Zeitschriftenserver von Hamburg University Press Verlag der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg
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    1771 research outputs found

    Ein Diskussionsbeitrag zu dem EDeR-Text von Gabi Reinmann (2022): „Was macht Design-Based Research zu Forschung? Die Debatte um Standards und die vernachlässigte Rolle des Designs“: Ein Diskussionsbeitrag zu dem EDeR-Text von Gabi Reinmann (2022)

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    Da sich DBR als Forschungsansatz versteht, ist die Frage nach geeigneten Standards der DBR-Forschung mehr als berechtigt. Reinmann (2022) versucht sich in ihrem Beitrag an Antworten und formuliert Standards, die DBR im Erkenntnis- wie auch Gestaltungsanspruch gerecht werden möchten. Die Herangehensweise von Reinmann eröffnet eine Perspektive jenseits der verschiedensten DBR-Modelle und erlaubt einen anderen, frischen Blickwinkel auf grundsätzliche wissenschaftstheoretische Überlegungen; man kann z.B. im Sinne des agentiellen Realismus Gestaltung und Forschung in DBR als verschränkte Diskurspraktiken verstehen. Zudem tritt deutlich hervor, dass DBR in der Logik eines methodologischen Rahmenwerks nicht nur der Standards, sondern auch der Meta-Standards bedarf, die es eventuell mit geeigneten Instrumenten zu koppeln gilt.Da sich DBR als Forschungsansatz versteht, ist die Frage nach geeigneten Standards der DBR-Forschung mehr als berechtigt. Reinmann (2022) versucht sich in ihrem Beitrag an Antworten und formuliert Standards, die DBR im Erkenntnis- wie auch Gestaltungsanspruch gerecht werden möchten. Die Herangehensweise von Reinmann eröffnet eine Perspektive jenseits der verschiedensten DBR-Modelle und erlaubt einen anderen, frischen Blickwinkel auf grundsätzliche wissenschaftstheoretische Überlegungen; man kann z.B. im Sinne des agentiellen Realismus Gestaltung und Forschung in DBR als verschränkte Diskurspraktiken verstehen. Zudem tritt deutlich hervor, dass DBR in der Logik eines methodologischen Rahmenwerks nicht nur der Standards, sondern auch der Meta-Standards bedarf, die es eventuell mit geeigneten Instrumenten zu koppeln gilt

    Editorial: The Fall of Kabul in 2021: Background, Effects, Resonance: A Special Issue (not only) for the Interested Public

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    In the late summer of 2021, after decades of instability, Afghanistan was rocked by yet another tragically familiar upheaval when the Taliban assumed power. It seemed to take them only days, but in actual fact there had been signs long before that the fall of Kabul was imminent. To understand more clearly how this was possible, we need detailed and reliable insights. How do people from Afghanistan – both inside the country and abroad – perceive the situation? What are the real-life conditions for the latest developments? What underlying religious and social factors motivate the Taliban? This special issue addresses questions such as these. It brings together articles that describe and contextualise the background, effects, and resonance of the fall of Kabul in 2021. The articles help, for example, to develop a more nuanced understanding of ‘the’ Taliban; they tell about everyday life in small Afghan towns, about deployment as a soldier in Afghanistan, and about families who have been refugees for generations. On the one hand, the issue contributes to an understanding of one of the most important events in global politics in the early 2020s. On the other, it shows that anthropological studies on Afghanistan offer a vivid impression of the current state of anthropology as a discipline (Monsutti 2013). This special issue is aimed not only at colleagues within the discipline who appreciate relevant yet reader-friendly articles, but also – and especially – at non-anthropologists with an interest in Afghanistan. The main section contains the centrepiece of this issue: eight texts by various Afghanistan experts. The editorial and the afterword frame the issue and suggest various main and cross-cutting themes for which the articles can be read. The appendix offers a short outline of important historical events in Afghanistan, to provide background and context for the articles

