1,721,093 research outputs found

    Arrhythmien

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    Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis

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    The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed

    Variations on the Author

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    “Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship

    Occurrence of CaHV-1 in dogs with conjunctivitis, keratitis and normal ocular findings

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    Eine wiederkehrende Konjunktivitis und/oder Keratitis, hervorgerufen durch eine Infektion mit dem Caninen Herpesvirus-1 (CaHV-1), stellt für die betroffenen Hunde eine deutliche Einschränkung ihres Wohlbefindens dar. Die Manifestation von einer primären oder wiederkehrenden CaHV-1 Infektion am Auge wird beeinflusst durch das Alter und den Immunstatus des Hundes. Die Konjunktivitis ist das häufigste benannte Symptom im Zusammenhang mit einer CaHV-1 Infektion. Sie kann einzeln auftreten oder mit anderen Symptomatiken oder Hornhautläsionen einhergehen (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009b, Ledbetter et al., 2009c, Malone et al., 2010). Es können sowohl ulzerative, als auch nicht ulzerative Keratitiden auftreten (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009c, Ledbetter et al., 2009d, Malone et al., 2010). Durch CaHV-1 verursachte korneale Ulzera betreffen die Oberfläche der Kornea, sie sind lokal in einer Gruppe begrenzt oder linear angeordnet (Ledbetter et al., 2009c) und können punktförmig, dendritisch oder geografisch aussehen (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009c, Malone et al., 2010). In dieser prospektiven Multizenterstudie wurden gesunde Hunde, Hunde mit Konjunktivitis und Hunde mit Keratitis deutschlandweit ophthalmologisch untersucht, beprobt und auf das Vorhandensein von dem Caninen Herpesvirus-1 getestet. Ziel der Studie war es, möglichst viele vom Signalement unterschiedliche Hunde deutschlandweit auf das Vorhandensein von CaHV-1 zu testen, um damit Rückschlüsse auf die Bedeutung in Deutschland ziehen zu können. Es wurden Daten zum Alter, dem Geschlecht, dem Gewicht, der Rasse, der Herkunft und dem Sozialleben gesammelt. Zwischen April und November 2018 wurden 133 Hunde für die Studie ophthalmologisch untersucht und anschließend in die Gruppen augengesunde Hunde (n=43), Hunde mit Konjunktivitis (n=46) und Hunde mit Keratitis (n=44) unterteilt. Es wurde mittels Cytobrush Proben aus dem Konjunktivalsack für die PCR gewonnen. Die virologische Untersuchung auf das CaHV-1 war in allen Fällen negativ. In der Studie waren 133 Hunde von 47 unterschiedlichen Hunderassen, mit verschiedenem Signalement und unterschiedlichen sozialen Kontakten vertreten. Insgesamt ist die Infektion mit CaHV-1 als Verursacher von Konjunktivitiden und Keratitiden in Deutschland von geringerer Bedeutung als angenommen.A recurrent conjunctivitis and/ or keratitis, caused by an infection with canine herpesvirus-1 (CaHV-1), represents a significant limitation of well-being for the affected dogs. The clinical appearance of a primary or recurrent CaHV-1 infection in the eye is depending on age and immune status of the dog. In the literature conjunctivitis is the most common named symptom associated with CaHV-1 infection. It may be single or associated with other symptoms or corneal lesions (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009b, Ledbetter et al., 2009c, Malone et al., 2010). Both ulcerative and non-ulcerative keratitides may occur (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009c, Ledbetter et al., 2009d, Malone et al., 2010). Corneal ulcers caused by the CaHV-1 affect the surface of the cornea. They are locally limited in a group or linearly arranged (Ledbetter et al., 2009c), and may be punctated, dendritic or geographic (Ledbetter et al., 2006, Ledbetter et al., 2009c, Malone et al., 2010). In this prospective multicenter study, healthy dogs, dogs with conjunctivitis and dogs with keratitis were nationwide opthalmologically examined, sampled and tested for the presence of canine herpesvirus-1. The aim of the study was to test as many dogs as possible in Germany from different signalement for the presence of CaHV-1 in order to draw conclusions about their importance in Germany. Data were collected on age, sex, weight, breed, back and social life. Between April and November 2018, 138 dogs were ophthalmologically examined for the study, 133 of the dogs were included and subsequently subdivided into three groups: eyehealthy dogs (n = 43), dogs with conjunctivitis (n = 46) and dogs with keratitis (n = 44). Cytobrush samples were obtained from the conjunctival sac for PCR analysis. The virological examination for CaHV-1 was negative in all cases. The study involved 133 dogs from 47 different dog breeds, with different signalement, backround and social contacts. Overall the infection with CaHV-1 as causative agent of conjunctivitis and keratitis in Germany compared to the US seems to be less important than expected

