711 research outputs found
Forschungsethische Überlegungen zur biografischen Webpräsenz bei der Triangulation von Biografie- und Diskursanalyse
MP2 - Mathe/Plus/Praxis: Strategien zur Vorbeugung gegen Studienabbruch
Die Grundlagenfächer, und dabei insbesondere die Mathematik, stellen in den Ingenieurwissenschaften für eine große Gruppe von Studierenden eine scheinbar unüberwindliche Hürde dar. Im Projekt MP2 – Mathe/Plus/Praxis wurden an der Fakultät für Mathematik der Ruhr-Universität Bochum Maßnahmen entwickelt und erprobt, um hohen Durchfallquoten und unnötigem Studienabbruch in der Studieneingangsphase der Ingenieurwissenschaften entgegenzuwirken. Die Ausgestaltungen der beiden Teilprojekte MathePlus und MathePraxis, die bisherigen Evaluationsergebnisse sowie aktuelle Weiterentwicklungen werden näher vorgestellt.
10.11.2014 | Herold Dehling, Eva Glasmachers, Birgit Griese, Jörg Härterich & Michael Kallweit (Bochum
Review: Birgit Schreiber (2006). Versteckt. Jüdische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und ihr Leben danach
Birgit SCHREIBER analysiert in ihrer empirischen Studie Versteckt. Jüdische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und ihr Leben danach fünf autobiographische Stegreiferzählungen. Der Leserin, dem Leser werden unterschiedliche Perspektiven angeboten bzw. nahegebracht: a) die zeitgeschichtliche, politische Dimension des Themas im Hinblick auf die bundesrepublikanische Gesellschaft, b) die (problematischen) Strukturen der Kommunikation zwischen deutschen Jüdinnen/Juden und nichtjüdischen Deutschen (Stichwort: Krisen des Zeugnisgebens), c) ein erzähltheoretischer Blick auf das empirische Material, d) eine psychoanalytisch fundierte Sicht auf die Lebensgeschichten traumatisierter Menschen. In der "multiperspektivischen Anlage" der Untersuchung liegen ihr besonderes, teilweise innovatives Potenzial und zugleich ihre punktuellen Schwachstellen. Einerseits gestaltet sich die Frage nach dem Fokus der Untersuchung problematisch: Ist diese als Beitrag zur Oral History zu verstehen, als narrationsstrukturelle, vorrangig biographietheoretische Arbeit oder als psychoanalytisch orientierte Untersuchung? Andererseits ermöglicht der multiperspektivische Zugang einen sensiblen Umgang mit einer spezifischen Situation der Begegnung und Kommunikation sowie einen besonderen, einfühlsamen Umgang mit empirischen Daten. Darüber hinaus eröffnet die Gemengelage der Perspektiven die Chance zu grundständigen Diskussionen innerhalb der qualitativen Sozialforschung, nicht zuletzt in den Themenfeldern Therapie/Wissenschaft, Forschungsethik und empirisch begründete Typenbildung.In her empirical study, Hidden. Jewish children in National Socialist Germany and their lives afterwards, Birgit SCHREIBER analyses five autobiographical interviews. She presents different perspectives to the reader: a) the contemporary, political dimension of the topic concerning German history and recollection, b) the (problematic) structures of communication between German Jews and non-Jewish Germans (keywords: "crisis of witnesses"), c) a narrative prospect and analysis, and d) a psychoanalytic access of the life stories of traumatized people. Its special potentials—partly innovation and, at the same time, its soft spots—lie in these "multidimensional prospects" of the study. On the one hand, it seems to be unclear where to put the emphasis; is it an Oral-History study, a structural narration, mainly autobiographical work or psychoanalytically substantiated research? On the other hand, the different perspectives allow a sensitive way of dealing with specific forms of communication and meeting and providing a special, empathetic way of analyzing data. Above all, this "mixture" offers the possibility of a wide discussion of basic topics within qualitative research—especially the relation between science and therapy, ethics in research and the construction of an empirically grounded typology.En su estudio empírico, Oculto. Niños judíos en la Alemania Nacional Socialista y sus vidas posteriores, Birgit SCHREIBER analiza cinco entrevistas autobiográficas. Presenta diferentes perspectivas a los lectores: a) la contemporánea, con la dimensión política del tema asociado a la historia alemana y la memoria, b) las estructuras (problemáticas) de la comunicación entre alemanes judíos y no-judíos (palabra clave: "crísis del testigo"), c) una perspectiva narrativa y el análisis y, d) una vertiente psicoanalítica de las historias de vida de las personas trumatizadas. Su principal potencialidad – parcialmente innovadora y, al mismo tiempo, un poco blanda – se encuentran en esas "perspectivas multidimensionales" del estudio. Por un lado, no parece claro dónde situar el énfasis, si en un estudio de Historia-Oral, en una narración estructural, en el trabajo autobiográfico o en la investigación substancialmente psicoanalítica. Y por otro lado, las diferentes perspectivas ofrecen un modo sensitivo de tratar con los específicos modos de comunicación y reunen y proveen un forma especial y empática de análisis de datos. Pero, sobre todo, esa "mezcla" ofrece la posibilidad de debatir ampliamente sobre los tópicos básicos en la investigación cualitativa – especialmente acerca de la relación entre ciencia y terapia, ética en la investigación y la contrucción de una tipología fundamenteda empíricamente