    Sterben lassen: Das Spektakel der Abschiebung von Afghan:innen aus Deutschland

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    In Deutschland erhielten ungefähr 30.000 Afghan:innen keinen Schutzstatus, und sie wurden als ausreisepflichtig eingestuft. Von ihnen sind in den letzten vier Jahren, in denen Sammelabschiebungen mittels Charterflügen vollzogen wurden, tatsächlich nur etwas mehr als 1000 Menschen tatsächlich außer Landes gebracht worden – und das zu außerordentlichen Kosten. Für alle, die als abschiebefähig kategorisiert wurden, waren Abschiebungen ein ständiger Quell der Angst und Verunsicherung – niemand wusste, ob er oder sie als Nächste:r an der Reihe wäre. Dieser Artikel beschreibt die politischen Hintergründe der Abschiebungen nach Afghanistan aus Deutschland insbesondere für die Jahre 2016 und 2021. Er vertritt die These, dass Abschiebungen ein wesentliches Element des „Grenzspektakels“ (De Genova 2013) darstellen, mit dem ein Drama der Ausschließung inszeniert wird, das die nationale Existenzordnung bestätigt. Aus dieser Sicht ist der größere Rahmen, in dem das Abschiebespektakel stattfindet, die deutsche Biopolitik: Biopolitik ist nach Foucault die Politik, die über das „Leben-Machen und Sterben-Lassen“ entscheidet. Biopolitische Perspektiven legen den Fokus zumeist auf das „Leben-Machen“. Abschiebungen jedoch sind meiner Ansicht nach die unvermeidliche dunkle Seite der Biopolitik, auf die Foucault hingewiesen hat: das Sterbenlassen

    Zeittafel: Einige Ereignisse aus Afghanistans Geschichte, die für das Verständnis der Artikel wichtig sind

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    Einleitung: Sexualitäten, Körper und Geschlechter kulturwissenschaftlich erforschen

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    Die Einleitung stellt die Themen des Tagungsbandes vor und ordnet diese in die Fachgeschichte(n) und in die Arbeitsweise(n) der Empirischen Kulturwissenschaft ein. Des Weiteren werden die Konzeption, Durchführung und Nachbereitung, der Redaktionsprozess sowie die Potenziale, Herausforderungen und Grenzen der Forschung von Nachwuchswissenschaftler*innen kritisch diskutiert und evaluiert.The paper introduces the topics of the anthology and puts them into the context of the history of the discipline cultural anthropology and its specific modes of knowledge production. We discuss the conception, realization, and aftermath of the conference. Furthermore, we evaluate the editorial process and critically discuss the potentials, challenges and limitations of the research of students and early career scholars

    From German Antiquities PV03 To European Ethnology. The ›Hamburg School of Folklore Research‹

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    Der Beitrag rekonstruiert die Geschichte des Seminars für Deutsche Altertums- und Volkskunde, das 1919 zu den Gründungsfächern der Universität Hamburg gehörte. Im Zentrum stehen Akteure, Positionen und Perspektiven sowie Kontinuitäten und Brüche der sogenannten ›Hamburger Schule‹ (1919-1973).This paper reconstructs the history of the Department of German Antiquities and Folklore, which was one of the founding subjects of the University of Hamburg in 1919. The focus is on actors, positions and perspectives as well as continuities and ruptures within the so-called ›Hamburg School of Folklore‹ (1919-1973)

    S8_1 Knowing. Learning. Doing things differently - The return of the wolves as a process of learning

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    Dieser Beitrag stellt anhand ethnographischer Studien im Bundesland Niedersachsen Herdenschutzmaßnahmen von Schäfereien zur Abwehr von Wolfsübergriffen dar. Er analysiert die damit verknüpften Lernprozesse von menschlichen und nichtmenschlichen Akteur*innen.Based on ethnographic fieldwork in Lower Saxony this paper describes livestock protection measures against wolf attacks. It analyses human and nonhuman learning processes linked to those measures at a sheep farm

