1,721,009 research outputs found
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Identifizierung neuer Oberflächenmarker auf mesenchymalen Stromazellen aus dem Knochenmark
Mesenchymale Stammzellen (MSC) werden als nicht-hämatopoetische, plastikadhärente, sich selbst erneuernde Zellen definiert. Sie sind in der Lage, sich in Fett, Knochen und Knorpel zu differenzieren und besitzen vielfältige immunmodulierende Eigenschaften. Daher sind sie von äußerstem klinischem Interesse im Rahmen von zellbasierte Therapien und im Bereich des “Tissue engineering”. Die meisten Informationen über MSC stammen aus Untersuchungen von mittels Plastikadhärenz isolierten, zuvor kultivierten Zellen, jedoch sind Studien, die die in vivo-Eigenschaften von MSC erforschen, auf dem Vormarsch. Noch immer ist wenig über den Phänotyp frisch isolierter MSC bekannt, da sie insgesamt nur einen sehr geringen Anteil der z.B. aus Knochenmark isolierten Zellen ausmachen. In Kultur verändert sich die Expression unterschiedlicher MSC Marker, auch abhängig davon, welches Protokoll jedes einzelne Labor verwendet. In dieser Arbeit wurde daher der Phänotyp von naiven, frisch isolierten, aus menschlichem Knochenmark gewonnenen MSC systematisch untersucht, um neue Oberflächenmarker zu identifizieren, welche eine prospektive Isolation und Charakterisierung von MSC in Zukunft erleichtern. Die Isolation humaner MSC mittels Kollagenaseverdau zerkleinerter Spongiosa wurde standardisiert und mit der herkömmlichen Isolation von MSC aus Knochenmarkaspirat verglichen. Das Vorhandensein bereits bekannter MSC-Marker wie z.B. CD71, CD49a und CD13 wurde bestätigt. Zusätzlich wurde gezeigt, dass frisch aus humanem Knochenmark gewonnene MSC neue Marker wie CD39, CD51 und CD81 exprimieren. Die Expression dieser Marker könnte die prospektive Isolation von MSC signifikant erleichtern, da sie von anderen Knochenmarkzellen wie Leukozyten oder Endothelzellen nicht exprimiert werden. Darüber hinaus kann die Expression von CD39, CD51 und CD81 neue Erkenntnisse über die Eigenschaften von MSC hinsichtlich ihrer entzündungshemmenden Wirkung, ihrer Rolle bei der Zellmigration und Expansion hämatopoetischer Stammzellen oder ihrer Freisetzung therapeutisch wirksamer Exosomen liefern. Zusammenfassend verdeutlicht diese Arbeit durch die Untersuchung des komplexen Phänotyps frisch isolierter humaner MSC aus dem Knochenmark die Veränderungen, die MSC bei der Anwendung in zellbasierten Therapien durchlaufen, und trägt so weiter zum Verständnis der Natur dieser heterogenen Zellpopulation bei
Untersuchung von humanen mononukleären Zellen in Alginat-Gelatine Hydrogel
Background
This study investigated the printing of human peripheral blood mononuclear cells (hPBMCs) into alginate-hydrogel, which was crosslinked via calcium with porcine gelatin. HPBMCs packed in hydrogel may be of interest for the improvement of cell storage and implantation in different tissues. The aim of the study was to evaluate cell analysis of hPBMCs packed in hydrogel as well as comparing two cytometric methods for cell counting (beads vs. “VolSens” technique) using a new flow cytometer. Leucocyte subpopulations in hydrogel scaffolds were analyzed and cell growth after incubation was investigated.
Methods
12 healthy blood donors (11 male and 1 female) underwent plateletpheresis. MNCs
were isolated from LRS chambers (volume approx. 8 ml) and prepared.