Zur methodischen Verbindung von schriftlichem und mündlichem biographischem Datenmaterial
Im Artikel wird der methodische Umgang mit während des Forschungsprozesses unerwartet auftauchendem schriftlichem autobiografischem Datenmaterial diskutiert. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Tagebuch, das während eines biografisch-narrativen Gesprächs von einer Biografin ohne Vorankündigung zur Hand genommen wurde, um daraus vorzulesen und das Vorgelesene zu kommentieren: Das Tagebuch wurde zum Bestandteil der Erzählpraxis. Bezüglich der Integration dieses neuen Materials in den Analyseprozess wird gegenstandsangemessen dafür plädiert, den Zeitpunkt und die Art und Weise des Auftauchens des Materials im Forschungsprozess bei der Entscheidung für eine triangulierende Methodik einzubeziehen. Des Weiteren wird dargestellt, in welcher Weise die analytische Trennung der erlebten und erzählten Lebensgeschichte der sequentiell und rekonstruktiv verfahrenden biografischen Methode nach Rosenthal als methodologische Heuristik dienen kann, um das schriftliche autobiografische Material als Datenquelle und als Teil einer Erzählpraxis zu analysieren. Divergenz und Perspektivität als zwei wesentliche Analysegewinne werden fallbezogen illustriert
Zur methodischen Verbindung von schriftlichem und mündlichem biographischem Datenmaterial
Im Artikel wird der methodische Umgang mit während des Forschungsprozesses unerwartet auftauchendem schriftlichem autobiografischem Datenmaterial diskutiert. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein Tagebuch, das während eines biografisch-narrativen Gesprächs von einer Biografin ohne Vorankündigung zur Hand genommen wurde, um daraus vorzulesen und das Vorgelesene zu kommentieren: Das Tagebuch wurde zum Bestandteil der Erzählpraxis. Bezüglich der Integration dieses neuen Materials in den Analyseprozess wird gegenstandsangemessen dafür plädiert, den Zeitpunkt und die Art und Weise des Auftauchens des Materials im Forschungsprozess bei der Entscheidung für eine triangulierende Methodik einzubeziehen. Des Weiteren wird dargestellt, in welcher Weise die analytische Trennung der erlebten und erzählten Lebensgeschichte der sequentiell und rekonstruktiv verfahrenden biografischen Methode nach Rosenthal als methodologische Heuristik dienen kann, um das schriftliche autobiografische Material als Datenquelle und als Teil einer Erzählpraxis zu analysieren. Divergenz und Perspektivität als zwei wesentliche Analysegewinne werden fallbezogen illustriert
Reseña: Birgit Schreiber (2006). Versteckt. Jüdische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und ihr Leben danach [Oculto. Niños judíos en la Alemania Nacional Socialista y sus vidas posteriores]
Birgit SCHREIBER analysiert in ihrer empirischen Studie Versteckt. Jüdische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und ihr Leben danach fünf autobiographische Stegreiferzählungen. Der Leserin, dem Leser werden unterschiedliche Perspektiven angeboten bzw. nahegebracht: a) die zeitgeschichtliche, politische Dimension des Themas im Hinblick auf die bundesrepublikanische Gesellschaft, b) die (problematischen) Strukturen der Kommunikation zwischen deutschen Jüdinnen/Juden und nichtjüdischen Deutschen (Stichwort: Krisen des Zeugnisgebens), c) ein erzähltheoretischer Blick auf das empirische Material, d) eine psychoanalytisch fundierte Sicht auf die Lebensgeschichten traumatisierter Menschen. In der "multiperspektivischen Anlage" der Untersuchung liegen ihr besonderes, teilweise innovatives Potenzial und zugleich ihre punktuellen Schwachstellen. Einerseits gestaltet sich die Frage nach dem Fokus der Untersuchung problematisch: Ist diese als Beitrag zur Oral History zu verstehen, als narrationsstrukturelle, vorrangig biographietheoretische Arbeit oder als psychoanalytisch orientierte Untersuchung? Andererseits ermöglicht der multiperspektivische Zugang einen sensiblen Umgang mit einer spezifischen Situation der Begegnung und Kommunikation sowie einen besonderen, einfühlsamen Umgang mit empirischen Daten. Darüber hinaus eröffnet die Gemengelage der Perspektiven die Chance zu grundständigen Diskussionen innerhalb der qualitativen Sozialforschung, nicht zuletzt in den Themenfeldern Therapie/Wissenschaft, Forschungsethik und empirisch begründete Typenbildung.
