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IMIS-Beiträge Heft 51 - Themenheft: Die Szenographie der Migration. Geschichte. Praxis. Zukunft
Einleitung: Marie Toepper: Temporäre Ausstellungen als Triebkräfte der Musealisierung von Migration in Deutschland seit 1990; Burcu Dogramaci: Migration findet Stadt(museum) – Repräsentationen von Einwanderungsgeschichte. Mit einem Exkurs zu Orhan Pamuks ›Museum der Unschuld‹; Natalie Bayer und Marie Fröhlich: Movements of Migration. Verunsichtbarte Geschichten ausstellen; Verena Sauermann, Veronika Settele und Dirk Rupnow: ›Hall in Bewegung‹. Ein kleinstädtisches Ausstellungsprojekt im österreichischen Jubiläumsjahr 2014; Ingrid Wölk: ›Bochum – das fremde und das eigene‹. Revision einer stadtgeschichtlichen Ausstellung zu Migration und Fremdheit; Thorsten Heese: Glokalgeschichte ins Museum! Kann/muss Stadtgeschichte heute als lokale Weltgeschichte ausgestellt werden?; Dorothee Barth und Wolfgang Martin Stroh: Migration im Gedächtnis der Musik; Aslıgül Aysel: Objekte der Migration. Überlegungen zu einer Sammlungsorganisation; Tim Wolfgarten: Ausstellungen mit Bildern lesen – eine formalgestalterische Perspektive auf die Szenographie der Migration; Sandra Vacca: Auf der Suche nach Expert_innen der Migration: Wissenstransfers und Konzepte partizipativer Ausstellungsgestaltung in Deutschland und Großbritannien; Regina Wonisch: Partizipative Museumsprojekte in der Migrationsgesellschaft – eine kritische Bilanz; Aslıgül Aysel und Katarzyna Nogueira: Geschichte von unten? Zur Theorie und Praxis musealer Zeitzeugenschaft in Migrationsausstellungen; Simone Blaschka-Eick: Wie entsteht Verbundenheit? Migrationsgeschichte als nationales und familiäres Narrativ im Deutschen Auswandererhaus; Robert Fuchs und Arnd Kolb: Am Ende des Hindernisparcours? Neue Zeiten und neue Konzepte für ein ›zentrales Migrationsmuseum‹ in der Migrationsgesellschaf
Migration, Integration und die Arbeit von Kulturinstituten
Alle europäischen Gesellschaften sind von Migration geprägt. Integration von Migranten findet alltäglich in ziviler, sozio-ökonomischer und kultureller Form statt. Was bedeutet kulturelle Integration? Wie können Kulturinstitute zu einer solchen von Migranten in europäischen Gesellschaften beitragen? Sollte dies schon in den Herkunftsländern geschehen oder erst in den Zielländern? Der Autor diskutiert diese Fragen und erweitert so den Blick auf die Arbeit von Kulturinstituten
Computerisierung und Privatheit – Historische Perspektiven
Informationelle Privatheit, also die Kontrolle darüber, was andere über mich wissen können und sollen, erscheint durch den digitalen Wandel, der unseren Alltag revolutioniert hat, gefährdeter denn je. Rund um die Uhr werden Daten über unsere persönlichen Interessen, Beziehungen und Gewohnheiten von kommerziellen Anbietern elektronisch gesammelt, ausgewertet und bei Bedarf auch staatlichen Stellen zur Verfügung gestellt. Man könnte sagen: Wir sind total „verdatet“
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
‘Faux Touristes’? Tourism in European Migration Regimes in the Long Sixties
Das Verhältnis von Migration und Tourismus ist hochambivalent. In Zeiten, in denen Migration von staatlicher Seite überwiegend restriktiv diskutiert und kontrolliert wird, erscheinen sie als gegensätzliche Repräsentationen von Mobilität: Weitgehend unreguliert für die, die reisen, um Geld auszugeben; stark begrenzt für jene, die sich auf den Weg machen, um Geld zu verdienen. Bei hohem Arbeitskräftebedarf verschieben sich dagegen die vermeintlich eindeutigen Zuschreibungen. Der Beitrag untersucht dieses Verhältnis in historischer Perspektive am Beispiel Frankreichs, der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland während der sechziger Jahre. Dabei wird deutlich, dass das Migrationsregime der ‚Gastarbeit’ eine weitaus größere Vielfalt an Mobilität kannte, als die einfache Dichotomie suggeriert. Migration und Tourismus sind in dieser Perspektive weit mehr als nur zwei rechtlich konstruierte Seiten der einen Medaille grenzüberschreitender Mobilität
Europa ohne Flüchtlinge? Flucht und Gewaltmigration in der europäischen Geschichte des 20. Jahrhunderts
Der „Normalfall Migration“ (Bade/Oltmer 2004) ist in Forschung und Publizistik längst ein Gemeinplatz geworden und dennoch – die Ankunft eines Bruchteils der globalen Fluchtbewegungen stürzte Europa in den letzten Jahren nicht zum ersten Mal in eine politische und legitimatorische Krise. Von nie dagewesener Fluchtmigration war die Rede und vielerorts drohte wieder einmal der Untergang des Abendlands oder zumindest umfassendes Chaos (exemplarisch dokumentierend: Neumann 2015). Angesichts der verbreiteten – und empirisch gerechtfertigten – Etikettierung des 20. Jahrhunderts als „Jahrhundert der Flüchtlinge“ (Opitz 1999) erstaunt diese kurzsichtige Wahrnehmung, ebenso vor dem Hintergrund der grundsätzlichen Bedeutung, die Migration für die europäische Geschichte nicht nur des 20. Jahrhunderts spielte (Bade 2000; Moch 1992). Flucht- und Gewaltmigration ist vielleicht nicht der migrationshistorische Normalfall, aber ein wiederkehrendes Phänomen (Oltmer 2017). Gleiches gilt für die Debatten um die Aufnahme von „echten“ und die Abwehr von vermeintlich „falschen“ Flüchtlingen. Die Unterscheidung, welche Migrationsformen eher als Flucht und welche eher als freiwillige Bewegung zu sehen seien, ist – und war – stets interessengeleitet. Zugleich ist die Entscheidung zur Migration in aller Regel einer Vielzahl von Motiven unterworfen, die mal eher Zwangs-, mal eher den Charakter freiwilliger Entscheidung haben (Tilly 1978; Lucassen, Lucassen 2005). Hierzu gehören insbesondere auch Folgewanderungen, die nach dem Ausweichen vor direkter Gewalt den weiteren Weg bestimmen
Migration and Cultural Integration in Europe
The cultural impact of migration in European host societies gives rise to changes in European societies and their relationships with the world outside Europe. The project examined the political-cultural integration of immigrants in European countries and illustrated the extent to which cultural institutes can contribute to integration
Michael Gehler / Wolfram Kaiser / Brigitte Leucht (Hrsg.): Netzwerke im Europäischen Mehrebenensystem. Von 1945 bis zur Gegenwart (= Arbeitskreis Europäische Integration. Historische Forschungen, Bd. 6), Wien:: Böhlau Verlag, 2009, 282 S.
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
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