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    1021 research outputs found

    Assistenzsysteme in der Industrie 4.0

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    Das Werk widmet sich der Arbeit in der Industrie 4.0, einer Entwicklung, bei der alle realen Prozesse in der Fabrik digital erfassen und so noch stärker automatisiert werden sollen. Für die Beschäftigten bringt dies Chancen, es droht aber auch Dequalifizierung und umfassende Überwachung. Im Arbeitsrecht werden deswegen die rechtliche Bindungskraft der menschengerechten Gestaltung der Arbeit und die Mensch-Maschine-Kollaboration untersucht. Im Datenschutz steht die Frage im Mittelpunkt, inwiefern die effiziente Organisation der Arbeit eine intensive Datenverarbeitung rechtfertigt. Dazu wird in Abgrenzung beider Rechtsgebiete ein neuer Lösungsansatz vorgestellt, abgeleitet aus dem Zusammenspiel deutscher und europäischer Grundrechte.The work is dedicated to work in Industry 4.0, a development in which all real processes in the factory are to be digitally recorded and thus automated even more. This brings opportunities for employees, but also threatens de-skilling and comprehensive monitoring. In labour law, the legal binding force of the humane design of work and human-machine collaboration are therefore being examined. In privacy law the central question is to what extent the efficient organisation of work justifies intensive data processing. To this end, a new approach is presented, which is derived from the interplay of German and European fundamental rights and which differentiates between the two areas of law

    Die Rechtsstellung des angemeldeten Verbrauchers in der Musterfeststellungsklage

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    Gegenstand der wissenschaftlichen Abhandlung ist zunächst die verfassungsrechtliche Zulässigkeit der Bindungswirkung gemäß § 613 Abs. 1 S. 1 ZPO, insbesondere im Hinblick auf das rechtliche Gehör der angemeldeten Verbraucher. Unter diesem Blickwinkel wird im Fortgang die Anwendbarkeit der prozessualen Institute der Klageänderung und der Widerklage im Musterfeststellungsprozess untersucht, welche nach Auffassung des Verfassers einer sehr restriktiven Anwendung im Prozess der qualifizierten Einrichtung bedürfen. Zuletzt wird die praktisch höchst brisante Frage der Haftung der qualifizierten Einrichtung für eine unzureichende Prozessführung im Musterfeststellungsprozess thematisiert, die vom Gesetzgeber nur stiefmütterlich behandelt wurde. Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Rechtsanwaltskammer München und mit dem Promotionspreis der Freunde und Förderer der Rechtswissenschaft an der Universität Passau ausgezeichnet.Subject of the thesis is primarily the constitutional admissibility of the binding effect pursuant to Section 613 of the German Code of Civil Procedure (ZPO), in particular with regard to the legal hearing of registered consumers. Under this aspect the applicability of the procedural institutes of the change of action and the counterclaim in the model declaratory action (Musterfeststellungsklage) is examined in the further course, which according to the opinion of the author require a very restrictive application in the proceedings of the qualified institution. Lastly, the highly sensitive issue of the liability of the qualified institution for inadequate conduct of proceedings in the model declaratory action is addressed. The work was awarded the Doctoral Prize of the Munich Bar Association and the Doctoral Prize of the Friends and Sponsors of Law at the University of Passau

    Der Ausschluss aus der staatlichen Parteienfinanzierung

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    Durch die Verfassungsänderung zum Zwecke des Ausschlusses verfassungsfeindlicher Parteien aus der staatlichen Parteienfinanzierung wurde ein neues Mittel der wehrhaften Demokratie geschaffen. Das Prinzip erlaubt es dem Staat in engen Grenzen, gegen Parteien vorzugehen, die erklärtermaßen Gegner der freiheitlichen demokratischen Grundordnung sind. Die dem Ausschluss immanente Ungleichbehandlung gegenüber anderen Parteien sorgt allerdings für eine nicht unerhebliche Verzerrung des politischen Wettbewerbs, was Fragen zu seiner Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz, insbesondere Art. 79 Abs. 3 GG, aufwirft. Diese Fragen und die Folgen des Ausschlusses aus der staatlichen Parteienfinanzierung für die betroffene Partei sind Gegenstand dieser Arbeit.A state should not be forced to fund those parties which try to combat its highest values. This thought was realized by a constitutional amendment to exclude parties from the state party financing. A defensive democracy is in narrow limits allowed to discriminate against certain political parties which try to overthrow its fundamental values to implement their own unconstitutional agenda. But the major intervention in the political competition though raises questions about its constitutional admissibility. The democracy itself basically precludes state interventions in the political competition to the detriment of a certain contestant. Those questions and the consequences for a thereby affected party are the main subject of this thesis

    Bridging the state and market logics of refugee labour market inclusion – a comparative study on the inclusion activities of German professional chambers

