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Versuch über Friedrich Nietzsches Also sprach Zarathustra --Die Überwindung des Nihilismus durch den Humor--
Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass Friedrich Nietzsches Philosophie, die enormen Einfluss auf die Gedankenwelt des 20. Jahrhunderts hatte, ein Projekt zur Überwindung des Nihilismus war. Da Also sprach Zarathustra eines seiner wichtigsten Bücher ist, darf man wohl davon ausgehen, dass sich in diesem erzählerischen Werk ein Schlüssel für Nietzsches Bestreben finden wird, den Nihilismus zu überwinden. Leider wurde Also sprach Zarathustra bislang jedoch nicht angemessen unter diesem Aspekt diskutiert. Selbst wenn man die wissenschaftlichen Diskurse im angloamerikanischen Raum betrachtet, wo die Nietzsche-Forschung in den letzten Jahren am aktivsten war, ist ein deutlicher Mangel an Diskussionen über dieses Werk festzustellen. Vielleicht liegt ein Grund dafür in der Schwierigkeit, die Begriffe „Übermensch“ und „ewige Wiederkehr“ bei Nietzsche mit zureichender Klarheit zu verstehen. Der vorliegende Beitrag versucht daher, vor allem vom Text des Zarathustra ausgehend die beiden Begriffe zu konkretisieren. Für den Begriff des „Übermenschen“ muss unbedingt der Einfluss Darwins auf Nietzsches Denken berücksichtigt werden. Dem Darwinismus zufolge ist der Mensch nicht in seiner heutigen Form von Gott erschaffen worden und kann sich auch in Zukunft weiterentwickeln. In Anbetracht dessen zeigt die Lektüre von Also sprach Zarathustra, wie Nietzsche sich darum bemühte, die Möglichkeit einer Entwicklung des Menschen zu einem übermenschlichen Wesen darzulegen. Nietzsche nannte diesen philosophischen Versuch Experimentalphilosophie. Eine wichtige Frage, die sich beim Studium von Also sprach Zarathustra stellt, ist die nach der Beziehung zwischen der Idee der ewigen Wiederkehr und dem Nihilismus. Diese Frage lässt sich anhand von Nietzsches erst posthum veröffentlichten Manuskripten beantworten. Diesen zufolge ist die ewige Wiederkehr eine extreme Form des Nihilismus. Dieser Nihilismus kann nicht ohne ein gelungenes Gedankenexperiment überwunden werden, das sich nicht in dem halbherzigen Versuch erschöpft, ihn zu vermeiden, sondern eine endgültige Bejahung des Lebens verlangt. Mit anderen Worten ist die ewige Wiederkehr eine experimentelle Idee, die auf radikalste Weise die Frage aufwirft, ob der Leser den Nihilismus zu überwinden in der Lage ist oder nicht. Ein weiteres Problem besteht darin, was genau unter einem das Leben bejahenden „Übermenschen“ zu verstehen ist. Die Antwort darauf ist meines Erachtens, dass ein Übermensch jemand ist, der mit Hilfe von Humor über die „Tragödie“ lachen kann. Nietzsche sagt in seinen posthumen Schriften deutlich, dass Humor notwendig sei, um den Zarathustra richtig zu verstehen. Leider geben Nietzsches Texte keine Auskunft darüber, was genau er hier mit „Humor“ meint. Dieser Beitrag stützt sich daher auf Sigmund Freuds Theorie des Humors. Freud erklärt den Humor als einen Mechanismus des Geistes, aufgrund dessen der Mensch in einem Dilemma wie dem Nihilismus über sein Leiden auf sublime Weise lachen kann. Diese humorvolle Erhabenheit steht in perfektem Einklang mit der Erhabenheit des Übermenschen. Wenn man Also sprach Zarathustra unter den Stichworten Experimentalphilosophie und Humor deutet, lässt sich also die Essenz der Idee des Übermenschen und der ewigen Wiederkehr aufzeigen
Sigmund Freuds anfängliche Schritte als eine Theorie der Melancholie --Von der ‚manischen Abwehr‘ zur , Trauerarbeit durch projektive Identifikation‘
