der dritte Einzelbeitrag („Mediatisierung der Steuerstrafpolitik am Beispiel der Verschärfung der steuerlichen Selbstanzeige zum 1.1.2015“) knüpft an bestehende Forschungsarbeiten an, die Einflüsse der Medienberichterstattung auf den Gesetzgebungsprozess oder die allmähliche Anpassung der Verhaltensweisen von Politikern an den journalistischen Stil (Medienlogik) nachgewiesen haben. Konkret untersucht der Beitrag, wie die mediale Berichterstattung die bislang umfangreichste Verschärfung der deutschen Steueramnestiegesetzgebung beeinflusst hat. Die Analyse stützt sich auf selbst codierte Bundestagsdokumente und Artikel sechs nationaler Tageszeitungen im Zeitraum vom Januar 2013 bis Dezember 2014, die Diskursinhalte und Positionierungen zur Selbstanzeige beinhalten. Es zeigt sich, dass der Verschärfungsprozess stark durch die mediale Berichterstattung geprägt wurde.This cumulative dissertation examines media effects on the basis of three selected cases with economic and political relevance. Each case is based on the news coverage of daily newspapers. The first article ("Negativity Bias, Political Parallelism, Media Ownership: The Case of the 2015 and 2018 Turkish Parliamentary Elections") examines the relationship between negativity bias and political ownership. The second individual paper ("Cautionary Tales: Celebrities, the News Media, and Participation in Tax Amnesties") examines taxpayers' reactions to coverage of celebrity tax offenders. It is based on an extensive and detailed self-generated dataset that includes, first, the regional number of filed tax-related voluntary disclosures and, second, news coverage of prominent public tax criminal cases from national and regional newspapers from 2010-2016. By employing the instrumental variables approach and using exogenous variation in news coverage, we succeed in demonstrating a causal relationship between news coverage and self-reporting. The third individual article ("Mediatization of Tax Penalty Policy Using the Example of the Tightening of Tax Self-Disclosure as of January 1, 2015") builds on existing research, that have demonstrated influences of media coverage on the legislative process or the gradual adaptation of politicians' behavior to journalistic style (media logic). Specifically, the paper examines how media coverage influenced the most extensive tightening of German tax amnesty legislation to date has influenced. The analysis draws on self-coded Bundestag documents and articles from six national daily newspapers from January 2013 to December 2014, which include discourse content and positioning on voluntary disclosure. It is shown that the tightening process was strongly influenced by media coverage

    The Dark Side of Media - An Interdisciplinary Approach to Elucidate the Persistence of Negative Experiences with the Smartphone in Everyday Life

