1,721,110 research outputs found
Automatic postprocessing for the assessment of quantitative human myocardial perfusion using MRI
Retrospektive und prospektive Datenauswertung eines operationsbegleitenden Computerprogramms
Die heutige Medizin muss eine sichere Patientenversorgung mit hohen Qualitätsansprüchen bieten und gleichzeitig den ökonomischen Ansprüchen gerecht werden. Des Weiteren fungieren Krankenhäuser als Ausbildungsstätte für Ärzte mit der Aufgabe, sie zu kompetenten Fachärzten auszubilden. Um allen Ansprüchen gerecht zu werden, findet im Krankenhaus eine zunehmende Digitalisierung statt.
Diese Arbeit untersucht die Verwendung des computerbegleitenden Operationsprogramms Surgical Procedure Manager (SPM) bei sechs häufigen Eingriffen in der Unfallchirurgie. In einem Zeitraum zwischen 2019 und 2021 wurden insgesamt 198 Eingriffe an Patienten der unfallchirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Ulm ausgewählt. Dabei handelte es sich um Frakturversorgungen bei distalen Radiusfrakturen, proximalen Humerusfrakturen, Wirbelkörperfrakturen, proximalen Femurfrakturen und Sprunggelenksfrakturen. Bei allen Eingriffen wird die Schnitt-Naht-Zeit, die Wechselzeiten, die intraoperative Strahlenbelastung und der Ausbildungsstand des Operateurs erfasst. SPM erfasst anhand eines vorher festgelegten standardisierten Workflows zusätzlich die Dauer der Operationsschritte, der Operationsphasen und die gesamte Operationszeit. Zusätzlich können Abweichungen vom Operationsverlauf und Komplikationen dokumentiert werden. Während einer Operation ist der aktuelle und die beiden kommende Operationsschritte auf einem Bildschirm für alle Anwesenden zu sehen.
Das Ziel dieser Arbeit ist es, die SPM-Gruppe und die Kontrollgruppe bezüglich der Dauer der Schnitt-Naht-Zeiten und der Wechselzeiten zu untersuchen. Der Einfluss des Ausbildungsstandes des Operateurs auf die Schnitt-Naht-Zeit, die einzelnen Operationschritte und die intraoperative Strahlenbelastung wird untersucht. Des Weiteren wird das Auftreten kritischer Ereignisse analysiert.
Die Schnitt-Naht-Zeiten der Kontrollgruppe (42 min) sind signifikant kürzer als die Schnitt-Naht-Zeiten der SPM-Gruppe (49 min) (p= 0,018). Bei den Wechselzeiten ergibt sich kein signifikanter Unterschied zwischen Kontrollgruppe und SPM-Gruppe. Sowohl in der SPM-Gruppe als auch in der Kontrollgruppe sind die durch Oberärzte durchgeführten Eingriffe durchschnittlich zwischen 6 min bis 20,5 min schneller. Der Unterschied ist bei den Sprunggelenksfrakturen der Kontrollgruppe statistisch signifikant (p=0,006). Sowohl der Ausbildungsstand als auch die Frakturklassifikationen haben einen Einfluss auf die intraoperative Strahlenbelastung. Bei komplexeren Frakturen oder unerfahrenen Operateuren zeigt sich eine höhere intraoperative Strahlenbelastung, ohne dass der Unterschied statistisch signifikant ist. In 5,5 % der Fälle in der SPM-Gruppe und 3,7% der Kontrollgruppe treten leichte Komplikationen während der Operation auf. SPM verzeichnet in sieben Fällen Komplikationen. Aufgrund der insgesamt geringen Fallzahlen und der Erfassung von sechs verschiedenen Operationsverfahren ist die Aussagekraft einiger Ergebnisse reduziert. Bisher existieren wenig Publikationen, auch in anderen Fachgebieten, die den Einfluss von SPM auf den Operationsablauf untersuchen
Auswertung bildmorphologischer Kriterien bei alveolärer Echinokokkose der Leber anhand der EMUC-CT-Klassifikation
