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    Von Kotzebue bis Fleming. Sprach-, Literatur- und Kulturkontakt im Baltikum

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    Im Zentrum dieses Sammelbandes stehen die Literatur, die Sprache und die Kultur im Baltikum und insbesondere in Tallinn im 17. und 18. Jahrhundert. Fokussiert werden dabei zwei mit der Stadt und der Region verbundene deutsche Autoren, Paul Fleming (1609–1640) und August von Kotzebue (1761–1819). Der Band beginnt mit August von Kotzebue, dessen Geburtstag sich 2011 zum 250. Mal jährte, und geht anschließend zurück zur Literatur und Kultur des 17. Jahrhunderts. Aufsätze zur Geschichte der deutschen und der estnischen Sprache runden den Band ab. Die Beitragenden sind deutsche, lettische und estnische Forscher: Axel Dunker, Roland Borgards, Otto-Heinrich Elias, Maris Saagpakk, Tiiu Reimo, Mari Tarvas, Lea Kõiv, Michael Ludscheidt, Wolf Peter Klein, Dzintra Lele- Rozentale, Helju Ridali und Egita Proveja

    Phrasem-Konstruktionen und lexikalische Idiom-Varianten. Der Fall der komparativen Phraseme des Deutschen

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    Untersuchungsgegenstand der Studie sind die Phrasem-Konstruktionen (Ph-K) ‒ in der Phraseologieforschung auch „Phraseoschablonen“ genannt, wobei ich konkret auf die phraseologische Klasse der festen Vergleiche und auf das Thema der phraseologischen Derivation durch lexikalische Substitution eingehen werde. Nach einer Einführung in die Beziehung zwischen Konstruktionsgrammatik (KG) und Phraseologie soll im darauffolgenden Abschnitt anhand des Idioms von etw. so viel verstehen wie die Kuh vom Sonntag und dessen lexikalischen Varianten die Grenzunschärfe zwischen festen lexikalisierten Phraseologismen und freien Idiomvarianten veranschaulicht werden. Die Produktivität und Serienhaftigkeit der dem Idiom zugrunde liegenden Struktur „X versteht von Y (ungefähr) so viel wie Z von W“ führt zur Postulierung der Ph-K [von N1 so viel V[KOGN] wie die Kuh von (DETDat) N2/NInf] und ihrer Variante [von N1 so viel V[KOGN] wie DER XTIER von (DERDat) N2] als Form-Bedeutungspaare mit der pragmatisierten Bedeutung ‘von etw. absolut nichts verstehen’

    Ellipsen und andere Nähemerkmale in der Sprache moderner Medien

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    Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Ellipse als Nähemerkmal in der privaten E-Mail-Kommunikation. Um dem Rahmenthema des Sammelbandes Rechnung zu tragen, stehen die Fälle im Mittelpunkt dieses Beitrages, in denen die valenzgebundenen Elemente des verbalen Valenzträgers nicht realisiert werden. Andere Ellipsentypen werden daher nur am Rande erläutert. Es soll hier untersucht werden, ob in der geschriebenen E-Mail-Kommunikation, ähnlich wie in der gesprochenen Sprache, auch Verbergänzungen ausgelassen werden. Für die Beschreibung der Phänomene werde ich authentische Belege analysieren und mich dabei auf ein Arbeitskorpus stützen

    Zu Konzeption und Aufbau eines kontrastiven Substantivvalenzwörterbuches am Beispiel des Forschungsprojektes CSVEA

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    In der spanischen Lexikografie gibt es heutzutage noch kein vollständiges einsprachiges Valenzwörterbuch. Cuervo (1992-1994) ist das Werk mit der umfangreichsten syntaktischen Information, aber es ist kein Valenzwörterbuch im engeren Sinne. Was die kontrastive Lexikografie Spanisch-Deutsch anbelangt, gibt es bis jetzt noch kein veröffentlichtes Werk mit Bezug auf valenztheoretische Grundlagen. Hier muss aber das Kontrastive Valenzwörterbuch Spanisch-Deutsch (DCVVEA) erwähnt werden, eine wichtige Pilotstudie, die an der Universität Santiago de Compostela unter der Leitung von Victoria Vázquez und Ulrich Engel entwickelt wurde. Für das Spanische existiert auch das Diccionario de valencias verbales. Alemán-Español (Rall/Rall/Zorrilla 1980), das sich aber nicht als kontrastives Valenzwörterbuch definieren lässt, da es sich hier nur um die Übersetzung der Ausgabe von Engel/Schumacher (1978) handelt

