suburban. zeitschrift für kritische stadtforschung
Not a member yet
    632 research outputs found

    Regionalentwicklung in Ostdeutschland – die humangeographische Perspektive: Rezension zu Sören Becker / Matthias Naumann (Hg.) (2020): Regionalentwicklung in Ostdeutschland. Dynamiken, Perspektiven und der Beitrag der Humangeographie. Heidelberg: Springer Spektrum.

    Get PDF
    Der von Sören Becker und Matthias Naumann herausgegebene Band bietet einen breiten Überblick über die Entwicklung und aktuelle Lage in Ostdeutschland aus einer raumbezogenen und rauminteressierten Perspektive. Im Fokus der 38 Beiträge steht die humangeographische Perspektive. Der Band bietet eine Diagnose zum aktuellen Status Quo sowie zu Entwicklungen in Ostdeutschland in den vergangenen 30 Jahren

    Urban ecology instead of ecology: Kommentar zu Lisa Vollmer und Boris Michel „Wohnen in der Klimakrise. Die Wohnungsfrage als ökologische Frage“

    No full text
    Die Rede von der Wiederkehr der städtischen Wohnungsfrage offenbart, dass dem Wohnen eine strukturelle Fundierung zugrunde liegt. Als Komponenten dieses Fundaments lassen sich die kapitalistische Kommodifizierung der Wohnung, das Festhalten am bürgerlichen Familienparadigma in der Wohnform und die Inszenierung individualistischer Lebensweise über das Wohnen ausmachen. Eine Auseinandersetzung mit Fragen ökologischer Nachhaltigkeit urbaner Räume im Zeichen der Klimakrise, sollte daher Gesellschaftsanalyse und Gesellschaftskritik in den Mittelpunkt der Debatte rücken. Stadtökologie sollte primär eine Frage der politischen Ökologie sein. Demzufolge müsste dem Wohnen als Teil der sozialen Infrastruktur schichtübergreifend Vorrang eingeräumt, kollektiven Wohnformen größere Spielräume der Umsetzung zugebilligt und Wohnbau regionalplanerisch organisiert werden.The return of urban housing as a critical topic reveals a structural problem instead of a temporal crisis. The home and living continues to be challenged and threatened by the capitalistic commodification of the dwelling, a traditional middle-class family paradigm in the design of the dwelling, and the culturally produced representation of life-style individualism through the home. Debates of ecological sustainability of urban spaces in the light of the climate change crisis have to consider social analysis and social criticism as pivotal. Urban ecology ought to be primarily understood as political ecology. Housing as part of the social infrastructure across social classes should, therefore, be prevailing again. Likewise, collective forms of living should get more political support, and residential building planning should be organized at the regional level

    Munich\u27s social-ecological urban development between ambition and reality: Kommentar zu Lisa Vollmer und Boris Michel „Wohnen in der Klimakrise. Die Wohnungsfrage als ökologische Frage“

    No full text
    In zwei städtebaulichen Entwicklungsprojekten der Stadt München wird eine Verbindung von ökologischem und sozialem Bauen umgesetzt. Dieser Beitrag stellt diese Projekte kritisch vor und fragt nach deren Bedeutung für die Münchner Stadtentwicklung sowie nach möglichen Implikationen für die kritische Stadtforschung.  In two urban development projects of the city of Munich a combination of ecological and social housing is being implemented. This article presents these projects and asks about their significance for Munich’s urban development and their possible implications for critical urban studies

    Können Kommunen das Klima retten? Rezension zu Cindy Sturm (2019): Klimapolitik in der Stadtentwicklung. Zwischen diskursiven Leitvorstellungen und politischer Handlungspraxis. Bielefeld: transcript.

    Get PDF
    Klimaschutz ist in den wenigen letzten Jahren zu einem dominanten politischen Topos geworden. Insbesondere die Schulstreik-Bewegung der Fridays for Future (FFF) hat die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Erkenntnisse der internationalen Klimaforschung gelenkt. Diese hat im Vorfeld der internationalen Klimakonferenzen eingefordert, dass endlich „nie dagewesene Maßnahmen“ ergriffen werden müssen, um die für den Fortbestand der menschlichen Zivilisation – so wie wir sie bisher kennen – bedrohlichen Auswirkungen der Erhitzung der Erdatmosphäre auf ein kontrollierbares Maß zu begrenzen. Die international bestens vernetzten jungen sozialen Bewegungen wie FFF oder Extinction Rebellion haben dabei in letzter Zeit auch die kommunale Ebene als Adressatin für ihre Aktionen entdeckt: Sie fordern von den Kommunen, den Klimanotstand auszurufen, und nutzen Partizipationsmöglichkeiten wie Bürger*innenversammlungen, um dieser Forderung auch durch Beschlüsse Nachdruck zu verleihen. Immerhin haben sich laut Umweltbundesamt mittlerweile mehr als 40 Kommunen per Beschluss selbst verpflichtet, dem Klimaschutz eine höhere Priorität einzuräumen als bisher (Stand 6.2.2020, vgl. Umweltbundesamt 2020). Dabei hat die Ausrufung des ‚Klimanotstands‘ allenfalls eine symbolische Bedeutung und entfaltet keine rechtlich bindende Wirkung. Vielmehr wird über diese Aktivitäten ein Beitrag zur diskursiven (Re-)Konstruktion eines Politikfeldes auf kommunaler Ebene geleistet und eine Steigerung der Bedeutung des Klimaschutzes auch auf kommunaler Ebene erzeugt

