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GrippeWeb-Wochenbericht KW 11
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung ist in der 11. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt leicht gestiegen und lag bei rund 6.800 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche: 6.400). Dabei sind die Werte in fast allen Altersgruppen leicht gestiegen, bei den 0- bis 4-Jährigen sind sie leicht gesunken. Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) ist im Vergleich zur Vorwoche relativ stabil bei rund 1.300 ILI pro 100.000 Einw. geblieben. Die Gesamt-ARE-Inzidenz befand sich im Wertebereich der vorpandemischen Jahre zu dieser Zeit, die Gesamt-ILI-Inzidenz lag leicht unter dem vorpandemischen Niveau. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung basierend auf Angaben der GrippeWeb- Teilnehmenden lag in der 11. KW bei unter 100 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. In der virologischen Überwachung in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden seit der 9. KW 2024 hauptsächlich Rhino- /Enteroviren und humane saisonale Coronaviren (hCoV) nachgewiesen sowie zu niedrigeren Anteilen auch andere Erreger. Gemäß den Daten aus der Arbeitsgemeinschaft Influenza deutet sich ein Ende der Grippe- und RSV-Welle an.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen für die 11. KW 2024 beruhen auf den Angaben von 7.516 GrippeWeb-Teilnehmenden, von diesen meldeten 498 eine ARE und 92 eine ILI (Datenstand: 19.3.2024, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch Änderungen ergeben
Healthcare and health situation of adults with type 2 diabetes in Germany: The study GEDA 2021/2022-Diabetes
Background: The nationwide study German Health Update (GEDA) 2021/2022-Diabetes was conducted to assess the current healthcare and health situation of adults with diabetes in Germany.
Methods: GEDA 2021/2022-Diabetes comprises a sample of adults with diagnosed diabetes from the general population. The analysis focuses on adults aged 45 years and over with type 2 diabetes (N = 1,448) and provides selected indicators on diabetes care as well as mental, social and general health.
Results: 87.5 % of participants aged 45 years and over with type 2 diabetes are treated with blood glucose-lowering medication. 36.5 % receive insulin alone or in combination with other antidiabetics; 0.7 % use an insulin pump. Almost 96 % had an HbA1c measurement in the last year and about two thirds each report annual foot and eye examinations, participation in a diabetes self-management education programme and self-monitoring of their feet and of blood glucose (12.0 % with continuous glucose monitoring). On average, the quality of diabetes care is perceived as moderate. 23.8 % rate their mental health as excellent/very good. More than a tenth each have anxiety or depressive symptoms and feelings of loneliness. Half rate their general health as very good/good
Bewegungsverhalten von älteren Kindern und Jugendlichen in Deutschland – Ergebnisse der HBSC-Studie 2022 und Zeitverläufe seit 2009/10
Hintergrund: Bewegung ist bereits im Kindes- und Jugendalter zentral für die Gesundheit und ein regelmäßiges Monitoring gibt wichtige Hinweise für strategische Entscheidungen für die Bewegungsförderung in Deutschland.
Methode: Mit der aktuellen Erhebungswelle der „Health Behaviour in School-aged Children (HBSC)“-Studie lässt sich die Prävalenz bei Schülerinnen und Schülern im Alter zwischen 11 und 15 Jahren für die Indikatoren tägliche Bewegungsempfehlung, hohe und geringe körperliche Aktivität sowie die sportliche Aktivität für 2022 berichten. Zudem werden die Daten im Vergleich zu den Erhebungswellen der Schuljahre 2009/10, 2013/14 und 2017/18 im zeitlichen Trend betrachtet.
Ergebnisse: Die Ergebnisse der aktuellen Erhebungswelle zeigen, dass 10,8 % der Mädchen und 20,9 % der Jungen sowie 12,4 % der gender-diversen Jugendlichen die tägliche Bewegungsempfehlung erreichen. Auch für die weiteren Indikatoren bestehen zum Teil große geschlechtsspezifische Unterschiede. Die Gruppe der gender-diversen Jugendlichen gilt es weiter zu untersuchen. Die zeitlichen Veränderungen zwischen 2009/10 und 2022 sind relativ gering. Während von 2009/10 bis 2022 das Bewegungsverhalten bei Mädchen für die verschiedenen Indikatoren leicht abnimmt, zeigen sich bei den Jungen relativ stabile Prävalenzen im gleichen Zeitraum.