The cells were encapsulated in alginate gelatin crosslinked hydrogel (ADA-GEL) matrix. Sodium Citrate (4 % w/v) was added to dissolute the hydrogel. The cell suspension was filtered with filters (Filcons, syringe type 70μm and 100μm). hPBMCs from ADA-GEL compared to hPBMCs of the same donor were analyzed by flow cytometry in a pilot study. The viability of cells printed into ADA-GEL was assessed through life-staining (calcein and DAPI) and fluorescence microscopy. In addition scanning electron microscopy was conducted to evaluate the surface of cell-laden ADA-GEL.
Results
The percentage of leucocyte subpopulations was calculated, because each washing step implies cell losses. Filters with different pore sizes were used to avoid flow cytometer damage. No difference was found with respect to the pore size (70 μm and 100 μm). No significant differences were found between percentage of leucocyte subpopulations regarding additional washing steps with Stain Buffer and phosphate buffered saline comparing printed cell-laden ADA-GEL packages to baseline. No differences were found between the technique of cell count with Beads vs. VolSens for the leucocyte subsets with additional washing procedures.
Finally, the cells survive printing procedures and can be cultivated well.
Conclusions
The quality of leukocyte subpopulation percentages between untreated and in ADA- GEL encapsulated hPBMCs was not significant. With washing steps of hPBMCs, the quality of cytometry results was improved reducing background noise but cells are also removed with the washing solution and cell quantification is impaired by this method. Results indicate that cells are able to proliferate inside alginate hydrogel given the proper conditions.Hintergrund und Ziele
Es wurde ein neues Protokoll zur Analyse von Leukozytensubpopulationen, die in Alginat-Gelatine Hydrogel verpackt sind, entwickelt. Hydrogel wird in der derzeitigen Forschung bereits für verschiedene Zwecke, wie Knorpelverpflanzungen oder Knochenanzucht, benutzt und stellt eine Möglichkeit zur Zelllagerung dar. Diese Studie zeigt erste Ergebnisse einer durchflusszytometrischen Analyse mit dem neuen FACSVerse (Durch- flusszytometer) und vergleicht verschiedene Leukozytensubpopulationen, CD3 Zellen, CD19 B-Zellen, CD19/56 NK-Zellen, NKT-Zellen und CD14 Monozyten, die in Alginat- Gelatine Hydrogel eingebracht wurden. Anschließend erfolgte ein Vergleich der Ergebnisse zwischen nicht-verkapselten und verkapselten Zellen, die mit Natriumzitrat (4 % w/v) versetzt wurden. Weiterhin wurde ein modifiziertes Protokoll, welches zusätzliche PBS- oder Färbepuffer-Waschschritte vor der durchflusszytometrischen Analyse enthält, entwickelt. In diesem Rahmen wurden zwei verschiedene durchflusszytometrische Messmethoden (Beads und „VolSens“) verglichen. Ferner wurde das Wachstumsverhalten nach Zellkultur in Alginat-Gelatine Hydrogel untersucht.
Methoden
12 Blutspender (11 männliche und 1 weibliche) nahmen an diesem Pilotprojekt teil. Die mononukleären Zellen wurden aus LRS-Kammern bzw. -Kegeln (ca. 8 ml Volumeninhalt) durch Thrombozytapherese gewonnen und anschließend aufbereitet. Die hPBMCs (humane mononukleäre Zellen des peripheren Bluts) wurden in Alginat, welches über Calciumionen mit Gelatine zu Hydrogel (ADA-GEL) vernetzt worden ist, eingebracht. Anschließend wurde Natriumzitrat (4 % w/v) benutzt, um das Hydrogel aufzulösen. Die entstandenen zellreichen Lösungen wurden mittels Filter (Filcons, syringe type) der Größen 70 μm und 100 μm filtriert. HPBMCs aus dem ADA-GEL wurden mit unbehandelten hPBMCs des gleichen Spenders mittels Durchflusszytometrie verglichen. Die Beobachtung des Zellwachstums im Hydrogel erfolgte durch Fluoreszenzmikroskopie mit Lebendfärbung (Calcein und DAPI). Zusätzlich wurden rasterelektronenmikroskopi- sche (REM) Aufnahmen angefertigt, um die Oberflächenstruktur der zellbeladenen ADA-GEL Konstrukte zu beurteilen.
