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Knowledge Transfer Processes in IT Outsourcing Relationships and their Impact on Shared Knowledge and Outsourcing Performance
14. Blumenberg, Stefan, Wagner, Heinz-Theo, and Beimborn, Daniel (2009). “Knowledge Transfer Processes in IT Outsourcing Relationships and their Impact on Shared Knowledge and Outsourcing Performance,” International Journal of Information Management (29:5), pp. 342-352
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
The Human Side of Business Process Standardization : a Theoretical and Empirical Investigation of Employee Process Change Acceptance
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2019Prozessstandardisierung wird nach wie vor forciert, um die Effizienz in Unternehmen zu steigern. Eines der prominentesten Beispiele aus der jüngsten Zeit ist die prozessorientierte Neuausrichtung der Lufthansa Gruppe, welche mithilfe von Prozessstandardisierung Synergien zwischen den Tochterairlines und den zugehörigen Prozessen schaffen möchte. Obwohl Prozessstandardisierung und die zugrundeliegende Managementdisziplin Business Process Management keine neuen Phänomene sind, erzeugen sie in Unternehmen dennoch einige Schwierigkeiten. Bisherige Forschungsarbeiten zeigen, dass vor allem fehlende Methoden zur Identifizierung von geeigneten Prozessen (Schäfermeyer et al. 2012), kulturelle Barrieren (vom Brocke and Sinnl 2011), sowie fehlende Prozessorientierung, aber auch fehlende Identifikation und Motivation auf Seiten der Mitarbeiter (Grau and Moormann 2014) Hauptgründe für das Scheitern von Prozessprojekten sind. Bei der Standardisierung von Prozessen kommt ein weiterer Faktor hinzu: die Akzeptanz der Mitarbeiter, die dem neuen Prozessstandard folgen sollen. In den meisten Fällen haben die Unternehmen, in denen standardisiert werden soll, bereits dokumentierte Prozesse oder die Mitarbeiter haben eigene Routinen, um ihre Aufgaben abzuarbeiten. Der neue Standard nutzt diese bereits existierenden Prozesse als Aufsatzpunkt oder ersetzt diese komplett. Aufgrund der radikalen Einflussnahme auf die tägliche Arbeit der Mitarbeiter, müssen diese im Rahmen der Prozessstandardisierung besonders berücksichtigt und ihre Akzeptanz gegenüber der veränderten Prozesse sichergestellt werden. Um die komplette Bandbreite der Mitarbeiterakzeptanz hinsichtlich Prozessstandardisierung abzudecken, wird im Folgenden der Terminus Prozessveränderungsakzeptanz verwendet.
Der erste Schritt in Richtung Prozessveränderungsakzeptanz wird durch eine prozessorientierte Arbeitsweise der Mitarbeiter gemacht. Diese neue Arbeitsweise beinhaltet sowohl die Möglichkeiten und Fähigkeiten, aber auch die Bereitschaft der Mitarbeiter in prozessorientierter und standardisierter Art und Weise zu denken und zu handeln. Um dies zu erreichen, müssen Organisationen zunächst die Faktoren verstehen, welche die Bereitschaft und die Motivation von Mitarbeitern prozessorientiert zu denken und zu handeln beeinflussen. Die aktuelle BPM-Literatur wendet sich zwar zunehmend den Mitarbeitern zu, indem BPM-Kultur (Hammer 2007; vom Brocke and Sinnl 2011; Willaert et al. 2007) sowie Mitarbeiterschulung und -befähigung (Kohlbacher and Gruenwald 2011a; Leyer et al. 2014; Škrinjar and Trkman 2013) immer häufiger diskutiert werden. Dennoch fokussiert sich die BPM-Literatur immer noch zu wenig auf die psychologischen Aspekte von Prozessmitarbeitern. Um Akzeptanz der Mitarbeiter gegenüber veränderten und standardisierten Prozessen zu erreichen, muss gänzlich verstanden werden, welche Faktoren diese beeinflussen.
