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Die Politik der Anderen: Doppelrezension zu "Undienlichkeit. Gewaltgeschichte und politische Philosophie" und "Widerstände. Gewaltenteilung in statu nascendi" von Iris Därmann
Iris Därmann: Undienlichkeit - Gewaltgeschichte und politische Philosophie. Berlin: Matthes & Seitz 2020. 978-3-95757-874-7.+++Iris Därmann: Widerstände - Gewaltenteilung in statu nascendi. Berlin: Matthes & Seitz 2021. 978-3-7518-0510-0
Sadismus mit und ohne Sade
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage nach der Differenz zwischen der alten Grausamkeit und der neuen kolonialen Gewaltlust. Die neue Gewaltlust, die eine entscheidende Rolle in den organisierten Gewalträumen der transatlantischen Versklavung spielte, wurde von der Sexualwissenschaft unter dem Begriff ‘Sadismus‘ als individuelle ‘Perversion‘ verharmlost, der antikoloniale und körperpolitische Einsatz der Schriften des Marquis de Sades zugleich marginalisiert. Sind die genealogischen Untersuchungen Friedrich Nietzsches und Michel Foucaults in besonderer Weise dazu geeignet, um diese Frage zu profilieren? Welche Rolle können die Schriften Sades diesbezüglich spielen? Iris Därmann ist Professorin für Kulturtheorie und Kulturwissenschaftliche Ästhetik am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie studierte Philosophie, Soziologie und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum, wo sie 1993 mit einer Arbeit zu Tod und Bild als Doktorandin am DFG-Graduiertenkolleg ‘Phänomenologie und Hermeneutik’ promoviert wurde. 2003 habilitierte sie sich in den Fächern Philosophie und Kulturwissenschaft an der Universität Lüneburg mit der Arbeit Fremde Monde der Vernunft. Zuletzt sind erschienen: Widerstände. Gewaltenteilung in statu nascendi (2021) und Undienlichkeit. Gewaltgeschichte und politische Philosophie (2020). Ihr neues Buch Sadismus mit und ohne Sade wird im Frühjahr 2023 erscheinen
Aesthetic Temporalities Today:Present, Presentness, Presentation
Gerade jetzt? Die Jahrestagung »Ästhetische Eigenzeiten heute: Gegenwart, Gegenwärtigkeit, Vergegenwärtigung«, die im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms ‘Ästhetische Eigenzeiten: Zeit und Darstellung in der polychronen Moderne’ stattfindet, will die Frage nach der Gegenwart stellen. Die Tagung widmet sich der Zeitgenossenschaft der Kunst, globalen Räumen der Gegenwart sowie ästhetischen Problemen von Gegenwärtigung und Vergegenwärtigung.Programme Wednesday, 13 June 2018 17:30 Welcome and Introduction Sektion 1 Globale Räume der Gegenwart 18:00 Boris Groys (New York): Internet and Presenting of the Present 19:00 Break 19:30 Panel Discussion (auf Deutsch): Boris Groys, Gabriele Genge, and Ludger Schwarte