Ergebnisse
Für den Vergleich der gedruckten und nicht gedruckten Zellen wurden die prozentualen Anteile der Leukozytensubpopulationen analysiert, da jeder Waschschritt einen Zellver- lust zur Folge hat. Insgesamt ist durch die Präparation von einem Zellverlust von ca. 60% der Ausgangskonzentration auszugehen. Es wurden Filter benutzt, um für das Durchflusszytometer potentiell schädliche Gelrückstände zu entfernen. Der Vergleich der unterschiedlichen Porengrößen (70 und 100 μm) zeigte keinen signifikanten Unterschied zwischen den einzelnen Zellpopulationen im Vergleich zu den Ausgangswerten. Ebenfalls konnte kein signifikanter Unterschied bei Vergleich der durchflusszytometrischen Messtechniken Beads- und VolSens-Technik mit Färbepuffer und PBS gefunden werden. Im Verlauf der Zellkultur mononukleärer Zellen in Alginat-Gelatine Hydrogel konnten noch nach 12 Tagen Zellkultur vitale Zellen nachgewiesen werden.
Praktische Schlussfolgerungen
Es ergab sich kein signifikanter Unterschied beim Vergleich von in Alginat-Gelatine Hydrogel verkapselten Zellen zu deren Ausgangswert hinsichtlich des prozentualen Anteils der Leukozytensubpopulationen. Weitere Waschschritte konnten die Qualität der durchflusszytometrischen Messungen verbessern, wobei aber die absolute Zellzahl verringert wurde. Die Untersuchung der Vitalität der Zellen im Hydrogel zeigte, dass der Druckvorgang zwar die Zellzahl verringert, sich aber dennoch mononukleäre Zellen im Hydrogel kultivieren lassen
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Einsatz von Rekonvaleszentenplasma bei schwerem akutem respiratorischem Atemnotsyndrom durch SARS-CoV-2: Eine randomisiert-kontrollierte multizentrische Studie. IPCO-Trial.
Hintergrund und Ziele. Virale Erkrankungen wie Covid-19 können zu schweren Lungen- und Multiorganversagen führen. Eine passive Immunisierung mit Rekonvaleszentenplasma konnte Mortalität sowie den Verlauf der Erkrankungsschwere signifikant verbessern. Es existieren jedoch keine mechanistischen Daten zu unmittelbaren, klinischen Auswirkungen.
Methoden. Wir führten eine multizentrische, prospektive, randomisiert kontrollierte Phase 2b Studie an Patienten mit einem SARS-CoV-2-induziertem akutem respiratorischem Atemnotsyndrom (ARDS) durch, um unmittelbare klinische Effekte der Therapie mit Rekonvaleszentenplasma zu untersuchen. Die Patienten wurden innerhalb von 72 h nach endotrachealer Intubation randomisiert. Sie erhielten entweder Rekonvaleszentenplasma plus Standardtherapie oder Standardtherapie alleine. Der primäre Endpunkt war definiert als Veränderung der SOFA-Werte von Beginn der Studie bis zum Tag 8. Sekundäre Endpunkte waren der Einfluss der Therapie auf klinische und experimentelle Biomarker. Die SOFA-Werte wurden bis zum Tag 11 täglich erhoben, gefolgt von den Tagen 15, 22, 29 und 61. Aus ethischen Gründen wurde Rekonveleszentenplasma als Rescue-Therapie auch in der Kontrollgruppe verabreicht, wenn sich diese Patienten an den Tagen 5 bis 8 klinisch verschlechterten.