Diese Dissertation beleuchtet detailliert die individuelle Perspektive der Prozessmitarbeiter und analysiert die Faktoren, welche die Prozessveränderungsakzeptanz von Mitarbeitern erhöht. Die übergeordnete Forschungsfrage der vorliegenden Dissertation lautet: Welche individuellen und motivatorischen Faktoren beeinflussen die Mitarbeiterakzeptanz gegenüber Prozessveränderungen? Diese Forschungsfrage (sowie deren abgeleiteten Forschungsfragen) wird mithilfe von neun Forschungsbeiträgen sowie eines multimethodischen Ansatzes beantwortet.
Das Fundament für diesen Ansatz stellen zwei Literaturanalysen dar, welche sowohl die verschiedenen Dimensionen von Prozessorientierung sowie Erfolgsfaktoren der Prozessstandardisierung beleuchten. Darauf aufbauend wurde der Einfluss von ausgewählten Faktoren auf die Prozessorientierung sowie die Prozessveränderungsakzeptanz von Mitarbeitern mithilfe von Fragebögen in unterschiedlichen Unternehmen und Industrien vermessen. Auf Grundlage dieser Daten wurden anschließend die unterschiedlichen Forschungsfragen unter Zuhilfenahme verschiedener theoretischer Konzepte, wie beispielsweise der Job Characteristics Theory, sowie unter Verwendung von verschiedenen Methoden analysiert.
Besonders von Bedeutung für eine detaillierte Analyse der Prozessveränderungsakzeptanz ist ein fundiertes Verständnis über Arbeit an sich sowie über Arbeitsbedingungen, welche die Motivation der Mitarbeiter positiv beeinflussen. Eine etablierte Theorie in diesem Kontext stellt die Job Characteristics Theory dar, welche den positiven Einfluss von sogenannten Arbeitscharakteristika (mediiert durch sogenannte psychologischen Stadien) auf die Arbeitsleistung der Mitarbeiter (wie beispielsweise Motivation, gute Arbeitsergebnisse, aber auch geringere Fehltage) postuliert. Die vorliegende Arbeit transferiert die Job Characteristics Theory auf das Thema Prozessveränderungsakzeptanz und untersucht den Einfluss der einzelnen Faktoren auf selbige. Neben den einzelnen Arbeitscharakteristika spielt auch die Bedeutung, die ein Mitarbeiter seiner Arbeit zuspricht (Meaningfulness of Work), eine entscheidende Rolle, ob Prozessveränderungen akzeptiert werden. Da Veränderungen (und vor allem Prozessstandardisierung) an sich häufig mit gefühlten Einschränkungen und Beschneidung des eigenen Verantwortungsbereichs einhergehen, werden diese von den Betroffenen als bedrohlich wahrgenommen. Gerade die Einschränkung des eigenen Wirkungsbereiches (durch beispielsweise geänderte und strikte Prozessvorgaben), hindert die betroffenen Mitarbeiter nach ihren eigenen höheren Zielen zu streben, wodurch eine sogenannte disharmonische Arbeitssituation erzeugt wird. Konkret bedeutet dies, dass Mitarbeiter Dinge tun müssen, die sie entweder nicht können oder nicht mögen. Aufgrund dieses gestörten Gleichgewichts sinkt die gefühlte Bedeutung der Arbeit, was jedoch vom Individuum vermieden wird. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass sobald das aktuelle Gefühl der Bedeutung der eigenen Arbeit angegriffen wird, die Bereitschaft Neues zu akzeptieren sinkt.
Neben der gefühlten Bedeutung, die ein Mitarbeiter seiner Arbeit zuspricht, spielt auch das Gefühl, als Person selbst sowie mit seinen Tätigkeiten eingebettet in einen großen, ganzen Prozess zu sein, eine bedeutende Rolle. Im Rahmen dieser Arbeit wird dieser Aspekt theoretisch aufgearbeitet und das Konstrukt Job Construals entwickelt sowie operationalisiert. Die beiden Aspekte, Job Construals und Meaningfulness of Work, weisen einige Ähnlichkeiten auf, sind aber in ihrer Ausrichtung sehr verschieden, was auch zu einer gewissen Rivalität zwischen den beiden Konzepten führt. Während sich Job Construals auf die Verbindung zwischen den Aktivitäten eines Mitarbeiters und den anderen Aktivitäten innerhalb eines Prozesses sowie deren Verbundenheit bezieht, fokussiert Meaningfulness of Work die Möglichkeit mithilfe der Prozesstätigkeiten höhere implizite Ziele zu erfüllen.