本稿は、2021年度の日本独文学会京都支部春季研究発表会における口頭発表『メランコリー論として見る初期フロイトの歩み --「躁的防衛」から「投影性同一視による喪の仕事」へ--』に加筆修正を施したものである。Für Sigmund Freud, den Begründer der Psychoanalyse war die Beschäftigung mit der Melancholie und ihren Mechanismen ein wichtiger Ansatzpunkt, um seine psychoanalytische Theorie zu entwickeln. Dabei war besonders „Trauerarbeit“ ein wichtiger Begriff, den Freud zuerst in Trauer und Melancholie (1915) verwendete. Viele Forscher glauben, dass die Trauerarbeit, die Freud selbst nach dem Tod seines Vaters leisten musste, eine grundlegende Erfahrung war, die er dann für seine Theorie nutzbar machte. Der vorliegende Aufsatz setzt sich unter Zuhilfenahme der Terminologie Melanie Kleins und ihrer Objektbeziehungstheorie mit Freuds Begriff der Trauerarbeit auseinander. Als Freuds Vater Jakob 1896 verstarb, hatte Freud gerade seine , Verführungstheorie‘ aufgestellt, in der er behauptet, dass alle Neurosen letztlich auf irgendeine Form sexueller Misshandlung zurückzuführen seien. Mithilfe dieser Theorie versuchte er auch, die Neurosen seiner Geschwister zu erklären. Damit warf er seinem Vater vor, sich sexueller Misshandlungen schuldig gemacht zu haben, was in Freud ein Gefühl der Verachtung erzeugte. Laut Kleins Objektbeziehungstheorie führt ein solches Gefühl der Verachtung zu einer „manischen Abwehr“, und diese manische Abwehr hat Freuds Trauerarbeit um den Tod seines Vaters stark behindert. Daher begann Freud nach dem Ableben seines Vaters mit Wilhelm Fließ eine „Selbstanalyse“, in der er sich an viele Begebenheiten mit seinem Vater erinnerte, was sehr verschiedene Emotionen diesem gegenüber ans Tageslicht brachte. Durch die „Übertragung“ dieser Emotionen für Fließ konnte er schließlich seine Trauerarbeit vorantreiben und zudem sein Konzept des Ödipuskomplexes entwickeln. Ebenso wichtig für Freuds Trauerarbeit war die Therapie, die er mit dem „Rattenmann“ durchführte, bei der es --in der Terminologie der Objektbeziehungstheorie-- zu einer „projektiven Identifikation“ Freuds mit seinem Patienten kam. Die Ursache der Zwangsneurose des Rattenmannes war der Konflikt mit seinem Vater. Da Freud selbst zu dieser Zeit den Konflikt mit dem Vater noch nicht verarbeitet hatte, fühlte er dem Patienten gegenüber „Sympathie“. Sympathie ist aber eine Form der projektiven Identifikation. Man kann daher davon ausgehen, dass Freud bei der Therapie des Rattenmannes durch projektive Identifikation eigene Trauerarbeit leisten konnte. Die verschiedenen Erfahrungen, die Freud im Verlauf seiner Trauerarbeit machte, ermöglichten es ihm, die Theorie des Ödipuskomplexes aufzustellen und eine Therapiemethode für Zwangsneurosen zu finden. So war die eigene Trauerarbeit der erste Schritt für ein tieferes Verständnis der Melancholie und der psychischen Prozesse, die mit ihr verbunden sind
Nietzsches Nihilismus und Freuds Theorie der Melancholie --Vergleichender Entwurf über die Herausbildung ihrer Begriffe--
Obwohl Nietzsches Philosophie und Freuds Psychoanalyse etliche Ähnlichkeiten aufweisen, gibt es in Japan nur wenige gedankengeschichtliche Studien, die diese beiden Theorien miteinander vergleichen. Deshalb soll hier in Form eines Entwurfs der Versuch unternommen werden, Nietzsches Konzept des Nihilismus und Freuds Auffassung der Melancholie zueinander in Beziehung zu setzten, um ihre Gemeinsamkeiten zu verdeutlichen. Wenn man heute den Begriff „Nihilismus“ hört, denkt man sofort an Nietzsches Philosophie. Doch ist dieser Begriff schon weit älter und tauchte bereits zur Zeit der Französischen Revolution auf. Bevor er bei Nietzsche zum Schlüsselbegriff wurde, hatte er im deutschen und russischen Sprachraum unterschiedliche Begriffsbestimmungen durchlaufen. Allerdings unterscheidet sich Nietzsches Nihilismuskonzept erheblich von dem der Zeit vor ihm, wie im ersten Kapitel des vorliegenden Beitrags aufgezeigt wird. Die Geschichte des Begriffs „Melancholie“ lässt sich bis ins antike Griechenland zurückverfolgen. Aristoteles assoziierte den Melancholiker mit dem Bild des Genies. Im Mittelalter wurde dann aber die Melancholie als ein Resultat der Faulheit kritisiert. Die Renaissance schließlich griff wieder auf den antiken Geniebegriff zurück, wie die Rezeption von Dürers berühmten Kupferstichen zeigt. Nach der Entstehung der modernen Psychiatrie im 19. Jahrhundert sahen viele Ärzte die Melancholie als eine Krankheit, die es zu behandeln galt. In seiner