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    Moritz Cantor und die krumme Linie des Archytas von Tarent

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    Das Problem der Verdoppelung eines Würfels (bzw.: das Delische Problem) gehört neben denen der Quadratur des Kreises und der Winkeldreiteilung zu den knapp 2500 Jahre alten sog. "drei berühmten klassischen Problemen der Antike". Diese Probleme wurden erst im 19. Jh. gelöst, und zwar sämtlich negativ. Befreit man sich von der Einschränkung, eine Lösung mittels Zirkel und Lineal suchen zu wollen, so findet man für alle drei Probleme geeignete Hilfsmittel, die jeweils zu Lösungen führen. Die Geschichte der Mathematik bietet hierfür eine Fülle reizvoller, verschiedenartiger Lösungsversuche bzw. Lösungen, und zwar bereits in der griechischen Antike. Dieses wird im vorliegenden Beitrag exemplarisch für das Delische Problem erläutert, wobei der Weg gewählt wird, einen historischen Sekundärtext zu analysieren, nämlich Auszüge aus dem ersten Band der "Vorlesungen über Geschichte der Mathematik" von Moritz Cantor. Zugleich soll an der Auswahl dieser Textstellen exemplarisch deutlich werden, dass solche Quellentexte Grundlage für eine entsprechende eigentätige Analyse durch Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht der gymnasialen Oberstufe sein können

    Neue Medien und (Allgemein-)Bildung - dargestellt am Beispiel des Mathematikunterrichts

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    Im vorliegenden Beitrag wird der Standpunkt eingenommen, dass die Neuen Medien nicht nur als methodisches Hilfsmittel in Lehr-Lern-Prozessen eine Rolle spielen (sollten), sondern dass sie vor allem allgemeinbildungsrelevant sind: Hierin zeigt sich eine wichtige Bildungsaufgabe für die Schule insgesamt, und zwar im Rahmen einer Integrativen Medienpädagogik, bei der im Prinzip alle Unterrichtsfächer (fach-)spezifische Beiträge zum Verständnis der gesellschaftlich bedeutsamen Neuen Medien leisten können - spezifisch sowohl bezüglich der Verwendung als Unterrichtsmittel (und zwar auch im Rahmen multimedial gestützter Lehr- und Lernprozesse) als auch bezüglich der analysierenden und reflektierenden Betrachtung der Neuen Medien im jeweiligen Fachunterricht - in deren Auftreten und Bedeutung außerhalb der Schule! Dieses Anliegen wird exemplarisch für den Mathematikunterricht erläutert, und zwar am Beispiel des Funktionsbegriffs, denn beim Einsatz von Funktionenplottern kann der "Computer als Täuscher" erscheinen. Das hierfür verantwortliche "Aliasing" lässt sich im Mathematikunterricht entzaubern, womit sowohl ein Beitrag zur Medienkunde als auch zur Medienerziehung geleistet wird - denn: Bildung ist das Paradies (Walther Ch. Zimmerli)

    Mathematikunterricht und Neue Medien — oder: Bildung ist das Paradies!

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    Technikeinsatz im Unterricht ist kein didaktischer Selbstzweck, der bereits allein durch die Technikverfügbarkeit legitimiert ist, sondern vielmehr gilt mit Walther Ch. Zimmerli: ,,Bildung ist das Paradies!" So kann und darf es nicht allein darum gehen, leistungsfä- hige neue Geräte und Software als methodischen Kristallisationskeim für neuartige Aufgaben zu entwickeln, sondern die Neuen Medien sind auch inhaltlich unter dem Aspekt der Allgemeinbildung zu sehen: Zwar werden die Neuen Medien sicherlich im künftigen Mathematikunterricht unter dem Werkzeugaspekt eine wichtige (und wohl auch selbstverständliche!) Rolle spielen (insbesondere Computeralgebrasysteme und Dynamische Geometriesysteme), ferner werden sie sich zu einem selbstverständlichen Werkzeug bei der Informationsbeschaffung und -darstellung mittels Internet entwickeln - und die künftige Bedeutung ,,intelligenter Lernprogramme" bleibt abzuwarten. Allerdings wäre eine ausschließllich bezüglich solcher Einsatzmöglichkeiten der Neuen Medien geführte didaktische Diskussion einseitig, weil diese nur die Mediendidaktik beträfe und zugleich andere wichtige medienpädagogische Aspekte unberücksichtigt blieben! Stattdessen ist in einem umfassenderen Ansatz eine Integrative Medienpädagogik angebracht: Bei diesem normativen Begriff hat das Attribut ,,integrativ" eine zweifache Qualität: Zum einen sind alle drei Aspekte der Medienpädagogik - nämlich Mediendidaktik, Medienerziehung und Medienkunde - bei Planung, Durchführung und Evaluation von Unterricht nicht losgelöst voneinander zu berücksichtigen. Und zum anderen kann eine so verstandene Medienpädagogik (bei Bezug auf die Neuen Medien) wegen der Komplexität des Gegenstandes nicht von einem Unterrichtsfach allein übernommen werden, auch nicht vom Fach Informatik ñ vielmehr sind im Prinzip alle Unterrichtsfächer mit je spezifischen Ansätzen gefordert. Und in einem so verstandenen Konzept integrativer Medienpädagogik kann und muss auch der Mathematikunterricht Bildungsaufgaben zu jedem dieser drei Teilbereiche der Medienpädagogik wahrnehmen. Dieses soll am Beispiel des Funktionsbegriffs demonstriert werden

    "Vernetzung" als Bildungsanspruch?

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