Für eine ganzheitliche Betrachtung, wird in dieser Arbeit auch der Einfluss einer Process Governance-Struktur sowie der eines BPM-Systems auf die Prozessveränderungsakzeptanz von Mitarbeitern betrachtet. Die Process Governance-Struktur wurde mithilfe eines Action Design Research-Ansatzes entwickelt, evaluiert und mittlerweile flächendeckend implementiert. Der Einfluss des BPM-Systems wurde mit einem quantitativen Ansatz analysiert.
Die im Rahmen dieser Arbeit gewonnen Erkenntnisse tragen dabei auf vielfältige Weise zum Stand der Forschung bei. So werden theoretische und empirische Erklärungen für den Einfluss der einzelnen Arbeitscharakteristika auf die Prozessveränderungsakzeptanz sowie die Bedeutung von Meaningfulness of Work und Job Construals dargestellt. Ferner wird das Konstrukt Job Construals in die Literatur eingeführt und ein zugehöriges Messmodell vorgestellt. Damit erweitert diese Arbeit die Erkenntnisse und auch den Fokus der bisherigen Forschung zu Prozessmanagement sowie Change Management. Zudem werden weitere Einflussfaktoren (wie beispielsweise eine Governance-Struktur oder ein BPM-System) detailliert analysiert.
Des Weiteren leistet diese Arbeit wichtige Implikationen für die Praxis. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung von Meaningfulness of Work und Job Construals für die erfolgreiche Veränderung von Prozessen. Unternehmen, die solche Veränderungen anstreben, dürfen neben nicht minder wichtigen Faktoren, wie beispielsweise einer Process Governance-Struktur, ihre Mitarbeiter nicht aus dem Fokus verlieren. Ganz konkret bedeutet dies, die Mitarbeiter aktiv in die Veränderungen einzubeziehen, ihnen die Möglichkeiten zu geben, sich und ihre Erfahrungen in die neuen Prozesse einzubringen sowie ihnen durch gezieltes Training und eine zielgruppenorientierte Darstellung der Prozesse ein gutes Gefühl der Eingebundenheit zu geben
Healthy workplace technology use : understanding the formation and mitigation of technostress
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2023Die Nutzung von Technologien am Arbeitsplatz kann bei Beschäftigten durch Aspekte wie ständige Erreichbarkeit, Überflutung und Unterbrechungen durch einkommende E-Mails oder anhaltende Softwareänderungen Stress verursachen. Dieser wird in der Forschung als Technostress bezeichnet (Tarafdar et al., 2019). In Deutschland erlebt jeder fünfte Arbeitnehmende Technostress (Gimpel et al., 2019). Unternehmen und Arbeitnehmende werden dadurch vor große Herausforderungen gestellt, da die Gesundheit von Beschäftigten und die Produktivität von Unternehmen beeinträchtigen werden. Technostress impliziert beispielsweise negative Konsequenzen wie Erschöpfung bis hin zu Burnout und eine reduzierte Arbeitsleistung (Maier et al., 2019). Daher beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit Technostress am Arbeitsplatz und verfolgt zwei Forschungsziele:
Forschungsziel 1: Verständnis für die Entstehung von Technostress
Forschungsziel 2: Verständnis für die Reduktion von Technostress
Das erste Kapitel der Dissertation fokussiert sich darauf, wie Technostress entsteht, insbesondere welche Einflussfaktoren zusammenspielen. Diese Erkenntnisse bilden die Basis für das zweite Kapitel, das sich damit beschäftigt, wie Technostress reduziert werden kann und welche Grenzen und Schwierigkeiten es hierbei gibt.