Ergebnisse und Beobachtungen. 53 Patienten wurden zwischen dem 21. Januar 2021 und dem 31. Mai 2022 randomisiert. 26 Patienten erhielten Rekonvaleszentenplasma, 27 Patienten die Standardtherapie. Die SOFA-Werte unterschieden sich hochsignifikant zwischen beiden Gruppen an den Tagen 3 bis 6 (p<0.001), aber nicht an Tag 8 (p=0.26). Der primäre Endpunkt war positiv für die Subgruppen, die mit dem Wildtyp oder der Alphavariante infiziert waren. Sekundäre Endpunkte wie der Horowitz-Index, SOFA-Einzelwerte für Hämodynamik und Nierenfunktion verbesserten sich signifikant nach der Plasmagabe (p<0.05). Die Rescue-Therapie führte zu einer signifikanten Verbesserung des Horowitz-Index (p<0.05). Die Transfusionen wurden ohne Häufung unerwünschter Nebenwirkungen durchgeführt.
Schlussfolgerungen und Diskussion. Die Therapie mit Rekonvaleszentenplasma verbesserte Organdysfunktionen unmittelbar, jedoch zeitlich limitiert. Daher könnte eine repetitive Gabe von Rekonvaleszentenplasma die klinische Überlegenheit gegenüber einer Standardtherapie weiter untermauern
Eine explorative Studie zur Identifizierung prothrombotischer Varianten bei Patienten mit Sinusvenenthrombosen unter Verwendung von Next Generation Sequencing
Prothrombotic hereditary risk factors for cerebral vein thrombosis (CVT) are of clinical interest to better understand the underlying pathophysiology and stratify patients for the risk of recurrence. This study explores prothrombotic risk factors in CVT patients. An initial screening in patients of the outpatient clinic of the Department of Transfusion Medicine and Hemostaseology of the University Hospital Erlangen, Germany, revealed 183 patients with a history of CVT. An initial screening identified a number of common prothrombic risk factors, including Factor V Leiden (rs6025) and Prothrombin G20210A (rs1799963). All patients without relevant findings (58 individuals) were invited to participate in a subsequent genetic analysis of 55 relevant genes using next-generation sequencing (NGS). Three intron variants (ADAMTS13: rs28446901, FN1: rs56380797, rs35343655) were identified to occur with a significantly higher frequency in the CVT patient cohort compared to the general European population. Furthermore, the combined prevalence of at least two of four potentially prothrombic variants (FGA (rs6050), F13A1 (rs5985), ITGB3 (rs5918), and PROCR (rs867186)) was significantly higher in the CVT subjects. The possible impact of the identified variants on CVT is discussed.1. ZUSAMMENFASSUNG
1.1. HINTERGRUND UND ZIELE
Prothrombotische hereditäre Risikofaktoren für Sinus- und Hirnvenenthrombo-sen (CVT) sind von klinischem Interesse, um die zugrunde liegende Pathophysiologie besser zu verstehen und die Patienten hinsichtlich des Risikos ei-nes erneuten Auftretens zu stratifizieren und damit die Behandlung individuell abzustimmen. Varianten, wie die in Europa häufige Faktor-V-Mutation Typ Leiden (F5LM, rs6025) und die Prothrombin-Mutation G20210A (F2M, rs1799963), sind Beispiele für bekannte thrombophile Varianten, die regelhaft Bestandteil eines Thrombophilie-Screenings sind. Ziel dieser Arbeit war die Suche und Identifikation weiterer prothrombotischer Varianten mittels Next-Generation-Sequencing (NGS), die das Entstehen einer CVT begünstigen könnten und im üblichen Thrombophilie-Screening nicht erfasst werden.
