Kirchlicher Dokumentenserver
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Die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen auf der Kinderintensivpflegestation aus der Perspektive der Pflegefachpersonen
Hintergrund. Ein Großteil der Kinder, die auf einer Kinderintensivpflegestation sterben,
verstirbt nach dem Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen oder dem Verzicht auf diese. Der Prozess der Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen hat weitreichende Auswir- kungen auf alle Beteiligten. Die Perspektive der Pflegefachpersonen wurde in diesem Kontext noch nicht umfassend untersucht.
Ziel. Ziel dieser Arbeit ist die systematische Sammlung, Überprüfung und Zusammen- fassung der Literatur zu folgenden Fragestellungen: Wie erleben Pflegefachpersonen die Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen auf der Kinderintensivpflegestation? Welche Rolle nehmen Pflegefachpersonen bei der Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen auf der Kinderintensivpflegestation ein?
Methodik. Zur Beantwortung der Fragestellung wurde ein Integrative Review mit syste- matischer Literatursuche im Oktober 2022 erstellt.
Ergebnisse. Drei qualitative und fünf quantitative Studien wurden in das Integrative Review
eingeschlossen. Das Erleben der Pflegefachpersonen wurde in fünf zentralen Aspekten
zusammengefasst: (a) Wahrnehmung des Phänomens, (b) Entscheidungsprozess, (c) (ethische) Herausforderungen, (d) interdisziplinäre Zusammenarbeit, (e) Umgang mit Angehörigen und pflegerische Versorgung.
Die Rolle der Pflegefachpersonen umfasst drei zentrale Themen: (a) Entscheidungsprozess, (b) Umgang mit Angehörigen und pflegerische Versorgung, (c) Intrarollenkonflikte.
Schlussfolgerung. Das Erleben der Pflegenden zeigt, dass Pflegefachpersonen trotz wahr- genommener Herausforderungen ihr Bestmögliches geben, Patientinnen und Patienten
sowie deren Angehörige im Prozess der Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen zu
unterstützen. Die Rolle der Pflegenden erfordert in diesem Kontext komplexe Fähigkeiten, wird jedoch in der bisherigen Literatur nicht detailliert beschrieben. Zukünftige Forschung sollte daher vor allem die Rolle der Pflegenden im Behandlungsabbruch untersuchen. Weitere Implikationen für Forschung und Praxis umfassen Unterstützungsmaßnahmen angesichts wahrgenommener Herausforderungen und die Konzeption und Etablierung von Versorgungsstandards und Palliative Care für Kinderintensivpflegestationen im Kontext der
Beendigung lebenserhaltender Maßnahmen.Background. A large proportion of children who die in a paediatric intensive care unit die after life-sustaining measures have been withdrawn or withheld. The process of withdrawing life sustaining treatment has far-reaching implications for all involved. The perspective of nurses has not yet been extensively studied in this context.
Objective. The aim of this paper is to systematically collect, review and summarise the literature on the following questions: How do nurses experience the withdrawal of life- sustaining treatment in paediatric intensive care units? What is the role of nurses in this context?
Methods. An Integrative Review with systematic literature search in October 2022 was
conducted to answer the research question.
Results. Three qualitative and five quantitative studies were included in the Integrative Review. The experience of nurses was summarised in five key aspects: (a) perception of the phenomenon, (b) decision-making process, (c) (ethical) challenges, (d) interdisciplinary
collaboration, (e) interaction with relatives and nursing care.
The role of nurses included three central issues: (a) decision-making process, (b) interaction with relatives and nursing care, (c) intrarole conflicts.
Conclusion. The nurses' experience shows that despite perceived challenges, nurses do their
best to support patients and their families in the process of ending life-support. In this context,
the role of nurses requires complex skills but is not described in detail in the literature to date.
Future research should therefore focus on the role of nurses in treatment discontinuation. Other implications for research and practice include support measures in the face of perceived
challenges and the conceptualisation and implementation of standards of care and palliative
care for paediatric intensive care units in the context of withdrawal of life-sustaining measures
Bürgerumfrage Ludwigsburg 2022
Im Februar und März 2022 wurde die erste Bürgerumfrage in Ludwigsburg für die gesamte Stadt durchgeführt. Leitfragen waren dabei: Wie ist die Zufriedenheit mit dem Leben in Ludwigsburg? Was sind Probleme und Herausforderungen? Wie zufrieden sind die Bürger*innen mit verschiedenen Bereichen des Lebens in der Stadt? Und wie soll sich die Stadt zukünftig weiterentwickeln? Die gewonnenen Daten dienen der Beschreibung des Lebens vor Ort und der genaueren Untersuchung der Schwerpunktthemen 'Soziales Zusammenleben', 'Klimawandel und Klimaschutz' sowie 'Wohnen in Ludwigsburg'.