Die Ergebnisse des ersten Kapitels zeigen, dass Technostress nicht nur durch die Technologie selbst und deren Eigenschaften, wie z.B. deren Komplexität oder Veränderungsgeschwindigkeit, entsteht (Ayyagari et al., 2011). Auch Eigenschaften der Person, beziehungsweise bestimmte Persönlichkeitsprofile können dazu führen, dass manche Personen anfälliger für Technostress sind als andere Personen. Zudem können sich verschiedene Auslöser von Technostress gegenseitig verstärken, wohingegen die Beschäftigten bestimmte Konstellationen von Auslösern auch tolerieren können. Insgesamt werden psychologische Konsequenzen wie Burnout frühzeitiger, beziehungsweise durch weniger Auslöser hervorgerufen als verhaltensbezogene Konsequenzen wie eine reduzierte Arbeitsleistung.
Während die Persönlichkeitsprofile Hinweise darauf geben, wer besonders gefährdet ist, können diese Profile zur Technostressreduktion nicht verändert werden, da sie über den Zeitverlauf stabil sind (Contrada & Baum, 2011). Das zweite Kapitel der Dissertation zeigt aber, dass es vielfältige andere Strategien gibt. Arbeitnehmende können eine aktive Rolle zur Reduktion ihres Technostresses einnehmen. Beispielsweise führt höhere Achtsamkeit zu weniger Technostress und Betroffene können diese durch systematische Programme aktiv steigern. Ein weiterer Ansatzpunkt liegt im Arbeitsumfeld, das heißt in der Organisation, den arbeitsbezogenen Technologien und dem sozialen Umfeld. Mögliche Strategien sind hierbei beispielsweise die Einführung niederschwelliger Unterstützung durch Kontaktpersonen und einer „Pull not push“-Kultur. Bei einer „Pull not push“-Kultur werden die relevanten Informationen zum gewünschten
Zeitpunkt durch technische Unterstützung wie z.B. Chatbots oder interne Wikis eingeholt, anstatt dass Beschäftigte zu einem beliebigen Zeitpunkt damit konfrontiert werden. Weitere Strategien sind die Förderung der Kommunikation zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden sowie die Etablierung eines Führungsstils, der den Technostress und die digitale Gesundheit der Mitarbeitenden in den Vordergrund stellt (digital health-oriented leadership).
Allerdings zeigt sich, dass die jeweiligen Strategien zur Technostressreduktion im Arbeitsumfeld auch zu negativen Effekten führen können. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass die Strategien zwar die Intensität mancher Auslöser von Technostress reduzieren, aber die Intensität anderer dafür verstärken und dass die Strategien nur für manche Mitarbeitenden eine Erleichterung bringen, aber bei anderen wiederum vermehrt Belastungen herbeiführen.
Durch die im Rahmen der Dissertation erzielten Ergebnisse können Erkenntnisse für die Theorie und Praxis zur Technostressentstehung und -reduktion abgeleitet werden. Insgesamt zeigt sich, dass Technostress durch ein komplexes Zusammenspiel in Form von Komplementarität, Kontingenz und Substitution von verschiedenen Auslösern entsteht und das Technostresserleben individuell abhängig von Persönlichkeitsprofilen ist. Strategien zur Reduktion auf technologischer Ebene können entweder implizieren, dass die stressauslösende Technologie selbst verändert wird (Technologie als Subjekt) oder aber auch, dass zusätzliche Technologie eingeführt wird, beispielsweise eine E-Mailticketsystem oder ein Notfallkanal (Technologie als Objekt). Zudem spielt Kommunikation zwischen den Personengruppen Führungskräfte, Mitarbeitende, Kollegen sowie Kunden eine zentrale Rolle bei der Technostressreduktion. Strategien zielen hierbei entweder darauf ab, das Ausmaß, den Zeitpunkt oder den Kanal der Kommunikation zu verändern. Für die Praxis empfiehlt sich, Maßnahmen zur Technostressreduktion in einen Prozess einzubinden, der damit startet, die betroffenen Personen und Auslöser zu identifizieren. Darauf aufbauend können für die identifizierten Auslöser die effektivsten Strategien ausgewählt und implementiert werden. Da diese wiederum negative Effekte auslösen können, sollten die Strategien nach deren Implementierung evaluiert werden und aufbauend auf dem Evaluationsergebnis angepasst oder mit weiteren Maßnahmen kombiniert werden.
