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GrippeWeb-Monatsbericht KW 32-35
Nachdem sich die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung (GrippeWeb) im
Juni/Juli auf einem üblichen, niedrigen Niveau befand, sind die Werte seit der 33. KW in allen Altersgruppen bis
59 Jahren wieder angestiegen. Dieser Anstieg konnte auch in den Vorsaisons zum Ende der Sommerferien
beobachtet werden. In der 35. KW lag die ARE-Inzidenz bei rund 4.400 ARE pro 100.000 Einw. (Vorwoche:
3.800), dies entspricht einer Gesamtzahl von etwa 3,7 Millionen neu aufgetretenen akuten Atemwegserkrankungen.
Die Inzidenz der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) blieb weiterhin auf Sommerniveau und lag
in der 35. KW bei rund 600 ILI pro 100.000 Einw. Die geschätzte COVID-19-Inzidenz in der Bevölkerung
basierend auf Angaben der GrippeWeb-Teilnehmenden stieg seit der 32. KW auf niedrigem Niveau leicht auf
rund 300 COVID-19-Erkrankungen pro 100.000 Einw. in der 35. KW an. In der virologisch-mikrobiologischen
Surveillance in der Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden im August hauptsächlich Rhino-/Enteroviren
nachgewiesen, mit Abstand gefolgt von u.a. Parainfluenzaviren und humanen saisonalen Coronaviren.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 32. bis 35. KW 2025 haben bisher 8.126 bis 11.928
GrippeWeb-Teilnehmende eine Meldung pro Woche abgegeben, von diesen hatten in der 35. KW 340 eine ARE
und 49 eine ILI (Datenstand: 2.9.2025, 0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich
sind, können sich noch Änderungen ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 12.000
Meldungen pro Woche für die Auswertungen berücksichtigt werden. Neue Teilnehmende sind herzlich
willkommen. Mehr Informationen zu GrippeWeb finden Sie hier. Eine Registrierung ist jederzeit und in wenigen
Schritten möglich
Evaluation der Meldepflicht für schwere Clostridioides difficile-Erkrankungen in Deutschland 2017 – 2022
C. difficile ist einer der häufigsten Erreger von antibiotikaassoziierter Diarrhö und gehört zu den zehn häufigsten nosokomialen Infektionen in Deutschland. Seit 2023 verzeichnet Deutschland einen Fallzahlanstieg bei schweren C. difficile-Infektionen (sCDI). Die sCDI-Meldepflicht gemäß Infektionsschutzgesetz stellt sicher, dass zeitnahe, vollständige und repräsentative Daten zur Verfügung stehen. Das Epidemiologische Bulletin 16/2025 präsentiert eine erste Evaluation der sCDI-Meldepflicht in Deutschland seit ihrer gesetzlichen Einführung im Jahr 2016
Salmonella Infantis-Ausbruch bei Säuglingen und Kleinkindern verursacht durch kontaminiertes Cashewmus mit Himbeeren
Das RKI konnte einen bundesweiten S. Infantis-Ausbruch verursacht durch kontaminiertes Cashewmus Himbeere unter Säuglingen und Kleinkindern aufdecken. Bisher zählte das RKI in Deutschland insgesamt 85 Erkrankungsfälle. Ein Großteil erkrankte so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Das verdächtige Cashewmus Himbeere wurde öffentlich zurückgerufen und Verbraucher wurden vor einem Verzehr des Produktes gewarnt.An outbreak of Salmonella Infantis in infants and young children caused by contaminated cashew puree raspberry
The RKI identified a nationwide outbreak of S. Infantis among infants and young children caused by contaminated cashew puree raspberry. To date, the RKI has recorded a total of 85 cases in Germany. The majority of those affected became so ill that they had to be hospitalised. The suspected cashew puree raspberry was publicly recalled and consumers were warned not to consume the product.Peer Reviewe
Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) zu Reiseimpfungen
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Reiseimpfungen zum individuellen Schutz Reisender mit einem Expositionsrisiko gegenüber bestimmten impfpräventablen Erkrankungen und um den Import von Infektionserregern in das bereiste Land oder bei Rückreise nach Deutschland zu verhindern. Die im Epidemiologischen Bulletin 14/2025 publizierten Reiseimpfempfehlungen wurden von der STIKO und der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e. V. (DTG) diskutiert und beschlossen. Neuerungen sind u. a. die aktualisierte Epidemiologie bei Cholera, Dengue, Hepatitis A und B, Meningokokken, Poliomyelitis sowie Typhus/Paratyphus
