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Long COVID in adults – a current review of the long-term health effects following SARS-CoV-2 infection
Background: Long-term health effects associated with SARS-CoV-2 pose major challenges for public health and health research worldwide.
Methods: Based on an ongoing literature review, a narrative review (as of June 2025) on the epidemiology and public health implications of long COVID in adults was compiled.
Results: According to population-based, controlled studies, long COVID symptoms occur with a frequency of approximately 10 to 15 % in adults infected with SARS-CoV-2. In addition to COVID-19 vaccination status and virus variant, the risk of experiencing long COVID symptoms is primarily influenced by pre-existing health conditions and sociodemographic factors. In most affected individuals, long COVID symptoms resolve within a year. Particularly multiple and prolonged symptoms can be associated with significant impairments in quality of life, everyday functioning and social participation, as well as an increased need for healthcare. In addition, there is growing evidence of an infection-associated increase in newly diagnosed symptom complexes, organ damage and chronic diseases, contributing to the ongoing public health relevance of long COVID.
Conclusions: Long COVID is not only a major burden for those affected and their families, but also has unpredictable long-term consequences for public health and the healthcare system.Peer Reviewe
Charakterisierung von Prostatakrebspatienten und Untersuchung der Inzidenz, Mortalität und des Überlebens im Zeitverlauf
Im Jahr 2020 erkrankten 65.820 Männer neu an Prostatakrebs. Mit einem Anteil von 25,1% aller Krebsneuerkrankungen ist Prostatakrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern in Deutschland. Die Risikofaktoren für Prostatakrebs sind bislang weitgehend unbekannt. Neben dem Alter können die Ethnizität, Risikogene und Erkrankungen wie z.B. chronische Entzündungen der Prostata eine Rolle spielen [1].
Das Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiolgie arbeitet derzeit an der Entwicklung eines Algorithmus, um inzidente Prostatakrebspatienten in Versichertendaten zu identifizieren. Dazu werden Daten der pharmakoepidemiologischen Forschungsdatenbank GePaRD genutzt, die Versichertendaten von etwa 20% der deutschen Bevölkerung seit 2004 enthält. Eine vergangene Studie des BIPS hat bereits gezeigt, dass Versichertendaten unter Verwendung eines geeigneten Algorithmus, plausible Ergebnisse zur
Darmkrebs-Inzidenz liefern [2]. Dabei war sogar eine grobe Stadieneinteilung möglich. Um auch für Prostatakrebs einschätzen zu können, ob die Identifizierung von inzidenten Prostatakrebspatienten in Versichertendaten möglich ist, sollen Krebsregisterdaten herangezogen werden. Das rostatakrebsgeschehen soll für die Jahre 2007-2023 basierend auf beiden Datenquellen verglichen werden. Dabei sollen die Prostatakrebspatienten auch hinsichtlich soziodemografischer sowie tumorspezifischer Merkmale charakterisiert werden. So kann beispielsweise mithilfe des Wohnortes eine Einteilung in sozioökonomische Deprivationsindizes (GISD) erfolgen [3]. Sollte sich auch für Prostatakrebs zeigen, dass Versichertendaten
plausible Ergebnisse zur Inzidenz liefern, erschließt sich mittelfristig die Möglichkeit, zahlreiche Public Health-relevante Fragestellungen zu Prostatakrebs unter Nutzung der in Versichertendaten enthaltenen Informationen (z.B. Komorbidität) zu adressieren.
Ziel des Vorhabens ist die Charakterisierung von Prostatakrebspatienten hinsichtlich Alter bei Diagnose und Stadium/Tumorcharakteristika sowie die Beschreibung der Inzidenz, Mortalität und des Überlebens im Zeitraum von 2007 bis 2023. Stratifizierungen der deskriptiven Auswertungen finden, wo sinnvoll, nach Kalenderjahr, Alter, GISD, Stadium bei Diagnose und weiteren Tumorcharakteristika, sowie Region statt. Darüber hinaus werden ausgewählte Auswertungen auch mit Versichertendaten durchgeführt und mit den Ergebnissen der Krebsregisterdaten verglichen.
1. Zentrum für Krebsregisterdaten und Gesellschaft der epidemiologischen
Krebsregister in Deutschland e.V., Krebs in Deutschland für 2019/2020. 2023, Berlin:
Robert Koch-Institut.
2. Oppelt KA, Luttmann S, Kraywinkel K, Haug U. Incidence of advanced colorectal
cancer in Germany: Comparing claims data and cancer registry data. BMC Medical
Research Methodology. 2019;19:142.
