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Zur Kreditklemme: Ein Vergleich zwischen Japan und Deutschland
Eine Kreditklemme der privaten Firmen trägt nach Meinung von Frank Westermann, Ph.D., Universität München, zu der derzeitigen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums in Deutschland bei. Insbesondere kleinere Firmen sind hiervon betroffen, während große Firmen verstärkt alternative Möglichkeiten der Fremdfinanzierung wahrnehmen. Laut Westermann erinnert diese Entwicklung in vieler Hinsicht an die beginnende Bankenkrise in Japan Anfang der neunziger Jahre. Das Ausmaß des Problems betreffend sind die beiden Länder zwar kaum vergleichbar, die Ursachen und die Entwicklung makroökonomischer Variablen weisen jedoch eine bemerkenswerte Ähnlichkeit auf.Kredit, Kreditgeschäft, Wirtschaftswachstum, Vergleich, Japan, Deutschland
Konjunkturelle Auswirkungen des Vorziehens der Steuerreform
Am 19. Dezember 2003 wurde im Vermittlungsausschuss ein teilweises Vorziehen der dritten Stufe der Steuerreform von 2005 auf 2004 und damit eine Entlastung der Steuerzahler von 9 Mrd. € beschlossen. In diesem Beitrag zeigen Tobias Seidel und Dr. Frank Westermann, Universität München, welche Auswirkungen diese Steuersenkung auf das Bruttoinlandsprodukt haben bzw. um welchen Betrag sich das Sozialprodukt in den folgenden Jahren erhöhen wird: Während in den ersten Jahren die Steuersenkung positive Effekte auf das Wachstum des Sozialprodukts in der Höhe von 0,2 bis 0.5% hat, überwiegen mittelfristig die negativen Effekte der Gegenfinanzierung. Ab 2006 wirken die im Dezember beschlossenen Maßnahmen kontraktiv.Steuerreform, Steuerplanung, Konjunktur, Deutschland
Eine empirische Analyse des Einflusses der Rechnungslegung, Kapitalmarktorientierung und Abschlussprüfung auf die Zeitreiheneigenschaften der Erfolgsgrößen und des Cash Flows von Unternehmen
Diese Arbeit untersucht, ob (i) das Ausmaß von conditional conservatism und (ii) die Prognosegenauigkeit sowie (iii) Persistenz der Erfolgsgrößen und Cash Flows durch unternehmensspezifische rechtliche Rahmenbedingungen wie die (i) Rechnungslegung, (ii) Kapitalmarktorientierung und (iii) Abschlussprüfung beeinflusst werden. Zum einen lässt sich im Rahmen der Analyse durch die Gegenüberstellung zweier Unternehmensgruppen die Implikationen der IFRS und des HGB und zum anderen aber auch die der Anreizsteuerung über die Agencybeziehungen des Unternehmens zu den Bilanzadressaten auf die Finanzberichterstattung der Unternehmen beschreiben. Es soll demnach explizit der Frage nachgegangen werden, ob diese Implikationen die Informationsfunktion der Finanzberichterstattung hinsichtlich einer Erhöhung der Earnings Quality unterstützen und somit eine weitere Regulierung dieser rechtlichen Rahmenbedingungen sinnvoll erscheint.
Es wird innerhalb dieser Arbeit zudem gezeigt, dass das Modell von Basu (1997) nicht für eine angemessene Persistenzmessung geeignet ist, sondern vielmehr die unit root-Spezifikationen von Dickey und Fuller (1979,1981) oder die Threshold-Modelle von Enders und Granger (1998) herangezogen werden sollten. Darüber hinaus wird eine Vielzahl von Spezifikationstests vorgestellt, die u.a. einen multivariaten Ansatz zur Outlierkorrektur und verschiedene Formen der Berücksichtigung von fixed effects in den Regressionen umfasst.
Die Resultate der empirischen Untersuchung der deutschen Unternehmen sprechen für eine höhere Persistenz der Erfolgsgrößen der börsennotierten HGB-Bilanzierer sowohl im Vergleich mit den börsennotierten IFRS-Bilanzierern als auch mit den nicht börsennotierten Unternehmen. Conditional conservatism wird jeweils für jede Unternehmensgruppe, jedoch nicht im Verhältnis der Gruppen zueinander, nachgewiesen. Die Rechnungslegung, Kapitalmarktorientierung und Abschlussprüfung besitzen folglich keinen eindeutigen Einfluss auf das Ausmaß von conditional conservatism. Eine weitgehend fehlende Assoziation der drei getesteten rechtlichen Rahmenbedingungen offenbart sich ebenfalls innerhalb der angewendeten Modelle zur Prognose des Cash Flows. Die die Zeitreiheneigenschaften der Erfolgsgrößen und Cash Flows determinierenden Faktoren sind dahingehend eher in der operativen Geschäftstätigkeit eines Unternehmens, bei anderen rechtlichen Rahmenbedingungen oder makroökonomischen Effekten wie der konjunkturellen Entwicklung zu suchen.
