1,720,986 research outputs found
Ergibt sich durch die Verwendung eines bilateralen Führungskatheters bei akutem Myokardinfarkt ein Vorteil in Bezug auf die Door-to-Balloon (D2B) und Punction-to-Balloon (P2B) Zeit?
Die Kernaussage der vorliegenden Arbeit ist, dass durch die Verwendung eines bilateralen Interventionskatheters bei Patienten mit einem STEMI, die Versorgung im Vergleich zum Standardvorgehen mit diagnostischen Kathetern und einem Interventionskatheter zu verbessern ist. Die „Ein-Katheter-Strategie“ erlaubt für die Diagnostik und die Intervention eine zügige Intubation beider Koronarostien und macht den sonst notwendigen Katheterwechsel verzichtbar. Im Vergleich zum Standardvorgehen (transradial oder transfemoral genutzte Zwei-Katheter-Strategie) konnte in dieser Arbeit gezeigt werden, dass dieses Vorgehen mit geringerer Strahlenbelastung, einem geringeren Kontrastmittelverbrauch, geringerer Durchleuchtungszeit einherging. Als wichtigem prozeduralen Parameter konnte die Punction-to-Balloon sowie Door-to-Balloon Zeit signifikant verkürzt werden. Damit eignet sich die „Ein-Katheter-Strategie“ mit einem bilateralen-Katheter gut für die notfallmäßig durchgeführte Koronarangiographie mit anschließender direkter Intervention
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Optimierung der Interventionsquote bei der Herzkatheteruntersuchung durch die transparente und leitliniengerechte Indikationsstellung bei chronischer koronarer Herzkrankheit oder Verdacht auf koronare Herzkrankheit
Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit
Die koronare Herzkrankheit (KHK) war im Jahr 2020 die häufigste Todesursache in Deutschland. Bei steigender Prävalenz in den letzten Jahren ist die KHK, vor allem in Hinblick auf die zunehmenden Gesamtgesundheitsausgaben (438,1 Milliarden Euros in 2020) von enormer volkswirtschaftlicher Bedeutung. Viele Beobachtungen und Studien in der Vergangenheit haben eine niedrige Interventionsquote bei der invasiven Koronarangiographie (IKA) gezeigt. Eine verbesserte Indikationsstellung für die Durchführung der IKA stellt eine wichtige Stellschraube zur Verbesserung der Interventionsquote und Senkung der Gesundheitskosten, durch die Vermeidung von unnötigen Untersuchungen dar. In dieser Arbeit wurde die Indikationsstellung in Korrelation mit dem Ergebnis der IKA in einem deutschen Krankenhaus der Regelversorgung evaluiert.
Methodik
Eine retrospektive Analyse der ersten 499 Patienten (Alter 65,5 ±11 Jahre, Männeranteil 63%), die im Jahr 2015 im Sana Krankenhaus Düsseldorf -Benrath eine IKA erhielten wurde durchgeführt. Die Indikation zur IKA und der Anteil an Patienten, bei denen ein nichtinvasiver Ischämietest vor IKA durchgeführt wurde, wurde analysiert.
Ergebnisse
Die Indikation zur Durchführung wurde in 44.9% der Fälle durch einen auswärtigen Kardiologen per Einweisung gestellt. Folgende Gründe zur Durchführung der IKA lagen vor; kardiogener Schock bzw. Herzinsuffizienz (2,8%), STEMI (8,2%), NSTEMI (13%), instabile Angina pectoris (17,2%), stabile Angina pectoris (55,1%). Bei 50,3% der Patienten wurde eine relevante Koronarstenose (>= 75% bzw. > 50% beim linken Hauptstamm) nachgewiesen (diagnostische Quote). Die Interventionsquote im gesamten Patientenkollektiv betrug 40% und bei Patienten mit stabiler Angina pectoris 32%. Bei 17,6% der Patienten wurde ein nicht-invasiver Test vor IKA durchgeführt (13,4% Herz-MRT, 4,4% Koronar-CT, 2,6% Myokardszintigraphie, 0,7% Belastungs-EKG und 0% Stress-Echokardiographie).