Zielsetzung: Im Rahmen dieser Studie wurde erstmals die unlängst von T. Graeter et al. vorgestellte EMUC-CT-Klassifikation (Echinococcus multilocularis Ulm Classification – Computed tomography) im Verlauf von zwei CT-Untersuchungen hinsichtlich der Veränderung morphologischer Kriterien im Verlauf der Erkrankung unter kontinuierlicher antihelminthischer Therapie mittels Benzimidazolen bewertet. Material und Methoden: Es wurde retrospektiv ein Studienkollektiv von 72 Patienten (38 weiblich, 34 männlich) der Echinococcus-multilocularis-Datenbank der Universitätsklinik Ulm ausgewertet. Das mittlere Alter zum Zeitpunkt der Auswertung betrug 65,8 ± 16,2 Jahre. Die mittlere Zeit zwischen Baseline-CT und Follow-Up-CT betrug 39,8 ± 16,7 Monate. Alle CT-Untersuchungen wurden an der Universitätsklinik Ulm zwischen 2006 und 2014 durchgeführt. Patienten mit operativen Therapieansatz waren ausgeschlossen. Ergebnisse: Es konnte bestätigt werden, dass sich der Primärmorphologietyp als konstantester Teil der Klassifikation verhält, wohingegen das Kalzifikationsmuster als variablerer Teil der Klassifikation gilt. Die Assoziation von einzelnen Primärmorphologietypen mit bestimmten Kalzifikationsmustern wurde ebenfalls bestätigt. Die Läsionsgröße ist unter kontinuierlicher Therapie mittels Benzimidazolen meist abnehmend. Sowohl die Läsionsgröße, als auch die Anzahl der Läsionen unterscheidet sich bei den einzelnen Primärmorphologietypen. Der Anteil an extrahepatischer Beteiligung, sowie an vaskulärer und biliärer Beteiligung der Läsionen ist bei den einzelnen Primärmorphologietypen unterschiedlich hoch.
Schlussfolgerung: Die einzelnen Primärmorphologietypen zeigen unterschiedliche prognostische Tendenzen. Sie unterscheiden sich hinsichtlich der Größe und Anzahl ihrer Läsionen, sowie dem Anteil an extrahepatischer, vaskulärer und biliärer Beteiligung. Die Läsionsgröße ist im Verlauf unter kontinuierlicher antihelminthischer Therapie mittels Benzimidazolen meist abnehmend. Zukünftig könnten die Ergebnisse dieser Studie möglicherweise in die Therapieplanung von Patienten mit alveolärer Echinokokkose miteinbezogen werden
Vergleich von MR-tomografisch ermittelten Signal-Intensitäts-Verhältnissen zwischen Leber und Muskel an Scannern verschiedener Hersteller zur Evaluierung einer eventuellen Plattform-Abhängigkeit der Leber-Eisen-Bestimmung
Das Ziel dieser Dissertation war es, einen Teilbereich des Verfahrens zu validieren, bei dem mittels im Magnetresonanztomografen erhobener Signalintensitätsverhältnisse der Eisengehalt der Leber im Körper bestimmt werden kann, da die kontinuierliche Entnahme eines Leberbiopsats zur Eisenwertermittlung auf Grund der hohen Invasivität nicht mehr als Standard betrachtet wird. Hierbei wurde der Vergleich der Signalintensitätsverhältnisse mit vier verschiedenen Aufnahmesequenzen an zwei verschiedenen Scannern durchgeführt.
Die Ergebnisse zeigen in allen vier Aufnahmesequenzen eine signifikante Korrelation mit
einem minimalen Korrelationskoeffizienten von r=0,982 nach Spearman zwischen den Daten der beiden unterschiedlichen Magnetresonanztomografen. Zusätzlich lässt sich feststellen, dass der Vergleich der Signalintensitätsverhältnisse, die mit einem 90° Flipwinkel aufgenommen wurden, deutlich geringere durchschnittliche Differenzen aufweist als der Vergleich der Signalintensitätsverhältnisse aus den Aufnahmen mit einem 20° Flipwinkel. Die minimale durchschnittliche Differenz der Signalintensitätsverhältnisse wurde bei den Aufnahmen ohne Radio Frequency spoiling bei einem Flipwinkel von 90°
Grad mit 0,056 bzw. 23,56 % gemessen.