    Titelbild

    No full text

    Knowledge as conventionally unconventional for once: Understanding the City with Lucius Burckhardt

    No full text
    Zu Fuß die Welt zu erforschen, das ist nichts Neues. Und dennoch scheint diese simple Möglichkeit, unsere Umwelt mit einem Spaziergang zu erforschen, bis heute kaum Beachtung zu finden. In der Geschichte gab es zahlreiche bekannte Spazierende, die die Fortbewegung zu Fuß für die Wissensgenerierung nutzten. Der Schweizer Soziologe Lucius Burckhardt machte das Spazieren sogar zur eigenen Wissenschaft. In seinen organisierten Spaziergängen, die nicht zuletzt einen performativen Charakter hatten, versuchte er den Blick seiner Mitspazierenden zu schärfen sowie Konventionen der Wahrnehmung aufzubrechen und kritisch zu hinterfragen. Dieser Magazinbeitrag nimmt eine fast vergessene Methode der Wissensgenerierung auf und erhellt deren Möglichkeiten, um Stadt wissen zu lernen.Exploring the world on foot is nothing new. And yet this simple way of exploring our environment on foot received little attention to this day. Throughout history, there have been many famous walkers who have used walking to generate knowledge. The Swiss sociologist Lucius Burckhardt invented the science of strolling. In his organized walks which also had a performative character, he tried to sharpen the eye of his fellow walkers, often students, and to critically question any conventions of perception. This article takes up an almost forgotten methods of knowledge generation and illuminates its possibilities for learning about the city

    East Germany research must focus on housing: Plea for a new political-institutional perspective on East German cities

    No full text
    Ostdeutschland ist in den vergangenen Jahren verstärkt zum Thema öffentlicher und wissenschaftlicher Debatten geworden. Neben Pegida und AfD haben dabei auch neue Zahlen zur Segregation in ostdeutschen Städten das wissenschaftliche Interesse wiederbelebt. Der Beitrag kritisiert vor diesem Hintergrund die weitgehende Ausblendung institutioneller Perspektiven in der Ostdeutschlandforschung sowie die fehlende Berücksichtigung von ostdeutschen Sonderbedingungen in der Stadtforschung. An den Beispielen der Restitutionsregelungen und der ‚Altschuldenhilfe‘ skizziert der Beitrag den harten Bruch der ostdeutschen Wohnerfahrungen. Beide Transformationsentscheidungen stehen exemplarisch für die umfassende Privatisierung der ostdeutschen Wohnungswirtschaft, die Überführung von gesellschaftlich verankerter Wohnsicherheit in Marktbeziehungen und die Neuzusammensetzung der Eigentumsstrukturen. Die wachsende Bedeutung verwertungsorientierter Investitionskalküle und entlokalisierter Eigentumsstrukturen sind dabei keine Übergangsphänomene einer nachholenden Anpassung, sondern langfristig wirksames Ergebnis der Transformation. Daraus abgeleitet wird ein doppeltes Argument: Zum einen kann die Stadtentwicklung in Ostdeutschland nur vor dem Hintergrund der auf die Wiedervereinigung folgenden umfassenden Privatisierungen verstanden werden. Diese verursachten eine Serie von Nebenwirkungen, deren Folgen die Stadtentwicklung in Ostdeutschland bis heute belasten. Zweitens eröffnet die Einbeziehung von Themen der Stadt- und Wohnungsforschung neue Perspektiven für die Ostdeutschlandforschung. Gerade weil sich im Wohnen Alltagserfahrungen und politisch-ökonomische Strukturen kreuzen, muss die Untersuchung von spezifisch ostdeutschen Subjektivitäten durch die Analyse konkreter Machtverhältnisse und institutioneller Rahmenbedingungen fundiert werden

    „Mind Grabbing and Aesthetic Gentrification“: Review of Kumnig, Sarah / Rosol, Marit / Exner, Andrea*s (Hg.) (2017): Umkämpftes Grün. Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten. Bielefeld: transcript.

