Robert Koch Institute

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    GrippeWeb-Monatsbericht

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    Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist von der 21. bis zur 23. KW 2025 insgesamt gesunken und lag in der 23. KW bei rund 4.300 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 5.100) und damit weiterhin im oberen Wertebereich der Vorjahre. Dabei sind die Werte besonders deutlich bei den Kindern bis 14 Jahre gesunken. Die aktuelle ARE-Inzidenz entspricht rund 3,6 Millionen Personen mit einer neu aufgetretenen ARE. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist in den letzten drei Wochen ebenfalls gesunken und lag mit rund 600 ILI pro 100.000 Einw. im unteren Wertebereich auf niedrigem Niveau. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden stieg in den letzten Wochen auf niedrigem Niveau leicht an und lag in der 23. KW bei rund 100 COVID-19- Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologisch-mikrobiologischen Surveillance in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden im Mai hauptsächlich Rhino-/Enteroviren nachgewiesen, gefolgt von Parainfluenzaviren und SARS-CoV-2. Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 21. bis 23. KW 2025 haben bisher 7.687 bis 11.920 GrippeWeb-Teilnehmende eine Meldung pro Woche abgegeben, von diesen hatten in der 23. KW 316 eine ARE und 72 eine ILI (Datenstand: 10.6.2025, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch Änderungen ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 13.000 Meldungen pro Woche für die Auswertungen berücksichtigt werden. Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen. Mehr Informationen zu GrippeWeb finden Sie hier. Eine Registrierung ist jederzeit und in wenigen Schritten möglich

    Untersuchung des kausalen Zusammenhangs zwischen Luftverschmutzung und Pollen und der Inzidenz von Kopf- und Halskrebs

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    Das Ziel dieser Studie ist es, den kausalen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung, Pollenbelastung und der Inzidenz von Kopf- und Halskrebs zu untersuchen. Insbesondere soll erforscht werden, wie langfristige und kurzfristige Expositionen gegenüber diesen Umweltfaktoren das Risiko für die Entstehung von Kopf- und Halskrebs beeinflussen. Für diese Untersuchung werden epidemiologische Daten zu Krebsinzidenzen sowie Informationen zu Umweltfaktoren wie Luftqualität und Pollenbelastung genutzt. Der Zweck der Nutzung der beantragten Daten ist die Identifikation potenzieller Risikofaktoren, die mit einer höheren Inzidenz von Kopf- und Halskrebs in Verbindung stehen könnten. Dabei wird auf eine umfassende Analyse von regionalen, saisonalen und individuellen Expositionsfaktoren abgezielt. Der Umfang der Nutzung umfasst die Analyse von regionalen Mustern der Luftverschmutzung und Pollenbelastung in Bezug auf Krebserkrankungen sowie die statistische Auswertung der Korrelationen zwischen diesen Faktoren. Das Hauptziel dieser Studie ist die Analyse der kausalen Beziehung zwischen Luftverschmutzung und der Inzidenz von Kopf-Hals-Krebs. Die Studie soll bestimmen, ob die Exposition gegenüber diesen Umweltfaktoren das Risiko, in dieser Region an Krebs zu erkranken, signifikant erhöht. Analytische Endpunkte umfassen die Identifizierung von Korrelationen zwischen verschiedenen Levels von Luftverschmutzung sowie der Inzidenz von Kopf-Hals-Krebs. Zusätzlich werden wir andere bekannte Risikofaktoren wie Tabakkonsum und Alkoholkonsum kontrollieren, da diese wichtige Störfaktoren in der Krebsforschung darstellen

    Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2

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    Im Vorhaben AMELAG werden SARS-CoV-2, Influenzaviren und respiratorische Synzytialviren (RSV) im Abwasser überwacht. Bundesweit nahmen bis zum Jahreswechsel 2024/2025 168 Kläranlagen teil, im Jahr 2025 nehmen über 70 Standorte teil. Die dabei erhobenen Daten werden in den kommenden Wochen in diesen Bericht integriert. Für die 21. Kalenderwoche liegen Daten aus 65 Kläranlagen für SARS-CoV-2, aus 67 Kläranlagen für das Influenza A-Virus bzw. Influenza B-Virus, aus 40 Kläranlagen für RSV A bzw. RSV B und aus 26 Kläranlagen für RSV A/B (gemeinsame Messungen von RSV A und B) vor. Daten weiterer Kläranlagen werden nachgeliefert. Die aggregierte SARS-CoV-2-Viruslast im Abwasser befindet sich auf einem niedrigen Niveau. Die Werte der aggregierten Influenza-Viruslast im Abwasser sind seit mehreren Wochen rückläufig und befinden sich für Influenza A und B mittlerweile wieder auf einem niedrigen Niveau. Die Werte der RSV-Last im Abwasser befinden sich für RSV A auf einem niedrigen Niveau und sinken weiter für RSV B. Die aggregierte Viruslast der gemeinsamen Messungen von RSV A und B ist ebenfalls auf einem niedrigen Niveau. Die Entwicklung der letzten Wochen kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern.In the AMELAG project, SARS-CoV-2, influenza viruses and respiratory syncytial virus (RSV) are monitored in wastewater. Nationwide, 168 wastewater treatment plants were participating by the end of 2024; around 70 sites participate in 2025. The data collected will be integrated into this report in the coming weeks. For the calendar week 21 data from 65 WWTPs for SARS-CoV-2, from 67 WWTPs for influenza A virus and influenza B, from 40 WWTPs for RSV A and B and from 26 WWTPs of RSV A/B (joint measurements of RSV A and B) were available. Data from other WWTP are provided continuously. The aggregated SARS-CoV-2 viral load is currently on a low level. The values of the aggregated influenza A and B viruses have been declining for a couple of weeks and are currently on a low level. The RSV load values in wastewater are on a low level for RSV A and further declining for RSV B. The aggregated viral load of the combined measurements of RSV A and B is also on a low level. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications

    Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 35

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    Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. Um über die aktuelle Lage in Deutschland zu informieren, wird dieser Bericht während des Sommers 2025 (Juni-September) wöchentlich aktualisiert. Der aktuelle Bericht umfasst Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle im Zeitraum der Kalenderwochen (KW) 15 bis 35/2025

    Barriers to accessing psychotherapeutic care among young adults: Individual and regional associated factors

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    Background: Mental health problems are widespread among young adults in Germany, yet the use of professional help remains low. This study aimed to identify the most common perceived barriers to help-seeking and to examine which individual and regional factors are associated with unmet need for mental health care. Methods: A total of 3,051 former participants of the KiGGS cohort study (aged 16 to 25 years) took part in an online survey. Group comparisons and regression analyses were conducted to examine associations of individual and regional characteristics with unmet need for care. Results: Overall, 42.6 % of respondents reported not having used professional help despite being advised to do so or perceiving a need themselves. The most frequently reported barriers were difficulties in acknowledging one’s own need for help (problem denial) and negative attitudes towards seeking professional help (help-seeking stigma). Within this group, unmet need was more likely reported by women, individuals with lower subjective social status, depression or anxiety symptoms, low mental health-related quality of life, or inadequate health literacy. Regional characteristics such as the density of care provision or socioeconomic deprivation were not significantly associated with unmet need. Conclusions: The findings highlight the importance of subjective barriers to help-seeking behaviour. Low-threshold interventions may help improve self-awareness, appraisal competence, and openness in dealing with psychological distress, thereby reducing the risk of mental health disorders.Peer Reviewe

    Untersuchung regionaler Zusammenhänge zwischen der Konzentration ausgewählter Mineralstoffe in Mineralwässern und der Krebsinzidenz und -prävalenz in Deutschland