    A multi-view hyperlexicon resource for speech and language system development

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    New generations of integrated multimodal speech and language systems with dictation, readback or talking face facilities require multiple sources of lexical information for development and evaluation. Recent developments in hyperlexicon development offer new perspectives for the development of such resources which are at the same time practically useful, computationally feasible, and theoretically well-founded. We describe the specification, three-level lexical document design principles, and implementation of a MARTIF document structure and several presentation structures for a terminological lexicon, including both on demand access and full hypertext lexicon compilation. The underlying resource is a relational lexical database with SQL querying and access via a CGI internet interface. This resource is mapped on to the hypergraph structure which defines the macrostructure of the hyperlexicon

    Deutsch als ‚Ergänzungssprache‘ in europäischen Gesellschaften: Kontexte, Funktionen und sprachenpolitische Implikationen

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    Dieser Beitrag führt in die thematische GFL-Nummer zu Deutsch als ‚gesellschaftlicher Ergänzungssprache‘ in europäischen Ländern ein. Ausgangspunkt ist die von Marten (2021a, 2021b, 2023) diskutierte Beobachtung, dass Deutsch im Baltikum heute zwar weder offizielle Sprache noch eine dem Englischen vergleichbare Lingua franca ist, aber in der Gesamtheit früherer und heutiger Rollen mehr Funktionen hat als viele andere Sprachen. Welche Vorteile diese Konzeptualisierung hat und ob sie auch für andere Länder relevant ist, wird in den Beiträgen dieses Heftes aus der Perspektive Sloweniens, Bosnien-Herzegowinas, Nordmazedoniens, Litauens, Lettlands und Belgiens diskutiert. Soziolin-guistische und sprachenpolitische Aspekte werden ebenso kontextualisiert wie Überlegun-gen zur Entwicklung der Germanistik und zum Sprachmarketing unter Berücksichtigung des Deutschen. Die Beiträge zeigen, dass gerade im östlichen Europa die Konzeptuali-sierung als ‚Ergänzungssprache‘ sinnvoll sein kann; gleichzeitig soll der Beitrag zur An-wendung auf weitere Situationen und Regionen einladen.This paper introduces the readers to this thematic issue of GFL on German as ‘additional language of society’ in European countries. Point of reference is Marten’s (2021a, 2021b, 2023) observation of multilingualism in the Baltic states, where German is today neither an official language nor a lingua franca such as English. Yet, it has more historically rooted and contemporary functions than many other languages. The papers in this volume discuss advantages and limits of this conceptualisation and its relevance for other countries, from a perspective of Slovenia, Bosnia-Hercegovina, North Macedonia, Lithuania, Latvia, and Belgium. The discussion includes aspects of sociolinguistics and language policy, of acade-mic languages or language marketing. In total, the articles show that the concept of ‘additional language of society’ may be of particular relevance in the Eastern half of Europe; at the same time, the issue is an invitation to contemplate its application to other situations and regions

    Duden – Das Aussprachewörterbuch. 144.000 Aussprachen und Betonungen von Wörtern und Namen

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    Das Duden-Aussprachewörterbuch ist das Standardwerk zu Fragen der Aussprache und Betonung des Deutschen. Die 8. Auflage wurde um über 4000 Stichwörter erweitert und enthält 144.000 Aussprachen zu Wörtern und Namen, inklusive im Deutschen gebräuchlicher Fremdwörter und fremdsprachlicher Namen. Alle Stichwörter wurden vertont und die Audios sind als Download verfügbar. Ein ausführliches Kapitel beschreibt die Regeln der Lautung und in zahlreichen Infokästen finden sich Informationen zu Aussprachephänomenen wie der Sprechpause beim Gendern. Das Wörterbuch entstand in Zusammenarbeit mit dem Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim

    Afrikaans in a quantitative typology of Germanic standard and non-standard varieties