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    Haben Sie schonmal negative Erfahrungen mit Medien gemacht? Nutzen Sie diese dennoch weiter? Warum?—Warum nutzen Sie ein Medium weiter, wenn negative Konsequenzen der Nutzung sehr wahrscheinlich dessen Folge sind? Das ist die Hauptfragestellung, mit der sich dieses empirische Forschungsprojekt beschäftigt. Zunächst wurden explorative Interviews (n = 26) geführt. Aufbauend auf den Ergebnissen der Interviewstudie sowie der eingangs aufgearbeiteten und verknüpften Forschungsliteratur, wurde eine die darauffolgende quantitative Studie (n = 264) entwickelt. Den Ausgangspunkt bildet der Nutzen- und Belohungsansatz (U&G) aus der Kommunikationswissenschaft, der mit psychologischen Konzepten erweitert wurde, um sich der Kritik an diesem zu widmen und damit eine Forschungslücke zu adressieren, nämlich: alltägliche, persistente negative Erfahrungen, die (noch) keine psychische Störung darstellen. In den Interviews wurde das Smartphone als Medium identifiziert, mit dem die meisten dieser Erfahrungen gemacht werden. Außerdem konnten neun negative Erfahrungen und sechs Cluster mit Gründen für deren Persistenz extrahiert werden. Diese wurden in der zweiten Studie bekräftigt. Darüber hinaus wurde die Modellerweiterung getestet und die meisten antizipierten Pfade ebenfalls inferenzstatistisch bestätigt. Das Modell konnte 37% Varianz an täglicher Smartphonenutzung zu Kommunikationszwecken erklären. Zu den interessanten Befunden gehören Third-Person Effekte, die zumindest für zwei negative Erfahrungen nachgewiesen wurden, aber auch die überraschende positive Assoziation von gesuchten (bedürfnis-befriedigenden, also U&G) und ungewollten (negativen) Erfahrungen. Die wichtigen Rollen von Selbstkontrolle oder auch der Angst etwas zu verpassen (FOMO) wurden deutlich und ganz besonders diejenige von Gewohnheiten in der alltäglichen Smartphonenutzung. Wichtig zu erkennen ist jedoch auch, dass Gewohnheiten negative Erfahrungen nicht in ihrer Gänze erklären können und nicht automatisch die aktive Mediennutzung zum Zweck der Bedürfnisbefriedigung ausschließen. Mögliche Implikationen für eine Umsetzung in der täglichen Nutzungspraxis wurden außerdem abgeleitet.Have you ever had a negative experience with media? Do you keep using them, nonetheless? Why?—Why would you use a medium again if use is most likely accompanied by negative outcomes? These are the main questions this empirical research project was designed to elucidate. For that, two studies were conducted: an explorative qualitative interview study (n = 26) and a subsequent quantitative online survey (n = 264) that was based upon the results of the former as well as on a broad range of reviewed research. The Uses-and-Gratifications Approach from communication studies constitutes the base of the project and was extended with concepts from psychology to address the classic model’s open ends and thereby also a gap in research. That is, research on negative experiences persistent in everyday life that do not constitute mental disorders (yet). The smartphone was identified as the device most negative experiences were reported with. The interviews further indicated the existence of nine negative experiences and six clusters of justifications that would address the “why” of their persistence in everyday life. These were tested and mostly confirmed in the second study. Moreover, the extended model was tested and explained 37% of variance in smartphone exposure for communication purposes. Influences of smartphone-independent variables on those directly related to usage were detected and the connections depicted in the model confirmed. Interesting insights came to light during the different analyzes, such as a third-person effect for at least two of the experiences, a positive relationship of sought (i.e., U&G) and unwanted (negative) experiences as well as the preeminent influence of self-control or FOMO. Most importantly, the key role of habitual smartphone use in everyday life was evident, but also that this does not automatically exclude actively chosen use for reasons of need-fulfillment. Practical implications were derived from the results

    Wissenserwerb zum Thema Klimapolitik aus Mediennutzung und interpersoneller Kommunikation

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    Ein Basiswissen über Klimapolitik ermöglicht demokratische Teilhabe und Engagement für den Klimaschutz. Bestehende Studien zum Wissen der Deutschen konzentrieren sich jedoch entweder auf Folgen und Ursachen des Klimawandels oder auf andere Politikbereiche. Zudem gibt es wenig Forschung zu den Quellen und dem Prozess des Wissenserwerbs. Daher untersucht die vorliegende Studie, welchen Beitrag Mediennutzung und interpersonelle Kommunikation zum Wissenserwerb über Klimapolitik leisten, und welche anderen Faktoren neben den Informationsquellen das Lernen beeinflussen und erklären. Die Studie wurde im Kontext des UN-Klimagipfels 2015 in Paris durchgeführt und kombiniert eine dreiwellige Panel-Befragung der deutschen Bevölkerung (N = 1121) mit einer qualitativen Tagebuchbefragung (N = 42) und einer qualitativen Inhaltsanalyse der genutzten Medieninhalte der TagebuchschreiberInnen. Es zeigt sich ein eher niedriger Wissensstand; mittelfristig gibt es einen Lerneffekt in Bezug auf besonders aktuelle Aspekte des Themas. Der Wissenserwerb wird durch einen Deckeneffekt limitiert, der zu einem großen Teil aus einer inhaltlich eingeschränkten Berichterstattung resultiert