Schlussfolgerungen: Insgesamt und auch aufgrund der Auswirkungen der verschiedenen COVID-19-Lockdowns ist und bleibt der Bedarf an effektiven und bevölkerungsbezogenen Maßnahmen der Bewegungsförderung im Kindes- und Jugendalter hoch
Evaluierung der Überlebensraten bei nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) Patienten im Stadium IV nach Einführung der Immuntherapie: Eine Analyse von 2009-2021
In diesem Forschungsvorhaben beabsichtigen wir, die Behandlungsmuster von Patienten mit nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC) im Stadium IV im Zeitraum von 2009 bis 2021 zu beschreiben und zu evaluieren. Ein besonderes Augenmerk wird auf Patienten gelegt, die ab 2018 diagnostiziert wurden, um die Auswirkungen der Empfehlungen zur Immuntherapie auf das Gesamtüberleben zu untersuchen. Die zentrale Forschungsfrage lautet: 'Wie haben sich die Behandlungsmuster und das Überleben von NSCLC-Patienten im Stadium IV seit der Einführung der Immuntherapie im Jahr 2018 verändert?' Die beantragten Daten im gewählten Umfang und in der gewählten Struktur sind unerlässlich, um diese Frage zu beantworten. Sie ermöglichen eine detaillierte Analyse der Patientencharakteristika, der angewandten Behandlungsmethoden und der daraus resultierenden Überlebensraten.
Das Hauptziel dieses Forschungsvorhabens ist es, die Veränderungen in den Behandlungsmustern von Patienten mit Stadium IV NSCLC über den angegebenen Zeitraum zu beschreiben und zu analysieren, wie die Einführung und Empfehlung der Immuntherapie das Gesamtüberleben dieser Patientengruppe beeinflusst hat, insbesondere nach 2018. Der analytische Endpunkt, der in dieser Studie betrachtet wird, ist die Gesamtsterblichkeit
ARE-Wochenbericht KW 05
Das ARE-Geschehen wird wie in den Vorwochen durch die steigende Zahl an Influenza-Erkrankungen und eine hohe RSV-Aktivität bestimmt. Sowohl die Grippewelle als auch die RSV-Welle halten laut RKI-Definition weiter an. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zu einer hohen Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. Influenza A(H1N1)pdm09-Viren werden am häufigsten detektiert. Von einer Krankenhauseinweisung mit RSV-Infektion sind insbesondere Kleinkinder betroffen. Bei älteren Menschen führen aktuell häufig Influenzaerkrankungen und deutlich seltener COVID-19 zu schwer verlaufenden Erkrankungen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 5. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche sowohl bei den Kindern als auch bei den Erwachsenen stabil geblieben. Im ambu-lanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 5. KW im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls in allen Altersgruppen relativ stabil geblieben.
Im NRZ für Influenzaviren wurden in der 5. KW 2024 in insgesamt 259 der 315 eingesandten Sentinel-proben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Influenzaviren (57 %), mit Abstand gefolgt von RSV (14 %), Rhinoviren (9 %), humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 7 %), Adenoviren und SARS-CoV-2 (je 3 %).
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 5. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt leicht gesunken. Die Fallzahl befindet sich insgesamt weiterhin auf einem hohen Niveau. Unter allen in der 5. KW 2024 wegen einer schweren Atemwegserkrankung hospitalisierten Patientinnen und Patienten lag der Anteil der Influenza-Diagnosen wie in der Vorwoche bei 35 %. Der Anteil der RSV-Diagnosen ist leicht zurückgegangen und lag in der 5. KW bei 10 %. Bei Kindern unter zwei Jahren blieb der Anteil der RSV-Diagnosen mit 53 % weiterhin hoch. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen geht seit der 51. KW 2023 zurück und lag in der 5. KW 2024 bei 5 %.
Bei den Daten aus dem Meldewesen gemäß IfSG setzte sich der steigende Trend an Influenzavirus-infektionen in der 5. KW 2024 fort.
In Deutschland dominiert weiterhin die BA.2.86-Sublinie JN.1. Ihr Anteil vergrößerte sich in der 3. KW 2024 auf 85 %. In der Abwassersurveillance deutet sich nach einem stetigen Rückgang seit der 50. KW 2023 wieder ein Anstieg der SARS-CoV-2-Viruslast ab der 4. KW 2024 an
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 164 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 22 liegen Daten aus 82 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.
