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ARE-Wochenbericht des RKI KW46
Die Aktivität akuter Atemwegserkrankungen ist nach dem Ende der Herbstferien auf Bevölkerungsebene wieder angestiegen. Die Zahl der ARE-Erkrankungen und die Zahl der Arztkonsultationen wegen ARE liegen aktuell auf einem moderaten Niveau, die Zahl schwer verlaufender Atemwegserkrankungen ist niedrig. Das ARE-Geschehen wird seit mehreren Monaten hauptsächlich durch die Zirkulation von Rhinoviren und SARS-CoV-2 bestimmt. Influenzaviren wurden in den letzten Wochen in den Sentinelsystemen vereinzelt nachgewiesen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 46. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche deutlich gestiegen und lag auf einem moderaten Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 46. KW im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und befand sich auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 46. KW 2025 in insgesamt 69 der 132 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Rhinoviren (27 %) und SARS-CoV-2 (12 %). Vereinzelt wurden Influenza A- und B-Viren nachgewiesen (4 %).
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 46. KW 2025 leicht zurück und lag auf einem niedrigen Niveau. Der Anteil der COVID-19-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten lag in der 46. KW bei insgesamt 6 %. Influenza-Diagnosen wurden bei 4 % und RSV-Diagnosen bei 2 % aller SARI-Fälle vergeben.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 46. KW 2025 in acht der 20 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich SARS-CoV-2 (20 %) und Rhinoviren (10 %). Vereinzelt wurden Influenza A- und B-Viren detektiert (6 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten COVID-19-Fälle ist in der 46. Meldewoche (MW) 2025 im Vergleich zur 45. MW weiter leicht gesunken. Die Zahl der übermittelten Fälle mit Influenzavirusinfektion ist weiter gestiegen. Die Zahl der RSV-Infektionen ist in der 46. MW ebenfalls leicht gestiegen, blieb aber weiterhin niedrig.
Die rekombinante SARS-CoV-2-Linie XFG wurde in der 44. KW 2025 mit einem Anteil von 64 % weiterhin am häufigsten unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte der aggregierte SARS-CoV-2-Last im Abwasser zeigten in den letzten Wochen einen Rückgang. Es deutet sich ein leichter Anstieg der RSV-Last im Abwasser an
Depressive and anxiety symptoms among adults in Germany: Results from the RKI Panel Health in Germany 2024
Background: Telephone surveys show a decline in the mental health of adults in Germany between 2020 and 2023. For 2024, results from the Robert Koch Institute’s new panel ‘Health in Germany’ on depressive and anxiety symptoms are presented and contextualised within existing time series.
Methods: Using data from n = 27,102 participants surveyed online or on paper, prevalences were estimated and subgroup differences were examined. Trends for 2014 – 2024 were modelled taking into account methodological discontinuities.
Results: In 2024, an estimated 22 % of adults showed depressive symptoms (PHQ-9 ≥ 10) and 14 % showed anxiety symptoms (GAD-7 ≥ 10). 8 % of adults had moderately severe to severe depressive or anxiety symptoms (PHQ-9/GAD-7 ≥ 15). Women, younger adults and people with low or medium levels of education were more frequently affected. The burden was particularly high among young women: 47 % showed depressive or anxiety symptoms. The figures for 2024 are significantly higher than those for the previous year; however, these differences appear to be largely due to a change in methodology. Whether the symptom rise observed from 2020 to 2023 continued in 2024 cannot be conclusively assessed owing to this methodological transition.
Conclusions: There continues to be a high demand for measures to promote mental health in the population. The establishment of the RKI Panel in the coming years will enable methodologically consistent monitoring of depressive and anxiety symptoms in the future, which is a key prerequisite for the reliable assessment of trends.Peer Reviewe
Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland: Studienergebnisse und Präventionsangebote des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit
Hintergrund: Mit dem Konsumcannabisgesetz erfolgte am 1. April 2024 eine Teillegalisierung von Cannabis. Für Jugendliche unter 18 Jahren bleibt Cannabis weiterhin verboten. Der Beitrag untersucht, wie sich die Verbreitung des Cannabiskonsums unter jungen Menschen in Deutschland bis zu diesem Zeitpunkt entwickelt hat und stellt Präventionsmaßnahmen und Förderprojekte des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG, vormals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, BZgA) dar.
Methode: Anhand repräsentativer Studien des BIÖG werden für 12- bis 17-jährige Jugendliche und 18- bis 25-jährige junge Erwachsene soziodemografische Unterschiede im Jahr 2023 und Trends der 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums in den Jahren 2008 bis 2023 untersucht. Aktuelle Präventionsangebote werden systematisch dargestellt.
Ergebnisse: Die 12-Monats-Prävalenz des Cannabiskonsums änderte sich vor der Teillegalisierung bei weiblichen und männlichen Jugendlichen wenig, erhöhte sich bei jungen Frauen (2008: 8,3 %; 2023: 19,4 %) und Männern (2008: 14,8 %; 2023: 26,9 %) aber deutlich. Der Fokus von Maßnahmen der Cannabisprävention liegt im schulischen Setting und auf digitalen Angeboten.