Ein systemischer Ansatz, der sowohl das Zusammenspiel unterschiedlicher Auslöser von Technostress als auch individuelle Unterschiede und mögliche unbeabsichtigte Effekte von Strategien zur Technostressreduktion beachtet, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Vorhersage, zielgerichtete Prävention und effektive Reduktion von Technostress
Acceptance and Usage Analysis of Information Technologies, Especially Emergency Response Information Systems, in Fire Departments
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2024
In reference to IEEE copyrighted material which is used with permission in this thesis, the IEEE does not endorse any of Otto-Friedrich-Universität Bamberg’s products or services. Internal or personal use of this material is permitted. If interested in reprinting/republishing IEEE copyrighted material for advertising or promotional purposes or for creating new collective works for resale or redistribution, please go to http://www.ieee.org/publications_standards/publications/rights/rights_link.html to learn how to obtain a License from RightsLink. If applicable, University Microfilms and/or ProQuest Library, or the Archives of Canada may supply single copies of the dissertation.
Von der genannten Lizenzangabe ausgenommen sind folgende Bestandteile dieser Dissertation:
Die Artikel I "What is Known and What Remains Unexplored: A Review of the Firefighter Information Technologies Literature" (S. 38-62), Artikel III "The Good, the Bad and the Indispensable – Insights into the Practical Potential of Emergency Response Information Systems and Drones for Firefighters" (S. 88-106) und Artikel VIII "Which Factors Govern the Use of Emergency Response Information Systems? Insights from an Ethnographical Study of a Voluntary Fire Department" (S. 216-235) stehen unter der CC-Lizenz CC BY-NC-ND.
Lizenzvertrag: Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivs 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
Der Artikel IX "Determinants for the Acceptance of Emergency Response Information Systems: Ethnographical Insights into the Digitalisation of a Voluntary Fire Department" (S. 238-270) steht unter der CC-Lizenz CC BY.
Lizenzvertrag: Creative Commons Attribution 4.0
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/Fire departments are among the most versatile and widespread emergency management organizations. To support their digitalization, innovative firefighter information technologies (FITs) such as emergency response information systems (ERIS) are suggested. Despite theoretical potentials like raised situation awareness, however, these technologies disseminate only slowly in practice. This raises the following overarching research question: Under which circumstances will emerging firefighter information technologies get accepted and used? To answer it, this dissertation is composed of three parts. Part 1 establishes the status quo of FITs. For the theoretical perspective, a literature review structures the domain and identifies remaining literature gaps. For the practical perspective, a survey examines the dissemination and perception of several technologies among firefighters. Part 2 reveals potential factors for the acceptance of FITs. An interview study identifies such factors for various technologies as well as FITs in general. It is complemented by a laboratory experiment that exemplifies the influence of information format on firefighter performance. Part 3 explains the acceptance of ERIS. A specific acceptance model is iteratively developed and evaluated via structural equation modelling. Remaining blind spots are addressed by an ethnography, which adds practical insights. Each of the studies has been published in one or two papers, resulting in a total of nine papers included in this cumulative dissertation. The results are multi-facetted and hold several implications for academia, practice, and policy. Amongst others, the dissertation provides a theoretical foundation of the FIT domain, an explanation of FIT acceptance, a contextualization of existing acceptance models, indications for the design of FITs, and suggestions to facilitate the digitalization of fire departments. Overall, this dissertation resembles a significant evolution of a small, comparably unexplored, but undisputedly relevant research domain.Feuerwehren