1.2. METHODEN
In der vorliegenden, monozentrischen und explorativen Studie sequenzierten wir 55 gerinnungsrelevante Gene von Patienten, die bereits eine Sinusvenenthrombose er-litten hatten, mittels NGS auf Einzelnukleotidpolymorphismen (SNP) bzw. Genveränderungen wie Punktmutationen, Deletionen oder Insertionen, die mit dem Auftreten der CVT assoziiert sein könnten. Von Interesse waren dabei sowohl bekannte thrombophile Varianten, die insgesamt selten vorkommen, als auch Varianten, die aktuell nicht in einem gesicherten Zusammenhang mit einer Thrombophilie stehen. Von 183 Patienten, die sich mit einer CVT in der Vorgeschichte in der Ambulanz der Transfusionsmedizinischen und Hämostaseologischen Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen im Zeitraum von 1999 bis 2021 vorstellten, wurden 49 Patienten von der Sequenzierung ausgeschlossen, da bei diesen bereits eine der bekannten thrombophilen Varianten nachgewiesen werden konnte (F5LM, F2M, Protein-C-Mangel, Pro-tein-S-Mangel, Antithrombin-Mangel und/oder Antiphospholipid-Syndrom). Von den 134 verbleibenden Patienten nahmen nach Aufklärung und Einwilligung 58 Patienten an der Studie teil. Die Varianten erfassten wir in ihrer Häufigkeit bezogen auf die Anzahl der Allele. Um die Prävalenz der identifizierten Varianten in der Studienpopulation mit der Allgemeinbevölkerung zu vergleichen, wurde die NCBI-Datenbank für Ge-notypen und Phänotypen, Release 2, (dbGaP) herangezogen. Die Häufigkeiten der Varianten in der Studienpopulation und in der europäischen Bevölkerung wurden mit dem Test auf gleiche oder gegebene Proportionen (prop.test1) verglichen.
1.3. ERGEBNISSE UND BEOBACHTUNGEN
Von den insgesamt 843 Varianten zeigten 141 gegenüber der europäischen Bevölkerung eine statistisch signifikante Verteilungsdiskrepanz (p < 0,05). Wir stellten fest, dass insbesondere drei Intron-Varianten (ADAMTS13: rs28446901, FN1: rs56380797, rs35343655) in der Patientenkohorte im Vergleich zur europäischen Allgemeinbevölkerung deutlich häufiger vorkommen. Außerdem war die Prävalenz der Kombinationen von mindestens zwei von vier potenziell prothrombotischen Varianten (FGA (rs6050), F13A1 (rs5985), ITGB3 (rs5918) und PROCR (rs867186) bei den CVT-Patienten nicht nur signifikant höher als im Schnitt der Mitteleuropäer, sondern auch höher als die anzunehmende Prävalenz, die nach Berechnung auf Grund der tatsächlichen Frequenz dieser vier Varianten innerhalb der Studienpopulation zu erwarten gewesen wäre. Manche Varianten kamen in der CVT-Gruppe auch seltener vor als in der Vergleichsgruppe. Ein protektiver Effekt dieser Varianten ist vorstellbar.
1.4. SCHLUSSFOLGERUNGEN
In der Analyse der Daten aller CVT-Patienten bestätigte sich zunächst die erhöhte Prävalenz der bekannten, häufigen, hereditären Thrombophilie-Varianten. Auffällig war die Häufung weiterer Varianten sowie die unerwartet hohe Prävalenz ausgewählter Kombinationen von potentiell prothrombotischen Varianten, deren mögliche Auswirkungen noch diskutiert werden müssen. Diese monozentrische Studie untersuchte den Wert eines zweistufigen Ansatzes zur Beurteilung von Patienten mit einer CVT-Anamnese im Hinblick auf prothrombotische Varianten. Es sind weitere Studien mit größeren Kohorten erforder-lich, um die Hypothesen zu bestätigen, die auf den Ergebnissen dieser Studie basieren
Verbrauch von gerinnungsaktiven Blutprodukten bei Kindern und Jugendlichen am Universitätsklinikum Erlangen in den Jahren 2009 bis 2021
Hintergrund:
Es ist inzwischen bekannt, dass der Verbrauch von Blutkomponenten im Er-wachsenenalter rückläufig ist, hauptsächlich aufgrund etablierter frühzeitiger aggressiver Maßnahmen zur Wiederherstellung ausreichender Hämostase-kapazität bei intensivpflichtigen Patienten sowie bei Polytrauma, Schock und Sepsis. Allerdings gibt es bezüglich des Verbrauchs von Blutkomponenten und besonders von gerinnungsaktiven Plasmaderivaten bei Kindern und Ju-gendlichen nur begrenzte Daten in der Fachliteratur. Unbekannt ist bisher, inwieweit vorliegende wissenschaftliche Daten das Transfusionsverhalten bei Kindern und Jugendlichen im zeitlichen Verlauf tatsächlich verändern.
