1,721,012 research outputs found
Ecohydrologic separation
Wasser ist in fast allen biochemischen und physiologischen Reaktionen essenziell und wird in jedem Organismus benötigt. Aber wie genau und wann werden welche Wasserquellen für Pflanzen verfügbar? Der aktuelle und zukünftige globale Klimawandel wird die Vegetation der Erde vor große Herausforderungen stellen, da viele Umweltveränderungen auf kürzeren Zeitskalen stattfinden könnten als evolutionäre Anpassungen möglich sind. Um Trockenstress besser begegnen zu können, sind genaue Kenntnisse über die Wasserquellen von Pflanzen und deren Zugänglichkeit notwendig. Im Rahmen eines Gewächshausversuchs mit Spitzwegerich-Pflanzen (Plantago lanceolata) und arbuskulären Mykorrhizen (AM) wurden aktuelle Hypothesen der Wasserspeicherung und des Wassertransports in feinstrukturierten Böden überprüft. Mit Deuterium angereichertes Wasser (²H Tracer) wurde gezielt an die Feinfraktion eines tonhaltigen Bodens (Ut3) angelagert, indem die zuvor getrocknete Bodenmatrix mit diesem versetzt wurde. Untersucht wurde, ob in den Feinporen gespeichertes, nicht pflanzenverfügbares Wasser nach einer Trockenphase mobil wird bzw. ein möglicher Impuls des ²H-Tracers aus den Feinporen des Substrats nachweisbar ist und ob dies auf eine Mykorrhizierung der Versuchspflanzen zurückgeführt werden kann. Daher wurden einigen Versuchs¬töpfen Kulturen von AM zugesetzt und am Versuchsende die Kolonisationsrate an den Pflanzenwurzeln bestimmt. Bodenphysikalische und chemische Parameter des Bodens wurden im Zusammenhang mit der Verlagerung von ²H Tracer untersucht und die Methodik der kryogenen Vakuumextraktion bei verschiedenen Extraktionstemperaturen für tonhaltige Böden validiert. Die Evaporation und Transpiration der Versuchstöpfe/-pflanzen wurde gravimetrisch abgeschätzt und alle Versuchstöpfe jeden zweiten Tag auf den gleichen Wassergehalt bewässert. Die Isotopen-verhältnisse von Blatt-, Wurzel- und Bodenwasser und der pflanzlichen Biomasse wurden bei allen verschieden behandelten Versuchstöpfen sieben Wochen nach Ansaat der Pflanzen und einer anschließenden viertägigen Trockenphase, bei welcher ein Teil der Versuchspflanzen nicht gegossen wurde, analysiert. Außerdem wurde ein Tagesverlauf der Isotopenverhältnisse des Blattwassers und der Transpiration aufgenommen. Zur Bestimmung der Isotopenverhältnisse wurde mit der kryogenen Vakuumextraktion mit Extraktionstemperaturen von 250 °C bei Bodenproben und 150 °C bei organischen Proben das enthaltene Wasser aus insgesamt über 150 Proben gewonnen und anschließend mit einem cavity ring down Spektrometer (CRDS) analysiert. Die Isotopen¬verhältnisse der pflanzlichen Biomasse wurden bei getrocknetem, fein gemahlenem Pflanzen¬material mithilfe einer Massenspektrometer-Gerätekopplung bestimmt (EA IRMS). Bei allen Versuchstöpfen des Gewächshausversuchs wurde sowohl für δ²H als auch δ18O ein isotopisches Anreicherungsverhältnis von Boden < Wurzeln < Blätter festgestellt. Die stärksten Anreicherungen an schweren Isotopen zeigten sich im Blattwasser, welches im Vergleich zum Bodenwasser mit bis zu Δ²H = 47,1 ‰ und Δ18O = 15,1 ‰ deutlich erhöht war und Isotopen-verhältnisse von bis zu δ²H = 21,9 ‰ und δ18O = 19,1 ‰ aufwies, welche durch Fraktionierungen bei der Transpiration verursacht wurden. Da im Blattwasser der trockenen, mykorrhizierten Pflanzen um 5,3 ‰ geringere δ²H Werte gemessen wurden als bei den trockenen, nicht mykorrhizierten Pflanzen, bestätigten die Ergebnisse trotz geringer Mykorrhizierung der Versuchspflanzen die Hypothese, dass AM zu einer Verringerung an schweren ²H-Isotopen bei der Wasseraufnahme aus dem Boden führen können. Dieser Effekt könnte durch eine fraktionierte Aufnahme von Bodenwasser verursacht worden sein, welche aufgrund der Fokussierung des Wassertransports durch Aquaporine über den transzellulären Transportweg erfolgte. Über den Tagesverlauf wurden die Isotopenverhältnisse des Blattwassers vor allem von der Transpirationsrate und der raum-zeitlich variablen