gehören zu den vielseitigsten und verbreitetsten Hilfsorganisationen. Um ihre Digitalisierung zu unterstützen, werden innovative Feuerwehrinformationstechnologien (FIT), z.B. Führungsunterstützungssysteme, im Englischen emergency response information systems (ERIS) genannt, vorgeschlagen. Trotz theoretischer Potenziale, wie verbessertem Situationsbewusstsein, verbreiten sich diese Technologien jedoch nur langsam in der Praxis. Dies wirft die folgende übergeordnete Forschungsfrage auf: Unter welchen Umständen werden aufkommende Feuerwehrinformationstechnologien angenommen und eingesetzt? Um sie zu beantworten, ist diese Dissertation in drei Teile gegliedert. Teil 1 erarbeitet den Status quo zu FIT. Aus theoretischer Perspektive strukturiert eine Literatur-Review die Domäne und identifiziert bestehende Forschungslücken. Aus praktischer Perspektive untersucht eine Umfrage die Verbreitung und Wahrnehmung verschiedener Technologien unter Feuerwehrleuten. Teil 2 identifiziert potenzielle Faktoren für die Akzeptanz von FIT. Mittels Interview-Studie werden zahlreiche Faktoren für einzelne Technologien sowie für FIT im Allgemeinen herausgearbeitet. Sie wird ergänzt durch ein Laborexperiment, das exemplarisch den Einfluss des Informationsformats auf die Leistung von Feuerwehrleuten untersucht. Teil 3 erklärt die Akzeptanz von ERIS. Ein spezifisches Akzeptanzmodell wird als Strukturgleichungsmodell iterativ entwickelt und evaluiert. Verbleibende Schwachstellen werden mittels Ethnografie adressiert, die praktische Einblicke ergänzt. Jede der Studien wurde in einem oder zwei Artikeln veröffentlicht, was in insgesamt neun Artikeln resultiert, die in dieser kumulativen Dissertation enthalten sind. Die Ergebnisse sind vielseitig und umfassen verschiedene wissenschaftliche, praktische und politische Implikationen. Unter anderem bietet die Dissertation ein theoretisches Fundament für die FIT-Domäne, eine Erklärung der FIT-Akzeptanz, die Kontextualisierung bestehender Akzeptanzmodelle, Hinweise für die Entwicklung von FIT und Vorschläge zur Erleichterung der Digitalisierung von Feuerwehren. Zusammenfassend stellt diese Dissertation die signifikante Weiterentwicklung eines kleinen, vergleichsweise unerforschten, jedoch unbestritten relevanten Forschungsbereichs dar
Business/IT Shared Understanding : an Empirical Analysis of the Contextual Formation and Time-Dependent Evolution of Shared Understanding Among Business and IT Professionals
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2019Das gemeinsame Verständnis zwischen IT und Fachbereichen wurde in vergangenen For-schungsstudien immer wieder als eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine harmonische und effektive Zusammenarbeit identifiziert. Ein hohes gemeinsames Verständnis unterstützt die Entwicklung von strategischen Business/IT Alignment, das Anforderungsmanagement in der Softwareentwicklung sowie die Systemimplementierung in Infrastrukturprojekten. Auch wenn die Relevanz eines gemeinsamen Verständnisses immer wieder hervorgehoben wird, so weichen die Beschreibungen des Konzeptes teilweise stark voneinander ab. Beispielweise be-schreiben Forschungen im Bereich des strategischen Alignments das gemeinsame Verständnis als Einigkeit zwischen CIO und CEO über die Rolle der IT in der Organisation, während die Forschungen im Bereich der Teamkoordination gemeinsame Wertvorstellungen oder das Ver-ständnis über die Vorlieben, Stärken und Schwächen der Teammitglieder in den Vordergrund rücken. Die unterschiedlichen Konzeptualisierungen haben einen direkten Einfluss auf die Forschungsergebnisse, aus denen teilweise sehr widersprüchliche Empfehlungen abgleitet wer-den. So herrscht beispielsweise Uneinigkeit, ob das gemeinsame Verständnis in strukturierten Arbeitsumfeldern an Relevanz verliert. Die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses binde viele Ressourcen, während das gemeinsame Verständnis in strukturierten Arbeitsumfel-dern gleichzeitig an Relevanz verliere. Andere Forschungen legen dar, dass nicht die Relevanz im Allgemeinen sinke, sondern dass sich lediglich die Relevanz einzelner Dimensionen ver-schiebe. Die kontextbezogene und aktuelle (zeitbezogene) Situation in der Kooperation be-stimme also die Konzeptualisierung und somit die Relevanz einzelner Dimensionen eines ge-meinsamen Verständnisses.