Schlussfolgerungen: Effekte der Teillegalisierung auf den Cannabiskonsum Jugendlicher und junger Erwachsener müssen durch Folgestudien evaluiert werden. Das BIÖG bietet für unterschiedliche Zielgruppen fundierte Informationen zu Cannabis, dessen Wirkweise und den gesundheitlichen Risiken sowie digitale Beratungsangebote und Selbsttests an und baut seine Angebote kontinuierlich aus
ARE-Wochenbericht KW 07
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 7. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche auf hohem Niveau relativ stabil geblieben.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 7. KW 2025 im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls relativ stabil geblieben.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 7. KW 2025 in insgesamt 206 der 252 eingesandten Proben aus dem ARE-Praxis-Sentinel respiratorische Viren identifiziert, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (60 %). Von den 152 nachgewiesenen Influenzaviren waren 89 (59 %) B-, 53 (35 %) Influenza A(H1N1)pdm09- und zehn (7 %) A(H3N2)-Viren. Respiratorische Synzytialviren (RSV) wurden in 6 % der Proben nachgewiesen und SARS-CoV-2 in 3 %.
Untersuchungen des Konsiliarlabors für RSV, hMPV und PIV zeigen, dass RSV-Infektionen vorrangig durch RSV B (71 % bei 0- bis 4-Jährigen) hervorgerufen werden.
Im Rahmen der ICD-10-Code basierten Krankenhaussurveillance (ICOSARI) ist die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 7. KW 2025 leicht gesunken, sie lag jedoch weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Der Anteil der Influenza-Diagnosen bei SARI-Patientinnen und -Patienten ging etwas zurück und lag in der 7. KW insgesamt bei 35 %. Unter Schulkindern (5 bis 14 Jahre), die mit einer SARI hospitalisiert waren, erhielten 68 % eine Influenza-Diagnose. RSV wurden bei 7 % und COVID-19 bei 2 % der Fälle diagnostiziert.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 7. KW 2025 in elf der 16 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A- und B-Viren (38 %), RSV (19 %) sowie hMPV (13 %).
In der 7. Meldewoche (MW) 2025 ist die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten Influenza-Fälle relativ stabil geblieben, die der RSV-Fälle leicht gestiegen und die der COVID-19-Fälle gesunken.
Im Abwassermonitoring ist die Viruslast von Influenza A- und B-Viren im Vergleich zur Vorwoche nicht weiter angestiegen. Die Werte der Viruslast von RSV im Abwasser, die ab der 7. KW 2025 ebenfalls veröffentlicht werden, stiegen in den letzten Wochen an
Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität KW 28
Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Mortalität. Um über die aktuelle Lage in Deutschland zu informieren, wird dieser Bericht während des Sommers 2025 (Juni-September) wöchentlich aktualisiert. Der aktuelle Bericht umfasst Schätzungen der hitzebedingten Sterbefälle im Zeitraum der Kalenderwochen (KW) 15 bis 28/2025
Beschluss der STIKO-Empfehlung zur Impfung gegen Chikungunya
Chikungunya ist bislang bei deutschen Reiserückkehrenden sehr selten. Das allgemeine Risiko bei Reisen in Endemiegebiete ist als gering einzustufen, steigt aber entscheidend bei einer Reise in ein aktuelles Ausbruchsgebiet. Daher wird die Impfung bei Reisen in Gebiete empfohlen, für die ein aktuelles Chikungunya-Ausbruchsgeschehen bekannt ist, oder bei wiederholten Aufenthalten in einem Chikungunya-Endemiegebiet sowie für Personen, bei denen ein erhöhtes Risiko für eine Chronifizierung oder einen schweren Krankheitsverlauf besteht. Die STIKO empfiehlt dazu einen der beiden verfügbaren Impfstoffe gegen Chikungunya: den attenuierten Lebendimpfstoff Ixchiq für Personen im Alter von 12 bis 59 Jahren oder den Totimpfstoff Vimkunya für Personen ≥ 12 Jahre. Personen, die gezielte Tätigkeiten mit Chikungunya-Viren gemäß Biostoffverordnung ausüben, sollten eine Impfstoffdosis einer der beiden Impfstoffe unter Berücksichtigung der jeweiligen Altersgruppen als beruflich indizierte Impfung erhalten.Decision and scientific justification of the STIKO recommendation for the vaccination against Chikungunya
Chikungunya is currently very rare among returning German travelers. The general risk when traveling to endemic areas is considered low, but increases significantly when traveling to areas with Chikungunya outbreaks. Therefore, the vaccination is recommended for individuals traveling to areas with known outbreaks, for repeated stays in a Chikungunya-endemic area, and for individuals with an increased risk of disease chronification or severe progression. The STIKO recommends one of the two available vaccines against Chikungunya: the live-attenuated vaccine Ixchiq for individuals aged 12 to 59 years, or the inactivated vaccine Vimkunya for individuals aged 12 years and older. Individuals carrying out specific activities involving Chikungunya viruses in accordance with the Biological AgentsPeer Reviewe