ARE-Monatsbericht des RKI
Das ARE-Geschehen wird aktuell hauptsächlich durch Erkältungsviren wie Rhinoviren bestimmt. In einigen Systemen deutet sich ein leichter Anstieg der SARS-CoV-2-Aktivität an, diese bleibt jedoch auf einem niedrigen Niveau. Auch die Zahl schwerer Atemwegserkrankungen bleibt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist von der 21. bis zur 23. KW 2025 insgesamt gesunken.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE von der 21. bis zur 23. KW 2025 insgesamt stabil geblieben.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden von der 21. bis zur 23. KW 2025 in insgesamt 77 (59 %) der 131 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (35 %) sowie weitere Atemwegsviren des untersuchten Erregerpanels.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) lag die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) im Zeitraum von der 21. bis zur 23. KW 2025 auf einem niedrigen, für die Sommerzeit üblichen Niveau. Der Anteil an COVID-19-, RSV- und Influenza- Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten blieb in der 21. bis zur 23. KW 2025 auf einem niedrigen Niveau. In der 23. KW 2025 lag der Anteil der SARI-Fälle mit COVID-19-Diagnose bei 1 %, RSV- bzw. Influenzaerkrankungen wurden jeweils bei weniger als 1 % diagnostiziert.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden im Mai 2025 in 39 der 127 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Rhinoviren (18 %).
Von der 21. bis zur 23. Meldewoche (MW) 2025 ist die Zahl der an das RKI gemäß IfSG über-mittelten Fälle mit Influenzavirusinfektion oder RSV-Infektion gesunken, die Zahl der übermittelten COVID-19-Fälle ist im Berichtszeitraum leicht gestiegen.
Die Werte der aggregierten Influenza-Viruslast im Abwasser befinden sich auf einem niedrigen Niveau. Die Werte der RSV-Last im Abwasser befinden sich ebenfalls auf einem niedrigen Niveau. Die Werte der SARS-CoV-2-Last im Abwasser zeigen eine leicht steigende Tendenz
GrippeWeb-Wochenbericht KW 14
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen (ARE-Inzidenz) in der Bevölkerung nahm seit der 5. KW ab, ist aber
in den letzten vier Wochen relativ stabil geblieben. Sie befindet sich weiterhin auf einem erhöhten Niveau im
oberen Wertebereich der Vorjahre. In der 14. KW lag der Wert bei rund 6.100 ARE pro 100.000 Einw. Die Inzidenz
der grippeähnlichen Erkrankungen (ILI) war in den letzten Wochen ebenfalls zurückgegangen und lag in
der 14. KW bei rund 1.100 ILI pro 100.000 Einw. In der virologisch-mikrobiologischen Surveillance in der
Bevölkerung (GrippeWeb-Plus) wurden im März 2025 hauptsächlich Rhino-/Enteroviren, humane saisonale
Coronaviren, und Influenzaviren nachgewiesen.
Die für die Bevölkerung in Deutschland geschätzten Inzidenzen beruhen auf den Selbstauskünften von
Personen, die sich bei GrippeWeb registriert haben. Für die 14. KW 2025 haben bisher 9.033 GrippeWeb-
Teilnehmende eine Meldung abgegeben, von diesen hatten 536 eine ARE und 94 eine ILI (Datenstand: 8.4.2025,
0:00 Uhr). Durch Nachmeldungen, die bis zu vier Wochen lang möglich sind, können sich noch Änderungen
ergeben. Aktuell können durch die Nachmeldungen rund 13.000 Meldungen pro Woche für die Auswertungen
berücksichtigt werden. Neue Teilnehmende sind herzlich willkommen
Treatment pattern and survival in patients with Head and Neck Squamous Cell Carcinoma in Germany
There is variation in the global incidence of Head and Neck Squamous Cell Carcinoma (HNSCC), which reflects the differences in the distribution of known risk factors, e.g. Human Papillomavirus (HPV), associated with survival, and epidemiology has changed drastically in the past decade. This study is being conducted to provide additional context of the clinical epidemiology of HNSCC, analyze nationwide treatment rates for HNSCC in Germany with focus on the different treatment options, the influence of gender, and trends over the years.