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    Besides English, Afrikaans is considered “the [Germanic] language which deviates grammatically the farthest from the others” (Harbert 2007: 17). But how exactly do we measure “grammatical deviation”, and how deviant is Afrikaans really if we compare it not just to other standard languages but also to non-standard varieties? The present contribution aims to address those questions combining functional-typological and dialectometric perspectives. We first select data for 28 Germanic varieties showing vastly different speaker numbers, grades of standardisation and amounts of language contact. Based on 48 (micro)typological variables from syntax, morphology and phonology, we perform cluster analysis and multidimensional scaling and present ways of visualizing and interpreting the results. Inter alia, the analyses show a major divide between Continental West Germanic and North Germanic (as might be expected) and they also identify a number of outliers, including English and pidgin and creole languages such as Russenorsk or Rabaul Creole German. Afrikaans appears to cluster with the other West Germanic languages rather than the outliers. Within West Germanic, however, it does indeed emerge as rather deviant and, according to our metric, it is, for example, typologically closer to other high-contact varieties such as Yiddish than it is to Dutch.Afgesien van Engels, word Afrikaans beskou as "the [Germanic] language which deviates grammatically the farthest from the others" (Harbert 2007: 17). Maar hoe kan ons "grammatikale afwyking" meet, en hoe afwykend is Afrikaans werklik as ons dit ook met niestandaardvariëteite vergelyk (nie net met ander standaardtale nie)? Hierdie artikel poog om daardie vrae aan te spreek met behulp van funksioneel-tipologiese en dialektometriese perspektiewe te kombineer. Ons kies eers data vir 28 Germaanse variëteite wat baie verskillende sprekergetalle, grade van standaardisering en hoeveelhede taalkontak toon. Gebaseer op 48 (mikro)tipologiese sintaksiese, morfologiese en fonologiese veranderlikes voer ons trosanalise en multidimensionele skalering uit en wys maniere om die resultate te visualiseer en te interpreteer. Die ontledings toon onder meer 'n groot skeiding tussen Kontinentale Wes-Germaans en Noord-Germaans (soos verwag kan word) en dit identifiseer ook 'n aantal uitskieters, insluitend Engels en pidgin en kreoolse tale soos Russenorsk of Rabaul Kreools Duits. Afrikaans groepeer blykbaar met die ander Wes-Germaanse tale, nie met die uitskieters nie. Maar binne Wes-Germaans kom dit inderdaad as taamlik afwykend na vore. Volgens ons metriek is Afrikaans byvoorbeeld tipologies nader aan ander hoëkontakvariëteite soos Jiddisj as wat dit aan Nederlands is

    Die Form und die Bedeutung der Konstruktion bei der hierarchischen Vernetzung, Verlinkung und Vererbung. Vorschlag zu einem Konstruktionsnetz

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    In diesem Beitrag wird sich mithilfe eines bottom up- sowie bottom down-Verfahrens mit netzwerkartigen Verknüpfungsbeziehungen der Konstruktionen und mit den für die Verlinkung und Vernetzung vorgesehenen Verfahrensmechanismen, wie etwa Fusionierung, Vererbungshierarchien, konstruktioneller Polysemie u.a. sowie mit ihrer Umsetzung in die Praxis auseinandergesetzt.3 Als Ziel strebe ich einen Vorschlag zu einer netzwerkartigen Konstruktionssystematik an, die am Beispiel deutscher Verben zum Ausdruck der Empfindung veranschaulicht wird. Gemeinsamer Nenner aller von mir analysierten Konstrukte ist das Vorhandensein eines Affizierten bzw. Experiencer

    Mehrsprachigkeit als Ressource. Ein Einblick in mehrsprachiges Sprachverhalten im Alltag

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    Mehrsprachigkeit gehört zu den Themen, zu denen wohl viele Menschen eine Meinung haben. Der Wert traditioneller schulischer Fremdsprachen wird dabei häufig hervorgehoben, während Wert und Erhalt von Herkunftssprachen Zugewanderter hinterfragt werden. Einstellungen gegenüber Sprachen sind demnach abhängig vom Prestige der jeweiligen Sprachen und ihrer Sprecher:innen. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Deutschland überwiegend als ein einsprachiges Land mit einer einsprachigen Gesellschaft angesehen wird. Ähnliches gilt im Übrigen auch für Österreich. So schreibt beispielsweise der Sprachwissenschaftler Heiko Marten, „dass in der Wahrnehmung großer Teile der österreichischen Gesellschaft Monolingualismus nach wie vor die Norm ist“ (Marten 2016, S. 165). Diese Annahme gilt auch für den schulischen Kontext, wie die Erziehungswissenschaftlerin Ingrid Gogolin mit dem Begriff des „monolingualen Habitus“ herausgearbeitet hat (vgl. Gogolin 2008). Gründe für einen monolingualen Habitus könnten darin liegen, dass „von Teilen der Allgemeinheit oft übersehen [wird], dass in Deutschland auch zahlreiche weitere Sprachen gesprochen werden“ (Marten 2016, S. 148). Doch was passiert nun, wenn eine Sprache einen Statuswechsel von Landessprache zu Herkunftssprache durchläuft? Was lässt sich beobachten, wenn beispielsweise das Deutsche zu einer Minderheitensprache wird

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