    Measurements of ACTH in horses with different pain states

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    Schmerz verursacht Stress und führt unter anderem zur Ausschüttung von Stresshormonen sowie zur Aktivierung des sympathischen Nervensystems. Um Schmerzen beim Pferd in ihrer Art und Intensität beurteilen zu können, wird das Verhalten beobachtet, klinische Parameter wie die Herzfrequenz gemessen und oft auch die Blutkonzentrationen von ACTH und/oder Kortisol bestimmt. Für eine möglichst objektive Schmerzevaluierung werden immer neue Methoden getestet. Dabei wird auch die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HFV), die eine nicht-invasive Methode zur Erfassung der Aktivität des autonomen Nervensystems darstellt, als Schmerzparameter diskutiert. Die Pituitary Pars Intermedia Dysfunction (PPID) ist eine endokrine Erkrankung älterer Pferde und Ponys. Durch eine Hyperplasie der Pars intermedia der Hypophyse kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung ihrer Hormone, darunter auch von ACTH. Die Diagnose erfolgt anhand der Messung des basalen ACTH-Wertes oder des TRH-Stimulationstests, bei dem die ACTH-Ausschüttung durch TRH stimuliert wird. Da Schmerz ebenfalls zu einer Sekretion von ACTH führen kann, herrscht unter Tierärzten oft Unsicherheit, ob ein Pferd auf PPID getestet werden kann, wenn dieses an einer schmerzhaften Erkrankung wie z.B. Hufrehe leidet. Ziel der vorliegenden Arbeit war es daher, die Auswirkungen verschiedener Intensitäten und Arten von Schmerz auf die basalen ACTH- und Kortisolwerte sowie den TRH-Stimulationstest bei Pferden ohne PPID zu bestimmen. Es sollte die Frage beantwortet werden, ob Schmerzen zu einer starken Erhöhung der ACTH-Werte führen, sodass es zu einem falsch-positiven Ergebnis bei der PPID-Diagnostik kommen würde. Zusätzlich wurde geprüft, ob sich die Analyse der Herzfrequenzvariabilität (HFV) zur Schmerzbeurteilung eignet. Untersucht wurden 15 schmerzbelastete Pferde, die als ihre eigenen Kontrollen dienten, sobald sie wieder schmerzfrei waren. Die Pferde wurden nach ihrer Erkrankung in drei Krankheitsgruppen eingeteilt (Krankheitsgruppe 1 = Kolik, Krankheitsgruppe 2 = Hufrehe, Krankheitsgruppe 3 = orthopädische Erkrankung). Die Beurteilung der Schmerzintensität wurde anhand einer zusammengesetzten Schmerzskala durchgeführt, die einen allgemeinen Teil sowie spezifische Parameter für die jeweilige Erkrankung enthielt. Im Anschluss erfolgte die Messung von ACTH und Kortisol, vor und nach der intravenösen Applikation von 1 mg TRH. Aus einem angefertigten Kurzzeit-EKG wurden 2-minütige Sequenzen zur frequenzbezogenen Analyse der HFV herausgeschnitten. Mithilfe einer Spektralanalyse wurden die niederfrequente Komponente (low frequency, LF) und die hochfrequente Komponente (high frequency, HF) sowie der Quotient aus LF und HF (LF/HF-Ratio) berechnet. Für alle gemessenen Parameter erfolgte ein Vergleich zwischen Schmerzzustand und Kontrolluntersuchung sowie zwischen verschiedenen Schmerzintensitäten und Krankheitsgruppen. Zudem wurde ein eventueller Einfluss der Schmerzintensität auf die Höhe der verschiedenen gemessenen Werte evaluiert. Die Pferde wiesen gering- bis mittelgradige Schmerzintensitäten auf. Diese führten weder zu einem signifikanten Anstieg der basalen ACTH- und Kortisolkonzentrationen, noch zu einer Beeinflussung des TRH-Stimulationstests. In der deskriptiven Statistik zeigte sich jedoch, dass Schmerz die Wirkung des TRHs auf die ACTH-Ausschüttung tendenziell vermindert. Zwischen den verschiedenen Schmerzintensitäten konnten bezüglich der ACTH- und Kortisolwerte keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden. Die Schmerzintensität hatte somit auch keinen Einfluss auf die Höhe der Stresshormone. Zwischen den verschiedenen Krankheitsgruppen gab es ebenfalls keine signifikanten Unterschiede zwischen ACTH und Kortisol. Lediglich die bei den Pferden mit Kolik im Vergleich zu den anderen Krankheitsgruppen am höchsten gemessenen Kortisol-Basalwerte, erreichten beinahe Signifikanzniveau (p = 0,052). Bezüglich der Parameter der HFV lag nur die LF/HF-Ratio während des Schmerzzustand signifikant höher als bei der Kontrolluntersuchung (p = 0,028). Dies deutet auf eine durch den Schmerz verstärkte Sympathikusaktivität hin. Unterschiede zwischen verschiedenen Schmerzintensitäten oder zwischen den Krankheitsgruppen konnten jedoch für keinen der frequenzbezogenen Parameter festgestellt werden. Auch gab es keine Korrelation mit der Schmerzintensität. Eine Messung des ACTH-Basalwertes und die Durchführung des TRH-Stimulationstests zur PPID-Diagnostik ist somit bei Pferden mit gering- bis mittelgradigen Schmerzen möglich. Dabei sollten die je nach Labor und Jahreszeit variierenden Referenzwerte beachtet werden. Daneben scheint die frequenzbezogene Analyse der HFV beim Pferd kein geeigneter Parameter zur Beurteilung der Schmerzintensität zu sein. Limitationen der Studie waren im Wesentlichen die geringe Patientenanzahl und die nicht bekannten Auswirkungen der verschiedenen, aufgrund der Grunderkrankung verabreichten Medikamente auf die basalen und stimulierten Stresshormone sowie die HFV. Weitere Untersuchungen an