Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache
Not a member yet
    11061 research outputs found

    Sprachpolitik & Sprachenpolitik Jg. 1 (2026), Heft 1

    No full text

    Politisches Framing: Sprache als Mittel der Meinungslenkung

    No full text
    Politische Sprache formt nicht nur Debatten, sie beeinflusst auch, wie wir gesellschaftliche Probleme wahrnehmen und bewerten. Parteien bedienen sich dabei bewusst sprachlicher Strategien, um ihre Sicht auf die Wirklichkeit zu etablieren. Der folgende Beitrag untersucht, wie die Parteien AfD und Die Linke im Wahlkampf 2017-2019 zentrale Themen wie ,Sicherheitʻ und ,Gerechtigkeitʻ framen. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die ideologischen Grundhaltungen beider Parteien in ihrem Sprachgebrauch widerspiegeln – insbesondere durch das Mittel des politischen Framings

    Variationssensitive Ansätze zur korpus-linguistischen Erforschung lexikalischer Dynamik im 21. Jahrhundert

    No full text
    Der methodologisch ausgerichtete Beitrag nutzt drei Korpora zum österreichischen Sprachraum, um sie im Hinblick auf lexikalische Dynamik bzw. Stabilität in der „Kurzzeitdiachronie“ zu testen. Innerhalb der Lexik werden bewusst nicht Neologismen oder Okkasionalismen in den Fokus gerückt, sondern Phänomene des „Grund-“ und „Erbwortschatzes“. Die vergleichenden Analysen münden in ein Plädoyer für variationssensitive Korpora und Metadaten

    Linguistic difficulties and confusables from a language learner’s perspective: an introduction

    No full text
    Der Beitrag führt in die Themenausgabe ein und beschreibt, auf welchen sprachlichen Ebenen Deutschlernende auf typische Schwierigkeiten und Zweifelsfälle stoßen und wie diese intra- bzw. interlingual einzuordnen sind. Solche Stolpersteine lassen sich verschiedenen Ursachen zuordnen und treten u.a. beim Umgang mit kontroversen Begriffen, bei Varianten (z.B. mehreren Pluralformen) oder bei leicht verwechselbaren Wortpaaren auf. Der Umgang mit ihnen wird auch durch Normkonflikte zwischen kodifiziertem Wissen und tatsächlichem Sprachgebrauch erschwert. Im sprachdidaktischen Bereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache (DaF/DaZ) dominieren weiterhin normorientierte Ansätze, die die Variabilität der Sprache nur eingeschränkt berücksichtigen. In der Forschung hingegen etablieren sich zunehmend variationssensible didaktische Ansätze. Diese beruhen auf der Analyse von Lernerkorpora, die wichtige Erkenntnisse über Fehlerquellen und Interferenzen aus der Muttersprache liefern. Dabei wird ein stärkerer Fokus auf die sprachliche Vielfalt und die individuellen Bedürfnisse der Lernenden gelegt.The article is an introduction to the thematic issue and highlights the linguistic levels at which learners of German encounter typical challenges and uncertainties, as well as how these can be classified as intra- or interlingual. These obstacles can be attributed to various causes and manifest, for example, in the use of controversial terms, in variations (e.g., plural forms) or in easily confusable pairs. Their resolution is further complicated by conflicts between codified rules and actual language use. In the field of language pedagogy for “German as a Foreign and Second Language”, norm-oriented approaches continue to dominate, which only marginally address the variability of the language. In contrast, research is increasingly embracing variation-sensitive didactic approaches. These are based on the analysis of learner corpora, which provide valuable insights into error sources and linguistic interference. A greater emphasis is being placed on linguistic diversity and the individual needs of learners

    Sprachpolitik als Politikanalyse: Nutzen, Kosten und Verwaltungsgebiete

    No full text
    Der Artikel stellt ein auf Kosten-Nutzen-Überlegungen aufbauendes Modell für Sprachpolitik zugunsten einer Minderheitensprache auf. Die Sprachpolitik wird durch Politikmaßnamen, die einzeln oder kombiniert implementiert werden können, beschrieben. Die Kosten der Implementierung einer Politikmaßnahme hängen von der Anzahl der Mitglieder der Minderheit und derer geografischer Siedlungsstruktur ab. Zur Beschreibung einer Politikmaßnahme wird der Begriff Effizienzfront eingeführt, die einen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Individuen der Minderheit und derer räumlicher Dichte beschreibt und Verwaltungsgebiete in zwei Gruppen teilt. In Gebieten, wo die Zahl und Dichte der Individuen der Minderheit größer sind als entsprechende Werte auf der Effizienzfront, ist es effizient, die Maßnahme zu implementieren; sind die Werte in dem Verwaltungsgebiet geringer als auf der Effizienzfront, ist die Implementierung ineffizient. Die Größe möglicher Verwaltungsgebiete wird mit der Effizienzfront verglichen, und eine optimale Größe, die die Effizienz optimiert, wird gesucht. Dieses Problem wird für unterschiedliche Politikmaßnahmen analysiert. Die Ergebnisse dieser Analyse werden auf die Gebietsstruktur in der südlichen Slowakei und in Siebenbürgen angewandt.This article presents a model of language policy in favor of a minority language; the analysis takes its point of departure in simple cost-benefit considerations. Language policy is described by policy measures that can be implemented individually or in combination. The implementation costs of a policy measure depend on the numeric strength of the minority and its geographical habitation structure. To describe a policy measure, the concept of an efficiency frontier is introduced. It describes a relationship between the number of minority individuals and their spatial density, dividing jurisdictions into two groups. In jurisdictions where the number and density of minority individuals are greater than corresponding values on the efficiency frontier, implementing the measure is efficient; where the values in the jurisdictions are lower than on the efficiency frontier, implementation is inefficient. The numeric size and spatial density of the minority in different possible jurisdictions are found. These characteristics of the possible jurisdictions are then compared to the efficiency frontier of given policy measures, and an optimal jurisdiction size that maximizes efficiency is sought. This problem is analyzed for different types of policy measures. As an illustration, the results of the analysis are applied to the structure of the jurisdictions in southern Slovakia and Transylvania

