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ARE-Wochenbericht KW 21
Das ARE-Geschehen wird durch Erkältungsviren wie Rhinoviren bestimmt. Im Meldewesen werden weiterhin auch Influenza-, COVID-19- und RSV-Fälle an das RKI übermittelt, jedoch mit sinkenden Fallzahlen. Die Zahl schwer verlaufender Atemwegsinfektionen bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 21. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil geblieben.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 21. KW im Vergleich zur Vorwoche insgesamt und in allen Altersgruppen gesunken.
Im NRZ für Influenzaviren wurden in der 21. KW 2024 in insgesamt 35 der 61 eingesandten Sentinel-proben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (21 %), gefolgt von Parainfluenzaviren (PIV; 18 %), humanen Metapneumoviren (hMPV; 15 %), Adenoviren ( 5 %), Influenzaviren (3 %) sowie SARS-CoV-2 (2 %). Respiratorische Synzytialviren (RSV) und humane saisonale Coronaviren (hCoV) wurden in der 21. KW nicht nachgewiesen.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) blieb die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 21. KW 2024 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Der Anteil der Influenza-, RSV- bzw. COVID-19-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten liegt bereits seit einigen Wochen unter 5 %. In der 21. KW wurde bei 2 % der SARI-Fälle eine COVID-19-Diagnose vergeben, der Anteil an Influenza-Diagnosen lag in der 21. KW 2024 jeweils unter 1 %. RSV-Infektionen wurden in der 21. KW 2024 nicht diagnostiziert.
Die Zahlen der an das RKI übermittelten Influenza-, COVID-19- und RSV-Fälle sind in der 21. Meldewoche (MW) im Vergleich zur Vorwoche gesunken. Im Abwassermonitoring lag die aggregierte SARS-CoV-2-Viruslast bei leicht steigendem Trend auf einem niedrigen Niveau.
In den letzten Wochen kam es in den Surveillancesystemen von Woche zu Woche teilweise zu wechselnden Trendverläufen, die u.a. durch Ferien / Feiertage und dem daraus veränderten Kontakt- und Konsultationsverhalten erklärt werden können
GrippeWeb-Wochenbericht KW 06
Nachdem die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung nach dem Jahreswechsel wieder deutlich angestiegen war, ist sie in der 6. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken und lag bei rund 7.000 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 7.400). Dabei sind die Werte in den meisten Altersgruppen leicht gesunken oder relativ stabil geblieben, nur bei den 15- bis 34-Jährigen ist der Wert weiter leicht gestiegen. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist im Vergleich zur Vorwoche
ebenfalls gesunken und lag in der 6. KW 2024 bei rund 1.900 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 2.200). Sowohl die Gesamt-ARE-Inzidenz als auch die Gesamt-ILI-Inzidenz befanden sich im unteren Wertebereich der vorpandemischen Jahre zu dieser Zeit. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden ist in der 6. KW 2024 leicht auf rund 400 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. gestiegen (Vorwoche: 300). Gemäß den Daten aus der Arbeitsgemeinschaft Influenza hält die Grippe- und RSV-Welle weiter an.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen für die 6. KW 2024 beruhen auf den Angaben von 7.282 GrippeWeb-Teilnehmenden, von diesen meldeten 511 eine ARE und 136 eine ILI (Datenstand:
13.2.2024, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch Änderungen ergeben
Armut macht krank: Soziale Ungleichheit und Gesundheit ist das Motto beim Tag des Gesundheitsamtes 2024
GrippeWeb-Wochenbericht KW 13
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 13. KW 2024 im
Vergleich zur Vorwoche insgesamt gesunken und lag bei rund 6.300 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 7.100). Dabei sind die Werte bei den 5- bis 59-Jährigen gesunken, bei den 0- bis 4-jährigen Kindern und den ab 60- Jährigen sind die Werte dagegen gestiegen. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls gesunken und lag bei rund 1.200 ILI pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 1.500). Die Gesamt-ARE-Inzidenz befand sich im oberen Wertebereich der vorpandemischen Jahre zu dieser Zeit, die Gesamt-ILI-Inzidenz lag im unteren Wertebereich. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden lag in der 13. KW unter 100 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden seit der 11. KW 2024 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren und humane saisonale Coronaviren (hCoV) nachgewiesen sowie zu niedrigeren Anteilen auch andere Erreger. Gemäß den Daten aus der Arbeitsgemeinschaft Influenza deutet sich ein Ende der Grippewelle an. Die RSV-Welle endete nach Definition des Robert Koch-Instituts mit der 10. KW 2024
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
] Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 163 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 24 liegen Daten aus 121 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.
Die Viruslasten sind aktuell niedrig, aber leicht ansteigend. Die Entwicklung der letzten Woche kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Standorte mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
Sozioökonomischer Status und Gesundheit
Menschen mit einem niedrigen sozioökonomischen Status haben schlechtere
Gesundheitschancen und höhere Risiken für eine Vielzahl körperlicher und
psychischer Erkrankungen als jene mit höherem sozioökonomischem Status.
