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    Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online. Ausgabe 7

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    Jan-Oliver Decker Vorwort Amelie Zimmermann / Mirjam Dick / Dorothe Knapp / Romina Seefried Einleitung: Spuren - Netze - Horizonte. Potenziale der Semiotik in der Lehrer*innenbildung Andrea Sieber Tristan auf der Spur. Detektische Zugänge zu mittelalterlicher Literatur Dennis Gräf Mediensemiotik in der Lehrer*innenbildung Dorothe Knapp / Amelie Zimmermann Raumsemantische Grenzen. Ein interdisziplinäres künstlerisches Projekt für die Lehrer*innenbildung Rüdiger Harnisch Die Schärfung des semiotischen Blicks auf das sprachliche Zeichen. Zugänge zu seinem Verständnis in der Hochschullehre Mirjam Dick / Romina Seefried De-Fragmentierung in der Deutschlehrer*innenbildung. Herausforderungen und Potenziale interdisziplinärer Lehre zur Vermittlung literarischer Kompetenz Teresa Scheubeck / Christina Knott / Anita Schilcher Zu jeder Aufgabe die richtige Strategie? Zum Stellenwert literarischer Strategien für Aufgaben im kompetenzorientierten Literaturunterricht Dorothe Knapp / Romina Seefried Semiotische Impulse für die Gestaltung von Bildungsräumen. Theoretische Reflexion und praktische Gestaltungsaspekte einer Mediothek für Kinder zur Förderung von Literacy Die Schriften zur Kultur- und Mediensemiotik | Online sind ein Open Access Journal des Virtuellen Zentrums für kultursemiotische Forschung / Virtual Centre for Cultural Semiotics (www.kultursemiotik.com). Die Ausgabe 7 beleuchtet unterschiedliche Potenziale der Semiotik in der Lehrer*innenbildung, die aus theoretischer Perspektive aufgezeigt oder anhand von Konzepten aus der Praxis mit theoretischer/empirischer Fundierung untersucht werden. Beides findet aus fachlicher, überfachlicher, inter- oder transdisziplinärer Perspektive statt

    Tristan auf der Spur. Detektivische Zugänge zu mittelalterlicher Literatur

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    Diese Beobachtungen möchte ich zum Ausgangspunkt nehmen, die im Tristan-Roman verhandelten Zeichenkomplexe unter dem Gesichtspunkt einer Semiose des Mehrdeutigen näher zu beleuchten. Zunächst rücke ich dafür die epistemologische Figur der "Spur" in den Fokus, um dann in einem zweiten Schritt deren semiotische Funktionalisierung anhand exemplarischer Szenen der Manipulation, des Erkennens und Verkennens herauszuarbeiten. Die auf diese Weise nachgezeichnete innertextuelle Semiose soll anschließend didaktisch für detektivische Zugänge zu mittelalterlicher Literatur produktiv gemacht werden, wobei ein besonderer Akzent auf dem medialen Transfer und dem Einsatz digitalisierter Handschriften aus dem Mittelalter liegen wird

    Mediensemiotik in der Lehrer*innenbildung

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    In den aktuellen Lehrplänen aller deutschen Bundesländer für die Sekundarstufe im Fach Deutsch ist die Kompetenz im Umgang mit Medien ein integrativer Bestandteil. Wenn sich auch die einzelnen Bundesländer hinsichtlich einer konkreten Definition des Feldes der Medienkompetenz unterscheiden, so ist die grundsätzliche Relevanz einer Medienkompetenz im Sinne eines reflektierten Umgangs mit medialen Produkten deutlich herauszulesen. Dabei darf es allerdings nicht, wie es die meisten Lehrpläne auch explizit herausstellen, bei der Kompetenz im Umgang mit mobilen Endgeräten belassen werden, vielmehr wird häufig der Konstruktionscharakter medialer Produkte benannt, den es zu rekonstruieren und zu hinterfragen gilt. Ziel muss dabei sein, Medienkonsument*innen auf dem Weg zu mündigen Mediennutzer*innen zu begleiten. In meinem Beitrag geht es um die prinzipielle Leistung und Funktion der Mediensemiotik als einer medienübergreifenden Herangehensweise in der Lehrer*innenbildung, weil es der schulische Umgang mit jeglicher Art von Medien ist, der einen dringenden Handlungsbedarf hervorruft

    Die Schärfung des semiotischen Blicks auf das sprachliche Zeichen. Zugänge zu seinem Verständnis in der Hochschullehre