Die Viruslasten sind aktuell niedrig, aber leicht ansteigend. Die Entwicklung der letzten Woche kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Standorte mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
ARE-Wochenbericht KW 17
Das ARE-Geschehen wird durch Erkältungsviren wie Rhinoviren, humane Metapneumoviren, Adenoviren und Parainfluenzaviren bestimmt, jedoch zirkulieren weiterhin auch Influenzaviren und humane saisonale Coronaviren. Die Grippewelle endete nach Definition des Robert Koch-Instituts nach 15 Wochen mit der 12. KW 2024. Die RSV-Welle endete nach 16 Wochen mit der 10. KW 2024.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 17. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt deutlich gestiegen. Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 17. KW im Vergleich zur Vorwoche insgesamt leicht gestiegen.
Im NRZ für Influenzaviren wurden in der 17. KW 2024 in insgesamt 60 der 117 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (24 %) und humane Metapneumoviren (hMPV; 13 %), gefolgt von Parainfluenzaviren (PIV; 9 %), Adenoviren (6 %), Influenzaviren (5 %) und humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 3 %). Respiratorische Synzytialviren (RSV) und SARS-CoV-2 wurden in der 17. KW nicht nachgewiesen Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 17. KW 2024 im Vergleich zur Vorwoche insgesamt gesunken und blieb insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Der Anteil der Influenza- und RSV-Diagnosen bei hospitalisierten Patientinnen und Patienten wegen SARI lag bereits seit einigen Wochen unter 5 %. In der 17. KW wurde bei jeweils 1 % der SARI-Fälle eine Influenza-, RSV- bzw. COVID-19-Diagnose vergeben.
Die Zahl der an das RKI übermittelten Influenza- und COVID-19 Fälle ist im Vergleich zur 16. Meldewoche (MW) leicht gestiegen. In Deutschland dominierte weiterhin die BA.2.86-Sublinie JN.1. Ihr Anteil lag in der 15. KW 2024 bei 100 %. Im Abwassermonitoring lag die aggregierte SARS-CoV-2-Viruslast auf einem niedrigen Niveau
Starker Anstieg der Denguefieber-Meldefallzahlen in den ersten Monaten 2024
Das in den Tropen und Teilen der Subtropen endemische Denguefieber ist eine akut fieberhafte Erkrankung. Überträger des Denguevirus sind Steckmücken vor allem der Spezies Ae. aegypti oder Ae. albopictus. Während ein Großteil der Infektionen asymptomatisch und selbstlimitierend verläuft, sind auch seltene schwere Verläufe und Todesfälle möglich. Für die ersten Monate des Jahres 2024 wurde bisher eine auffallend hohe reiseassoziierte Denguefieber-Fallzahl gemeldet. Diese ist nicht durch eine erhöhte Reiseaktivität zu erklären. Vielmehr sind die Fallzahlen gerade in vielen Endemiegebieten erhöht und betreffen dort auch Reisende aus Deutschland. Reisenden in Denguevirus-Endemiegebieten wird empfohlen, sich ganztags vor Mückenstichen zu schützen. Reiserückkehrenden in deutschen Regionen mit kompetenten Mückenvektoren wird im Sommer und Frühherbst auch bei Symptomfreiheit bis 14 Tage nach der Reise Mückenschutz empfohlen, um autochthone Übertragungen zu verhindern
Abwassersurveillance zu SARS-CoV-2
Im Rahmen von AMELAG (Abwassermonitoring für die epidemiologische Lagebewertung) wird unter anderem die Last von SARS-CoV-2 im Abwasser überwacht. Aktuell fließen Daten aus 164 Standorten, d.h. Kläranlagen, in die Analysen ein. Für die Kalenderwoche 21 liegen Daten aus 116 Standorten vor. Daten weiterer Standorte werden nachgeliefert.
Die Viruslasten sind aktuell niedrig, aber leicht ansteigend. Die Entwicklung der letzten Woche kann sich aufgrund von Nachmeldungen jedoch noch verändern, insbesondere, wenn Standorte mit einer hohen Anzahl an angeschlossenen Einwohnern nachmelden
PASQUALE - A long-term partnership to improve hand hygiene and capacity building in infection prevention and control in the Faranah region of Guinea
Across the globe, hand hygiene (HH) is promoted to fight the spread of healthcare associated infections. Despite multiple ongoing HH campaigns and projects, the healthcare associated infection rates remain high especially in low- and middle-income countries. In the narrative overview presented here, we aim to share objectives, framework, successes and challenges of our long-term partnership in Guinea to offer guidance for other projects aiming to sustainably improve HH.Peer Reviewe