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Emotionen im Lern- und Leistungskontext: Zusammenhänge mit Zielen und Emotionsregulation aus situativer und personenbezogener Perspektive
Die vorliegende kumulative Dissertation gibt Einblicke in Emotionen, Ziele und Emotionsregulation im Lern- und Leistungskontext von Lernenden und Lehrenden, mit besonderem Fokus auf Lehrkräften. Ziele und Emotionsregulationsstrategien stehen in engem und wechselseitigem Zusammenhang mit Emotionen, was sowohl theoretische Modelle (Gross, 1998b; Harley et al., 2019; Linnenbrink & Pintrich, 2002; Pekrun et al., 2006) als auch zahlreiche empirische Studien bestätigen (z. B. Brondino et al., 2014; Goetz et al., 2016; Janke et al., 2019; Meihami & Esmaili, 2024; Putwain et al., 2013; Rottweiler et al., 2023; Rottweiler et al., 2018; Smrtnik Vitulić & Prosen, 2022). Beispielsweise zeigen Forschungsbefunde, dass das Erleben von bestimmten Emotionen mit dem Verfolgen von bestimmten Zielen zusammenhängt (z. B. Brondino et al., 2014; Goetz et al., 2016; Janke et al., 2019; Putwain et al., 2013) und die Emotionsregulation emotionsspezifisch ist. Das bedeutet, dass je nach erlebten Emotionen unterschiedliche Strategien genutzt werden (Meihami & Esmaili, 2024; Rottweiler et al., 2023; Rottweiler et al., 2018; Smrtnik Vitulić & Prosen, 2022).
Jedoch können auch noch einige Forschungslücken identifiziert werden: Erstens weist eine frühere Metaanalyse zum Zusammenhang von Emotionen und Zielen (Huang, 2011) methodische Einschränkungen auf, da beispielsweise Emotionen lediglich nach Valenz in positiv und negativ klassifiziert wurden, Ziele nicht ausreichend differenziert wurden und relevante Moderatoren wie die Population oder die Operationalisierung der Emotionen nicht inkludiert wurden. Der erste Artikel der Dissertation adressiert diese Lücke, indem er die Beziehung zwischen Emotionen und Zielen im Lern- und Leistungskontext systematisch mittels einer Metaanalyse untersucht und verschiedene Moderatoren berücksichtigt. Da für die Metaanalyse zum Zusammenhang von Emotionen und Zielen noch nicht viele Studien mit Lehrkräften vorlagen, wurden in der Metaanalyse zusätzlich zu Lehrkräften weitere Populationen wie beispielsweise Studierende und Hochschullehrende inkludiert. Die Ergebnisse des ersten Artikels zeigen, dass vielfältige und unterschiedliche Zusammenhänge zwischen Emotionen und Zielen bestehen, sowohl im Hinblick auf Aktivitäts- als auch auf Ergebnisemotionen. Darüber hinaus zeigen verschiedene Facetten von Lernzielen unterschiedliche Zusammenhänge mit Emotionen. Emotionen und Ziele sollten deswegen möglichst spezifisch er-fasst werden.