    S9_3 Living heritage: Sustainability in the context of the UNESCO Convention for the Safeguarding of the Intangible Cultural Heritage and digitalisation of cultural heritage

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    Nachhaltigkeit ist zunehmend zu einem Schlüsselkonzept in internationalen und lokalen kulturpolitischen Governance-Ansätzen geworden und findet durch die aktuellen Bemühungen der UNESCO damit Einzug in den Alltag der Erinnerungsinstitutionen. Was jedoch das aus der Ökologie und Ökonomie stammende Konzept im Kontext von Kultur bedeutet, bleibt offen und es ist der praktischen Kulturarbeit überlassen, dies zu konkretisieren. Diese Entwicklungen sind bisher kaum in ihrer Bedeutung für die Erinnerungs- und Gedächtnisarbeit wissenschaftlich reflektiert. Im Sinne der Critical Heritage Studies wird diese Forschungslücke basierend auf einer Diskursethnographie in diesem Artikel bearbeitet und gefragt, welche Nachhaltigkeitsvorstellungen sich in folgenden drei Feldern selbst finden lassen: Zum einen wird der UNESCO Governance-Ansatz der nachhaltigen Entwicklung behandelt. Für die praktische Kulturarbeit sind es die beiden sich formierenden Felder der UNESCO-Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes in Deutschland und die Digitalisierung von Kulturerbe, die gegenwärtig die europäische Erinnerungs- und Gedächtnisarbeit auf den Prüfstand stellen. Der Beitrag versteht ›Nachhaltigkeit‹ als ›regimes of living‹ (Collier/Lakoff 2005), welches die ethische Aushandlungen darüber, was als ›gutes Leben‹ gelten soll, in den Mittelpunkt stellen.Sustainability has gained growing global recognition as a key concept of international and local governance approaches and, more recently, is thus finding its way into the daily practice of memory institutions through the efforts of UNESCO. However, what the concept transferred from ecology and economy means in the context of culture remains open, leaving it to the cultural field to spell out how to apply it in practice. So far, these developments have hardly been scientifically reflected in their significance for memory and remembrance work. Taking the assumption that ›sustainability‹ is discursively constructed as an entry point, this paper examines diverging understandings of ›sustainability‹ that are currently negotiated in three different fields of Critical Heritage Studies: on the one hand, there is UNESCO’s governance approach of sustainable development. In the cultural sector, on the other hand, two new fields of Critical Heritage Studies are emerging with Germany’s ratification of UNESCO’s Convention for the Safeguarding of the Intangible Cultural Heritage in 2013 and the digitalization of cultural heritage, which are putting current safeguarding practice of memory institutions under scrutiny. The paper suggests considering ›sustainability‹ as ›regimes of living‹ (Collier/Lakoff 2005), which places the contestation of moral orders on how we should live at the centre

    PI Racism Relations and the Search for a \u27good\u27 Elementary School

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    Isabel Dean geht am Beispiel von Schulwahl praktizierenden Müttern aus Berliner Innenstadtbezirken der Frage nach den Grenzen eines paraethnografischen Vorgehens für ihre Arbeit vor. Sie befasst sich damit, wie Verstehen und (Rassismus-)Kritik zusammengedacht werden können.On the backdrop of school choice practices of mothers in inner city districts in Berlin, Isabel Dean asks for limitations of the method of paraethnography for her work. She examines, how understanding and (antiracist) critique might come together

    PI Filmic Representation of Identitarian Tensions: The Processes of German Jews Becoming Citizens in Chile

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    Ana Troncoso diskutiert in diesem Beitrag die Adaption ihres Dissertationsprojekts für einen ethnografischen Film und fragt, wie sich rassialisierte Bürger*innenwerdungsprozesse von deutschen Jüd*innen in Chile audiovisuell darstellen lassen.Ana Troncoso discusses the adaptation of her PhD thesis to an ethnographic film and asks how racialized citizenship processes of German Jews in Chile can be represented audiovisually

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