In der Gegenüberstellung der verschiedenen ökonometrischen Methoden zeigt sich, dass vor allem die Hadi (1994)-Outlierkorrektur das R² erhöht und den Prognosefehler im Verhältnis zur in der Accounting-Literatur vorherrschenden Standardoutlierkorrektur senkt. Die unit root-Spezifikationen nach Dickey und Fuller (1979,1981) bieten im Vergleich zur Spezifikation von Basu (1997) ebenfalls höhere R² und geringere Prognosefehler.
Des Weiteren weisen ökonometrische Modelle, welche die Implikationen von conditional conservatism berücksichtigen, jeweils bessere Resultate als Modelle ohne eine Integration dieser Komponente auf. Die in dieser Arbeit vorgestellten Spezifikationstests und alternativen Modelle führen somit durchweg zu einer Verbesserung der betrachteten Gütekriterien und sollten bei einer empirischen Analyse, insbesondere von Paneldaten, zukünftig in der Accounting-Literatur ihre Berücksichtigung finden.
Wesentliche Abschnitte dieser Dissertation basieren auf den beiden folgenden Aufsätzen:
"A Note on the Time Series Measure of Conservatism", CESifo Working Paper No. 2968, zusammen mit Frank Westermann und
"Does the Introduction of IFRS Change the Timeliness of Loss Recognition? Evidence from German Firms", Institute of Empirical Economic Research Working Paper No. 87, zusammen mit Frank Westermann und Carl-Friedrich Leuschner
Die D-Mark in Osteuropa, das Schwarzgeld und der Euro: Zur Größe des Effektes
Flüchtendes Schwarzgeld sowie aus Osteuropa und der Türkei zurückdrängende DM-Bestände können den Kursverfall des Euro maßgeblich erklären: Das von Hans-Werner Sinn und Frank Westermann formulierte Portfolio-Balance Modell unterscheidet nämlich im Gegensatz zu anderen Modellen dieser Art zwischen Bargeld, Wertpapieren und Aktien im internationalen Portfolio der Kapitalanleger. Es zeigt, dass der Wechselkurs nur von der Bestandsnachfrage nach Geld im engeren Sinne, also Ml oder M0, und nicht etwa M3 oder anderen Aggregaten mit zinstragenden Titeln abhängt. Berechungen ergeben, dass von 1997 bis 2000 fast 50 Mrd. Euro aus Osteuropa, der Türkei und aus »schwarzen Taschen« an die Zentralbanken der elf Euro-Länder zurückgeflossen sein könnten. Überträgt man die Ergebnisse einer amerikanischen Untersuchung, die zeigen, dass jede Milliarde zusätzlicher sterilisierter Dollar-Geldnachfrage den Dollarkurs um einen halben Cent erhöht, auf den Eurokurs, so lassen sich damit 25 Cent der insgesamt 34 Cent, um die der Euro im Zeitraum 1997-2000 abwertete, erklären. Der Abwertungsdruck hält wahrscheinlich noch bis Ende des Jahres an. Nach der physischen Einführung des Euro im Januar und Februar des nächsten Jahres wird dieser Druck indes allmählich verschwinden.Börsennotierung; Wechselkurs; Geldnachfrage; Euro; D-Mark; Abwertung
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Bad Banks: Überzeugt das Konzept der Bundesregierung?
Am 3. Juli 2009 verabschiedete die Bundesregierung das Bad-Bank-Gesetz mit dem Ziel, die Bankbilanzen zu entlasten und eine drohende Kreditklemme abzuwenden Für Falko Fecht European Business School, Oestrich-Winkel, und Hans Peter Grüner, Universität Mannheim, Ist dieses Modell nicht überzeugend. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung enthalte erhebliche Risiken, weil er die Anreize der Banken verzerre. Auch zur Rekapitalisierung der Banken sei dies keine effiziente Methode. Stattdessen sollte sich die Bundesregierung auf die Lösung des Lemon-Problems im Bankensektor konzentrieren und Assets in einer Auktion aufkaufen. Nach Ansicht von Manfred Jäger, Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, kann dieses Vorhaben der Bundesregierung nicht ganz gelingen. Zwar sei das das Gesetz zu begrüßen, denn in einigen Fällen werde es helfen. Aber es werde „in ungünstigen, aber nicht unwahrscheinlichen Fällen“ nicht wesentlich zur Verbesserung der Kreditgewährung beitragen, da es zu keiner Lösung des Schuldenüberhangproblems komme. Auch Frank Westermann, Universität Osnabrück, bezweifelt, dass die Ausgestaltung des verabschiedeten Rettungspakets im Rahmen einer Bad Bank ausreicht kann, eine drohende Kreditklemme abzuwenden.Bankenpolitik, Wirtschaftspolitische Wirkungsanalyse, Deutschland, Bad Bank
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
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