einer größeren Anzahl von schmerzbelasteten Pferden ohne vorherige Medikation wären sinnvoll, wenn dies mit dem Wohl der Tiere vereinbar ist. Zudem war dies die erste Studie zu den Auswirkungen von Schmerz auf den TRH-Stimulationstest. Dies sollte weiterhin Gegenstand der Forschung sein. Daneben ist die Etablierung einer standardisierten Methode zur Analyse der HFV beim Pferd nötig, um ihren potenziellen Nutzen in der Schmerzbeurteilung besser evaluieren zu können.Pain causes stress, which leads to the secretion of stress hormones, as well as to the activation of the sympathetic nervous system. To evaluate the type and intensity of pain in horses one observes behavior, measures clinical parameters like heart rate, and often also determines blood concentrations of ACTH and/or cortisol. There is an ongoing effort to find new ways for an objective pain assessment. Analysis of the heart rate variability (HRV) is a non-invasive method to acquire information about the activity of the autonomous nervous system. It is therefore discussed as a parameter for pain assessment. The pituitary pars intermedia dysfunction (PPID) is an endocrine disease of aged horses and ponies. A hyperplasia of the pituitary´s pars intermedia leads to an increased secretion of its hormones, including ACTH. The main tests for diagnosis of PPID are the measurement of basal ACTH and the TRH-stimulation test, where TRH stimulates the secretion of ACTH. Since pain can also lead to elevated concentrations of ACTH, veterinarians are often unsure, whether horses with a painful condition like laminitis can be tested for PPID. The aim of the present study was to evaluate the effects of different intensities and types of pain on the basal concentrations of ACTH and cortisol, as well as the TRH-stimulation test, in horses without PPID. We attempted to answer the question, if pain caused a marked increase of ACTH, which would lead to a false positive result in the diagnosis of PPID. We additionally examined, if the analysis of the HRV was suitable for pain assessment. 15 horses with pain were part of the study. They served as their own controls, as soon as they were pain-free again. The horses were divided into three disease groups, depending on their underlying disease (disease group 1 = colic, disease group 2 = laminitis, disease group 3 = orthopedic problem). A composite pain scale was used to evaluate the intensity of pain. This pain scale contained a general part, as well as specific criteria for every disease. Subsequently, ACTH and cortisol were measured before and after the intravenous application of 1 mg of TRH. From a short-term ECG recording, sequences of two minutes length were used for the frequency domain analysis of the HRV. Using a spectral analysis, the low frequency (LF) and high frequency (HF) domain, as well as the LF/HF-ratio were calculated. All parameters measured during pain were compared to controls and between different pain intensities and disease groups. In addition, a possible influence of different pain intensities on the measured values was evaluated. Horses had low to moderate pain intensities. Those neither led to a significant increase in basal concentrations of ACTH and cortisol, nor did they have an influence on the TRH-stimulation test. Descriptive statistics however revealed that pain might decrease the effect of TRH on the ACTH-secretion. There were no significant differences between different pain intensities, thus pain intensity had no influence on levels of stress hormones. The disease groups showed no differences, either. Although horses with colic had the highest cortisol concentrations compared to the other disease groups, it only almost reached significance (p = 0,052). Regarding the parameters of the HRV, only the LF/HF-ratio was significantly higher in horses with pain (p = 0,028). This is indicative of an increased sympathetic activity because of pain. There were no significant differences between pain intensities or disease groups. A correlation of the HRV with the pain intensity was not evident, either. Thus, measuring the basal ACTH concentration, as well as performing the TRH-stimulation test for the diagnosis of PPID seem to be possible in horses with low to moderate pain. Varying reference values depending on different laboratories and season should be considered. The analysis of HRV, however, does not seem to be a suitable parameter for pain assessment. One of the main limitations of the present study was the small number of patients. Horses were further given different drugs because of their underlying disease, while the effects on the basal and stimulated concentrations of the stress hormones, as well as the HRV, were unknown. Further studies with a greater number of horses suffering from pain, without previous medication, would be useful, if this was compatible with the well-being of the animal. Furthermore, this was the first study on the effects of pain on the TRH-stimulation test. This should be the subject of further research. Standardized protocols for data collection and analysis of HRV should also be established, in order to better evaluate the relevance for pain assessment