    Die Mehrfachsegmentierung der europäischen Öffentlichkeit

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    Eine wachsende Zahl empirischer Arbeiten hat inzwischen gezeigt, dass der politische Integrationsprozess der Europäischen Union zwar von einer zunehmenden Europäisierung nationaler Öffentlichkeiten begleitet ist, die darüber erzeugte europäische Öffentlichkeit aber national segmentiert bleibt: Die einzelnen Länder intensivieren zwar ihre jeweils eigene kritische Beobachtung der EU-Politik, der diskursive Austausch innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft wächst dagegen nicht. Auf Basis einer standardisierten Inhaltsanalyse von Zeitungsdebatten in sechs europäischen Länder (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Polen) überprüft das vorliegende Arbeitspapier die Stabilität dieses Muster der 'segmentierten Europäisierung' zum einen für eine neue Erhebungswelle (2008) und zum anderen für das bisher oft vernachlässigte Segment der Boulevardzeitungen. Dabei beschreibt es anschaulich, wie das Interesse an der EU in den Qualitätszeitungen im Zuge der weltweiten Finanzkrise spürbar abschwächt, während sich in der Boulevardpresse ein (noch) ungebrochener Trend der vertikalen Europäisierung zeigt, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Der Austausch zwischen den europäischen Ländern stagniert jedoch weiterhin in beiden Zeitungstypen. Die europäische Öffentlichkeit ist demnach sowohl nach Nationen wie auch nach Zeitungstypen segmentiert, es ist also von einer mehrfachsegmentierten europäischen Öffentlichkeit auszugehen.A growing body of empirical research has established that the political integration of the European Union has been accompanied by a Europeanization of the national public spheres, even though the resulting European public sphere remains nationally segmented: While each country intensifies its critical discussion of EU politics, the discursive exchange among the European community of nations has stagnated. Based on a standardized content analysis of newspaper debates in six European countries (Austria, Denmark, France, Germany, Great Britain, and Poland) the working paper reappraises the stability of this pattern of 'segmented Europeanization' on the one hand for a new wave of data (for 2008) and on the other hand for the often neglected segment of the tabloid press. It can thus demonstrate how the interest in EU politics lessens in the quality press at the time of the global financial crisis while the tabloids display a (still) unbroken trend of vertical Europeanization, though at a much lower level. The exchange between European countries, however, continues to stagnate. The European public sphere appears to be segmented both by nations and by newspaper types, and should thus be considered as a multisegmented European public sphere

    Publikumsfragmentierung in der Online-Nachrichtenumgebung

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    Dieser Beitrag widmet sich der empirischen Überprüfung der These, dass Online-Medien zu einer Fragmentierung der politischen Öffentlichkeit führen. Auf Basis einer Bevölkerungsbefragung zur Informationsmediennutzung im Vorfeld der Nationalratswahlen 2013 in Österreich (n = 2.867) stellt er die Informationsrepertoires derjenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich stärker online über das politische Geschehen informieren, denen der restlichen Bevölkerung gegenüber. Indem er die Publikumsüberschneidungen verschiedener Nachrichtenquellen als Netzwerk darstellt, zeigt er auf, dass das Netzwerk der Onliner dichter ist. Gleichzeitig sind auch für sie die wichtigsten Informationsquellen die Nachrichtensendungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und deren Webseite, so dass eine Fragmentierung der politischen Öffentlichkeit auf Publikumsebene verhindert wird.This article aims to empirically assess whether online media contribute to the fragmentation of the political public sphere. Based on a representative survey (n = 2.867) of the information media use before the Austrian national elections in 2013, it contrasts the information repertoires of citizens who prefer online information to those of the whole population. By mapping audience overlaps as a network, it can show that the network of onliners is denser and contains more overlaps. Furthermore, the most important information sources for onliners remain the main newscasts of the public service station and its website, preventing any fragmentation of the political public sphere on the audience level