In diesem Bericht werden die Ergebnisse der Bürgerumfrage Ludwigsburg dargestellt. Darin bietet sich ein differenziertes Bild der Lebensbedingungen der befragten Bürger*innen in der Stadt, ihrer Einstellungen zu aktuellen Themen und ihrer Bewertungen von kommunalen Handlungsfeldern. Neben der gesamtstädtischen Betrachtung liegen dabei auch stadtteilbezogene Auswertungen vor
PH forscht : Bericht 2019-2021
Der vom BMBWF den Pädagogischen Hochschulen vorgegebene Forschungsauftrag ist auf den ersten Blick klar und gut nachvollziehbar. Ich erlaube mir mit Verweis auf F. Lyotard eine kurze kritische Replik auf den Begriff „wissenschaftliches Wissen“. Nach Lyotard ist es im Laufe des 20. Jahrhunderts zu einem Glaubwürdigkeitsverlust der „Großen Erzählungen“ zur Legitimation des Wissens gekommen. Damit verschwinde auch die Vorstellung von einem einheitlichen Wissensbestand, zu dem das wissenschaftliche Wissen in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen jeweils einen Beitrag leisten würde. Die Postmoderne wäre vielmehr nach Lyotard gekennzeichnet von einer Vielfalt an unterschiedlichen Wissensformen und Diskursarten, die miteinander im Widerstreit stehen. Im Hinblick auf die Bildungsforschung an Pädagogischen Hochschulen und dem Auftrag „wissenschaftliches Wissen in praktisches Handlungswissen zu überführen“ ergeben sich aus den Ideen von Lyotard für mich wesentliche Schlussfolgerungen. Es gilt genau jenen „gap“ zu bedenken, der zwischen dem „wissenschaftlichen Wissen“ und der Überführung in „praktisches Handlungswissen“ steht. Wird von der Bildungsforschung der Widerstreit der Wissensformen als solcher anerkannt, so bedeutet dies implizit auch, dass die jeweilige eigene Begrenztheit anerkannt und auf einen Alleinvertretungsanspruch verzichtet wird. Der Grundauftrag der Bildungsforschung könnte dann, dies in Anlehnung an H.C. Koller, genau darin gesehen werden, „ein Bewusstsein für die Grenzen ihrer unterschiedlichen Wissensformen und Diskursarten zu schaffen“
Möglichkeiten und Grenzen der Ausbildung von Primarstufenlehrkräften mit Fokus auf die Pädagogisch-Praktischen Studien
In der vorliegenden Masterarbeit wird die Ausbildung von Primarstufenlehrerinnen und Primarstufenlehrern, die seit Einführung der PädagogInnenbildung NEU 2015/16 gilt, an der Privaten Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) im Hinblick auf ihre Nützlichkeit für die Berufspraxis und Berufseinstiegsphase untersucht. Der Fokus wird auf die Bedeutung der Pädagogisch-Praktischen Studien (PPS) in der Ausbildung gelegt. Auch wenn die Lehrkräfteausbildung immer wieder untersucht und evaluiert wird, gibt es keine vergleichbare Studie zu dieser Thematik. Die zentrale Fragestellung, der in dieser Masterarbeit nachgegangen wird, lautet: „Wie erleben neu in den Beruf eingestiegene Primarstufenlehrkräfte die Zweckmäßigkeit ihrer Ausbildung und speziell der Pädagogisch-Praktischen Studien für ihre gegenwärtige Berufspraxis?“. Zur Beantwortung dieser Frage wurde die qualitative Forschungsmethode gewählt und neun halbstandardisierte, leitfadengestützte Interviews mit Absolventinnen der PHDL, die erst seit kurzem im Lehrberuf stehen, durchgeführt. Das aus den Interviews gewonnene Datenmaterial wurde anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2015) ausgewertet und im Ergebnisteil präsentiert. Die Ergebnisse der Forschung zeigen, dass die Ausbildung und insbesondere die PPS grundsätzlich als sehr positiv, gewinnbringend und lehrreich, um auch dann gut in den Lehrberuf einzusteigen, wahrgenommen wird. Für die rückblickende Wahrnehmung spielen unter anderem Praxislehrkräfte, Reflexionsgespräche und Hospitationen, bestimmte Inhalte/Lehrveranstaltungen an der PHDL sowie Aufbau des Studiums und der PPS eine entscheidende Rolle. Es konnte festgestellt werden, dass es dennoch einige konkrete Bereiche gibt, die in der Ausbildung optimiert werden können. Die Befragten äußern einige Herausforderungen bei ihrem Berufseinstieg sowie fehlende und zu 4 wenig thematisierte Aspekte in der Ausbildung, wobei hier ein Zusammenhang besteht. Die Ergebnisse sollen dabei einen Nutzen im Sinne der Evaluierung der Lehrkräfteausbildung an der PHDL haben, zur Qualitätssicherung beitragen und durch eine mögliche Weiterentwicklung letztendlich den neu in den Beruf einsteigenden Primarstufenlehrkräften dienlich sein.This master’s thesis investigates the suitability of the current training of primary school teachers which has been in place since the introduction of the PädagogInnenbildung NEU in 2015/16 at the Private Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz (PHDL) for their professional practices and career entry. The focus lies on how well the pedagogical field experiences ‘Pädagogisch-Praktischen Studien’ (PPS) prepare new teachers for the transition to the workplace, since this particular aspect of the educational programme has not yet been examined. Thus, the following research question lies at the centre of the thesis: “How useful and effective do newly-practicing primary school teachers experience the training programme and especially the PPS to be for the current professional practices?”