Konklusion
Die Interventionsquote war mit 40% tief und vergleichbar mit der Quote von 41.1% aus dem 32. Bericht über die leistungszahlen der Herzkatheterlabore in Deutschland im Jahr 2019. Der Anteil an nicht-invasiven Ischämietests vor IKA war mit 17,6 % sehr tief
Kardiale Magnetresonanztomographie nach Magnetresonanzangiographie der Arterien der unteren Extremität
Die periphere arterielle Verschlusserkrankung sowie die Koronare Herzerkrankung sind von großer Bedeutung in der kardiovaskulären Medizin. Beide Erkrankungen sind durch die Arteriosklerose ätiologisch miteinander verbunden und haben eine hohe Prävalenz und Mortalität in der Gesamtbevölkerung. Das MRT kann beide Erkrankungen sicher diagnostizieren. In der vorliegenden klinischen Studie wurde prospektiv an 18 Patienten mit diagnostizierter symptomatischer pAVK eine MR-Angiographie der unteren Extremität sowie anschließend, nach Umlagerung des Patienten, eine Herzfunktionsdiagnostik mit später Kontrastmittelanreicherung durchgeführt. Hierzu wurde nur eine Kontrastmittelgabe für beide Untersuchungen benötigt.
Es konnte gezeigt werden, dass sich eine mindestens diagnostische Bildqualität bei beiden Untersuchungen mit einer Kontrastmittelgabe erzielen lässt. Lediglich eine Angiographie (5,5 %) sowie eine kardiale MRT waren von nicht-diagnostischer Qualität. Dies entspricht den in der Literatur zu findenden Artefakthäufigkeiten bei MRT-Untersuchungen. Es wurden außerdem die linksventrikuläre Masse und die Ejektionsfraktion der Patienten berechnet. Es konnten alle 5 vorherig bekannten Myokardinfarkte sicher diagnostiziert werden, wobei ein okkulter Infarkt eine Neudiagnose darstellte. Die späte Kontrastmittelanreicherung der kardialen MRT erreicht ihren Höhepunkt ca. 15 - 20 min nach Kontrastmittelinjektion, was bedeutet, dass eine gewisse Zeitspanne überbrückt werden muss, ehe die späte Kontrstmittelanreicherung detektiert werden kann. Diese „Wartezeit“ wurde in unserer Studie durch die MR-Angiographie gefüllt, sodass sich im Vergleich zur Zweifachuntersuchung eine deutliche Zeitersparnis ergab. Durchschnittlich wurde die Hälfte des Kontrastmittel eingespart und es musste keine zweite Injektion vor Beginn der kardialen MRT erfolgen.
Insgesamt konnte mit dieser Studie eine weitere Möglichkeit der Diagnostik beider Erkrankungen evaluiert werden, welche diagnostisch suffizient, kontrastmittelsparend und damit Patienten schonend, sowie durch zeitliche Synergieeffekte im klinischen Alltag anwendbar ist
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Primäre Koronarintervention bei akutem Myokardinfarkt mit ST-Streckenhebung: Verwendung eines einzelnen, bilateralen Führungskatheters im Vergleich mit dem konventionellen Vorgehen
Bei der primären Koronarintervention bei Patienten mit einem akuten Myokardinfarkt mit ST-Streckenhebungen ist das übergeordnete Ziel eine zeitnahe Reperfusion des betroffenen Myokards. Um die Zeit vom Beginn der Ischämie bis zur Reperfusion zu minimieren, sind in der Vergangenheit zahlreiche Studien durchgeführt und Maßnahmen in der klinischen Praxis umgesetzt worden. Diese zielten vor allem auf den Zeitraum bis zum Beginn der Herzkatheteruntersuchung. In Bezug auf die technische Durchführung der pPCI gibt es nur wenige Untersuchungen. Durch mehrere randomisierte Studien konnte der radiale gegenüber dem femoralen Zugangsweg als prognostisch günstiger erkannt und daher seitdem in den Leitlinien empfohlen werden. Darüber hinaus existieren nur wenige Daten und Empfehlungen zum Ablauf der pPCI. So ist nicht festgelegt, ob zuerst eine vollständige Koronarangiographie erfolgen oder direkt die anhand des EKG vermutete Infarktarterie aufgesucht und die Intervention vor Darstellung der kontralateralen Koronararterie durchgeführt werden sollte. Beide Verfahren haben sich in Studien als machbar und sicher erwiesen. Eine große randomisierte Studie fehlt bisher, sodass es keine eindeutige Evidenz oder Empfehlung für eine der beiden Vorgehensweisen gibt. In der vorliegenden Arbeit soll daher ein Beitrag zum Vergleich der Alternativen geleistet werden.