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    Die geplante ökologische Studie adressiert die Frage, ob und wenn ja wie der Gehalt verschiedener Mineralstoffe (u.a. Lithium, Calcium und Magnesium) in Mineralwässern aus deutschen Quellen mit der Inzidenz und Prävalenz von Krebserkrankungen assoziiert ist. Die für diese Auswertung notwendigen altersstandardisierten Krebsinzidenzraten (pro 100.000 Personen in Deutschland) für jegliche Krebserkrankungen zusammengefasst können am Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) berechnet werden. In einer vorangegangenen Analyse wurde der Mineralstoffgehalt in Mineral- und Heilwässern von einem Großteil der Quellorte in Deutschland bestimmt (Seidel et al. 2019; DOI: 10.1002/mnfr.201900039). Laut Statista (2025) ist Mineralwasser das beliebteste Getränk in Deutschland und es wird angenommen, dass Mineralwässer zum Großteil regional konsumiert werden. Der Gehalt ausgewählter Mengen- und Spurenelemente in Mineralwässern und die Krebsinzidenz und -prävalenz sollen regional über die Kreiskennziffern zusammengelegt werden. Dies ermöglicht es, die Höhe des Mineralstoffgehalts mit der Krebsinzidenz und -prävalenz in der Region des Quellorts der entsprechenden Wässer mittels Korrelations- und Regressionsanalysen in Zusammenhang zu bringen und möglicherweise Erkenntnisse zur krebsbezogenen gesundheitlichen Bewertung der Exposition mit verschiedenen Mineralstoffen darzustellen. Krebserkrankungen stellen weltweit ein großes Gesundheitsproblem dar und obwohl bereits viele Risikofaktoren für diese Erkrankungen bekannt sind, bedarf es weiterer Forschung zu Faktoren, die die Krebsinzidenz und -prävalenz beeinflussen könnten (Wu et al. 2024; DOI: 10.1186/s13045-024-01640-8). Hierbei könnte die Zufuhr von Mengen- und Spurenelementen über Nahrung und Getränke eine Rolle spielen. In einer kürzlich publizierten Studie aus den USA zeigte sich beispielsweise der Lithiumgehalt im Trinkwasser invers mit der Krebsinzidenz assoziiert (Luo et al. 2025; DOI: 10.1001/jamanetworkopen.2024.60854). Daher soll in der geplanten ökologischen Studie die Assoziation zwischen dem Gehalt an verschiedenen Mineralstoffen in Mineralwässern (Exposition) und der Krebsinzidenz bzw. -prävalenz (Outcome) anhand von Daten aus Deutschland untersucht werden. Hierfür werden die altersstandardisierten Krebsinzidenzraten sowie 1-Jahres- und 5-Jahresprävalenzen in den Regionen der Quellorte der Mineralwässer – identifiziert über Kreiskennziffern – in Beziehung zum Gehalt ausgewählter Mengen- und Spurenelemente dieser Wässer gesetzt. Für die statistische Analyse werden Spearman Korrelationen sowie lineare Regressionen (um ggf. Covariaten oder den simultanen Effekt mehrerer Mineralstoffe zu berücksichtigen) verwendet. Hierbei werden zunächst der Mineralstoffgehalt sowie die Krebsinzidenzrate bzw. die Prävalenz als kontinuierliche Variablen betrachtet. In einem weiteren Schritt werden wir die Regionen anhand des Mineralstoffgehalts in den jeweiligen Quellorten in Quantile einteilen. Mittels log-linearer Regressionen können so das höchste Quantil mit dem niedrigsten Quantil in Hinblick auf ihre Krebsprävalenz und -inzidenzrate verglichen und „ökologische“ relative Risiken berechnet werden. Die Erkenntnisse unserer Analysen könnten wichtige Anhaltspunkte für weitere Forschungsfragen in der krebsbezogenen gesundheitlichen Bewertung der Exposition mit verschiedenen Mineralstoffen darstellen. In Hinblick auf Lithium könnten diese Erkenntnisse überdies zu der Diskussion beitragen, ob Lithium als essentielles Spurenelement angesehen werden sollte