3. Michalski N, Reis M, Tetzlaff F, Herber M, Kroll LE, Hövener C, Nowossadeck E,
Hoebel J. German Index of Socioeconomic Deprivation (GISD): Revision,
Aktualisierung und Anwendungsbeispiele. Journal of Health Monitoring. 2022;7:5
Bundesweite Analyse klinischer Kopf-Hals-Tumoren (ICD-10 C00–C14, C30–C32) anhand des oBDS-Datensatzes: Prognosefaktoren, Stadiumsverteilung und Therapiepfade
Forschungsbeschreibung:
Ziel ist es, anhand der bundesweiten klinischen Krebsregisterdaten Prognosefaktoren, Stadiumsverteilungen und Therapiepfade bei Kopf-Hals-Karzinomen zu analysieren. Die Analyse umfasst ausschließlich Variablen des oBDS-Datensatzes.
Forschungsziel:
Primäres Ziel ist die Modellierung des Gesamtüberlebens anhand klinischer Variablen (Alter, Geschlecht, TNM, Therapie, Verlauf). Sekundäre Ziele umfassen Trendanalysen, Subgruppenvergleiche sowie die Anwendung maschineller Lernverfahren (Clusteranalysen, Risikoprofilbildung)
ARE-Wochenbericht des RKI KW04
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt. Zudem nimmt seit einigen Wochen die RSV-Aktivität zu. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zusammen mit weiteren akuten Atemwegserkrankungen zu einer moderaten Zahl an Arztbesuchen und Hospitalisierungen. In der Bevölkerung ist die ARE-Aktivität wie in den Vorsaisons in der 4. KW weiter angestiegen und lag ebenfalls auf einem moderaten Niveau. Seit Beginn der Grippewelle in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Gemäß RKI-Definition hat die RSV-Welle in der 2. KW 2026 begonnen.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 4. KW 2026 wie in den Vorjahren weiter deutlich angestiegen und lag auf einem moderaten Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 4. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und befand sich weiterhin auf einem moderaten Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 4. KW 2026 in insgesamt 125 der 150 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (59 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 11 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 8 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 89 nachgewiesenen Influenzaviren waren 66 A(H3N2)- und 23 A(H1N1)pdm09-Viren (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren).
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 4. KW 2026 zurück und lag auf einem moderaten Niveau. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 35 % Influenza-, 8 % RSV- und 2 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 4. KW 2026 in neun der 16 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (44 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 4. Meldewoche (MW) stark gestiegen, während die Zahl der Influenza-Fälle in den letzten zwei Wochen stabil geblieben ist. Die Zahl der COVID-19-Fälle ist dagegen weiter gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linien XFG und NB.1.8.1 wurden in der 2. KW 2026 mit einem Anteil von jeweils 38 %, die Linie BA.3.2 mit einem Anteil von 21 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Bei den Werten für die Influenza A-Viruslast im Abwasser deutet sich ein Rückgang an. Die RSV-Last im Abwasser ist weiter gestiegen. Die SARS-CoV-2-Last ist in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen
Ergänzung zur Empfehlung der KRINKO „Hygienemaßnahmen bei Infektionen oder Besiedlung mit multiresistenten gramnegativen Stäbchen“ zur Antibiotika-Resistenzbestimmung nach EUCAST
Zwischen systemischen Herausforderungen und globaler Verantwortung: Der lange Weg zur Elimination vernachlässigter Tropenkrankheiten
Jährlich findet am 30. Januar der Welttag der vernachlässigten Tropenkrankheiten (neglected tropical diseases, NTDs) statt. Dieser macht auf eine Gruppe von Krankheiten, wie das Buruli Ulkus oder die Chagas Krankheit aufmerksam. NTDs betreffen weltweit mehr als eine Milliarde Menschen, vor allem in Regionen mit eingeschränktem Zugang zu Gesundheitsversorgung, sauberem Wasser und sanitärer Infrastruktur. Es gibt jedoch auch Fortschritte, so haben mehrere Länder einzelne NTDs, wie die Drakunkulose oder das Trachom als Public-Health-Problem eliminiert.Between systemic challenges and global responsibility: The long road to eliminating Neglected Tropical Diseases
January 30 marks World NTD Day, raising awareness of Neglected Tropical Diseases (NTDs), such as Buruli ulcer and Chagas disease. NTDs affect over one billion people worldwide, particularly in regions where access to healthcare, clean water and sanitation is limited. However, progress has been made, with several countries eliminating NTDs, such as Dracunculiasis and Trachoma, as a public health problem
Wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland in den Jahren 2014/2015 und 2024
Hintergrund: Erwerbsarbeit kann die Gesundheit von Beschäftigten erheblich beeinflussen. Dieser Beitrag beschreibt die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit in Deutschland.