. In order to address this question, the qualitaitve research method was chosen and nine recent graduates from PHDL who have since started to teach at primary level were interviewed. These interviews were conducted in a semi-structured manner with the help of a guide. The data material obtained from the interviews was subsequently analyzed using qualitative content analysis according to Mayring (2015) and presented in the result section. The findings of the study show that PHDL’s teacher education programme in general and the PPS in particular are viewed positively, instructive, and beneficial for entering the work life. Among the elements the interviewees considered most important for their professional 5 development are experienced teachers acting as mentors (‘Praxislehrkräfte’), reflective dialogue (‘Reflexionsgespräche’), practical experience at school (‘Hospitation’), specific courses, and the programme’s structure. Nevertheless, the study also revealed room for improvement: The early-career teachers described challenges faced in their professional lives, as well as topics and skills that were not covered sufficiently in their training, which are connected to each other. This thesis, therefore, serves to evaluate aspects of the primary teacher training programme at PHDL, contribute to quality control, and ultimately, improve the teachers’ start into their career
Ergebnisbericht der Interviewstudie: Selbstführung bei Führungskräften in sozialwirtschaftlichen Organisationen
Der Ergebnisbericht beginnt mit einer Zusammenfassung der wichtigen Resultate der Interviewstudie bei Führungskräften aus sozialwirtschaftlichen Organisationen, Schlussfolgerungen und Praxisempfehlungen. Dem folgt eine kurze Darstellung theoretischer Grundlagen zur Selbstführung, der methodischen Anlage der Studie, der Stichprobenbeschreibung und der Ergebnisse zu den Forschungsfragen. In der abschließenden Diskussion werden Schlussfolgerungen für das Verständnis von Selbstführung abgeleitet, Fragen des Transfers für die betriebliche Praxis diskutiert und Handlungsempfehlungen formuliert
Soziokratische Methoden im Kontext von New Work - Anwendung im Sozialbereich und in der öffentlichen Verwaltung
In einer dynamischen Geschäftswelt stehen Unternehmen vor Herausforderungen, die traditionelle Managementansätze nicht adäquat bewältigen können. Dies hat in den letzten Jahren das Aufkommen von Konzepten wie New Work, agiles Management und Selbstorganisation gefördert.
Diese Masterarbeit erforscht die Anwendung der Soziokratie in Sozial- und Verwaltungsorganisationen und untersucht, ob sie die Prinzipien von New Work, Agilität und evolutionären Organisationen (nach Laloux) umsetzen kann, da sie ebenfalls auf Prinzipien wie Kreisstrukturen, Gleichwertigkeit und transparenten Entscheidungsprozessen basiert.
Dazu wurden in einer explorativen Studie qualitative Interviews mit Mitarbeitenden in diesen Organisationen geführt und herausgearbeitet, welche Potenziale und welche Hürden dabei sichtbar werden.
Die Auswertung zeigte, dass durchaus Verbesserungen auf Mitarbeiter_innen- und Organisationsebene zu verzeichnen sind. Dennoch agieren große Sozialorganisationen und die öffentliche Verwaltung unter erschwerten Bedingungen, da sie durch die externe Finanzierung mit Ressourcenmangel und traditionell recht starren Strukturen zu kämpfen haben. Da Selbstorganisation von Führungskräften und Mitarbeitenden ein entsprechendes Mindset erfordert, müssen diese Organisationen einen tiefgreifenden Kulturwandel vollziehen, welcher viel Zeit und Ressourcen erfordert. Die Soziokratie kann zwar als evolutionäre Organisationsform gesehen werden, braucht aber scheinbar noch weitere Tools, um in der Praxis von Sozialunternehmen und Verwaltung funktionieren zu können.In a dynamic business environment, companies face challenges that traditional management approaches cannot adequately address. This has spurred the emergence of concepts such as New Work, agile management, and self-organization in recent years.