    Prospective intervention study for the development of multimodal prevention measures to minimise the risk of nosocomial infections in the equine clinic

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    Nosokomiale Infektionen und die damit einhergehende Problematik der Besiedlung von Patienten mit multiresistenten Erregern (MRE) stellt immer mehr eine ernst zu nehmende Herausforderung sowohl in der Human- als auch in der Veterinärmedizin dar. Gerade in Pferdekliniken haben NI in den letzten Jahren zugenommen, weshalb ein Hygienemanagement zur Prävention von Wundinfektionen eine immer größere Bedeutung bekommt. Pferdekliniken stellen hierbei aufgrund der tierartspezifischen Anforderungen eine besondere Herausforderung dar, während Kleintierkliniken viele Erkenntnisse aus der Humanmedizin übertragen können. Besonders im Zusammenhang mit Wundinfektionen beim Pferd treten die klassischen opportunistischen und zoonotischen Pathogene wie z.B. Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) und Extended Spectrum Beta-Laktamase (ESBL-) produzierende Entereobacteriaceae auf. Vor diesem Hintergrund war es Ziel dieser Arbeit, ein multimodales Hygienemanagement im Zusammenhang mit SOPs zu entwickeln, welches in der Pferdeklinik eine wirksame und umsetzbare Anwendung finden kann und somit zu einer Reduzierung von Wundinfektionen beitragen soll. In dieser Studie wurde bei insgesamt 341 equinen Patienten in den Jahren 2014 und 2015 ein Eingangsscreening mittels nasaler Tupferproben und Kotproben für eine mikrobiologische Untersuchung durchgeführt und ein Status quo der mitgebrachten Keimflora ermittelt. Eingeschlossen wurden alle Patienten die mit der Indikation Kolik (n = 233) oder mit einer offenen Verletzung (n = 108) in der Klinik für Pferde, Allgemeine Chirurgie und Radiologie der Freien Universität Berlin vorstellig wurden. Zusätzlich erfolgte bei allen Verletzungen im Rahmen des Screenings eine Probennahme aus dem Zentrum der Wunde. Das Studiendesign untergliederte sich in drei verschiedene Abschnitte: Untersuchungszeitraum A im Jahr 2014, einer darauffolgenden Intervention und damit verbunden die Einführung der im Untersuchungszeitraum A entwickelten neuen Hygienemaßnahmen in Form von SOPs und anschließend Untersuchungszeitraum B im Jahr 2015. Der Fokus der SOPs für die Intervention wurde dabei auf die Verbesserung der Händehygiene-Compliance gelegt und der Verbrauch an Desinfektionsmitteln in den Untersuchungszeiträumen A und B ermittelt. Zusätzlich wurde in beiden Untersuchungszeiträumen eine aktive Surveillance von postoperativen Wundinfektionen durchgeführt und alle detektierten Infektionen einer mikrobiologischen Folgeuntersuchung unterzogen. Dadurch konnte die Infektionsrate und Belastung mit multiresistenten Erregern (MRE) in den Untersuchungszeiträumen A und B miteinander verglichen werden. Einbezogen wurden zusätzlich verschiedenen Risikofaktoren auf das Erlangen einer Wundinfektion wie die Aufenthaltsdauer, der chirurgische Eingriff und die Inzisionslänge, eine Vorbehandlung mit Antibiotika sowie Alter und Gewicht. Die Auswertungen des Eingangsscreenings zeigten, dass 3,5 % der Patienten bereits mit MRSA bei Einlieferung in die Klinik belastet waren und 10,7 % positiv auf ESBL-produzierende Enterobacteriaceae getestet wurden. Die Abstriche der Wunden zeigten eine Keimbelastung von 3,7 % mit MRSA, 1,9 % mit ESBL-produzierenden Enterobacteriaceaen und 0,9 % mit Acinetobacter baumanii (A. baumanii) bei Aufnahme in die Klinik. Im Rahmen der Studie wurden mehrere Faktoren identifiziert, die das Wundinfektionsrisiko im signifikanten Maße beeinflussten. Die Aufenthaltsdauer erhöhte sich um das Doppelte bei Patienten mit einer Wundinfektion (p = 0,001), ein chirurgischer Eingriff beeinflusste signifikant das Erlangen einer Infektion (p < 0,005) und wies damit verbunden ein 33,7-fach erhöhtes Wundinfektionsrisiko auf. Auch die stationäre Behandlung einerseits (p < 0,005) und die Vorbehandlung mit Antibiotika vor der Kliniküberweisung (p = 0,002) andererseits beeinflussten das Wundinfektionsrisiko. Zudem konnten das Alter (p = 0,006) und das Gewicht (p = 0,0037) als Risikofaktoren ermittelt werden. Insgesamt konnten 42 Infektionen in den Untersuchungszeiträumen A und B detektiert werden, wovon 69 % mit mindestens einem MRE besiedelt waren. Durch die Einführung des zielgerichteten Hygienemanagements und der dazugehörigen SOPs konnte eine deutliche Senkung von Wundinfektionen erzielt werden (p = 0,033). Bei der Indikation Kolik, von denen 48 Patienten einer Laparotomie unterzogen wurden, erlagen im Untersuchungszeitraum A 30 % der Patienten einer Wundinfektion, im Untersuchungszeitraum B nur noch 17,9 %. Bei der Indikation der Verletzungen entwickelten im Untersuchungszeitraum A 31,7 % der Patienten eine Wundinfektion und nur 25 % im Untersuchungszeitraum B. Dies entsprach einer Gesamtabnahme