Dieser Beitrag gibt einen Überblick darüber, welche Daten und Befunde hierzu für
Deutschland vorliegen und welche Entwicklungen sich in diesen beiden Bereichen
abzeichnen. Dazu wird auf Basis verschiedener Datengrundlagen beschrieben, wie
sich der Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheit
vom Kindes- und Jugendalter bis ins höhere Lebensalter erstreckt und letztlich
in einer sozial ungleichen Sterblichkeit und Lebenserwartung ausprägt.Peer Reviewe
ARE-Wochenbericht KW 16
Das ARE-Geschehen wird zunehmend durch Erkältungsviren wie Rhinoviren, humane Metapneumoviren, Adenoviren und Parainfluenzaviren bestimmt, jedoch zirkulieren weiterhin auch Influenzaviren und humane saisonale Coronaviren. Die Grippewelle endete nach Definition des Robert Koch-Instituts nach 15 Wochen mit der 12. KW 2024. Die RSV-Welle endete nach 16 Wochen mit der 10. KW 2024.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 16. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt deutlich gestiegen. Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 16. KW im Vergleich zur Vorwoche insgesamt stabil geblieben.
Im NRZ für Influenzaviren wurden in der 16. KW 2024 in insgesamt 59 der 100 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (30 %), gefolgt von humanen Metapneumoviren (hMPV; 11 %), humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 8 %), Parainfluenzaviren (PIV; 7 %) sowie Adenoviren und Influenzaviren (je 6 %). Respiratorische Synzytialviren (RSV) und SARS-CoV-2 wurden in der 16. KW nicht nachgewiesen.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 16. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt weiter leicht gesunken und blieb in den meisten Altersgruppen auf einem niedrigen Niveau. Der Anteil der Influenza- und RSV-Diagnosen bei hospitalisierten Patientinnen und Patienten wegen SARI lag bereits seit einigen Wochen unter 5 %. In der 16. KW wurde bei 1 % der SARI-Fälle eine Influenza-Diagnose und bei 2 % eine RSV-Diagnose vergeben. Bei Kindern unter zwei Jahren lag der Anteil der RSV Diagnosen bei 11 %. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert und lag in der 16. KW 2024 unter 1 %.
In Deutschland dominiert weiterhin die BA.2.86-Sublinie JN.1. Ihr Anteil lag in der 14. KW 2024 bei 93 %. Im Abwassermonitoring liegt die aggregierte SARS-CoV-2-Viruslast aktuell auf einem niedrigen Niveau
Impact of ACE I gene insertion/deletion, A-240T polymorphisms and the renin–angiotensin–aldosterone system on COVID-19 disease
Background:
The coronavirus disease 2019 (COVID-19) pandemic is driven by severe acute respiratory syndrome coronavirus 2 (SARS-CoV-2) infection, which has led to an enormous burden on patient morbidity and mortality. The renin–angiotensin–aldosterone system (RAAS) plays a significant role in various pulmonary diseases. Since SARS-CoV-2 utilizes the angiotensin-converting enzyme (ACE)2 receptor to exert its virulence and pathogenicity, the RAAS is of particular importance in COVID 19.
Methods:
Our preliminary study investigates retrospectively the influence of selected ACE-polymorphisms (I/D location at intron 16 in the B-coding sequence (rs4646994) and A-240T (rs 4291) at the A-promoter) as well as ACE1 and ACE2 serum levels on disease severity and the inflammatory response in inpatients and outpatients with COVID-19.
Results:
Our study included 96 outpatients and 88 inpatients (65.9% male, mean age 60 years) with COVID-19 from April to December 2020 in four locations in Germany. Of the hospitalized patients, 88.6% participants were moderately ill (n = 78, 64% male, median age 60 years), and 11.4% participants were severely ill or deceased (n = 10, 90% male, median age 71 years). We found no polymorphism-related difference in disease, in age distribution, time to hospitalization and time of hospitalization for the inpatient group. ACE1 serum levels were significantly increased in the DD compared to the II polymorphism and in the TT compared to the AA polymorphism. There was no significant difference in ACE 1 serum levels l between moderately ill and severely ill patients. However, participants requiring oxygen supplementation had significantly elevated ACE1 levels compared to participants not requiring oxygen, with no difference in ACE2 levels whereas females had significantly higher ACE2 levels.
Conclusions:
Although there were no differences in the distribution of ACE polymorphisms in disease severity, we found increased proinflammatory regulation of the RAAS in patients with oxygen demand and increased serum ACE2 levels in women, indicating a possible enhanced anti-inflammatory immune response.
Clinical trial registration: PreBiSeCov: German Clinical Trials Register, DRKS-ID: DRKS00021591, Registered on 27th April 2020.Peer Reviewe
Compliance of blood donors in Germany with non-sexual deferral criteria
Background and Objectives:
In addition to mandatory testing of blood donations, the deferral of donors in the case of various sexual and non-sexual risk exposures ensures the safety of blood products in Germany. The study aimed to quantify non-disclosure of non-sexual risk exposures, as no data are available so far.
Materials and Methods:
We conducted an anonymous online survey among whole-blood donors with successful donations between January and March 2020. Data on travel to countries with endemic malaria, recent mild or febrile infections, tattoos or piercings and drug use were collected. We analysed non-compliance in relation to donor demographics by multivariable analyses.
Results:
Altogether, 5.4% of the donors were non-compliant. Non-disclosure was highest for mild infection with 3.3% of donors, followed by febrile infections (1.4%), travel to malaria endemic countries (0.7%) and body modifications (0.5%). Intravenous drug use was negligible in our study population. Age was a predictor for all investigated risks, with higher prevalence in younger age groups. Prevalence ratios for non-disclosure of body modifications and mild infection were higher in females than males. Donation in blood establishments with mobile services was associated with higher non-disclosure of mild infections.
Conclusion:
The considerable degree of non-compliance in some donor groups reflects the prevalence of risk factors in the underlying population (e.g., body modification) as well as probable tendency to socially desirable responding. Donor education should not focus exclusively on sexual risk behaviour, as undisclosed non-sexual exposures may bear risks for recipients and donors.Peer Reviewe