URN: urn:nbn:de:0114-fqs0703166In her empirical study, Hidden. Jewish children in National Socialist Germany and their lives afterwards, Birgit SCHREIBER analyses five autobiographical interviews. She presents different perspectives to the reader: a) the contemporary, political dimension of the topic concerning German history and recollection, b) the (problematic) structures of communication between German Jews and non-Jewish Germans (keywords: "crisis of witnesses"), c) a narrative prospect and analysis, and d) a psychoanalytic access of the life stories of traumatized people. Its special potentials—partly innovation and, at the same time, its soft spots—lie in these "multidimensional prospects" of the study. On the one hand, it seems to be unclear where to put the emphasis; is it an Oral-History study, a structural narration, mainly autobiographical work or psychoanalytically substantiated research? On the other hand, the different perspectives allow a sensitive way of dealing with specific forms of communication and meeting and providing a special, empathetic way of analyzing data. Above all, this "mixture" offers the possibility of a wide discussion of basic topics within qualitative research—especially the relation between science and therapy, ethics in research and the construction of an empirically grounded typology.
URN: urn:nbn:de:0114-fqs0703166En su estudio empírico, Oculto. Niños judíos en la Alemania Nacional Socialista y sus vidas posteriores, Birgit SCHREIBER analiza cinco entrevistas autobiográficas. Presenta diferentes perspectivas a los lectores: a) la contemporánea, con la dimensión política del tema asociado a la historia alemana y la memoria, b) las estructuras (problemáticas) de la comunicación entre alemanes judíos y no-judíos (palabra clave: "crísis del testigo"), c) una perspectiva narrativa y el análisis y, d) una vertiente psicoanalítica de las historias de vida de las personas trumatizadas. Su principal potencialidad – parcialmente innovadora y, al mismo tiempo, un poco blanda – se encuentran en esas "perspectivas multidimensionales" del estudio. Por un lado, no parece claro dónde situar el énfasis, si en un estudio de Historia-Oral, en una narración estructural, en el trabajo autobiográfico o en la investigación substancialmente psicoanalítica. Y por otro lado, las diferentes perspectivas ofrecen un modo sensitivo de tratar con los específicos modos de comunicación y reunen y proveen un forma especial y empática de análisis de datos. Pero, sobre todo, esa "mezcla" ofrece la posibilidad de debatir ampliamente sobre los tópicos básicos en la investigación cualitativa – especialmente acerca de la relación entre ciencia y terapia, ética en la investigación y la contrucción de una tipología fundamenteda empíricamente.
URN: urn:nbn:de:0114-fqs070316
Review: Birgit Schreiber (2006). Versteckt. Jüdische Kinder im nationalsozialistischen Deutschland und ihr Leben danach [Hidden. Jewish Children in National Socialist Germany and Their Lives Afterwards]
In her empirical study, Hidden. Jewish children in National Socialist Germany and their lives afterwards, Birgit SCHREIBER analyses five autobiographical interviews. She presents different perspectives to the reader: a) the contemporary, political dimension of the topic concerning German history and recollection, b) the (problematic) structures of communication between German Jews and non-Jewish Germans (keywords: "crisis of witnesses"), c) a narrative prospect and analysis, and d) a psychoanalytic access of the life stories of traumatized people. Its special potentials—partly innovation and, at the same time, its soft spots—lie in these "multidimensional prospects" of the study. On the one hand, it seems to be unclear where to put the emphasis; is it an Oral-History study, a structural narration, mainly autobiographical work or psychoanalytically substantiated research? On the other hand, the different perspectives allow a sensitive way of dealing with specific forms of communication and meeting and providing a special, empathetic way of analyzing data. Above all, this "mixture" offers the possibility of a wide discussion of basic topics within qualitative research—especially the relation between science and therapy, ethics in research and the construction of an empirically grounded typology.
URN: urn:nbn:de:0114-fqs070316
Biografische Identität und Objektive Hermeneutik: Methodologische Überlegungen zum narrativen Interview
Silkenbeumer M, Wernet A. Biografische Identität und Objektive Hermeneutik: Methodologische Überlegungen zum narrativen Interview. In: Griese B, ed. Person-Subjekt-Identität?: Gegenstände der Rekonstruktion in der Biographieforschung. Wiesbaden: VS ; 2010: 171-196
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