In den beiden folgenden Artikeln wurde dann der Fokus auf das Erleben von Lehrkräften gelegt. Frühere Untersuchungen zum Zusammenhang von Emotionen und Zielen fokussierten vor allem auf interindividuelle Unterschiede bei Studierenden, also Unterschiede zwischen Personen (Hall et al., 2016; Li & Li, 2024), was theoretische Annahmen zu den Zusammenhängen nicht ausreichend bestätigen kann, da Theorien genau genommen intraindividuelle Prozesse, also Unterschiede innerhalb einer Person, skizzieren. Studien zum Zusammenspiel von Emotionen und Zielen bei Lehrkräften, die im schulischen Kontext eine zentrale Rolle für erfolgreiche Lernprozesse einnehmen, sind selten. Der zweite Artikel beschäftigt sich deswegen mit der detaillierteren Analyse des in Artikel 1 untersuchten Zusammenspiels von Emotionen und Zielen bei Lehrkräften. Hierbei wird ein Fokus auf die mögliche vermittelnde Rolle von Kontroll- und Wert-Appraisals gelegt, da theoretische An-nahmen (Pekrun et al., 2006) sie als Mediatoren zwischen Zielen und Emotionen beschreiben. Der zweite Artikel der Dissertation analysiert deshalb, inwieweit Kontroll- und Wert-Appraisals die Verbindung zwischen Zielen und Emotionen bei Lehrkräften sowohl auf inter- als auch auf intraindividueller Ebene erklären können und welche Rolle situativen Faktoren zukommt. Die Ergebnisse des zweiten Artikels verdeutlichen, dass die Zusammenhänge zwischen Emotionen und Zielen sowohl auf inter- als auch auf intraindividueller Ebene, also zwischen Personen und innerhalb Personen, sowie in Abhängigkeit der wahrgenommenen Bewertung der Situation als positiv oder negativ variieren und durch das Kontrollerleben vermittelt werden. Eine Förderung von Annäherungszielen, die Reduktion von Vermeidungszielen und eine Stärkung des Kontrollerlebens erscheinen empfehlenswert für ein positives emotionales Erleben.
Emotionen stehen nicht nur in enger Verbindung mit Motivation, sondern erfordern auch eine gezielte Regulation, um Wohlbefinden zu erleben und Verhalten zu steuern. Bisherige Studien zu Lehrkräften konzentrierten sich vor allem auf einzelne Emotionsregulationsstrategien auf der interindividuellen Ebene (z. B. Chang, 2020; Doyle et al., 2024; Jeon & Ardeleanu, 2020; Messineo & Tosto, 2022; Wang et al., 2023; Yin et al., 2016). Neuere Forschung mit Studierenden legt jedoch nahe, dass Emotionsregulationsstrategien häufig in spezifischen Kombinationen eingesetzt werden und sich ihre Anwendung situativ sowie abhängig von der erlebten Emotion unterscheidet (Rottweiler et al., 2023). Der dritte Artikel beleuchtet daher, welche Emotionsregulationsstrategien Lehrkräfte in welchen Kombinationen auf inter- und intraindividueller Ebene anwenden und wie diese mit ihrem emotionalen Erleben, dem situativen Kontext und dem subjektiven Wohlbefinden zusammenhängen. Die Ergebnisse des dritten Artikels zeigen auf, dass auch Lehrkräfte unterschiedliche Kombinationen von Emotionsregulationsstrategien sowohl auf situativer als auch auf personenbezogener Ebene nutzen. Die erlebte Freude und der erlebte Kontext standen im Zusammenhang mit den situativen Kombinationen von Strategien, wohingegen für das subjektive Wohlbefinden keine Zusammenhänge mit den personenbezogenen Emotionsregulationskombinationen fest-gestellt werden konnte. Aus den Befunden kann abgeleitet werden, dass Trainingsmaßnahmen die kombinierte Anwendung von Strategien sowie die Emotions- und Situationsspezifität ebendieser gezielt berücksichtigen sollten.