der Infektionsrate um 8,9 % in US B nach Intervention. Zudem sank die Gesamtzahl an MRE in den Folgeuntersuchungen der Wundinfektionen um 9,5 %. Die Haupterkenntnis aus diesen Daten war, dass zielgerichtete Maßnahmen, v.a. die Steigerung der Händehygiene-Compliance, einen großen Einfluss auf die Risikominimierung von Wundinfektionen haben mussten, der Verbrauch an Desinfektionsmitteln stieg in dieser Studie im Untersuchungszeitraum B um 190 % an.Nosocomial infections and the associated problem of colonisation of patients with multi-resistant pathogens (MRP) is becoming an increasingly serious challenge in both human and veterinary medicine. Especially in equine clinics, nosocomial infections have increased in recent years, which is why hygiene management for the prevention of wound infections is becoming increasingly important. Horse clinics represent a special challenge due to the specific requirements of the species, while small animal clinics can transfer many findings from hominid medicine. This is especially true in connection with wound infections in horses, where the classical opportunistic and zoonotic pathogens such as methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) and extended spectrum beta-lactamase (ESBL-) producing Enterobacteriaceae occur. Against this background, the aim of the work was to develop multimodal hygiene management in connection with Standard Operating Procedures (SOPs), which can be applied effectively and practicably in the equine clinic and thus contribute to a reduction of wound infections. In this study, a total of 341 equine patients were screened in both 2014 and 2015 using nasal swab samples and faeces for microbiological examination and a status quo of the microbial flora brought along was determined. All patients with the indication colic (n = 233) or with an open injury (n = 108) were included. In addition, a sample was taken from the center of the wound for all injuries within the scope of the screening. The study design was divided into three different sections: Investigation Period A in 2014, a subsequent intervention and the associated introduction of the new hygiene measures developed in Investigation Period A in the form of SOPs, and then Investigation Period B in 2015. The focus of the SOPs for the intervention was placed on improving hand hygiene compliance and the consumption of disinfectants in Investigation Periods A and B was determined. In addition, an active surveillance of postoperative wound infections was conducted in both study periods and all detected infections were subjected to a microbiological follow-up examination. This made it possible to compare the infection rate and exposure to MRP in Investigation Periods A and B. In addition, various risk factors for acquiring a wound infection were included, such as the length of stay, the surgical procedure and the length of the incision, pre-treatment with antibiotics, age and weight. The evaluations of the initial screening showed that 3,5 % of the patients were already contaminated with MRSA on admission to the clinic and 10,7 % tested positive for ESBL-producing Enterobacteriaceae. The swabs of the wounds showed a germ load of 3,7 % with MRSA, 1,9 % with ESBL and 0,9 % with A. baumanii on admission to the clinic. The study identified several factors that significantly influenced the risk of wound infection. The length of stay was twice as long in patients with a wound infection (p = 0,001), surgical intervention significantly influenced the attainment of infection (p < 0,005) and associated with this, the risk of wound infection was 33,7 times higher. In-patient treatment on the one hand (p < 0,005) and pre-treatment with antibiotics prior to hospitalization (p = 0,002) also influenced the risk. In addition, age (p = 0,006) and weight (p = 0,0037) were determined as risk factors. A total of 42 infections were detected in IP A and IP B, 69 % of them were colonised with at least one MRP. The introduction of targeted hygiene management and the associated SOPs led to a significant reduction in wound infections (p = 0,033). In the indication colic, of which 48 underwent a laparotomy, 30 % of patients in Investigation Period A succumbed to a wound infection, in Investigation Period B only 17,9 %. In the indication of injuries, 31,7 % of patients developed a wound infection in IP A and only 25 % in IP B. This corresponded to an overall reduction in the infection rate of 8,9 % in IP B after intervention. In addition, the total number of MRP in the follow-up examinations of the infections decreased by 9,5 %. The main conclusion to be drawn from this data was that targeted measures, especially increasing hand hygiene compliance, have a major impact on minimizing the risk of wound infections; in this study, the consumption of disinfectants increased by 190 % in Investigation Period B