This master thesis explores the application of sociocracy in social and administrative organizations and investigates whether it can implement the principles of New Work, agility, and evolutionary organizations (following Laloux), as it is also based on principles like circle structures, equality, and transparent decision-making processes.
To do so, qualitative interviews with employees in these organizations were conducted as part of an exploratory study to uncover the potentials and obstacles associated with sociocracy.
The analysis revealed improvements at both the employee and organizational levels. However, large social organizations and public administration operate under challenging conditions due to resource constraints and traditionally rigid structures resulting from external funding. Since self-organization requires a corresponding mindset from both leaders and employees, these organizations must undergo a profound cultural transformation that demands substantial time and resources. While sociocracy can be viewed as an evolutionary form of organization, it still requires additional tools in the practical context of social enterprises and administration
Liebe, Romantik und andere Erfindungen
Aus welchen Gründen Menschen eine „romantische“ Beziehung mit einer Person
eingehen, welche Kriterien sie damit verbinden, welche Erwartungen, Wünsche,
Ansprüche und Voraussetzungen sie haben, um eine intime Paarbeziehung als
solche betiteln zu wollen, und ob Begrifflichkeiten wie Liebe und Romantik sowie
die Idealvorstellungen einer herkömmlichen Beziehung heutzutage womöglich als
veraltet gelten, gar rein patriarchalischen Denkmustern zugrunde liegen, was die
Neudeutung dieser Begrifflichkeiten bedeutet und inwieweit (queer-)feministische
Soziale Arbeit hinsichtlich sexueller Bildung insbesondere für den Bereich der
Schulsozialarbeit notwendig ist, soll in dieser wissenschaftlichen Thesis anhand
von Studien, theoretischen Überlegungen und Hypothesen sowie fundierten
wissenschaftlichen Aussagen veranschaulicht und überlegt werden
The impact of social connectedness on mental health in LGBTQ + identifying individuals during the COVID-19 pandemic in Germany
Background: Recent studies report that LGBTQ + people have experienced high levels of mental health problems during COVID-19-related social distancing. Given the well-established association between social isolation and mental health, the main aim of the current study was to investigate differences in mental health and (perceived) social isolation and social support in LGBTQ + individuals compared to heterosexual, cisgender people and to explore whether the hypothesized higher mental health burden in LGBTQ + individuals is (partly) mediated by (perceived) social isolation or social support.
Methods: N = 531 participants indicating belonging to the LGBTQ + community and N = 1826 not identifying as LGBTQ + participated in a cross-sectional online survey during the initial COVID-19-related lockdown in Germany. Standardized questionnaires were used to assess depression, anxiety, suicidality, loneliness and social support. Further, perceived social isolation and face-to-face communication during the lockdown were assessed.
Results: LGBTQ + people had higher levels of depression, anxiety and suicidal thought, were lonelier and experienced less social support than non-LGBTQ + identifying individuals. Mediation analysis showed that the higher levels of mental health burden in LGBTQ + people were (partly) mediated by reduced social connectedness. Further face-to-face contact positively affected mental health by reducing feelings of loneliness.
Conclusion: Given the high impact of loneliness on mental health, governmental actions should be taken to promote social connectedness particularly among LGBTQ + identifying individuals to ensure that the COVID- 19 pandemic does not exacerbate the health inequalities that already exist between LGBTQ+-identifying and heterosexual, cisgender people
Soziale Arbeit kann Katastrophenhilfe. Wie kann die Soziale Arbeit dazu beitragen, zukünftige ökologische Krisen abzumildern und sie bewältigbar(er) zu machen und was bedeutet dies für die Qualifizierung (angehender) Fachkräfte?
Das Engagement von Studierenden nach und seit den Überflutungen in Stolberg im Sommer 2021 zeigt, dass im Katastrophenfall ein gemeinwesenorientierter sowie in vielerlei Hinsicht niedrigschwelliger, partizipativer und vernetzter Ansatz erforderlich ist, um wirksame Unterstützung in der Krisensituation gewährleisten zu können. Die Einbeziehung von Umweltgerechtigkeit in die Agenda der sozialen Gerechtigkeit als genuines Prinzip der Sozialen Arbeit eröffnet den Blick auf die Lösung komplexer Probleme, die einen nachhaltigen Wandel sichern und den Bedürfnissen der Menschen sowie der physischen Umwelt in Zukunft gerecht werden können