Somit lässt sich feststellen, dass zwischen den erhobenen Daten der Aufnahmen mit
einem 90° Flipwinkel durch zwei verschiedene Magnetresonanztomografen nur minimale Unterschiede bestehen. Aus klinischer Sicht lässt sich schlussfolgern, dass die Bestimmung von Lebereisenwerten durch das magnetresonanztomografisch gestützte Verfahren des Signalintensitätsvergleiches auf verschiedenen Scannern annähernd die gleichen Ergebnisse liefern sollte, da die Signalintensitätsverhältnisse, aus denen die Lebereisenwerte berechnet werden, korrelieren. Diese Aussage trifft in erster Linie für die Untersuchungen mit einem 90° Flipwinkel zu. Bei einem Flipwinkel von 20° wäre für jeden Scanner eine extra Kalibration erforderlich, da die Daten zwar korrelieren, aber nicht
übereinstimmen
Sarkopenie bei gastroösophagealen Tumorpatienten
Die Sarkopenie als schwerwiegende Skelettmuskelerkrankung mit bis heute weltweit nicht einheitlich festgelegten diagnostischen Kriterien gilt als negativer prognostischer Faktor bei Patienten mit bösartigen Tumoren. Neben anderen diagnostischen Methoden kann die Computertomographie, die im Rahmen von Staginguntersuchungen bei Tumorpatienten ohnehin durchgeführt wird, für die Sarkopenie-Diagnostik zusätzliche Informationen bieten. In der vorliegenden Studie wurden auf der Grundlage von computertomographischen Datensätzen die Prävalenz der Sarkopenie und deren prognostischer Einfluss in einem Patientenkollektiv mit diagnostiziertem Magen- oder Ösophaguskarzinom untersucht. Das Ziel war es, dazu sowohl die klinische Praktikabilität und Aussagekraft einer konventionellen Methode auf der Grundlage von Muskelsegmentierungen als auch die Möglichkeiten des Machine-Learnings basierend auf Radiomic-Features zu testen.
CT-Datensätze von 83 Patienten, die zum Zeitpunkt der Erstdiagnose und während eines Nachbeobachtungszeitraums von einem Jahr aufgenommen worden sind, wurden retrospektiv ausgewertet. Insgesamt wurden 330 Datensätze analysiert. Als Grundlage für die statistische Analyse wurden drei Zeitpunkte (t) definiert, um den Krankheitsverlauf zu strukturieren: t1 = Erstdiagnose, t2 = nach neoadjuvanter Chemotherapie und t3 = Ende des ersten Jahres nach erfolgter Operation. Zur Definition und Diagnostik der Sarkopenie wurde der Psoasmuskelindex (TPI) erhoben. Als Datengrundlage zur Entwicklung von Machine-Learning-Modellen wurden zusätzlich der Musculus erector spinae und der Musculus quadratus lumborum segmentiert und daraus Radiomic-Features generiert. Das Outcome der Patienten wurde über das erreichte „Response Evaluation Criteria in Solid Tumors” (RECIST)-Stadium ein Jahr nach erfolgter Operation definiert. Um eine möglichst homogene Basis zu schaffen, wurde der Fokus bei allen durchgeführten Analysen auf das Patientenkollektiv gelegt, das eine operative Therapie erhielt und damit einen ähnlichen Therapieverlauf aufwies. Die entwickelten Machine-Learning-Modelle basieren auf den etablierten Algorithmen Decision Tree (DT), K-Nearest Neighbor (KNN) und Random Forest (RF). Um die Leistung der Modelle zu bewerten, wurde die 10-fold Cross-Validation genutzt sowie die Accuracy (ACC) und die Area under the curve (AUC) berechnet.
Die deskriptive Analyse zur Charakterisierung des Patientenkollektivs ergab ein medianes Alter von 64 Jahren und ein Überwiegen männlicher (74 %) gegenüber weiblichen (26 %) Patienten. Vor der Operation erhielten alle Patienten eine neoadjuvante Therapie. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass die geschlechtsspezifische Prävalenz der Sarkopenie im Verlauf der hier betrachteten Zeitspanne zwischen 15 und 25 % lag. Der Quartilsschwellenwert des TPI nahm über den Verlauf der Therapie signifikant ab und zeigte einen signifikanten Zusammenhang zum BMI der Patienten. Eine diagnostizierte Sarkopenie hatte keinen prognostischen Einfluss auf den Therapieverlauf und somit auf das Outcome der Patienten. Die entwickelten Machine-Learning-Modelle zeigten vielversprechende Ergebnisse: Auf der Grundlage der generierten Radiomic-Features konnten, unabhängig von beeinflussenden Faktoren, sowohl die Sarkopenie als auch das Outcome der Patienten diagnostiziert bzw. prognostiziert werden, wobei die besten Ergebnisse für den Musculus psoas major unter Verwendung des RF-Algorithmus erzielt wurden.