    Untersuchungen zur Beurteilung der Eisenversorgung von Milchkühen

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    Eisen ist ein essenzielles Spurenelement für Mensch und Tier. Neben der wichtigen Rolle in Transport- und Funktionsproteinen (Hämoglobin und Myoglobin) kommt Eisen zudem eine entscheidende Rolle in enzymatischen Prozessen sowie bei der Bildung von Zytochromen zu. Durch die potenzielle Bildung von reaktiven Sauerstoffradikalen hat Eisen im Stoffwechsel ein toxisches Potential, welches durch die Kontrolle von Aufnahme, Speicherung, Transport, Verteilung und Ausscheidung gezielt reguliert wird. Der Eisenmangel in Form der Eisenmangelanämie steht beim Kalb im Vordergrund. Adulte Rinder zeigen auf Grund von ubiquitär vorkommenden Eisen im Boden, des im Vergleich zum Bedarf ausreichenden Eisengehalts im Futter sowie eines geringen Eisenbedarfs keine primäre Unterversorgung. Vielmehr kommt es häufig zur Eisenüberversorgung. Ursächlich hierfür ist ein hoher Eisengehalt im Futter. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Eisenstoffwechsel von Milchkühen. Zunächst wurde der Eisengehalt von Einzelfuttermitteln und der Gesamtration (TMR) zur Beurteilung der nutritiven Eisenversorgungslage der Milchkuhherden ausgewertet. Danach wurden die Eisenkonzentrationen in verschiedenen diagnostischen Probenmedien (Kot, Blutserum, Blutplasma, Vollblut, Harn, Haare) sowie die Parameter des roten Blutbilds (Hämatokrit, Hämoglobinkonzentration, Erythrozytenzahl), Zusammenhänge zwischen und Einflussfaktoren auf (Untersuchungsjahr, Jahreszeit, Bundesland, Laktationsgruppe) den Eisengehalt in diesen Medien statistisch analysiert. Als Ziel sollten Empfehlungen zur diagnostischen Beurteilung der nutritiven und der metabolischen Eisenversorgungslage von Milchkühen herausgearbeitet werden. Zur Auswertung lagen drei Datensätze vor. Sie wurden im Rahmen der Bestandsbetreuung der Klinik für Klauentiere der Freien Universität Berlin erhoben. Der Probenzeitraum erstreckte sich von 1996 bis 2020. Die Eisenkonzentration wurde in Einzelfuttermittelproben (n = 5263), TMR-Proben (n = 2129), Kotproben (n = 600), Blutserumproben (n = 5990), Blutplasmaproben (n = 1597), Vollblutproben (n = 989), Harnproben (n = 2052), Haarproben (n = 698) mit zertifizierten Methoden analysiert. Zusätzlich wurde in Vollblutproben (n = 5927) der Hämatokrit, der Hämoglobingehalt und die Erythrozytenzahl gemessen. Die Entnahme der Kot-, Blut-, Harn- und Haarproben erfolgte nach einem spezifischen Stichprobenverfahren mit dem Gruppierungsmerkmal Laktationsstatus (frühe Trockenstehperiode = 8 bis 3 Wochen a.p., Vorbereitungsperiode = 3 bis 0 Wochen a.p., 0 bis 1 Woche p.p., 0 bis 5 Wochen p.p., 3 bis 5 Wochen p.p., 15 bis 18 Wochen p.p.). In Abhängigkeit von der Herdengröße wurden vier oder fünf Gruppen pro Bestand beprobt. Analysiert wurden gepoolte Proben von je 10 Kühen pro Gruppe und somit entsprechen die Einzelwerte in den Datensätzen den Mittelwerten der Untersuchungsgruppen. Mit Hilfe des Programms IBM® SPSS Statistics, Version 29.0 wurde mit den Standardverfahren für alle Untersuchungsgrößen die deskriptive Statistik durchgeführt. Die analytische Statistik bezieht Korrelations-, Regressions- und Varianzanalysen ein. Die Kalkulation der Referenzwerte basiert auf dem nichtparametrischen Verfahren über die Berechnung der 2,5-97,5-Interperzentilbereiche. Der Eisengehalt in den analysierten Futtermitteln variierte über den weiten Bereich von 10 bis 36952 mg/kg TS (Median 276 mg/kg TS). In den für die Rationszusammenstellung wichtigen Futtermittelgruppen betrugen die 2,5-97,5-Interperzentilbereiche der Eisenkonzentrationen für Silagen 50 bis 1137 mg/kg TS, Stroh 24 bis 834 mg/kg TS, Getreide 26 bis 902 mg/kg TS, Proteinfuttermittel 53 bis 704 mg/kg TS und für Mineralstoffgemische 575 bis 24792 mg/TS. Grassilagen enthielten eine hohe (Median 415 mg/TS, 2,5%-97,5%-Bereich 125 bis 1561 mg/kg TS), Maissilagen eine moderate (Median 75 mg/kg TS, 2,5%-97,5%-Bereich 40 bis 243 mg/kg TS) Eisenkonzentration. Für die Futterrationsberechnung sind für mengenmäßig relevante Futtermittel nicht Tabellenwerte, sondern die korrekt analysierten Eisenkonzen-trationen heranzuziehen. Eine Eisenergänzung über das Mineralstoffgemisch ist obsolet. In keiner der 2129 TMR-Proben wurde eine Eisenunterversorgung (Bedarf 50 bis 100 mg/kg TS) festgestellt, nur in zwei (= 0,1%) der TMR-Proben lag der Eisengehalt zwischen 50 bis 100 mg/kg TS. Milchkuhrationen sind durch eine Eisenüberversorgung (99,9% der TMR-Pro-ben) gekennzeichnet. Ab einem Eisengehalt von 250 mg/kg TS beginnen negative Effekte der Eisenüberversorgung auf die Tiergesundheit (iron stress). Dieser Wert ist in der praktischen Rationsgestaltung schwer einzuhalten. Als Kompromiss sollte über die gezielte Futtermittel-auswahl die Eisenkonzentration in der Gesamtration unter 400 mg/kg TS bleiben. 687 (= 32%) der TMR-Proben überschritten diesen Grenzwert. Das unterstreicht die Bedeutung der regelmäßigen Überwachung der Eisenversorgung von Milchkuhherden im Rahmen der veterinärmedizinischen Bestandsbetreuung. Die TMR-Analyse kann als Methode der Wahl zur Beurteilung und Kontrolle der nutritiven Eisenversorgungslage empfohlen werden. Neben dem Eisen aus den Einzelfuttermitteln werden auch sekundäre Eiseneinträge (Erd- und Schmutzeintrag aus der Umwelt, Eisenablösungen von technischen Geräten wie dem Mischwagen) erfasst. Alternativ geben Kotanalysen Auskunft zur nutritiven Eisenversorgungslage, wobei zusätzlich zur TMR-Analyse auch die Eisenaufnahme über das Trinkwasser und aus dem Belecken von Gegenständen und dem Fressen von Erde gemessen wird. Zwischen der Eisenkonzentration in TMR- und Kotproben bestand ein hoch signifikanter linearer Zusammenhang (r = 0,667, b = 2,24, n = 544). Blutserum ist ein laboranalytisches Untersuchungsmedium zur Beurteilung der kurzfristigen (Tage) metabolischen Eisenversorgungslage und der Verwendung von Blutplasma und Vollblut vorzuziehen. Allerdings wird die Blutserumeisenkonzentration von verschiedenen Einflussfaktoren signifikant verändert. Ein starker Faktor ist die Untersuchungsgruppe, die den Laktationszeit-punkt repräsentiert. In den ersten 5 Laktationswochen sinken die Eisenkonzentrationen im 7.Zusammenfassung 112 Blutserum (Blutplasma, Vollblut) signifikant als Reaktion auf infektiöse und entzündliche Prozesse. Blutserumproben zur Beurteilung der metabolischen Eisenversorgungslage sind im Zeitraum ab 15 Wochen p.p. bis zur Trockenstehperiode zu entnehmen. Ein vom Laktationsstatus unabhängiger Parameter zur Beurteilung der mittelfristigen (Wochen bis Monate) metabolischen Versorgungslage ist die Eisenkonzentration im Erythrozyten (im Hämatokrit, im Hämoglobin). Dieser neue Parameter bedarf der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung. Das trifft auch für die Eisenkonzentration im Harn zu. Die Ergebnisse sprechen für die Möglichkeit der aussagekräftigen Wiedergabe der metabolischen Eisenüberversor-gung. Der Haaranalyse kommt in der Beurteilung der Eisenversorgung keine Bedeutung zu. Abschließend wurden Referenzbereiche unter Berücksichtigung des Einflusses der Laktationsgruppen kalkuliert