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    Due to their high numbers, refugees’ labour market inclusion has become an important topic for Germany in recent years. Because of a lack of research on meso-level actors’ influences on labour market inclusion and the transcendent role of organizations in modern societies, the article focuses on the German professional chambers’ role in the process of refugee inclusion. The study shows that professional chambers are intermediaries between economic actors, the government and refugees, which all follow their own logics and ideas of labour market inclusion (the state, the market and the community logic). The measures taken by professional chambers mainly reflect a governmental logic (to reduce refugee unemployment) combined with a market logic (to provide human resources to economic actors). A community logic (altruism) only comes into play as a rather unintended consequence of measures addressing the other two logics. The measures of two types of professional chambers are compared. Close similarities between them reveal that the organization type is of theoretical relevance to explain the type of measures organizations opt for

    Von der Privatheit(-sforschung) zur (Werte-)Ethik

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    Julia Maria Mönig formuliert in ihrem Beitrag ein Zwischenfazit der bisherigen Privatheitsforschung, indem sie hier einen ›ethical turn‹ konstatiert. Am Beispiel der Covid-19-Pandemie stellt sie die drei Privatheitsdimensionen nach Rössler dar und zeigt dabei auf, wie diese unmittelbar ethische und prinzipielle Fragen aufwerfen, in welcher Gesellschaft wir leben wollen und welche Werte dabei gelten sollen. Die Erweiterungen der Privatheitsforschung um das ethische Moment zeigen sich insbesondere in der Technologie- und KI-Forschung, in denen ethische Leitlinien zukünftig erstellt und umgesetzt werden müssen

    Binging Family

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    In diesem Open-Access-Buch zeigt Jakob Kelsch, wie sich in der US-amerikanischen TV-Serie der 1950er und 1960er Jahre der Mythos der patriarchal-strukturierten Kernfamilie als Ideal des familiären Zusammenlebens herausbildete. Trotz Phasen der Dekonstruktion und der zunehmenden Repräsentation problematischer und ethnisch wie sozial diverser Familienverhältnisse erweist sich dieser Mythos bis heute als äußerst persistent. Der durch den Digitalisierungsprozess bedingte Aufstieg der Streamingdienste und der Siegeszug deren serieller Erzeugnisse brachte eine inhaltliche Diversifizierung des Genres Familienserie und eine zunehmende narrative Komplexität mit sich. Doch auch diese kann nur an der Oberfläche des tief im kulturellen Wissen verankerten Mythos der heteronormativen Kernfamilie rütteln

    Schule entwickeln: Jahrgangsmischung in der Grundschule.

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    Nicht nur aus pädagogischen Gründen, sondern vor allem unter dem Motto „kurze Beine, kurze Wege“ sowie aus schulorganisatorischen Anlässen erlebt die Jahrgangsmischung in der deutschen Bildungslandschaft gegenwärtig eine Renaissance. Ziel dieser qualitativ-explorativen Studie war es, mehr über das professionelle Handeln, die Handlungsbegründungen und den professionellen Handlungsrahmen der Schulleitungen und Lehrkräfte bei der Einführung von jahrgangskombinierten Klassen aus pragmatischen Gründen zu erfahren. Vor dem theoretischen Hintergrund der innovationsspezifischen Implikationen der Jahrgangsmischung, der Phasen und Bedingungen von Schulentwicklung sowie der Struktur professionellen Handelns geht die Arbeit der übergeordneten Frage nach der Gestaltung der Initiierung und Implementierung von jahrgangsübergreifendem Lernen aus pragmatischen Gründen aus Sicht der betroffenen professionellen Akteure/innen nach. In den Teilfragen eruiert sie die Herausforderungen im Schulentwicklungsprozess, entsprechende Handlungsstrategien und -begründungen aufseiten der Schulleitungen und Lehrkräfte, deren innovationsspezifische Vorstellungen von jahrgangsübergreifendem Lernen sowie unterstützende und hemmende Entwicklungsbedingungen beim Transfer der Veränderung auf die Einzelschulebene. In leitfadengestützten Experten/inneninterviews wurden dazu acht Schul- sowie 16 Klassenleitungen an acht bayerischen Grundschulen befragt, die erstmals eine sogenannte Kombi-Klasse 1/2 etablierten. Die Auswertung der Transkripte erfolgte mithilfe der inhaltlich strukturierenden qualitativen Inhaltsanalyse, die ergänzt wurde durch eine explizierende Dokumentenanalyse. Die Ergebnisse zeigen, dass die Handlungsanforderungen für die Schulleitungen und Lehrkräfte rollenspezifisch im Aushandeln und Planen der Initiierung und Implementierung der jahrgangskombinierten Klassen, im Führen und Steuern des Entwicklungsprozesses an der Einzelschule sowie im Organisieren und Umsetzen der Veränderung, insbesondere auf der Unterrichtsebene, liegen. Die Studie gibt einen Einblick in die einzelschulischen Entwicklungsprozesse sowie die Umstände demografisch und schulorganisatorisch bedingter, von den Schulbehörden verordneter Jahrgangsmischung. Es wird deutlich, wie herausfordernd es für die professionell Handelnden ist, den jahrgangsbezogenen (homogenisierenden) Blick zu weiten. Die Daten zeigen aber auch einen Professionalisierungsschub durch diesen Schulentwicklungsprozess, sodass Jahrgangsmischung, trotz der Verordnung „von oben“, dennoch als Motor für einen veränderten Umgang mit Heterogenität fungieren kann