Isotopensignatur des Bodenwassers beeinflusst. Die aufsummierte Transpiration der Versuchs¬pflanzen über den Tag war über sechs Mal höher als die Menge an Wasser in den Blättern. In der Biomasse der Pflanzen waren die Isotopenwerte mit δ²H ≈ - 100 ‰ und einem Fraktionierungsfaktor von α ≈ 1,104 stark verringert im Vergleich zum Blattwasser, was auf Fraktionierungs¬effekte bei der Photosynthese zurück¬zuführen war. Ein Tracer Impuls aus den Feinporen konnte nach der Trockenphase nicht nachgewiesen werden, da die Mykorrhizierung zu gering war und der ²H-Tracer bereits weitgehend aus der Bodenmatrix ausgetauscht war. Vermutlich sorgten hydrodynamische Dispersionsprozesse für eine langsame Durchmischung des Boden¬wassers und Diffusionsprozesse für eine Anpassung der Isotopenverhältnisse des Boden¬wassers an ein spezifisches Gleichgewicht mit den Gewächshaus-bedingungen. Eine weitgehende Angleichung erfolgte im Boden beim Gießwasser in weniger als 2 Tagen und beim Tracer Wasser innerhalb von 50 Tagen. Die optimale Extraktionstemperatur bei der kryogenen Vakuumextraktion zur Extraktion des Gesamt¬wassers lag beim untersuchten tonhaltigen Boden bei etwas unter 250 °C, da bei dieser Temperatur von einer weitgehend unfraktionierten Extraktion des Tracer-Wassers inklusive des residualen Wassers sowie von einer geringen Beeinflussung durch die Isotope der Kristallstruktur ausgegangen werden kann. Die Wiederfindungsrate des Isotopenverhältnisses des Tracer-Wassers betrug etwa 95 %, wobei die Wiederfindungsrate an Wasser durch die Mitextraktion des residualen Anteils die 100 %-Schwelle signifikant überschritt. Eine Trocknung im Trocken¬schrank hinterließ beim tonhaltigen Boden (Ut3) einen residualen Wassergehalt von ca. 1 % θgrav mit einem stark erhöhten δ18O-Wert von 16,5 ‰, welcher vermutlich durch eine verstärkte Anlagerung von schweren 18O-Isotopen an die Ca2+ Ionen der Tonminerale hervorgerufen wurde. Diese Studie zeigt, dass bereits kurze Trockenheit zu großen Veränderungen der boden-hydraulischen Eigenschaften führt und die Blattfunktionen der untersuchten Spitzwegerich-Pflanzen deutlich einschränkt. Die Isotopensignatur des Blattwassers reagiert sensibel und in großem Ausmaß auf Veränderungen des Wasserstatus sowie der verfügbaren Wasserquellen des Bodens. Auch die Transpirationsrate der Pflanzen, welche neben der Wasserverfügbarkeit im Boden vor allem vom Sättigungsdefizit der Luft bzw. der relativen Luftfeuchtigkeit abhängt, beeinflusst die Isotopensignatur des Blattwassers. Hohe Isotopenwerte im Blatt könnten als Trockenheitsindikator verwendet werden, wobei die effektive Trockenheit bei Pflanzen aus einem Ungleichgewicht zwischen Transpiration und Wasseraufnahme durch die Wurzel resultiert. Diese Studie bestätigt, dass sich vor allem schwere 18O-Isotope an die Kationen der Tonminerale des Bodens anlagern und diese bei Böden mit hoher Kationenaustausch¬kapazität durch Austauscheffekte zu Abweichungen bei Isotopenmessungen führen können. Bei Isotopenstudien mit tonhaltigen Böden sollten daher unbedingt die Isotopenverhältnisse des residualen Wassers bestimmt und die bodenchemischen und physikalischen Parameter berücksichtigt werden
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
koamabayili/VECTRON-author-checklist: VECTRON author checklist
We have done our best to complete the author checklist relating to the use of animals in the hut study. Note that the objective for the hut study was to evaluate the IRS treatment applications for residual efficacy against Anopheles mosquitoes, including the local An. coluzzii mosquito population. Cows were only used to attract mosquitoes into the huts and no tests were carried out directly on the cows. The author checklist is intended for use with studies where experiments are carried out on animals, which is why we have had such difficulty in completing this for the hut study, as many of the questions do not relate to how the cows were used
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