Zusammenfassend geht aus der vorliegenden Studie Folgendes hervor: Die Diagnostik der Sarkopenie über den TPI zeigt sich als klinisch effizient umsetzbare Methode. Der Quartilsschwellenwert des TPI als Grenzwert für die Diagnostik ist als begrenzt aussagekräftig zu bewerten. Die auf diesem Weg diagnostizierte Sarkopenie bestätigt sich nicht als prognostischer Risikofaktor für das Kollektiv unserer Studie. Stattdessen zeigen sich die entwickelten Machine-Learning-Modelle als vielversprechende Alternativen mit großem Potenzial für zukünftige klinische Anwendungen
Nichtinvasive separate Bestimmung von aggregiertem und gelöstem Eisen im Leberparenchym mittels MRT und deren Beziehung zum Gesamtlebereisengehalt
Thematik: Die Gewebeparameter RR2 (reduzierte transversale Relaxationsrate) und AI (Aggregationsindex), welche die Mengen an Ferritin und Hämosiderin im Leberparenchym ergeben sollen, wurden mittels der 1,5 Tesla MRT über Multikontrast-Turbospinecho-(MC-TSE)-Sequenzen bestimmt und deren Beziehung zum Gesamtlebereisengehalt untersucht. Eine genaue Lebereisenbestimmung als Marker für den Körpereisenstatus ist für die Diagnosestellung und das Therapiemonitoring bei Eisenüberladung von großer Bedeutung, um Eisentoxizität und Nebenwirkungen der Chelatoren entgegenwirken zu können.
Patienten und Methoden: In einem Erhebungszeitraum von Dezember 2011 bis August 2014 ergab sich letztendlich eine Stichprobengröße von 53 Patienten, die zur Lebereisenmessung bei Eisenüberladung unterschiedlicher Genese in der Diagnostischen und Interventionellen Radiologie der Universitätsklinik Ulm vorstellig wurden. Die MC-TSE-Bildauswertung erfolgte über eine in der radiologischen Abteilung programmierten Software. Der Lebereisen-(LIC)-Referenzwert wurde über die konventionelle Relaxationsrate (R2) mittels Spinecho-(SE)-Sequenzen zentral durch die Firma FerriScan® bestimmt.
Ergebnisse: Die RR2 korrelierte nur schwach mit dem LIC-FerriScan®. Die Regressionsanalyse ergab keine eindeutige Abhängigkeit beider Parameter. Der AI korrelierte mit dem LIC-Referenzwert besonders stark im unteren Wertebereich. Eine deutlichere Abhängigkeit der Parameter erwies sich bei Anpassung der Daten an einen kurvenförmigen Verlauf. Bei der Analyse des Einflusses der Grunderkrankung zeigten sich Zusammenhang und Abhängigkeit der Werte in der Gruppe der Anämien mit effektiver Erythropoese stärker als in der Gruppe der Anämie mit ineffektiver Erythropoese. Schlussendlich konnte mit einer vielversprechenden Methode zur nichtinvasiven Lebereisenmessung gezeigt werden, dass der AI teils gut durch den Gesamtlebereisengehalt abgebildet wurde. Das angewandte Verfahren impliziert vorteilhafte Untersuchungsbedingungen und optimierte Protokolle (u.a. kürzere Bildaufnahmezeiten, lokale Datenauswertung) und ist daher kosteneffizienter als die Referenzmethode
Evaluation einer public domain Software zur Bestimmung des Lebereisengehalts - Vergleich mit einer validierten Referenzmethode
Hintergrund: Die noninvasive Bestimmung der Lebereisenkonzentration mittels Magnetresonanztomografie (MRT) erfolgt im klinischen Alltag derzeit häufig durch das Verfahren FerriScan®. Im Mittelpunkt dieser Arbeit steht die Frage, ob das auf Algorithmen Gandons et. al basierende, zeitsparende und freizugängliche Plug-in IronByMR ebenso verlässliche Werte zur Lebereisenkonzentrations (LIC)-Bestimmung liefert. Material und Methoden: Im Zeitraum von 11/2011-11/2014 wurden 139 Datensätze von 90 Patienten (42 weiblich, 48 männlich) sowohl mittels Referenzverfahren nach FerriScan® als auch mittels IronByMR untersucht. Dies geschah unter Verwendung von drei in diesem Zeitraum an der Universitätsklinik Ulm benutzten Gradientenechoprotokolle mit einem Flipwinkel von 20° und 90°. An zwei klinisch relevanten Eisenkonzentrationsschwellen (80 µmol/g und 170 µmol/g) wurde die Sensitivität und Spezifität des Plug-ins analysiert. In das Patientenkollektiv wurden mehr als 7 verschiedene Diagnosen einbezogen. Der LIC-Wertebereich beschränkte sich auf Werte unter 400 µmol/g. Ergebnisse: Es zeigte sich eine gute Korrelation und eine annähernd lineare Regression der getesteten Verfahren.