Insgesamt verdeutlichen die Ergebnisse der kumulativen Dissertation, dass Emotionen, Ziele und Emotionsregulation differenziert betrachtet werden sollten, und zwar hinsichtlich spezifischer Emotionen, Ziele, Strategiekombinationen sowie intra- und interindividueller und auch situativer Unterschiede. Außerdem spielten subjektive Bewertungen bezüglich der Valenz der Situation und dem Kontrollerleben eine zentrale Rolle für die Zusammenhänge von Emotionen und Zielen. Zusätzlich waren das Erleben von Freude und unterschiedliche Kontexte mit verschiedenen Mustern der Emotionsregulation assoziiert. Die Dissertation unterstreicht den Bedarf, theoretische Modelle weiterzuentwickeln und methodisch sowohl längsschnittliche Designs umzusetzen als auch den Kontext zu erfassen. Auf praktischer Ebene implizieren die Befunde, dass Lehrkräfte gezielt im Umgang mit ihren Emotionen und der Ausbildung von Zielen unterstützt werden sollten. Dies könnte beispielsweise durch Fortbildungen erfolgen, die in einem individuellen Ansatz den Fokus auf die Vermittlung theoretischer Grundlagen, die Erhöhung des Kontrollerlebens, die Förderung von Annäherungszielen sowie auf das gemeinsame Auftreten von Strategien und die Bedeutung des Kontextes bei der Emotionsregulation legen
Pharmaceutically assisted angioplasty to relieve cerebral vasospasm after aneurysmal subarachnoid hemorrhage — a retrospective, single-center, observational comparison of established and new treatment techniques
Purpose
To compare differences in efficacy of endovascular vasospasm therapy (EVT) with pharmacological, mechanical or combined treatment.
Methods
In a single-center retrospective analysis, we included 60 patients with EVT after aneurysmal subarachnoid hemorrhage from 2017–2022. EVT treatment groups were: 1. Single or 2. dual vasodilator application, 3. transluminal balloon angioplasty (TBA) alone, with 4. single, or 5. dual vasodilator application, or 6. Stent-Retriever-Angioplasty alone, with 7. single, or 8. dual vasodilator application. Arterial diameters were measured on admission and after treatment. We compared relative increase and significant difference in diameter for each treatment group via multivariable linear regression (SPSS statistics). Age, sex, number of previous treatments and severity of spasm were included as confounding variables.
Results
In 628 treated vessel segments, dual vasodilator application showed significant difference restoring 4.4% more diameter than single vasodilator application alone (p—.015). TBA alone, with single or dual vasodilator application was most effective, restoring 28.4% more diameter than single vasodilator application alone (p < .001). Stent-Retriever-Angioplasty was more effective with combined dual vasodilator application (p < .001), not with single or no vasodilator combination. Adverse outcomes were recorded in 2.4% of interventions.
Conclusion
EVT effectiveness remains a key target in vasospasm rescue treatment but relies on the right treatment modality. TBA remains most effective in vessel dilation. Stent-Retriever-Angioplasty may present an alternative to just pharmacological treatment balancing accessibility and risk profile. Using a combination of vasodilators may enhance treatment efficacy but the combination of nimodipine and papaverine shows little effect in our study
Öffentliche Beschaffungskooperation: verwaltungsorganisationsrechtliche und vergaberechtliche Handlungsspielräume sowie Reformoptionen für ein Instrument zur Optimierung der öffentlichen Beschaffung
Abstract PS1-12-05: Liquid biopsy-based molecular profiling using Guardant360 CDx at progression on CDK4/6i+ET: findings from the AGO-B CAPTOR study [Abstract]
Teaching punch biopsy and suturing with a 3D-printed skin model: design and integration into the medical curriculum
Background
In the 2019/2020 winter semester, the University of Augsburg’s Faculty of Medicine introduced a competence-oriented model degree program with a spiral curriculum integrating theory and practice. A key feature, the clinical longitudinal course, emphasizes practical skills such as skin examination. Existing training materials for punch biopsies, e.g., foam models and fruit, have proven insufficient. This project aimed to create a realistic, cost-effective, reusable three-dimensional (3D) skin model to improve the teaching of punch biopsy and suturing techniques.
Methods
The 3D skin model was developed in a multistage process. It began with a 3D scan created via a handheld 3D scanner and refined in 3D modeling software. A fused deposition modeling (FDM) printer produced negative molds that were filled with silicone, resulting in a realistic model. After several iterations, a design was achieved that successfully simulated the tactile and functional aspects of punch biopsy and skin suturing. Student feedback was collected through an anonymous online questionnaire assessing perceived realism, usefulness for practicing punch biopsies and suturing, and impact on their confidence.
