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Textsorte – Textmuster – Textmustermischung. Konzept und Analysebeispiele
Fix Ulla. Textsorte – Textmuster – Textmustermischung. Konzept und Analysebeispiele. In: Cahiers d'Études Germaniques, numéro 37, 1999/2. Textlinguistik: An- und Aussichten. pp. 11-26
Das Phänomen „Leichte Sprache“ im Spiegel aktueller Forschung – Tendenzen, Fragestellungen und Herangehensweisen
Fingierte Mündlichkeit und poetische Sprache in Theatertexten
Im vorliegenden Beitrag werden unterschiedliche Verfahren sprachlicher
Gestaltung in Theatertexten vorgestellt. Dabei richtet sich das Hauptaugenmerk auf
Texte des 20. und 21. Jahrhunderts, doch werden auch solche Momente beleuchtet,
die bezüglich der Sprachgestaltung besondere Wendepunkte markieren und heutige
Schreibweisen indirekt oder direkt vorbereiten.
Spätestens seit Ende des 19. Jahrhunderts bewegt sich die sprachliche Beschaffenheit
von Theatertexten im Spannungsfeld von möglichst naturgetreuer Darstellung
und höchster Stilisierung bzw. poetischer Text-Gestaltung. Zeitgenössische
AutorInnen knüpfen an viele Verfahren ihrer VorgängerInnen an und entwickeln
diese auf kreative Weise weiter, so dass sich das Spektrum an Schreibweisen ständig
erweitert. Die Sprachgestalt von Theatertexten (wie von allen Texten literarischer Art)
ist niemals lediglich als Dekor oder zur Untermalung von Inhaltlichem zu verstehen,
sondern generiert selbst Bedeutung und bestimmt den jeweils gesellschaftskritischen
oder auch politischen Charakter des Textes entscheidend mit.
1. Zum Begriff Theatertext
2. Zur sprachlichen Beschaffenheit von Theatertexten
3. Sprachwissenschaftliche Analysen von Theatertexten
4. Sprachrealismus und poetische Sprachgestalt in deutschsprachigen Theatertexten
5. Schlussbemerkungen
6. Literatu
Genetische und kontrastive Perspektiven bei der Analyse historischer Textsorten. Exemplarisch aufgezeigt an der Textsorte ‚Redeeinleitung‘ im Alten Testament und im Alten Orient
Bei der Analyse von (transnationalen) Textsorten, die sich in verschiedenen Kulturen/Gesellschaften finden, stellt sich die Frage nach der Verwandtschaft, die über Kulturgrenzen hinweggeht, und die Frage nach den Eigengeprägtheiten dieser Textsorten, die kulturspezifisch sind. Bei der Untersuchung dieser Fragen überlappen sich zwei Vorgehensweisen: a) Das genetische Vorgehen, d.h. der Versuch, eine Textsorte zu verstehen, indem ich ihren Entstehungsweg verfolge, ihre Übernahme von einer Sprachgesellschaft in eine andere beobachte (in einer Kulturaustausch- bzw. einer Kulturkontaktsituation). b) Das kontrastive Vorgehen, bei dem man Vorfindliches aus zwei oder mehreren Sprachräumen vergleicht, ohne genetische Beziehungen anzunehmen. In einem solchen Vergleich müssen besonders Textsortenfelder untersucht werden. Am Beispiel der Redeeinleitungsformeln aus Texten des A.T. und des A.O. werden beide Untersuchungsdimensionen exemplarisch vorgeführt. Die zentrale Frage ist dabei diejenige nach der Spezifik dieser Einleitungsformeln. Die Untersuchung der Redeeinleitungstexte unter dem Aspekt der Kulturspezifik hat nun ergeben, dass sich in der Tat im A.T. eine völlig eigene, in sich stark differenzierte Textsorte bzw. ein Textsortenfeld entwickelt hat, das von den alttestamentlichen Propheten genutzt bzw. hervorgebracht wurde
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