Protokollunabhängig ergab sich an den getesteten LIC-Schwellen eine hohe Sensitivität und ein negativer prädiktiver Wert von 1. Das Plug-in eignete sich verlässlich zum Ausschluss der Therapienotwendigkeit bzw. Therapieeskalation an den hier gewählten Grenzwerten. Mit steigendem LIC zeigte das Plug-in zunehmende Abweichungen bei der LIC-Kalkulation. Die Einführung eines allgemeinen Korrekturfaktors zur Verbesserung der Genauigkeit des Plug-ins erschien aufgrund der nicht einheitlichen Tendenz des Über-, respektive Unterschätzens der Ergebnisse in den analysierten LIC-Bereichen ( 200 µmol/g) nicht sinnvoll.
Schlussfolgerung: Das Plug-in IronByMR stellt eine schnelle, weitestgehend benutzerfreundliche und kostenlose Möglichkeit der LIC-Bestimmung per MRT dar, die lediglich zum Ausschluss einer möglichen Lebereisenüberladung verlässlich anwendbar ist
Früherkennung von Osteoporose im CT als diagnostisches Mittel in Form einer Kurz-Screening Methode am Palatum durum
Fragestellung: Die Dicke das Palatum durum im CT könnte möglicherweise ein schnelles Diagnosekriterium für das Vorliegen einer Osteoporoseerkrankung sein. Zielsetzung dieser Arbeit war es herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen den gemessenen Dicken am Palatum durum im CT und den dazugehörigen Knochendichtemessungen gibt.
Material und Methode: 443 radiologische Patienten wurden untersucht, von welchen eine Computertomographie der Kopfregion vorlag und bei welchen eine Knochendichtemessung durchgeführt wurde. Die Dicke des Palatum durum wurde an einer definierten Messstelle jeweils von einem Facharzt der Radiologie und einem Zahnarzt im CT gemessen und gemittelt. Anschließend wurden diese Ergebnisse mit der vorliegenden Knochendichtemessung verglichen. Insgesamt wurden 58 Patienten eingeschlossen, bei welchen das Palatum durum im CT abgebildet war und bei welchen eine Knochendichtemessung erfolgte.
Ergebnisse: Bei 72% der Patienten, mit diagnostizierter Knochendichteminderung, konnte eine Verschmälerung des Palatum durum unter 1 mm nachgewiesen werden. Knochengesunde Patienten wiesen in 100% der Fälle eine Dicke von mehr als 1 mm auf. Die gemessene Dicke des Palatum durum der Messungen (Radiologe und Zahnarzt) betrug bei Patienten mit einer pathologischen Knochendichteminderung im Mittel 0,8 mm, bei Gesunden 2,4 mm und bei Osteopetrose-Patienten 5,3 mm.