    Deutsch im Wandel

    No full text

    „Wandernde“ Kasusmorpheme. Variation, Fehler oder Vorboten des Sprachwandels?

    No full text
    Sprachwandelprozesse zeigen sich in der Gegenwartssprache häufig in Form von Variationsphänomenen und Zweifelsfällen. Dieser Beitrag befasst sich mit einem bislang wenig beachteten Variationsphänomen im Deutschen, nämlich non-kanonischen Varianten der Adpositionen um ... willen und wegen mit (Geni-tiv-?)s wie in um des Frieden willens oder der Atmosphäre wegens. Die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung werden vor dem Hintergrund der theoretischen Frage diskutiert, wie sich solche Phänomene modellieren lassen. Darüber hinaus stellt sich die Frage nach dem Status dieser Varianten: Handelt es sich um bloße „slips of the pen“, also um schlichte Fehlleistungen? Dafür scheinen die Varianten trotz ihrer insgesamt geringen Frequenz zu häufig und systematisch aufzutreten. Auf Grundlage der empirischen Befunde argumentiere ich, dass die „wandernden“ Kasusmorpheme im Sinne einer Profilierung des klammernden Verfahrens im Deutschen verstanden werden können, aber auch Analogie- und „Kontaminations“-Effekte in ihrer Entstehung eine zentrale Rolle spielen

    Kontakt als Sprachwandelkatalysator? (Extraterritoriale) Varietäten des Deutschen im Vergleich

    No full text
    Gemeinhin wird angenommen, dass Sprachkontakt einen erheblichen Einfluss auf Sprachwandel hat bzw. haben kann. In diesem Beitrag nehme ich diesen Konnex von Kontakt und Wandel genauer in den Blick. Dazu werden extraterritoriale Varietäten des Deutschen herangezogen. Berücksichtigt werden dabei drei potenzielle Ursachen für grammatische Innovationen in diesen Settings: a) grammatische Entlehnung aus den Kontaktsprachen, b) verstärkter Ausbau bereits angelegter Wandeltendenzen und c) Dynamiken des Varietätenkontakts. Um Aufschluss über die Relevanz der einzelnen Erklärungsansätze zu bekommen, werden die Phänomene aus einer varietätenvergleichenden Perspektive betrachtet. Auf diese Weise können relevante Einflussgröβen wie die jeweiligen Kontaktsprachen oder die Merkmale des Varietätenkontakts systematisch variiert werden. Zu diesem Zweck kommen unter anderem deutschsprachige Communities in Namibia, Südafrika, Ungarn und den USA zur Sprache. Auβerdem werden Vergleiche mit Kiezdeutsch und dem Standarddeutschen angestellt. Exemplarisch fokussiert wird eine Struktur, die charakteristisch für mehrere Non-Standard-Varietäten ist, das possessive -s (z. B. bei meiner mutters arbeit wa mal n praktikant). Hierbei handelt es sich um eine Struktur, die formal und funktional standarddeutschen Genitiven ähnelt, sich hiervon im Detail aber - z. B. aufgrund der genusübergreifenden Verwendung von -s -unterscheidet. Auf der Grundlage von Akzeptabilitätsurteilen (namibischer und deutscher Gewährspersonen), Korpusbelegen und systematischen Beschreibungen aus der Forschungsliteratur wird dafür argumentiert, dass die konkreten Kontaktsprachen im jeweiligen Setting von untergeordneter Bedeutung sind und dass Phänomene wie das possessive -s auch als gegenwartssprachliche Reflexe historischen Wandels verstanden werden können. Somit unterstützen die herangezogenen Daten die Annahme, dass Sprachkontakt bereits angelegte Wandeltendenzen befördern kann

    Jahresbericht 2025 / Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

    No full text

    Jahresbericht 2024 / Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS)

    No full text

    9,397

    full texts

    11,061

    metadata records
    Updated in last 30 days.
    Publikationsserver des Instituts für Deutsche Sprache is based in Germany
    Access Repository Dashboard
    Do you manage Open Research Online? Become a CORE Member to access insider analytics, issue reports and manage access to outputs from your repository in the CORE Repository Dashboard! 👇