Es wurde eine retrospektive Analyse der Daten von 101 pPCI bei Patienten mit akutem STEMI durchgeführt. Dabei wurden Ausschlusskriterien gewählt, die eine homogene Gruppe mit unkompliziertem Ablauf der Untersuchung für eine bessere Vergleichbarkeit trotz der geringen Gruppengröße gewährleisten sollten. Es befanden sich 56 Patienten in der Interventionsgruppe. Bei diesen ist die pPCI mit einem einzelnen, bilateral verwendbaren Führungskatheter durchgeführt und eine Strategie mit unmittelbarer Wiedereröffnung der Infarktarterie und erst anschließender kontralateraler Angiographie gewählt worden. Demgegenüber wurden 45 Patienten eingeschlossen, bei denen zunächst eine komplette Angiographie mit einem oder mehreren Diagnostikkathetern erfolgte und erst danach die Infarktläsion über einen speziellen links- oder rechtskoronaren Führungskatheter mit PCI behandelt wurde.
Die zugrunde liegende Hypothese besagt, dass sich durch die Verwendung eines einzelnen, bilateral verwendbaren Führungskatheters und sofortige PCI der anhand des EKG identifizierten Infarktläsion die Untersuchungszeit verkürzen und der Kontrastmittelverbrauch, das Risiko für ein akutes Nierenversagen und die Strahlenbelastung des Patienten verringern lassen. Dies wären Argumente für die Befürwortung des hier untersuchten Vorgehens, obgleich Fragen nach der Sicherheit und dem mittel- bis langfristigen prognostischen Ergebnis aufgrund des Designs der Studie nicht beantwortet werden können.
Für die statistische Analyse wurden t-Tests bei normalverteilten Parametern und nicht parametrische Tests (Mann-Whitney-U Test) bei nicht-normalverteilten Variablen verwendet. Kategoriale Variablen wurden mit Chi-Quadrat-Tests untersucht. Im Ergebnis konnte die Hypothese nur teilweise bestätigt werden. In den untersuchten Gruppen konnte im Mittel eine Verkürzung der Untersuchungsdauer um 5,8 Minuten errechnet werden, statistisch war dies aber, am ehesten wegen der recht großen Varianz bei geringer Gruppengröße, nicht signifikant. Der Verbrauch an Kontrastmittel stellte sich in beiden Gruppen identisch dar. Im Verlauf der Kreatininwerte und Anzahl der Nierenversagen war wiederum ein geringer numerischer Vorteil ohne statistische Signifikanz in der Interventionsgruppe zu finden.
Bei der Strahlenbelastung fand sich ein deutlicher und auch statistisch signifikanter Vorteil in der Interventionsgruppe. Daneben war, wie erwartet, die Anzahl der verwendeten Katheter in der Untersuchungsgruppe statistisch signifikant geringer. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die Erwartungen bezüglich Einsparung von Kontrastmittel und Verringerung des Risikos von akutem Nierenversagen nicht bestätigt wurden. Die Rate an Nierenversagen war in beiden Gruppen jedoch sehr gering, was zum Teil an den gewählten Ausschlusskriterien lag, da hierdurch eine Population mit vergleichsweise geringem Risiko für Akutes Nierenversagen untersucht wurden. Eine Anwendung des untersuchten Vorgehens bei Patienten mit hohem Risiko (vorbestehende höhergradige Niereninsuffizienz, kardiogener Schock vor Beginn der Katheteruntersuchung etc.) könnte daher dennoch von Vorteil sein und sollte in Zukunft weiter untersucht werden.