Thursday, 14 June 2018 Sektion 2 Die Gegenwart der Kunst – kunstwissenschaftliche Perspektiven10:00 Christine Ross (Montreal): Temporalizing the Aesthetics of Coexistence: The Belatedness of the Present and the Becoming-Environment of 21st-Century Art 11:00 Johannes Paul Raether (Berlin): Chronostrophy 12:00 Coffee break 12:15 Mieke Bal (Amsterdam): An Aesthetic of Interruption 13:30 Lunch break Sektion 3 Gegenwärtigung und Vergegenwärtigung als ästhetische Probleme 15:00 Iris Därmann (Berlin): Zur Geschichte der Nummerntätowierung in Auschwitz 16:00 Maria Muhle (München): Vergegenwärtigung als Anachronisierung 17:00 Coffee break 17:30 Christiane Frey (New York/Berlin): The Politics of the Present Tense: On Migratory Prose 18:30 Johannes Lehmann (Bonn): Sichtbare/unsichtbare ‚Gegenwart‘Friday, 15 June 2018 Präsentationen aus dem Schwerpunktprogramm 9:30 Panel 1 Boris Roman Gibhardt (Bielefeld): Rhythmische Gegenwärtigkeit Angela Stercken (Essen): Die Gegenwart des Black Arts Movement? Ästhetische Praktiken im Black Atlantic der 1960/70er Jahre Francesca Raimondi (Düsseldorf): Die gespenstische Präsenz der Kontrolle. Kunst in einer durch Permanenz, Rekursion und Prävention bestimmten Zeit 11:00 Coffee break 11:30 Panel 2 Nicola Glaubitz (Frankfurt/Main): Literatur vergegenwärtigen: Affordanzen, Praktiken, Institutionen Sebastian Giacovelli, Andreas Langenohl (Gießen): Die Zukünfte der Neoklassik Uta Böhme (Berlin): Die Gegenwart der Zeitreise 13:00 Lunch break 15:00 Panel 3 Lena Kugler, Mira Shah (Frankfurt/Main): Gegenwärtige Vergangenheit. Inseln als Medien des Erzählens von Zeit Maximilian Bergengruen (Karlsruhe): „Fortrollende Gegenwart“. Georg Heyms „Der Irre“ und „Der Dieb“ Patrick Stoffel, Christina Wessely (Lüneburg): Die Urzeit in ‚Bildern aus der Gegenwart‘: Philipp Leopold Martins Museum der Urwelt in Berlin Benjamin Prinz, Henning Schmidgen (Weimar): Produziertes Präsens. Gegenwärtigkeit in der Biomedizin 17:00 Coffee break 17:30 Panel 4 Stefan Kramer, Martin Müller, Tim Trausch (Köln): Eigenzeiten-Konzepte in der chinesischen Republikzeit Stefan Binder, Patrick Eisenlohr (Göttingen): Zeit-Film-Emotion: Feldnotizen zur soziopolitischen Temporalität religiöser Reform in Hyderabad Samuel Strehle (Jena): Jetztzeit-Explosion: Zur Zeiterfahrung in revolutionären Epochen 19:00 Break 19:30 Gesamtversammlung des SPP (Internal Meeting
Aktuelle Soziologie der Gabe
Besprechung der Titel:
IRIS DÄRMANN, Theorien der Gabe zur Einführung. Hamburg: Junius 2010.
HOLGER SCHWAIGER, Schenken. Entwurf einer sozialen Morphologie aus Perspektive der Kommunikationstheorie. Konstanz: UVK 2011
ECONOMICS IN ANCIENT GREECE AND BEYOND - (I.) Därmann, (A.) Winterling (edd.) Oikonomia und Ökonomie im klassischen Griechenland. Theorie – Praxis – Transformation. Pp. 226. Stuttgart: Franz Steiner, 2022. Cased, €54. ISBN: 978-3-515-12745-5.
Rohde D. Iris Därmann/ Aloys Winterling(Hg.): Oikonomia und Ökonomie im klassischen Griechenland. Theorie – Praxis – Transformation. Stuttgart, Franz Steiner Verlag, 2022. Classical Review, The . 2023
Bella Figura
Rezensiertes Werk:
Friedrich Balke, Figuren
der Souveränität, Paderborn:
Wilhelm Fink 2009, 545 S.,
ISBN 978-3-7705-4449-3;
Iris Därmann, Figuren des
Politischen, Frankfurt a. M.:
Suhrkamp 2009, 304 S.,
ISBN 978-3-518-29511-
Die Geburt der Gesellschaft aus dem Taumel der Ekstase. Das rituelle Opfer in Durkheims Religionssoziologie
Die Geburt der Gesellschaft aus dem Taumel der Ekstase. Das rituelle Opfer in Durkheims Religionssoziologie
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