    Computerised Learning Programme of Neurology at the Horse

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    Die neurologische Untersuchung des Pferdes ist ein wichtiger Bestandteil zur Diagnostik und Therapie von verschiedenen Krankheiten in der Pferdepraxis. Ein systematisches Vorgehen und routiniertes Untersuchen erleichtern den komplexen Weg zur Aufklärung neurologischer Erkrankungen. In der vorliegenden Dissertation „Computerbasiertes Lernprogramm der Neurologie des Pferdes“ wird der neurologische Untersuchungsgang am Pferd mittels einer Lernsoftware multimedial zum Selbststudium aufbereitet. Diese Lernsoftware soll dem Studierenden bzw. dem praktizierenden Tierarzt eine Anleitung und praktische Hilfestellung zur Durchführung der neurologischen Untersuchung beim Pferd bieten. Darüber hinaus werden die möglichen weiterführenden Diagnostikmethoden und Therapiemaßnahmen erörtert. Zum besseren Verständnis werden außerdem die Epidemiologie, Ätiologie und Pathogenese der wichtigsten neurologischen Erkrankungen infektiöser und nichtinfektiöser Ursache beschrieben. Die textbasierte Auszeichnungssprache HTML wurde zur Realisierung des Programms verwendet. Durch die Verwendung von Bildern und Videos wurde versucht, dem Benutzer die Thematik besser zu veranschaulichen. Das Programm kann als CD-ROM oder auch online verbreitet werden. In dem Kapitel „Einleitung“ erhält der Benutzer eine Einführung zur Bedienung des Programms und wird unter „Literatur“ auf weiterführende Literatur verwiesen, wenn notwendig. Im nächsten Kapitel wird dem Nutzer Schritt für Schritt die neurologische Untersuchung beim Pferd verdeutlicht. Dazu werden zunächst die wichtigsten anatomischen Grundlagen beim Pferd wiederholt und daran anschließend die verschiedensten Ursachen von neurologischen Problemen und Störungen beim Pferd aufgezeigt. Dann werden die einzelnen Punkte des neurologischen Untersuchungsgangs detailliert aufbereitet und mit den entsprechenden Videos unterstützt. Dieses Kapitel ist unterteilt in „Bewusstsein“, „Verhalten“, „Haltung“, „Gang“, „Haltungs- und Stellreaktionen“, „Kopfnerven“, „Spinale Reflexe“ und „Sensibilität“. Aufbauend darauf werden im nächsten Kapitel die wichtigsten Diagnostikmethoden im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen erläutert. Dazu gehören Röntgen, Liquorpunktion und die Elektrodiagnostik. Zum besseren Verständnis und Wissensgewinn werden auch nochmal die wichtigsten neurologischen Krankheiten wiederholt. Dazu gehören infektiös-entzündliche, traumatisch-mechanische, metabolischtoxische und degenerative Ursachen sowie Anomalien. Unterstützt werden die einzelnen Kapitel durch Videos, in denen die spezifisch beschriebenen neurologischen Ausfallserscheinungen gezeigt werden. Das Programm soll dem Nutzer den neurologischen Untersuchungsgang beim Pferd vermitteln und eine Übersicht des Themenkomplexes „Pferdeneurologie“ bieten. Die großen umfassenden Werke der „Neurologie Pferd“ sind in englischer Sprache verfasst. Bei den deutschsprachig vorhandenen Werken ist es schwierig, einen Überblick zu bekommen. Daher bietet das in dieser Arbeit generierte Lernprogramm einen vielversprechenden Ansatz, um sowohl den Studierenden als auch dem praktizierenden Tierarzt die Durchführung einer neurologischen Untersuchung und der daran anschließenden Diagnosestellung sowie Therapie im Selbststudium zu erlernen.The neurologic examination of the horse is an important tool for the rapid and safe determination of neurologic disorders. However, the correct neurological examination requires some practical experiences in applying the typical manipulations and observations that must be included/performed when undertaking a neurologic examination. Objective of this thesis was to develop a new e-learning program leading trough the of the neurological examination with horses. Here, the final goal of the e-learning program was to teach the practical performance of the neurological examination. This is especially important since equine neurology is just marginally touched within the curriculum of veterinary medicine in Germany. Thus, the availability of a technical device for self-studying the neurological examination would be an advantage for students as well as for the practical veterinarian. From the technical view the general approach was based on HTML player. To better visualize the subject of neurological procedures the software combines the usage of specific pictures and video clips with the theoretical background. For practical usage this e-learning program can be acquired via CD-ROM or as upload-file via internet. The e-learning software starts with a general overview and introduction into the specific layout and control panel of the e-learning program to allow and facilitate easy and quick operating’s within this tool. The element “Literatur” enables a quick overview about the appropriate literature. The following chapters work through the neurological examination of the horse in detail. Here, the user is guided through every step of the neurological examination by describing and illustrating the practical skills. This is then supported by a short recapitulation of the respective anatomical background relevant for equine neurology. In addition, the program is completed by the specific diagnostic tools well-established for neurological disorders. Finally the user gains insights into the most important differential diagnosis of neurological diseases. The combination of practical devices with theoretical background knowledge should result in a complete overview of the neurological examination of the horse. This will facilitate and enable the practical implementation of knowledge in everyday practice. Overall the here presented work is supposed to be a compendium for the practical and theoretical neurology of the horse