Um die Ausprägungen des gemeinsamen Verständnisses zu erforschen, unterscheidet diese Arbeit somit zwischen den Kontingenzfaktoren Kontext und Zeit. Es wird angenommen, dass sich die Ausprägungen und Einflüsse des gemeinsamen Verständnisses in Abhängigkeit zum Kontext, in der es entwickelt wird, sowie im Zeitverlauf verändert. Die resultierende For-schungsfrage lautet:
Wie beeinflussen der Kontext und die Zeit die Entwicklung des gemeinsamen Verständnisses und dessen Einfluss auf den Erfolg der Zusammenarbeit zwischen Fach- und IT-Bereichen?
Zur Beantwortung der Forschungsfrage ist diese Dissertation in drei Themenblöcke gegliedert. Der erste Teil der Arbeit analysiert und konsolidiert die bisherigen Diskussionen im zugrunde-liegenden Forschungsumfeld. Dabei werden die Ergebnisse aus verschiedenen Forschungs-strängen (Paper I) zu einem umfassenden Konzept zusammengefasst (Paper II) und Empfeh-lungen für die Operationalisierung entwickelt (Paper III). Der zweite Teil der Arbeit kon-zentriert sich auf die kontextbezogenen Konzeptualisierungen und Einfluss des gemeinsamen Verständnisses auf den Erfolg der Kooperation. Ein zu dem Zweck entwickeltes Rahmenwerk (Paper IV) wird in einer explorativen Fallstudienserie mit qualitativen Belegen untermauert (Paper V). In einer abschließenden empirischen Studie (Paper VI) wird der statistische Zu-sammenhang zwischen dem Kontingenzfaktor Komplexität und dem gemeinsamen Verständ-nis zwischen Fach- und IT-Bereichen analysiert. Der dritte Teil der Arbeit konzentriert sich auf den zweiten Kontingenzfaktoren im Forschungsmodell: die Zeit. Eine Folge von zwei longitu-dinalen Fallstudienserien (Paper VII und Paper VIII) bildet das Fundament für die anschlie-ßende empirische Studie (Paper IX), in der die Entwicklung sowie Auswirkungen des gemein-samen Verständnisses im Lebenszyklus von IT-Projekten analysiert wird.
Die Ergebnisse der Dissertation zeigen, dass das gemeinsame Verständnis zwischen Fach- und IT-Bereichen ein multidimensionales Konstrukt darstellt, welches sich entsprechend des Kon-textes im Zeitverlauf verändert. Die entwickelten Rahmenwerke können in Forschung und Praxis angewandt werden, um ein tieferes Verständnis der Auswirkungen des gemeinsamen Verständnisses innerhalb und zwischen verschiedenen Kooperationsformen und über die Zeit zu erreichen. Die drei wichtigsten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
Erstens hilft diese Dissertation die Vielzahl an Konzeptualisierungen zu strukturieren, indem ein umfassendes Konzept entwickelt wird, das die wichtigsten Dimensionen bisheriger For-schung umfasst. Das Konzept wird durch empirische Belege gefestigt, die zeigen, dass die Be-deutung von „gemeinsam“ von der jeweiligen Dimension abhängt, über die ein gemeinsames Verständnis herrschen soll. Gemeinsames Verständnis von technischen und aufgabenspezifi-schen Aspekten muss als ähnlich oder teilweise überlappend verstanden werden, da diese Über-lappungen den Kooperationspartner helfen, gemeinsame Lösungsverfahren zu entwickeln. Im Gegensatz dazu sollte das gemeinsame Verständnis zu fachlichen, geschäftsspezifischen As-pekten als verteiltes oder kompatibles Verständnis konzipiert werden, da die Herausforderung in der Regel darin besteht, das Fachwissen verschiedener Personen zu nutzen und neue Ideen und Ansätze zu entwickeln.