Methode: Analysiert wurden Daten von Voll- und Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 18 bis 64 Jahren aus den Studien GEDA 2014/2015-EHIS (6.782 Frauen, 6.170 Männer) und dem Panel „Gesundheit in Deutschland“ 2024 (10.634 Frauen, 8.907 Männer). Die wahrgenommene Gesundheitsgefährdung durch Erwerbsarbeit wurde durch eine vierstufige Likert-Skala erfasst und altersstandardisiert nach Geschlecht und Qualifikationsniveau ausgewertet.
Ergebnisse: Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen berichtet in beiden Erhebungszeiträumen eine starke oder sehr starke Gesundheitsgefährdung durch ihre Erwerbsarbeit. Bei Frauen lag die Prävalenz in 2024 höher als etwa zehn Jahre zuvor. Die höchsten Prävalenzen zeigen sich bei Männern mit niedrigem Qualifikationsniveau.
Schlussfolgerung: Arbeitsbedingungen bleiben zentrale Ansatzpunkte für Prävention und Gesundheitsförderung – auch mit Blick auf gesundheitliche Chancengerechtigkeit.Peer Reviewe
ARE-Wochenbericht des RKI KW06
Das ARE-Geschehen wird weiterhin durch die Zirkulation von Influenzaviren bestimmt, die Grippewelle hält weiter an. Influenzaerkrankungen betreffen aktuell alle Altersgruppen und führen zu einer hohen Zahl an akuten Atemwegserkrankungen, die Zahl der Arztbesuche sowie die Zahl der Hospitalisierungen blieb jedoch in den letzten Wochen unter den Werten aus der Vorsaison um diese Zeit. Seit Beginn der Grippewelle in der 48. KW 2025 werden überwiegend Influenza A(H3N2)-Viren nachgewiesen, seltener Influenza A(H1N1)pdm09-Viren. Die RSV-Aktivität nimmt weiter zu.
Die Aktivität akuter respiratorischer Erkrankungen (ARE) in der Bevölkerung ist in der 6. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben und lag auf einem für die Jahreszeit üblichen hohen Niveau.
Im ambulanten Bereich ist die Zahl der Arztbesuche wegen ARE in der 6. KW 2026 im Vergleich zur Vorwoche ebenfalls stabil geblieben und befand sich ebenfalls auf einem hohen Niveau.
Im Nationalen Referenzzentrum (NRZ) für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2026 in insgesamt 120 der 138 eingesandten Sentinelproben respiratorische Viren identifiziert. Es zirkulierten vorwiegend Influenza A-Viren (57 %), mit deutlichem Abstand gefolgt von humanen saisonalen Coronaviren (hCoV; 20 %) und Respiratorischen Synzytialviren (RSV; 13 %). SARS-CoV-2 wurde in 1 % der Proben nachgewiesen. Von den 78 nachgewiesenen Influenzaviren waren 54 A(H3N2)- und 23 A(H1N1)pdm09-Viren sowie ein nicht typisierter Influenza A-Virus (siehe auch Charakterisierung der Influenzaviren). Untersuchungen des Konsiliarlabors für RSV, hMPV und PIV zeigen, dass RSV-Infektionen zu ähnlichen Anteilen durch RSV A und RSV B (RSV A: 48 %, RSV B: 52 % bei 0- bis 4-Jährigen) hervorgerufen werden.
Im stationären Bereich ging die Zahl schwerer akuter respiratorischer Infektionen (SARI) in der 6. KW leicht zurück und lag weiter auf einem moderaten Niveau. Unter Berücksichtigung von erwarteten weiteren SARI-Diagnosen wird mittels Nowcasting für die 6. KW eine SARI-Inzidenz auf hohem Niveau geschätzt. SARI-Patientinnen und -Patienten erhielten zudem spezifische Diagnosen: 40 % Influenza-, 9 % RSV- und 1 % COVID-19-Diagnosen.
In der virologischen SARI-Surveillance des NRZ für Influenzaviren wurden in der 6. KW 2026 in zwölf der 27 eingesandten Proben respiratorische Viren nachgewiesen, darunter hauptsächlich Influenza A-Viren (26 %).
Die Zahl der an das RKI gemäß IfSG übermittelten RSV-Fälle ist in der 6. Meldewoche (MW) weiter gestiegen. Dagegen sind die Zahlen der Influenza-Fälle und der COVID-19-Fälle gesunken.
Die SARS-CoV-2-Linie NB.1.8.1 wurde in der 4. KW 2026 mit einem Anteil von 69 %, die Linie XFG mit einem Anteil von 21 % unter den zirkulierenden SARS-CoV-2-Linien nachgewiesen.
Die Werte für die Influenza A-Viruslast und die RSV-Last im Abwasser sind gestiegen. Dagegen ist die SARS-CoV-2-Last seit einigen Wochen im niedrigen Bereich stabil