    Impfquoten in Deutschland

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    Impfquoten sind essenziell für die Bewertung von Impfprogrammen. Das RKI publiziert regelmäßig die Impfquoten zu den von der STIKO empfohlenen Impfungen im Kindes-, Jugend- und Erwachsenenalter. Sie liegen bei Kindern auf einem hohen Niveau. Impfserien werden jedoch oft zu spät oder gar nicht abgeschlossen. Die Einführung der RSV-Prophylaxe im Säuglingsalter kann als Erfolg bewertet werden. Bei Mädchen stagnieren die HPV-Impfquoten und bei Jungen stiegen sie zuletzt nur noch minimal an. Die Auffrischimpfung im Jugendalter wird von weniger als zwei Dritteln der Jugendlichen genutzt. Auch die Impfquoten bei Erwachsenen, Menschen mit Vorerkrankungen und Schwangeren liegen häufig deutlich unter 50 %.Immunization coverage in Germany Monitoring immunization coverage is essential for evaluating immunization programmes. The RKI regularly publishes immunization coverage for all vaccines recommended by the STIKO for children, adolescents, and adults. Coverage is high among children. However, vaccination series are often completed too late or not at all. The introduction of monoclonal antibodies against RSV for infants can be considered a success. HPV immunization coverage is stagnating among girls and has recently risen only minimally among boys. Less than two-thirds of adolescents receive their booster dose. Immunization coverage among adults, people with medical preconditions, and pregnant women is also often well below 50%.Peer Reviewe

    Schätzung der Anzahl der HIV-Neuinfektionen im Jahr 2024 sowie der Gesamtzahl der Menschen, die Ende 2024 mit HIV in Deutschland leben

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    Die Anzahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland sowie bei Menschen deutscher Herkunft, die sich im Ausland mit HIV infiziert haben, wird für das Jahr 2024 auf 2.300 geschätzt und liegt damit etwa um 200 Neuinfektionen höher als 2023. Etwa die Hälfte des Anstiegs lässt sich zurückführen auf Infektionen bei Männern, die Sex mit Männern haben. Anstiege der HIV-Neuinfektionen wurden jedoch auch unter Menschen mit injizierendem Drogengebrauch und durch heterosexuelle Übertragungswege beobachtet. Der Anstieg der HIV-Neuinfektionen zeigt, dass es weiterer Anstrengungen bedarf, vor allem um die zielgruppenspezifischen Testangebote und den Zugang zu Therapie und Prophylaxe zu verbessern.Estimated number of new HIV infections in 2024 and total number of people living with HIV in Germany at the end of 2024 For 2004, the number of new HIV infections in Germany, as well as among people of German origin who contracted HIV abroad, is estimated at 2,300, which is about 200 new infections higher than in 2023. Approximately half of this increase can be attributed to infections among men who have sex with men. However, increases in new HIV infections have also been observed among people who inject drugs and through heterosexual transmission. The rise in new HIV infections demonstrates the need for further efforts, particularly to improve targeted testing services and access to treatment and prophylaxis

    Der Einsatz von Pembrolizumab in der neoadjuvanten Chemotherapie beim triple-negativen Mammakarzinom

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    Basierend auf der KEYNOTE522-Studie wurde Pembrolizumab in der neoadjuvanten Chemotherapie bei Patient*innen mit triple-negativem Mammakarzinom (Östrogen-, Progesteronrezeptor negativ und Her2neu negativ) und einem hohen Rezidivrisko (cT1c N1-2 oder cT2-4 N0-2) in Ergänzung zur Chemotherapie zugelassen. Die Ziele unserer Untersuchung sind: *den Einfluss des Einsatzes von Pembrolizumab in der neoadjuvanten Chemotherapie auf die Ansprechraten in Form der pathologischen Komplettremsissionen (ypT0/ypTis; ypN0) zu untersuchen. Hierbei soll insbesondere untersucht werden, ob und wie sich die real world Daten im Vergleich zu den Studiendaten darstellen. *Subgruppenanalysen (Altersgruppen, Tumorstadien) durchzuführen, um Patientengruppen zu identifizieren, die besonders vom Einsatz von Pembrolizumab profitieren. *ggf. Patient*innen zu identifizieren, die außerhalb der Zulassungskriterien mit Pembrolizumab behandelt wurden, und hier das Ansprechen zu untersuchen. *die Implementierung von Pembrolizumab in die Routineversorgung über die Zeit darzustellen. Zusätzlich soll hier untersucht werden, bei welchen Patientinnen die Substanz bevorzugt eingesetzt wird. *die Zeitintervalle von Diagnosestellung bis zum Start der verschiedenen möglichen Therapie im Sinne der Abbildung der der Versorgungsqualität. Vergleiche mit Daten aus der Literatur oder von Studien sollen berücksichtigt werden

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