Methoden und Material:
In dieser retrospektiven Studie wurde die Entwicklung des Verbrauchs von Thrombozytenkonzentraten (TK), gefrorenem Frischplasma (GFP) und der ge-rinnungsaktiven Plasmaderivate Fibrinogenkonzentrat und PPSB bei Kindern und Jugendlichen am Universitätsklinikum Erlangen von 2009 bis 2021 un-tersucht. Dabei wurden die verabreichten Blutprodukte den Hauptdiagnose-kategorien (MDCs) und den abgerechneten Basis-DRGs der behandelten Pa-tienten zugeordnet. Die Daten wurden aus dem Data Warehouse (IBM Cog-nos) bezogen, in dem Daten aus dem Blutbanksystem BBV4, den Apothe-kensystemen 3W-APO und seit 2010 Amondis sowie fallbezogene Daten aus SAP-ISH aggregiert und verknüpft werden können.
Ergebnisse:
Im Zeitraum von 2009 bis 2021 zeigte sich ein Rückgang des Verbrauchs von gefrorenem Frischplasma (GFP) um rund 57 %. Im Gegensatz dazu gab es eine enorme Zunahme im Verbrauch von PPSB um etwa 734 % und von Fib-rinogen um etwa 2.000 %. Der Verbrauch von Thrombozyten blieb relativ stabil. Die Veränderungen im Verbrauch von GFP sowie die Zunahme bei PPSB und Fibrinogen betrafen vor allem Fälle der pädiatrischen Intensivme-dizin und der Kinderherzchirurgie.
Schlussfolgerungen:
Die Auswertung der Transfusion der gerinnungsaktiven Blutkomponenten Thrombozytenkonzentrat und gefrorenes Frischplasma sowie der gerin-nungsaktiven Plasmaderivate Fibrinogenkonzentrat und PPSB an Kinder und Jugendliche am Universitätsklinikum Erlangen im Zeitraum 2009 bis 2021 zeigt Trends und Veränderungen, die den sich ändernden Hämothera-piegewohnheiten bei Erwachsenen bemerkenswert parallel laufen. Dies steht in Übereinstimmung mit der wissenschaftlichen Datenlage, die allerdings nur teilweise bei Kindern und Jugendlichen erhoben wurde. Daher ist auch von der Übertragung sich ändernder Transfusionsgepflogenheiten bei Erwachse-nen auf das Vorgehen bei Kindern und Jugendlichen auszugehen
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Stammzellapheresen bei pädiatrischen Patienten und im Geschlechtervergleich: Einflussfaktoren auf das Sammelergebnis
1.2.1 Background and Goals
The collection of peripheral blood cells has meanwhile become the clinical
standard for harvesting stem cells although the procedure itself is relatively new. Within
the scope of this thesis different groups of donations were compared to find
differences, males and females, as well as allogenic, autologous, and paediatric
donors. Furthermore, parameters that wield influence on the target value of aphaeresis,
i. e. the collection efficiency or collection result, were determined.
1.2.2 Methods
Altogether, 1.220 cases, which have been collected in the area of Erlangen
since 2001, were analysed with SPSS. For every parameter the descriptive statistics
were calculated, followed by the determination of correlations with the collection
efficiency. For significant correlations, causal influences on the efficiency were
computed.