    Women's biographies, intergenerational relations and caring strategies - A qualitative-reconstructive study on daughters as family caregivers

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    Demographischer Wandel und „Überalterung“ der Gesellschaft führen zu einem immensen Anstieg des Pflegebedarfs alter Menschen. Ein Großteil dieser Menschen wird zu Hause von pflegenden Angehörigen versorgt. Der oder die „pflegende Angehörige“ wurde jüngst vermehrt als wichtigster Leistungsträger im Rahmen der Pflege gewürdigt, dennoch verbleiben Pflegende weitestgehend isoliert im privaten Raum und nehmen Unterstützung nur eingeschränkt in Anspruch. Die überwiegende Mehrheit der pflegenden Angehörigen sind Frauen. Während die Forschung die Herausforderungen, die sich Müttern - vor allem im Spannungsfeld Beruf und Familie - stellen, schon vielfach thematisiert hat, ist die Situation von pflegenden Angehörigen bisher nur unzureichend untersucht worden. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen pflegende Frauen, die zum wiederholten Male im Laufe ihrer Biografie vor der Schwierigkeit stehen, eigene Berufs- und Lebenspläne gegenüber der ihnen überantworteten familialen Fürsorgeaufgaben zu verwirklichen. Die qualitativ-rekonstruktive empirische Studie geht anhand von leitfadengestützen teil-narrativen biographischen Interviews der Frage nach, wie Töchter die Betreuung ihrer unterstützungsbedürftigen Eltern gestalten und unter welchen Bedingungen sich ‚erfolgreiche‘ Betreuungsarrangements ergeben, die trotz der Herausforderungen für alle Beteiligten erträglich, stabil und als ‚gelungen‘ zu beschreiben sind. Dabei spielen Beziehungen, Motivationen, Belastungserleben und Bewältigungsstrategien eine Rolle. Es konnte festgestellt werden, dass die Art und Qualität der Fürsorgeerbringung für alte Eltern massgeblich von lebenslang kultivierten Beziehungen zwischen den Generationen beeinflusst ist. Es lassen sich vier idealtypische Modi der Beziehungsgestaltung identifizieren, die in das Konstanzer Modul der Generationenambivalenzgestaltung (nach Lüscher) einzuordnen sind. Verharren die Familienangehörigen in starren Erwartungsmustern und ist eine Betreuungsdelegation dadurch nur schwer vorstellbar, steigt das Überlastungsrisiko der betreuenden Töchtern erheblich, egal wie ‚gut‘ oder ‚schlecht‘ die Beziehungen zwischen den Generationen sind. Je besser Ambivalenzen thematisiert und bearbeitet werden können, desto höher ist die Resilienz der betreuenden Töchter und desto wirksamer sind Bewältigungsstrategien

    Aufenthaltsstatus: ungeklärt – Was Polit-Influencer:innen für Meinungsführer und Öffentlichkeitskonzepte bedeuten

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    Wer politische Influencer:innen mit jenen Konzepten zu erklären versucht, die Medien- und Kommunikationswissenschaft bisher bereitstellen, muss scheitern, weil diese Disziplinen ihre Theorien in Abhängigkeit zu den Massenmedien formulierten. Denn wo vormals private Akteur:innen über Soziale Medien an öffentliche Sprecherrollen gelangen, offenbaren jene Theoriestränge Lücken, die sich bis dato unabhängig voneinander mit Einflusspersonen beider Sphären auseinandersetzen. Diesem Defizit nähert sich Marcel Schlegel an. Sein Vorschlag: Erst wenn man Meinungsführer- und Öffentlichkeitstheorien miteinander verbindet, lässt sich die kommunikative Rolle der neuartigen Online-Einflusspersonen beschreiben

    Lost in Transformation? Einige Hypothesen zur Systematik der Strukturtransformation informationeller Privatheit vom 18. Jh. bis heute

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    Carsten Ochs entwirft in seinem Beitrag den Versuch einer sozialhistorischen Systematik, die den Wandel informationeller Privatheit kategorisch nachzeichnen will. Dabei zeigt er auf, wie sich Praktiken informationeller Privatheit im 18. Jh. zunächst als ‚bürgerliche Privatheitstechniken‘ unter einem ‚Ehrschutzprinzip‘ herausbilden, sich im Verlauf in Richtung ‚Rückzugstechniken‘ transformieren und in einer digital-vernetzten Gesellschaft eher Techniken der individuellen Informationskontrolle vorherrschen. Es bleibt abzuwarten, welchem Prinzip die informationelle Privatheit im 21. Jh. folgen wird

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