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    Im vorliegenden Beitrag soll es darum gehen, die Grundeigenschaften, die das sprachliche Zeichen definieren, vom Gegenstand eines nur deklarativen Wissens durch die Erzeugung produktiver Irritation auf die Ebene des Verstehens zu heben. Vor einer linguistischen Professionalisierung ist das muttersprachliche Zeichen für Angehörige einer Sprachgemeinschaft nämlich keineswegs "bilateral", stellt sich die Frage seiner "Motiviertheit" nicht, ist seine "Konventionalität" selbstverständlich

    Berufsbiographische Entwicklungsverläufe von Lehramtsstudierenden - Eine Längsschnittstudie

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    In dieser Längsschnittstudie werden Eingangsvoraussetzungen von 214 freiwillig teilnehmenden Lehramtsstudierenden der Universität Passau zu Beginn des Wintersemesters 2010/2011 erfasst und auf schulart- sowie geschlechtsspezifische Unterschiede untersucht. Mit psychologisch-diagnostischer Vorgehensweise werden neben kognitiven Aspekten zeitgleich motivationale, emotionale und soziale Variablen berücksichtigt, die für berufsbiographische Entwicklungsverläufe der Studierenden, insbesondere für deren Abschluss des Studiums und eine Einmündung in den Lehrerberuf, bedeutsam erscheinen. Nach zehn Semestern werden die berufsbiographischen Entwicklungsverläufe dieser Studierenden (Rücklauf ca. 86 %) mit teilstandardisierten Telefoninterviews untersucht. Größtenteils verbleiben die Probanden im Lehramt. Die Lehramtsstudienabbrecher (18.9 %) führen als Abbruchmotive meist mangelnde Studienmotivation und berufliche Neuorientierung an, selten Leistungsprobleme. Bei den Aussteigern aus dem Lehramt (28.1 %) finden sich neben den Abbrechern diejenigen, die trotz eines abgeschlossenen Lehramtsstudiums bzw. Referendariats eine andere berufliche Tätigkeit anstreben. Zudem werden Fragen zur Studiendauer (u.a. Einhaltung der Regelstudienzeit), Finanzierung des Studiums, Zufriedenheit mit der Studien- und Berufswahl, Studien(abschluss)note, zum subjektiven Studienerfolg und zur Sicherheit in der Entscheidung für den Lehrerberuf nach zehn Semestern beantwortet. Analysiert wird, ob sich die beiden Gruppen („Lehrerlaufbahn“ vs. „Aussteiger“) bereits in den Voraussetzungen zu Studienbeginn statistisch unterscheiden. Es zeigen sich bedeutsame Unterschiede. Die beiden Gruppen unterscheiden sich vor allem in motivationalen sowie emotionalen Eingangsvoraussetzungen. Die Aussteiger aus dem Lehramt haben schlechtere Abiturnoten, sind stärker unternehmerisch orientiert, interessieren sich weniger für „Verhalten kontrollieren und beurteilen“, haben geringere intrinsische Berufswahlmotive, beschreiben sich als weniger verträglich sowie weniger selbstkontrolliert und sind sich v.a. bereits zu Studienbeginn viel unsicherer in ihrer Entscheidung, dass der Lehrerberuf das Richtige für sie ist. Zudem werden in dieser Längsschnittstudie die korrelativen Zusammenhänge zwischen Eingangsvoraussetzungen und Variablen der berufsbiographischen Entwicklungsverläufe analysiert. Die Korrelationen erweisen sich vorwiegend als gering. Der Zusammenhang zwischen Abiturnote und Studien(abschluss)note fällt mit r = .41 am höchsten aus.In this longitudinal study, entrance qualifications of 214 voluntarily participating teacher students of the University of Passau at the beginning of the winter semester 2010/2011 are recorded and examined for school-type as well as gender-specific differences. In addition to cognitive aspects, motivational, emotional and social variables are considered, which are important for the professional biographical development of the students, in particular for completing their studies and for starting a teacher's career. After ten semesters, the professional biographical developments of these students (return rate of approx. 86 %) are investigated with partially standardized telephone interviews. Most of the subjects remain in a teacher career. Teacher students withdraw from their studies (18.9 %) mostly due to a lack of motivation or professional reorientation, rarely due to performance reasons. The total number of dropouts (28.1 %) includes students aiming for a career outside teaching even after completing their studies and teacher training. Moreover, questions regarding study duration (including adherence to the regular study period), financing of the studies, satisfaction with the subjects and professional choice, final degree, subjective study success and confidence in the decision for a teacher profession are answered after ten semesters. It is analysed whether the two groups ("teacher career" vs. "dropouts") already differ statistically in preconditions at the beginning of their studies. There are significant differences. The two groups differ primarily in motivational as well as emotional attributes when entering studies. Teacher students withdrawing (group: “dropouts”) have poorer school grades, are more entrepreneurially orientated and less interested in "controlling and assessing behaviour". Moreover they have lower intrinsic career motives, describe themselves as less tolerant, less self-controlled and are already from the start much more insecure about their decision for a teaching career. In this longitudinal study the correlative relationships between preconditions and variables of the professional biographical developments are analysed. The correlations are predominantly low. The relationship between school and university grades is highest with r = .41