    Histomorphological and ultrastructural examination of clinically relevant equine blood vessels

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    Für die histomorphologische und ultrastrukturelle Analyse klinisch relevanter Blutgefäße wurden zelluläre und extrazelluläre Komponenten der distalen Arterien der Vordergliedmaße und der Vena jugularis externa von 35 Pferden untersucht. Dabei wurde das Alter und die Körpermasse der Pferde und deren Einfluss auf die Gefäßwandarchitektur berücksichtigt. Es sollten Hinweise über mögliche Ursachen von Hämatombildung nach Gefäßpunktion sowie zur Empfindlichkeit von Pferden für die Ausbildung von Thrombophlebitiden der Vena jugularis gewonnen werden. Es wurden Abschnitte der A. palmaris com. II in ihrem distalen Verlauf an 3 definierten Stellen entnommen. Gefäß 1 (G1) entspricht der proximalsten (A. palmaris com. II) und Gefäß 3 (G3) der distalsten (A. dorsalis phalangis med.) Entnahmestelle. Gefäß 2 (G2) entspricht der A. digitalis dorsalis med., welche sich im Verlauf zwischen G1 und G3 befindet. Die Pferde (n=35) wurden sowohl in unterschiedliche Altersklassen (AK) AK 1 (n=14, 0-7 Jahre), AK 2 (n=11, 8-16 Jahre), AK 3 (n=10, 17-24 Jahre) als auch Gewichtsklassen (GK) GK 1 (n=4, 100-200 Kg), GK 2 (n=16, 201-400 Kg), GK 3 (n=15, 401-700 Kg) unterteilt um einen möglichen Einfluss dieser Parameter auf die Gefäßarchitektur zu verdeutlichen. Die quantitative Analyse verschiedener Parameter wie z.B. Lumendurchmesser, Dicke der Tunica interna und der Tunica externa, Intimaverdickungen, Anzahl und Dichte von Vasa und Nervi vasorum in der Tunica media und Tunica externa sowie die prozentuale Verteilung von glatten Muskelzellen, elastischen und kollagenen Fasern in der Tunica media, erfolgte mit Hilfe verschiedener Färbungen und einer immunhistochemischen Markierung an Formalin-fixierten Schnittpräparaten. Eine qualitative Betrachtung der Tunica interna der Vena jugularis, der distalen Gliedmaßenarterien und deren Vasa vasorum erfolgte am Elektronenmikroskop. Die in der vorliegenden Arbeit erstmals beschriebenen Ergebnisse bei der Spezies Pferd sind: • Die distalen Schultergliedmaßenarterien der Pferde gehören zum muskulären Typ und zeigen eine Alters- und gewichtsabhängige Gefäßwanddickenzunahme mit resultierender Lumenreduktion. • An Gefäßabzweigungen erfahren die glatten Muskelzellen der distalen Arterien eine Verlaufsänderung von ursprünglich zirkulär in einen longitudinalen Verlauf entlang des abzweigenden Gefäßes. • Es konnten Intimaverdickungen und Intimapolster an den distalen Arterien nachgewiesen werden, welche sich morphologisch deutlich voneinander unterscheiden. • Der Hauptanteil der Vasa vasorum befindet sich in der Tunica externa (9,3 Vasa vasorum /mm2 ) und fällt zur Tunica media (4,2 Vasa vasorum / mm2) um mehr als die Hälfte (54,84%) ab. • Ausschließlich die zur Verfügung stehende Fläche (Fläche der Tunica externa oder Tunica media) entscheidet über die Anzahl (Dichte) an Vasa vasorum. • Die Tunica media der distalen Arterien zeigt eine durchschnittliche (0,467 mm) und eine minimale (0,29 mm) avaskuläre Zone, welche ausschließlich über Diffusion vom Lumen versorgt wird. • Vater-Pacini-Lamellenkörperchen konnten regelmäßig in unmittelbarer Umgebung zur Tunica externa der distalen Arterien nachgewiesen werden. • Die Ausprägung der Glykokalix variiert zwischen Arterien und der Vena jugularis beträchtlich. Arterien zeigen eine deutliche Glykokalix, welche bei der Jugularvene teilweise vollständig fehlt. • Ausschließlich bei der Vena jugularis konnten Protrusionen equiner Endothelzellen aufgezeigt werden. • In Einzelfällen konnte an den distalen Arterien Mehrlagigkeit und Diskontinuität der Membrana elastica interna nachgewiesen werden. • Benachbarte Endothelzellen von Arterien zeigen gegenüber den Endothelzellen der Vena jugularis deutlich mehr Interdigitationen. • Lumennahe Haftkomplexe (tight- und adherens junctions) zwischen Endothelzellen der distalen Arterien sind entgegen denen der Vena jugularis gehäuft anzutreffen. Zusammenfassend ist bei der Betrachtung des Endothels der Vena jugularis festzustellen, dass im Vergleich zu den distalen Arterien, die Kontaktfläche benachbarter Endothelzellen, das Ausmaß an Überlappungen, die Anzahl an Zellkontakten, insbesondere der tight junctions und die Glykokalix deutlich schwächer ausgeprägt sind als bei den Arterien. Das Zusammenspiel dieser Faktoren führt möglicherweise zur gesteigerten Neigung der Jugularvene eine (Thrombo)- Phlebitis zu entwickeln. Die Protrusionen der Endothelzellen können bei der Entwicklung einer Phlebitis eine Rolle spielen. Es konnte zusätzlich gezeigt werden, dass sowohl das Gewicht der Pferde als auch das Alter der Tiere Einfluss auf die Gefäßarchitektur ausübt. Die distalen Blutgefäße der Schultergliedmaße reagieren mit einer Gefäßwandverdickung und entsprechender Lumenreduktion und zeigen somit ein adaptives Verhalten auf veränderte hämodynamische Verhältnisse.The objective of the study was to examine micro-morphometric data of the arterial wall of clinically relevant equine distal limb arteries as a function of localization, age, body mass, gender and breed. Furthermore, we aimed to investigate micromorphological characteristics of the endothelial lining within the external jugular vein of healthy horses, which might explain the high propensity of this vein to develop thrombophlebitis. Cellular and extracellular components of equine distal limb arteries were examined in 35 horses. Samples of the A. digitalis palmaris communis II and two distal branches were taken immediately post mortally at a slaughter house. Vessel 1 (G1) represents the proximal (A.palmaris com. II) and Vessel 3 (G3) the distal (A. dorsalis phalangis med.) sample. Vessel 2 (G2) corresponds to the A. digitalis dorsalis media in the middle between G1 and G3. To clarify a possible impact of body mass or age to the micro-morphometric data, we divided the total number of horses (n=35) into different groups of age (AG): AG 1 (n=14, 0-7 years), AG 2 (n=11, 8-16 years), AG 3 (n=10, 17-24 years) and groups of weight (WG): WG 1 (n=4, 100-200 kg), WG 2 (n=16, 201-400 kg), WG 3 (n=15, 401-700 kg). Quantitative analysis of different parameters was based on light microscopic evaluation. To analyze the ultrastructure of the Tunica interna of the distal limb arteries and the jugular vein, transmission electron microscopic evaluation was used. New Results of the present study are as follows: • The equine medial palmar artery belongs to a type of very thick-walled muscular arteries.Wall thickness of thigh arteries increases with rising age and weight, resulting in vessel lumen reduction • orientation of smooth muscle cells of the Tunica media of distal limb arteries changes at branching points from originally circular into a longitudinal orientation along the new branch • Intimal plaques and thickening of the Tunica interna were found in the distal limb arteries of 3 horses. These intimal thickenings showed notable differences in their morphological structure. • In individual cases, the elastic membrane of the distal limb arteries appeared discontinuous and multilayered. • Vasa vasorum were located mainly in the Tunica externa (9.3 Vasa vasorum/mm2) and their amount decreases towards the Tunica media (4.2 Vasa vasorum/mm2 ) by more than half (54.84%). • Only the area of the Tunica media and Tunica externa determines the number (density) of supplying Vasa vasorum in the Tunica media and Tunica externa. • The inner part of the Tunica media of the distal limb arteries represents an avascular zone, which is supplied only by diffusion from the lumen of the vessel. The avascular zone measured 0.467mm on average and a minimum of 0.29mm. • Vater-Pacini-lamellar corpuscles where regular found close to the Tunica externa of the distal limb arteries. • There is a notable difference in the expression of the glycocalix from the distal limb arteries (high expression) to the jugular vein (few or complete loss of glycocalix). • Solitary endothelial cells of the jugular vein could be observed in between flat endothelial cells, which protrude into the lumen. • Adjacent endothelial cells of arteries clearly show more interdigitations, compared to the endothelial cells of the jugular vein. • The expression of tight- and adherent junctions between endothelial cells of distal limb arteries is more frequently compared to the jugular vein. In summary, there are significant differences between the endothelial layer of the distal limb arteries and the jugular vein regarding the contact area of adjacent endothelial cells, the number of overlapping endothelial cells, the amount of cell contacts and the expression of the glycocalix. The interaction of these factors possibly leads to a high propensity of the jugular vein to develop thrombophlebitis. Additionally, protruding endothelial cells of the jugular vein may be important in developing phlebitis. This study has also shown that age and weight of the horses have an impact on the vascular architecture of the arteries. The distal limb arteries react with thickening of the vessel wall, resulting in lumen reduction as an adaptive process under different hemodynamic conditions
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