    No full text
    Umkämpftes Grün. Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten von Sarah Kumnig, Marit Rosol und Andrea*s Exner eröffnet einen alternativen Blickwinkel auf die kritische Praxis des städtischen Gärtnerns. Die Gegenüberstellung verschiedener Maßstabsebenen, Fallbeispielen und Betrachtungsweisen, die von historischer Analyse bis zu Aktivismus vor Ort reichen, verdeutlichen die Ambivalenz des Phänomens ‚Urban Gardening‘ und legt Mechanismen und Effekte offen, die diese kritische Praxis der Raumaneignung in ihr Gegenteil verkehren können. Vor allem die Entkoppelung von Sozial- und Künstlerkritik führt zu einer programmatischen Schwächung der Initiativen und zu deren Vereinnahmung durch neoliberale Stadtpolitiken.Umkämpftes Grün. Zwischen neoliberaler Stadtentwicklung und Stadtgestaltung von unten by Sarah Kumnig, Marit Rosol and Andrea*s Exner opens up an alternative perspective on the critical practice of ‚urban gardening‘. The juxtaposition of different levels of scale, case studies and approaches, ranging from historical analysis to local activism, illustrates the ambivalence of urban gardening projects and reveals the mechanisms and effects that can turn a critical practice of urban commoning into an agent of neoliberal urban politics

    Seeing, smelling, saving air: The Anthropocene of the (post)political city

    No full text
    Der Beitrag verbindet die Diskussion um die postpolitische Stadt mit der zunehmenden wissenschaftlichen und aktivistischen Auseinandersetzung mit dem Anthropozän, ein Konzept, das die ökologischen und sozialpolitischen Implikationen menschlichen Handelns auf die Erdoberfläche beschreibt. Anhand von drei ausgewählten Fallstudien erkunden wir, wie die spezifisch anthropogene, also menschengemachte, Krise urbaner Luftverschmutzung in künstlerischen Positionen problematisiert wird. Im Kontext des potenziellen Vormarschs von Postpolitik besprechen wir, wie der ambivalente Diskurs des Anthropozäns einerseits Depolitisierung begünstigt und andererseits neue Möglichkeiten für die Repolitisierung globaler Umweltherausforderungen ermöglicht. Erstens zeigen wir anhand von Amy Balkins Projekt „Public Smog“ (USA), wie künstlerischer Aktivismus nicht nur internationale Luftemissionshandelsregimes subvertieren kann, sondern durch das Aktivieren von Vorstellungskraft für bessere Luft affektive Utopien erschaffen kann. Zweitens beleuchten wir die Performance „Project Dust“ des chinesischen Künstlers Nut Brother, der selbstgesammelte Smogpartikel zu einem Backstein goss und Luftverschmutzung damit gleichzeitig als harte Tatsache und Anlass zur Sorge vermittelt. Drittens diskutieren wir den teils kommerziellen Ansatz des niederländischen Konzeptkünstlers und Designers Daan Roosegaarde, der mit seiner „Smog-Free“-Produktreihe innovative Lösungen für das Problem anthropogener Luftverschmutzung bereitzustellen versucht. Die künstlerischen Projekte umreißen die Streitbarkeit des öffentlichen Gutes Luft und fordern mit affektiven Mitteln zur Politisierung der postpolitischen, luftverschmutzten Stadt auf.This article discusses the post-political city within an increasing academic and activist debate about the Anthropocene, which describes the ecological and socio-political implications of human action on the earth\u27s surface. Based on three empirical case studies, we explore how the specifically anthropogenic (i.e., human-made) crisis of urban air pollution is problematized in artistic projects. In the context of the acclaimed rise of postpolitics, we discuss, on the one hand, how the ambivalent discourse of the Anthropocene era favors depoliticization, and, on the other hand, how it opens up new possibilities for the repoliticization of global environmental challenges. First, examining Amy Balkin‘s project „Public Smog“ (USA), we show how artistic activism can not only subvert international air emission trading regimes but also create affective utopias that activate imagination for better air. Second, we discuss the performance „Project Dust“ by Chinese artist Nut Brother, who fabricated smog particles he collected into a brick, communicating air pollution as a hard matter of fact, but also a matter of concern. Finally, we discuss the partly commercial approach of Dutch conceptual artist and designer Daan Roosegaarde, who tries to provide innovative solutions to the problem of anthropogenic air pollution with his „Smog Free“ product series. Ultimately, we show how the artistic projects outline the disputability of air as a public good and use affective means to call for the politicization of the postpolitical, air-polluted city

    Geographische Überlegungen in Zeiten der Pandemie

    Get PDF
    Die planetarische Krise, die die Covid-19-Pandemie ausgelöst hat, ist mit Problemen geographischer Natur verwoben. Es ist notwendig, dass wir unsere Kategorien im Licht der aktuellen Geschehnisse in der Welt bewerten. Territorialität und Prozesse der Deterritorialisierung waren noch nie so relevant wie jetzt, im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus

    308

    full texts

    632

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    suburban. zeitschrift für kritische stadtforschung
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