psychoanalytischen Theorie stellte Freud dagegen eine Theorie der Melancholie auf, die sich vom Mainstream der zeitgenössischen Psychiatrie unterschied. Diese historischen Kontexte des Melancholiebegriffs werden im zweiten Kapitel beleuchtet. Das dritte Kapitel vergleicht darauf Nietzsches Konzept des Nihilismus mit Freuds Theorie der Melancholie, wobei die Überschneidungen von Nietzsches Verständnis des Nihilismus und der von Freud konzipierten Pathologie der Melancholie herausgearbeitet werden. Als Ergebnis dieser Untersuchung lässt sich festhalten, dass Nietzsches Nihilismustheorie und Freuds Theorie der Melancholie Phänomene der modernen Gesellschaft mit großer Schärfe beschreiben. Nietzsche hielt die moderne Zivilisation für das Zeitalter des Nihilismus. Wenn man nun die Überschneidungen seiner Theorie mit Freuds Konzept der Melancholie bedenkt, ließe sich darüber hinaus sagen, dass sich die gegenwärtige Zivilisation in einem pathologischen Zustand der Melancholie befindet
Bildung und Wandel des Ödipuskomplexes in der Theorie Sigmund Freuds
„ Der Ödipuskomplex" ist ein für Sigmund Freud sehr wichtiger Begriff, denn er sah ihn als einen allgemeinen Komplex der Menschheit. Dieser Aufsatz gibt einen Überblick über die Entdeckung des Ödipuskomplexes und seinen Wandel von einem zentralen Komplex der Neurose bis zum Beginn von Freuds Theorie der Zivilisation und der Religion. Freud stellte in Totem und Tabu (1913) die These vom „Mythos des Mordes am Urvater" auf. Dadurch änderte sich seine Sicht des Ödipuskomplexes. In der urtümlichen Vaterherde beherrschte der Urvater die Söhne. Daher litten Söhne unter einem Triebstau, denn ihr Sexualtrieb wurde vom Urvater behindert. Eines Tages verbanden die Söhe sich, um den Urvater zu erschlagen und zu verzehren. Dann identifizierten sie sich mit dem Urvater und erhielten so seine Stärke. Sie konnten ihre Sexualtriebe aber immer noch nicht befriedigen, da sie das „Schuldbewußtsein des Sohnes" fühlten. Aus diesem Grund entstand das Verbot des Mordes und des Inzestes. Nach Jacques Lacan veränderte diese Vorstellung den Begriff des Ödipuskomplexes, indem sein Akzent sich von der bloßen Begierde nach Inzest auf das Schuldbewusstsein des Sohnes verschob. Für Rosine J. Perelberg war das Verbot des Inzestes die Ursache für die Entstehung des „Über-Ichs" . In Das Unbehagen in der Kultur (1930) behauptet Freud, dass das Über-Ich im Verlauf der Entwicklung der Kultur stärker wurde, weshalb sich ein unheimliches Schuldgefühl herausbildete. Dieses Schuldgefühl beruht Freuds Meinung nach auf dem Konflikt zwischen dem Ich und dem Über-Ich. Letztlich gründet der Konflikt also auf dem Ödipuskomplex. Schließlich erweiterte Freud seine Theorie in Der Mann Moses und die monotheistische Religion (1939) um den Gedanken, dass die Juden Moses töteten, weil er für sie eine Vaterfigur war. Dieser Mord verursachte natürlich auch ein Schuldbewusstsein, das später bei dem christlichen Theologen Paulus zur Grundlage seiner Lehre von der Erbsünde wurde. Das Christentum entstand demnach aus dem Judentum wegen des Wunsches nach Tilgung der Schuld: Christus sühnt die Erbsünde der Menschen. Der Ödipuskomplex ist fraglos der zentrale Begriff in der Theorie Freuds. Seine Definition war aber bei Freud nicht statisch, sondern veränderte sich seit Totem und Tabu allmählich. Bestand sein Kern anfänglich nur in einer Begierde nach Inzest, so wurde er in der Folge zur Ursache des Schuldbewusstseins des Sohnes. Die Theorie des Über-Ichs entstammt diesem Wandel des Akzentes. Freud benutzte den Ansatz eines aus dem Konflikt zwischen Ich und Über-Ich resultierenden Schuldbewusstseins, um die Entwicklung der Zivilisation und der Religion zu erklären. Die wichtige Rolle, die der Psychoanalyse heute in der Gesellschaftslehre zukommt, beruht also auf dem Wandel des Begriffs des Ödipuskomplexes in Freuds Theorie
フモールによるニヒリズムとメランコリーの克服―現代文明におけるニーチェとフロイトの根本問題―