Zweitens trägt diese Dissertation zur Diskussion über die Relevanz des gemeinsamen Ver-ständnisses in strukturierten Arbeitsumgebungen (d.h. modulare IT- und Geschäftsstrukturen) bei. Die Ergebnisse widersprechen früheren Untersuchungen, die argumentieren, dass die Notwendigkeit des Wissensaustauschs in strukturierten Umgebungen abnimmt. Ein gemein-sames Verständnis, welches durch eine strukturierte Umgebung gefördert wird, steigert den positiven Effekt einer strukturierten Umgebung auf den Kooperationserfolg zusätzlich. Jedoch zeigt sich auch, dass eine strukturierte Umgebung die Entwicklung des gemeinsamen Ver-ständnisses nicht per se fördert, wie bisher angenommen. Vielmehr ist die Kombination aus fachlicher und technischer Arbeitsumgebungsstruktur von zentraler Bedeutung.
Drittens unterstreichen die Ergebnisse, dass eine universelle Empfehlung für das ideale Timing in der Implementierung des gemeinsamen Verständnisses nicht möglich ist. Unterschiedliche Perspektiven des gemeinsamen Verständnisses beeinflussen den Kooperationserfolg in unter-schiedlichen Phasen der Kooperation. Ein überlappendes Verständnis der IT-Domäne zu Be-ginn einer Kooperation hilft dem Team, den Ablauf der Kooperation zu strukturieren, während ein überlappendes Verständnis von aufgabenbezogenen Aspekten im weiteren Verlauf hilfreich ist, um den Fokus der gemeinsamen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Ein unterschiedli-ches bzw. ergänzendes fachliches Verständnis über alle Teammitglieder in den späteren Koope-rationsphasen trägt zum Teamerfolg bei, indem es dem Team hilft das Fachwissen zu konsoli-dieren und etwas Neues zu schaffen. Somit ist eine zeitabhängige Kombination der verschie-denen Perspektiven des gemeinsamen Verständnisses wichtig, um den Kooperationserfolg zu maximieren.
Diese Dissertation unterstreicht die Notwendigkeit einer gezielteren Diskussion der Entste-hung und Wirkung des gemeinsamen Verständnisses zwischen Fach- und IT-Bereichen, um scheinbar widersprüchliche Forschungsergebnisse zu vereinen und konkrete Empfehlungen für die Praxis zu entwickeln. Dabei erweitert die Dissertation Tiefe und Spezifizität zu früheren, eher universellen Empfehlungen, welche leicht missinterpretiert werden können, und öffnet damit neue Türen in der laufenden Forschung zum gemeinsamen Verständnis zwischen Fach- und IT-Bereichen
Towards Effective Use of Technology-Enabled Systems in Emergency Management and Crisis Situations
Kumulative Dissertation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 2021Natural and human-made disasters such as floods, epidemics, and terrorist attacks pose significant threats to societies worldwide. To minimize causalties during disaster situations and respond effectively, those involved in disaster management depend on information. Research acknowledges widely that impediments to information access and diffusion can lead to a number of failures, such as inappropriate resource allocation, late warning, delayed evacuations, and counterproductive prioritization of sequential relief operations. These failures, in turn, can exacerbate a crisis escalation and even lead to higher numbers of causalties during disaster response. This is why effective use of emergency management information systems (EMIS) is crucial in disaster management. EMIS make it possible to store, visualize, distribute, and access disaster-related information; they enable digital representations of event-specific data and support information exchange among individuals involved in disaster management activities at different locations.
EMIS include tools such as proprietary response software, databases, and radio equipment; warning systems such as sirens, radio, and warning apps, or open source software. Some EMIS, such as purpose-build systems, can be accessed only by a restricted user group, whereas other systems are publicly available, such as public social media. The support EMIS offer disaster management in providing relevant information and supporting collaboration within the involved user groups make their use critical. However, EMIS make a difference in disaster management only if they are leveraged and integrated effectively in the relevant activities. Effective use of EMIS means they support users such as those from professional emergency response, government agencies, and affected communities and businesses in taking informed actions to respond to a disaster event—which depends highly on accurate, relevant, and timely information.
The overall objective of this cumulative dissertation is to help researchers and practitioners obtain a deeper understanding of the potential of EMIS for emergency-related information ex-change and how EMIS can be leveraged effectively. The studies included in this dissertation aim to provide theoretically grounded and empirically verified insights as well as practical rec-ommendations regarding the use of EMIS in disaster management by organizations and the public and how using EMIS can support disaster-related activities
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