Die Messung der Dicke des Palatum durum im CT kann ein Messinstrument als „Kurz Screening-Methode“ zur Osteoprorseerkennung sein. Diese Methode kann interdisziplinär sowohl von Radiologen, als auch besonders von Zahnärzten komplikationslos und schnell angewendet werden. Die Einfachheit der Methode liegt darin, dass das Palatum durum leicht aufzufinden ist
1:1 Vergleich von kardialer CT-Angiographie und invasiver Koronarangiographie in der ambulanten Regelversorgung: Bildqualität, Höhe der Strahlenexposition, Genauigkeit der Stenosegradeinschätzung sowie klinische Implikationen
In der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die Ergebnisse einer Cardio-CT-Angiographie (CTCA) und einer Herzkatheteruntersuchung (HKU) bei denselben Patienten miteinander verglichen sowie weitere Eckdaten wie z.B. BMI, Strahlendosis und CT-Qualität untersucht. Es konnten hierbei positive, hoch signifikante Korrelationen der Ergebnisse von CTCA und HKU in den Gefäßen Ramus interventricularis anterior, Ramus circumflexus und Arteria coronaria dextra herausgearbeitet werden. Beim linken Hauptstamm (Truncus communis) konnte keine signifikante Korrelation festgestellt werden, welches einerseits an der geringen Fallzahl liegen kann, andererseits an den hier vorherrschenden Bewegungsartefakten. Die Sensitivität und vor allem der negative prädiktive Wert (NPV) lagen in vorliegender Studie bei Stenosen über 50% meist bei > 80 % (Ausnahme: Sensitivität beim Truncus communis mit 70 %). Es konnte ebenso gezeigt werden, dass CTCA-Untersuchungen mit dem Step-and- Shoot-Verfahren eine geringere Strahlenbelastung als jene mit dem Helix-Verfahren aufwiesen. Männer waren einer höheren Strahlenbelastung ausgesetzt als Frauen. Es konnten insgesamt 137 Stenosen entdeckt und anschließend mittels HKU oder nachfolgender Bypass-Operation therapiert werden. Verglichen mit Studien anderer Zentren konnte die vorliegende Studie deren Ergebnisse größtenteils bestätigen. Diese Erkenntnisse unterstützen den aktuellen Trend des vermehrten Einsatzes einer Koronaren CT-Angiographie im klinischen Alltag, welcher sich vermutlich in den kommenden Jahren noch verstärken wird. Neuere Rekonstruktionsverfahren und bessere CT-Geräte sowie mehr Erfahrung in der klinischen Auswertung der CT-Bilder und Schaffung und Einhaltung von Qualitätsstandards ermöglichen eine immer genauere Diagnostik und somit eine bessere Versorgung der Patienten mit thorakalen Schmerzen
Ventilation and perfusion assessment by functional MRI with non-contrast-enhanced 2D ultra-short echo time (UTE)
Background: Imaging the lung parenchyma with Magnetic Resonance Imaging (MRI) is challenging due to cardiac and respiratory motion, the low proton density and short T2* relaxation time, and therefore not well established in clinical routine. As a further step in facilitating lung MRI for longitudinal monitoring, this study aimed to assess the reproducibility of 2D ultrashort echo time (UTE)-derived lung function parameters in healthy subjects.
Methods: In this study, a 2D UTE technique was combined with tiny golden angle (tyGA) ordering. Data were acquired either during breath-holds (BH) or continuously during free-breathing (FB) at a field strength of 3T. Retrospective self-gating (image- and k-space-based) was used to reconstruct respiratory and cardiac multistage images from the free-breathing acquisitions. The reproducibility of functional lung parameters derived from BH and FB acquisitions was assessed for three independent examinations (M1-3). M1 and M2 were acquired within 2h, whereas M3 was acquired at least 14d after M1/2. Different respiratory and cardiac phases were reconstructed for three coronal slices. Quantitative analysis including proton fraction (fp), apparent signal-to-noise ratio (apparent SNR), fractional ventilation (FV), and perfusion (f) was performed by two independent observers, and inter-measurement and inter-observer repeatability were assessed. In addition, the MRI examinations for patients were performed on the same day as their pulmonary function tests.
Results: All scans could be performed successfully in all volunteers and the patients. Intraclass correlation coefficients (ICC) of inter-measurement and inter-observer variability, and Bland-Altman analysis showed good to very good reproducibility. Larger breathing amplitudes were observed in the BH acquisitions, which also showed lower reproducibility when compared with the FB acquisitions. For the FB approach, the ICC ranged between 0.70 and 0.98 for all measurements, and ranged between 0.86 and 0.97 for the two observers. No bias or significant differences were observed between the three measurements or the two observers in healthy volunteers. Furthermore, the SElf-gated Non-Contrast-Enhanced FUnctional Lung imaging (SENCEFUL) technique indicates a potential clinical relevance by successfully detecting ventilation defects in preliminary three patients scan.
Conclusions: The study proves the feasibility of FB 2D tiny Golden Angle UTE for lung imaging. Functional parameters derived from free-breathing acquisitions are reproducible in healthy volunteers. SENCEFUL enables highly resolved ventilation- and perfusion-weighted maps of the human lung to be obtained using proton MRI, allowing for further investigation of this technique in patients with various underlying diseases
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