京都大学新制・課程博士博士(文学)甲第25027号文博第932号新制||文||736(附属図書館)京都大学大学院文学研究科文献文化学専攻(主査)准教授 川島 隆, 教授 松村 朋彦, 准教授 伊原木 大祐学位規則第4条第1項該当Doctor of Agricultural ScienceKyoto UniversityDGA
Going Beyond Counting First Authors in Author Co-citation Analysis
The present study examines one of the fundamental aspects of author co-citation analysis (ACA) - the way co-citation
counts are defined. Co-citation counting provides the data on which all subsequent statistical analyses and mappings
are based, and we compare ACA results based on two different types of co-citation counting - the traditional type that
only counts the first one among a cited work's authors on the one hand and a non-traditional type that takes into
account the first 5 authors of a cited work on the other hand. Results indicate that the picture produced through this non-traditional author co-citation counting contains more coherent author groups and is therefore considerably clearer. However, this picture represents fewer specialties in the research field being studied than that produced through the traditional first-author co-citation counting when the same number of top-ranked authors is selected and analyzed. Reasons for these effects are discussed
Variations on the Author
“Variations on the Author” discusses two of Eduardo Coutinho’s recent films (Um Dia na Vida, from 2010, and Últimas Conversas, posthumously released in 2015) and their contribution to the general question of documentary authorship. The director’s filmography is characterized by a consistent yet self-effacing form of authorial self-inscription: Coutinho often features as an interviewer that rather than express opinions propels discourses; an interviewer that is good at listening. This mode of self-inscription characterizes him as an author who is not expressive but who is nonetheless markedly present on the screen. In Um Dia na Vida, however, Coutinho is completely absent form the image, while Últimas Conversas, on the contrary, includes a confessional prologue that moves the director from the margins to the center of his films. This article examines the ways in which these works stand out in the filmography of a director who offers new insights into the notion of cinematic authorship
Appropriate Similarity Measures for Author Cocitation Analysis
We provide a number of new insights into the methodological discussion about author cocitation analysis. We first argue that the use of the Pearson correlation for measuring the similarity between authors’ cocitation profiles is not very satisfactory. We then discuss what kind of similarity measures may be used as an alternative to the Pearson correlation. We consider three similarity measures in particular. One is the well-known cosine. The other two similarity measures have not been used before in the bibliometric literature. Finally, we show by means of an example that our findings have a high practical relevance.information science;Pearson correlation;cosine;similarity measure;author cocitation analysis
Dispelling the Myths Behind First-author Citation Counts
We conducted a full-scale evaluative citation analysis study of scholars in the XML research field to explore just how different from each other author rankings resulting from different citation counting methods actually are, and to demonstrate the capability of emerging data and tools on the Web in supporting more realistic citation counting methods. Our results contest some common arguments for the continued
use of first-author citation counts in the evaluation of scholars, such as high correlations between author rankings by first-author citation counts and other citation
counting methods, and high costs of using more realistic citation counting methods that are not well-supported by the ISI databases. It is argued that increasingly available digital full text research papers make it possible for citation analysis studies to go beyond what the ISI databases have directly supported and to employ more
sophisticated methods
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