Results
The silicone-based skin simulator debuted in the 2023–2024 winter semester’s ‘examination of the skin’ course. A total of 82 students participated in the course, of whom 58 completed the evaluation questionnaire. The students used the model to perform punch biopsies and suturing, reporting that its material properties allowed these procedures to be practiced under course conditions. With a low production cost (of 0.62 € per model) compared to commercial models, it is a cost-efficient alternative to previous materials. The students provided positive feedback, reporting increased confidence in performing these procedures on humans for the first time.
Conclusions
The 3D training model is an important advancement in introducing 3D technologies in practical training, providing realistic, cost-effective practice for punch biopsy and suturing. Its successful integration into the curriculum highlights its potential for broader applications in medical education. The evaluation indicated that the model provided realistic skin properties and proved effective for practicing punch biopsies and suturing, thus addressing the limitations of traditional training materials
An operational global L-band soil moisture and vegetation optical depth dataset from optimized 40° SMOS brightness temperatures
The Soil Moisture and Ocean Salinity (SMOS) mission delivers the first multi-angular L-band observations for retrieving global soil moisture (SM) and vegetation optical depth (VOD), two critical variables for understanding terrestrial water and carbon cycles. However, the combined effects of non-identical fields of view and aliasing in multi-angular SMOS brightness temperature (TB) observations can introduce noise and biases when the TBs are averaged to a nominal incidence angle, as done in the SMOS L3 dataset, thereby degrading land parameter retrievals. To address this issue, an optimized SMOS TB dataset was initially produced at a fixed 40° incidence angle, consistent with the Soil Moisture Active Passive (SMAP) mission. We then developed the first SMOS mono-angular SM and VOD products designed to achieve performance comparable to SMAP and improved relative to conventional multi-angle SMOS retrievals. The 40° TB optimization was performed using the L-band Microwave Emission of the Biosphere (L-MEB) model, and the inversion relied on the SMAP-INRAE-BORDEAUX (SMAP-IB) algorithm, yielding a global 40° SMOS TB record and associated SM and VOD products for 2010–2024 at 25 km spatial resolution, collectively referred to as SMOS-IB. Results showed that the optimized 40° TB reached a performance level comparable to SMAP and improved relative to SMOS-L3, both in its sensitivity to in-situ SM from the International Soil Moisture Network (ISMN) and in the reduction of global pixel-scale noise. When multiple evaluation metrics are considered, the SMOS-IB SM and VOD data, benefiting from the use of the optimized TB as input and a newly optimized soil roughness (Hr) parameterization, showed improved performance compared with those derived from SMOS L3 40° TB or from the multi-angular SMOS products. The SMOS-IB TB, SM and VOD products can be used for L-band algorithm development and SMAP harmonization, global drought monitoring, and studies of vegetation water and biomass dynamics. SMOS-IB is publicly available at https://zenodo.org/records/17647385 (Xing et al., 2025)
Hermitian K-theory for stable infinity-categories II: cobordism categories and additivity
A solver-in-the-loop framework for improving LLMs on answer set programming for logic puzzle solving [Poster]
The rise of large language models (LLMs) has sparked interest in coding assistants. While general purpose programming languages are well supported, generating code for domain-specific languages remains a challenging problem for LLMs. In this paper, we focus on the LLM-based generation of Answer Set Programming (ASP) code, a particularly effective approach for finding solutions to combinatorial search problems. However, the effectiveness of LLMs in ASP code generation is hindered by the limited number of examples seen during their initial pre-training phase. In this paper, we introduce a novel approach for solver-guided instruction-tuning of LLMs for addressing the highly complex semantic parsing task inherent in ASP code generation. We sample ASP statements for program continuations proposed by LLMs for unriddling logic puzzles and categorize them into chosen and rejected instances based on solver feedback. We then apply supervised fine-tuning to train LLMs on the curated data, and further improve robustness using a solver-guided search that includes best-of-N sampling. Our experiments demonstrate consistent improvements in two distinct prompting settings on different datasets