1.2.3 Results and Observations
Differences between both genders were found for all cells preapheresis and
postapheresis except for erythrocytes (thrombocytes postapheresis p = 0,002, all
others p < 0,001), for difference oft thrombocytes (p = 0,001), for difference of
leukocytes (p = 0,016), for stem cells in concentrate (p = 0,001) and after defrosting
(p = 0,002). No differences in the mobilisation of CD34-positive cells between women
and men were determined.
For all cells and differences of cells except the difference of leukocytes significant
differences between the various types of donation were found (all p < 0,001), as well
for the vitality of preapheresis leukocytes (p = 0,011), for leukocytes in concentrate
(p = 0,012) and after defrosting (p = 0,016) and for the vitality of preapheresis stem
cells (p = 0,026) and after defrosting (p < 0,001).
The collection efficiency was significant lower for paediatric donors than for autologous
donors (p < 0,001). A difference between paediatric and allogenous donors wasn´t
found (p = 0,131).
Relevant correlations from the collection efficiency with the type of donation
(p = 0,024), age (p < 0,001), separation volume (p < 0,001), separation time
(p < 0,001), all cells preapheresis und postapheresis (MNC postapheresis p = 0,010,
stem cells preapheresis p = 0,039, stem cells postapheresis p = 0,002, all others
p < 0,001) and with leukocytes (p = 0,021) and mononuclear cells in concentrate
(p = 0,007) were determined.
A analysis of regressions regarding the collection efficiency showed positive
correlations for age (p < 0,001), separation volume (p < 0,001), separation time
(p < 0,001), concentrate volume (p = 0,001), ACD-volume (p < 0,001), differences of
erythrocytes (p = 0,044), MNC preapheresis und postapheresis (p < 0,001), stem cells
postapheresis (p = 0,002) and for the vitality of stem cells after defrosting (p = 0,005).
Negative regressions were found for erythrocytes, thrombocytes and leukocytes
preapheresis and postapheresis (all p < 0,001) and for leukocytes in concentrate
(p = 0,023). The preapheresis leukocytes predicted the efficiency for the overall
collective (f = 0,37) and both genders (female f = 0,45, male f = 0,35) best. In contrast
separation time was the decisive factor for the different types of donation (allogenous
f = 0,36, autologous f = 0,37, paediatric f = 0,22).
1.2.4 Conclusions
A differentiation between the two genders is not necessary; also the identified
difference between paediatric and autologous donors shows only a weak strength of
effect. Therefore, a distinction in the various groups of donation seems to be
unnecessary. Leucocytes increase during mobilisation and administration of G-CSF.
Due to the inverse correlation of leucocytes before apheresis with the collection
efficiency, a baseline value of white blood cells as low as possible with a high
percentage of stem cells would be preferable. The collection rate showed no
correlation with the collection efficiency, therefore a smaller collection rate can safely
be used without losses in the collection efficiency.1.1.1 Hintergrund und Ziele
Die Sammlung peripherer Stammzellen aus dem Blut stellt mittlerweile den
klinischen Standard zur Gewinnung von Stammzellen dar, obwohl es sich um ein recht
junges Verfahren handelt. Im Rahmen dieser Arbeit wurden verschiedene
Spendergruppen miteinander verglichen, zum einen Männer und Frauen, zum anderen
allogene, autologe und autolog-pädiatrische Spender, um herauszufinden, ob es
Unterschiede zwischen den Kategorien gibt. Zudem wurde versucht, Parameter zu
ermitteln, die einen Einfluss auf den letztendlichen Zielwert der Apherese, i. e. die
Sammeleffizienz bzw. die „Ausbeute“ an Stammzellen, haben.
1.1.2 Methoden
Insgesamt wurde ein 1.220 Fälle umfassender Datensatz, der seit 2001 im
Raum Erlangen gesammelt wurde, mittels SPSS analysiert. Dabei wurde zuerst für alle
Parameter eine deskriptive Statistik berechnet, anschließend erfolgte die Ermittlung
von Korrelationen mit der Sammeleffizienz. Für signifikante Zusammenhänge wurden
im nächsten Schritt kausale Einflüsse auf die Effizienz errechnet.