    Subjektive Theorien von Grundschullehrkräften über Eltern

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    Subjektive Theorien von Grundschullehrkräften über Eltern wurden qualitativ-empirisch erkundet, um einen Beitrag zur Schule-Elternhauskooperation zu leisten. Luhmanns Systemtheorie und Fends Schultheorie bilden die theoretische Basis. Mithilfe von drei Interaktionsfeldern, die entscheidende Begegnungsräume zwischen Grundschullehrkräften und Elternschaft markieren, wurde dem Verhältnis zueinander nachgegangen (Luhmann, 2014; Fend, 2008). Mittels eines halbstandardisierten Leitfadeninterviews und einer adaptierten Struktur-Legetechnik sind die Subjektiven Theorien der Untersuchungsteilnehmer*innen erfasst worden (Scheele & Groeben, 1988). Aus der Perspektive von Lehrkräften wurden die individuellen und generellen subjektiven Theorien herausgearbeitet. Die Ergebnisse offenbaren fachlich fehlerhafte und für Kooperation teilweise äußerst hemmende Überzeugungen, obgleich der Wunsch nach einem kooperativen Miteinander stets betont wurde

    Consumers' Privacy-Related Decision-Making in the Digital Landscape

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    Nowadays, consumers are often required to disclose private data in various contexts such as while surfing the internet, downloading a mobile application, or engaging in a business relationship with a firm. Privacy-related decision-making research has so far mainly investigated data disclosure as a cognitive risk-benefit trade-off analysis. While this cognitive approach might be appropriate for situations where consumers have the opportunity for cognitive evaluations, there are many situations in the modern landscape where consumers cannot or do not want to engage in cognitive processing. Decision-making under stress or data disclosure to a business network of collaborating firms, for example, constitute challenges to purely cognitive decision-making approaches, calling for an extension of the established paradigm of cognitive privacy-related decision making. This dissertation advocates for the crucial role of affective processing in many modern data disclosure situations, where consumers do not engage in purely cognitive processing due to external hindrances or a lack of personal involvement in the data disclosure situation

    Rechtsextreme Rekrutierungsstrategien in Deutschland und den USA

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    Ziel der Arbeit ist es, die Formen der Einmündung Jugendlicher in rechtsextreme Szenen sowie die hierbei ablaufenden sozialen Prozesse zu beleuchten. Der interkulturelle Vergleich zwischen Deutschland und den USA unterstützt die Erkenntnis, dass hierbei in erster Linie keine Länderspezifika, sondern Rekrutierungsstrategien rechter Szenen relevant sind, welche auf ähnliche Weise an Faktoren ansetzen, die in beiden Ländern vorzufinden sind

    Curvature Detection by Integral Transforms

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    In various fields of image analysis, determining the precise geometry of occurrent edges, e.g. the contour of an object, is a crucial task. Especially the curvature of an edge is of great practical relevance. In this thesis, we develop different methods to detect a variety of edge features, among them the curvature. We first examine the properties of the parabolic Radon transform and show that it can be used to detect the edge curvature, as the smoothness of the parabolic Radon transform changes when the parabola is tangential to an edge and also, when additionally the curvature of the parabola coincides with the edge curvature. By subsequently introducing a parabolic Fourier transform and establishing a precise relation between the smoothness of a certain class of functions and the decay of the Fourier transform, we show that the smoothness result for the parabolic Radon transform can be translated into a change of the decay rate of the parabolic Fourier transform. Furthermore, we introduce an extension of the continuous shearlet transform which additionally utilizes shears of higher order. This extension, called the Taylorlet transform, allows for a detection of the position and orientation, as well as the curvature and other higher order geometric information of edges. We introduce novel vanishing moment conditions which enable a more robust detection of the geometric edge features and examine two different constructions for Taylorlets. Lastly, we translate the results of the Taylorlet transform in R^2 into R^3 and thereby allow for the analysis of the geometry of object surfaces

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