    Die Mehrfachsegmentierung der europäischen Öffentlichkeit

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    Eine wachsende Zahl empirischer Arbeiten hat inzwischen gezeigt, dass der politische Integrationsprozess der Europäischen Union zwar von einer zunehmenden Europäisierung nationaler Öffentlichkeiten begleitet ist, die darüber erzeugte europäische Öffentlichkeit aber national segmentiert bleibt: Die einzelnen Länder intensivieren zwar ihre jeweils eigene kritische Beobachtung der EU-Politik, der diskursive Austausch innerhalb der europäischen Staatengemeinschaft wächst dagegen nicht. Auf Basis einer standardisierten Inhaltsanalyse von Zeitungsdebatten in sechs europäischen Länder (Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich und Polen) überprüft das vorliegende Arbeitspapier die Stabilität dieses Muster der 'segmentierten Europäisierung' zum einen für eine neue Erhebungswelle (2008) und zum anderen für das bisher oft vernachlässigte Segment der Boulevardzeitungen. Dabei beschreibt es anschaulich, wie das Interesse an der EU in den Qualitätszeitungen im Zuge der weltweiten Finanzkrise spürbar abschwächt, während sich in der Boulevardpresse ein (noch) ungebrochener Trend der vertikalen Europäisierung zeigt, wenn auch auf deutlich niedrigerem Niveau. Der Austausch zwischen den europäischen Ländern stagniert jedoch weiterhin in beiden Zeitungstypen. Die europäische Öffentlichkeit ist demnach sowohl nach Nationen wie auch nach Zeitungstypen segmentiert, es ist also von einer mehrfachsegmentierten europäischen Öffentlichkeit auszugehen. -- A growing body of empirical research has established that the political integration of the European Union has been accompanied by a Europeanization of the national public spheres, even though the resulting European public sphere remains nationally segmented: While each country intensifies its critical discussion of EU politics, the discursive exchange among the European community of nations has stagnated. Based on a standardized content analysis of newspaper debates in six European countries (Austria, Denmark, France, Germany, Great Britain, and Poland) the working paper reappraises the stability of this pattern of 'segmented Europeanization' on the one hand for a new wave of data (for 2008) and on the other hand for the often neglected segment of the tabloid press. It can thus demonstrate how the interest in EU politics lessens in the quality press at the time of the global financial crisis while the tabloids display a (still) unbroken trend of vertical Europeanization, though at a much lower level. The exchange between European countries, however, continues to stagnate. The European public sphere appears to be segmented both by nations and by newspaper types, and should thus be considered as a multisegmented European public sphere.

    Uninvited Dinner Guests: A Theoretical Perspective on the Antagonists of Journalism Based on Serres’ Parasite

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    In the digital age, the crisis of journalism has been exacerbated by antagonistic actors infiltrating the journalistic system without adhering to its norms or logic. Journalism itself has been ill-prepared to respond to this challenge, but journalism theory and research have also had trouble in grasping these phenomena. It is thus the aim of this article to propose a theoretical perspective on a specific set of antagonists characterized by its paradoxical nature. It is ‘the excluded third, included’ as described by Serres, the parasite that is both part of the system and its antagonist. From the perspective of systems theory, the parasite is a subsystem that threatens the integrity of the primary system. Thus, the parasite is defined by the relations that describe its position, its behaviour towards the host system. Due to these peculiarities—this contradiction, this vagueness—it evades a classical bivalent logic. This may be one reason why the paradoxical nature of the antagonist from within, the ‘uninvited dinner guest,’ has not been described as such until now. The parasitic practices follow the logic of the hacker: He is the digital manifestation of Serres’ parasite. Accordingly, parasitic strategies can be described as news hacks whose attack vectors target a system’s weak points with the help of specific strategies. In doing so, they not only change the system output but also compromise its values and exploit its resources
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