1.1.3 Ergebnisse und Beobachtungen
Es fanden sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern für alle Zellen vor
und nach der Spende außer für Erythroyzten (Thrombozyten nach der Spende
p = 0,002, sonst p < 0,001), für die Thrombozytendifferenz (p = 0,001), für die
Leukozytendifferenz (p = 0,016), sowie für die Stammzellen im Konzentrat (p = 0,001)
und nach dem Auftauen (p = 0,002). Ein Unterschied in der Mobilisierung CD34-
positiver Zellen konnte zwischen den Geschlechtern nicht ermittelt werden.
Für alle Zellen und Zelldifferenzen außer der Leukozytendifferenz konnten signifikante
Unterschiede (alle p < 0,001) zwischen den Spenderarten eruiert werden, ebenso für
die Vitalität der Leukozyten vor der Spende (p = 0,011), im Konzentrat (p = 0,012) und
nach dem Auftauen (p = 0,016) und für die Vitalität der Stammzellen vor der Spende
(p = 0,026) und nach dem Auftauen (p < 0,001).
Die Sammeleffizienz war bei pädiatrischen Spender signifikant niedriger als bei der
autologen Gruppe (p < 0,001). Im Vergleich mit allogenen Spendern fand sich kein
Unterschied (p = 0,131).
Es fanden sich relevante Korrelationen der Sammeleffizienz mit der Art der Spende
(p = 0,024), Alter (p < 0,001), Separationsvolumen (p < 0,001), Separationszeit
(p < 0,001), allen Zellen vor und nach der Spende (MNC nach der Spende p = 0,010,
Stammzellen vor der Spende p = 0,039, Stammzellen nach der Spende p = 0,002,
sonst p < 0,001) und mit den Leukozyten (p = 0,021) und mononukleären Zellen im
Konzentrat (p = 0,007).
In der Regressionsanalyse, bezogen auf die Sammeleffizienz, zeigten sich positive
Zusammenhänge für Alter (p < 0,001), Separationsvolumen (p < 0,001),
Separationszeit (p < 0,001), Konzentratvolumen (p = 0,001), ACD-Volumen
(p < 0,001), Erythrozytendifferenz (p = 0,044), MNC vor und nach der Spende
(p < 0,001), Stammzellen nach der Spende (p = 0,002) und Vitalität der Stammzellen
nach dem Auftauen (p = 0,005). Negative Regressionen zeigten sich für die
Erythrozyten, Thrombozyten und Leukozyten jeweils vor und nach der Spende
(allesamt p < 0,001), sowie für die Leukozyten im Konzentrat (p = 0,023). Im
Gesamtkollektiv sowie für die beiden Geschlechter waren die Leukozyten vor der
Spende die stärkste Einflussvariable (gesamt f = 0,37, weiblich f = 0,45,
männlich f = 0,35), für die einzelnen Spenderarten dagegen die Separationszeit
(allogen f = 0,36, autolog f = 0,37, pädiatrisch f = 0,22).
1.1.4 Schlussfolgerungen
Eine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern ist nicht nötig, und auch der
ermittelte Unterschied zwischen pädiatrischen und autologen Spendern weist lediglich
eine geringe Effektstärke auf. Von daher erscheint eine Unterteilung in die
verschiedenen Spendergruppen als irrelevant. Die Leukozyten steigen mit den
Mobilisierungsschemata über die Gabe von G-CSF an. Aufgrund der inversen
Korrelation der Leukozyten vor der Spende mit der Sammeleffizienz wäre ein möglichst
geringer Ausgangswert an weißen Blutkörperchen bei möglichst hohem Stammzell-
Anteil vor einer Apherese wünschenswert. Eine Korrelation zwischen Sammelrate und
Sammeleffizienz besteht nicht, sodass auch geringere Sammelraten ohne Einbußen
bezüglich der Sammeleffizienz verwendet werden können
- …