Study outcomes:
Patient demographics, clinical and tumor characteristics, treatment rates and survival.
1. Describe the disease characteristics (e.g., site and morphology, stage at initial diagnosis, sex, age, region, progression, HPV-status) and the treatment of patient with HNSCC.
2. Estimate the treatment rates for HNSCC in Germany with focus on the different treatment options and the influence of gender.
3. Estimate the survival stratified by treatment patterns, stage, location and progression
PrEP-Surveillance in Deutschland – Ergebnisse der fünften halbjährlichen Befragung in HIV-Schwerpunkteinrichtungen
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Ge¬sundheit geförderten Projekts „Surveillance der Versorgung mit der HIV-Präexpositionsprophylaxe innerhalb der GKV in Deutschland“ (PrEP-Surv) werden halbjährliche Befragungen zu Gebrauch und Versorgung mit der HIV-Präexposi-tionsprophylaxe (PrEP) in HIV-Schwerpunktzent¬ren durchgeführt. Im Epidemiologischen Bulletin 17/2025 werden die Ergebnisse der fünften halbjährlichen Befragung vorgestellt. Dabei ging es u. a. um den Lieferengpass des Medikaments mit den Wirkstoffen Tenofovirdisoproxil/Emtricitabin (TDF/FTC) und dessen Auswirkungen auf die PrEP-Versorgung
Wastewater-based Surveillance
In the AMELAG project, SARS-CoV-2, influenza viruses and respiratory syncytial virus (RSV) are monitored in wastewater. Nationwide, 168 wastewater treatment plants were participating by the end of 2024; up to 70 sites are expected to participate in 2025. The data collected will be integrated into this report in the coming weeks. For the calendar week 17 data from 62 WWTPs for SARS-CoV-2, from 64 WWTPs for influenza A virus and influenza B, from 31 WWTPs for RSV A and B and from 29 WWTPs of RSV A/B (joint measurements of RSV A and B) were available. Data from other WWTP are provided continuously.
The aggregated SARS-CoV-2 viral load is currently on a low level. The values of the aggregated influenza A and B viruses have been declining for a couple of weeks and are currently on a low level. The RSV load values in wastewater are declining for RSV A and RSV B. The aggregated viral load of the combined measurements of RSV A and B is also declining. The development observed over the last few weeks may still change due to late notifications
ARE-Wochenbericht KW 06
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 6. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 6. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche leicht gesunken, auch bei den Schulkindern.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2025 in insgesamt 186 der 238 eingesandten Proben aus dem ARE-Praxis-Sentinel respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (53 %). Von den 129 nachgewiesenen Influenzaviren waren 68 (53 %) B-, 54 (42 %) Influenza A(H1N1)pdm09-, vier (3 %) A(H3N2)-Viren sowie drei nicht subtypisierte A-Viren (2 %). Respiratorische Synzytialviren (RSV) wurden in 6 % der Proben nachgewiesen und SARS-CoV-2 in 2 %.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 6. KW 2025 gesunken, lag jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Bei den Schulkindern (5 bis 14 Jahre) sind die SARI-Fallzahlen aktuell weiterhin höher als in den Grippewellen der Vorsaisons. Der Anteil der Influenza-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten blieb hoch und lag in der 6. KW insgesamt bei 38 %. RSV wurden bei 7 % der Fälle diagnostiziert und COVID-19 bei 2 %.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2025 in 17 der 26 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (46 %) sowie hMPV (12 %).
In der 6. Meldewoche (MW) 2025 ist die Zahl der an das RKI übermittelten Influenza- und RSV-Fälle leicht gestiegen, die Zahl der übermittelten COVID-19-Fälle ist gesunken.
Im Abwassermonitoring ist für die letzten Wochen eine leichter Rückgang der SARS-CoV2-Viruslast zu beobachten, die Viruslast von Influenza A- und B-Viren stieg dagegen deutlich an