In Bezug auf die Strahlenbelastung des Patienten zeigte sich ein signifikanter Vorteil. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund interessant, dass ein Nachteil des radialen Zugangswegs gegenüber dem femoralen Zugang eine höhere Strahlenbelastung des 35 Untersuchers und des Patienten zu sein scheint. Hier könnte eine Möglichkeit liegen, diesen Nachteil zu verringern.
Zur abschließenden Klärung der Frage, welches Vorgehen bei der pPCI das Beste ist sind weitere, größere und randomisierte Studien notwendig
Prophylaktische intraaortale Ballongegenpulsation vor chirurgischer Myokardrevaskularisation bei Patienten mit akutem Myokardinfarkt
Die prophylaktische intraaortale Gegenpulsation stellt im Rahmen der chirurgischen Revaskularisierung für Patienten mit hohem Risiko eine Behandlungsoption dar.
Ziel dieser retrospektiven Datenanalyse war es, den Effekt der pIABP auf das Outcome von hämodynamisch-stabilen Infarktpatienten zu untersuchen, die sich am UKGM in Gießen einer isolierten CABG unterzogen. Zur Kalkulation des Patientenrisikos kam der EuroSCORE II zum Einsatz.
Es wurden 484 Patienten identifiziert, die in den Jahren 2008-2013 behandelt worden sind und die Studienkriterien erfüllten. Durch ein Propensity Score Matching wurden zwei Gruppen gebildet (pIABP 150; KG 250), die sich hinsichtlich der Basismerkmale und der operativen Charakteristika glichen. Einzig ein Unterschied der LVEF ≤30% zulasten der pIABP-Gruppe konnte nicht korrigiert werden (LVEF ≤30%; pIABP 26%, KG 13%; p=0,032).
Das Ergebnis der Analyse ergab, dass der Einsatz der pIABP mit einem geringeren perioperativen Myokardschaden und einer geringeren Krankenhaussterblichkeit (pIABP 3,3% vs. KG 6,4%; p=0,18) assoziiert war und das, obwohl die pIABP-Patienten länger intensivmedizinisch betreut werden mussten und häufiger ein AKI erlitten. Allerdings führten die kurzfristigen Vorteile der pIABP-Therapie nicht zu einem verbesserten Langzeitüberleben. Die Kaplan-Meier-Kurve zeigt, dass sich die beiden Gruppen hinsichtlich der Überlebenswahrscheinlichkeit nach sieben Jahren nicht unterschieden.
Ein Erklärungsansatz für das positive Ergebnis ist, dass Hochrisiko-AMI-Patienten vom Einsatz der pIABP profitieren, da sie von einer kritisch eingeschränkten Koronarperfusion und einer häufig reduzierten LVEF betroffen sind. Es könnte sein, dass die IABP in einer solchen Situation als ein protektiver Faktor eine weitere Verschlechterung der Herzfunktion verhindert und die Auftretenshäufigkeit eines kardiogenen Schocks reduziert. Diese Annahme könnte erklären, dass der Unterschied der Krankenhaussterblichkeit zwischen Interventions- und Kontrollgruppe in der Subgruppe der Patienten mit einer LVEF ≤30% stärker ausgeprägt war (pIABP 2/36 (5,6%) vs. KG 6/31 (19%); OR 0,25; 95%-CI 0,046-1,3; p=0,13).
Aufgrund des Studiendesigns ist die Aussagekraft eingeschränkt. Sie unterstreicht aber die Notwendigkeit einer großen multizentrischen RCT, um den prophylaktischen Einsatz der IABP zu evaluieren und der Forderung nach einer evidenzbasierten Therapie zu entsprechen
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
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