Kirchlicher Dokumentenserver
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Die Kleinen lernen von den Großen
Als Reaktion auf die immer größer werdende Diversität von Schulgemeinschaften gewinnt die altersgemischte Pädagogik zunehmend an Attraktivität im Bildungssystem. Daher werden die Unterschiede zwischen Kindern nicht mehr als Hindernisse, sondern als Bereicherung für deren Lernerlebnisse angesehen. Die vorliegende Masterarbeit zielt darauf ab, aufzuzeigen, inwiefern Mehrstufenklassen die Leistung und das soziale Verhalten von Schülerinnen und Schülern aus der Sicht von Lehrpersonen beeinflussen. Außerdem untersucht die Arbeit, wie die wesentlichen Herausforderungen des altersübergreifenden Unterrichts bewältigt werden können. Um die Forschungsfragen empirisch zu beantworten, wurde ein qualitatives Untersuchungsdesign ausgewählt. Für die konkrete Datenerhebung wurden leitfadengestützte Befragungen mit neun Lehrpersonen, die Mehrstufenklassen in Volksschulen unterrichten, durchgeführt. Im Rahmen der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring wurden die relevanten Daten, die sich aus den Interviewaussagen ergaben, ausgewertet.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass Kinder von vielen Vorteilen durch die Teilnahme am jahrgangsheterogenen Unterricht profitieren. Zum Beispiel begünstigt ein Mehrstufenunterricht das tutorielle Lernen, ruft ein verstärktes Solidaritätsempfinden in der Klasse hervor und ermöglicht Schulanfängerinnen und Schulanfängern, die schulinternen Abläufe rasch zu übernehmen. Zudem fördert eine Altersdurchmischung die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler und schafft die Voraussetzungen für einen leistungsdifferenzierten Unterricht, der die individuellen Bedürfnisse und Stärken der Kinder berücksichtigt. Jedoch stellt den Interviews zufolge der erhebliche Planungsaufwand die bedeutendste Herausforderung für eine erfolgreiche Umsetzung einer altersgemischten Lernumgebung dar. Als eine geeignete Lösungsoption für diese Problematik empfahlen die befragten Lehrpersonen, mehr pädagogische Ressourcen in Form von Lehrpersonal in altersgemischten Klassen einzusetzen.In response to increasingly diverse school communities, the application of mixed-age pedagogic is becoming more attractive in the educational system. Therefore, the different backgrounds of children are no longer perceived as obstacles, but as a means of enriching their learning experience. The crucial aim of this master thesis is to explore how mixedage classes affect the school performance and the social behaviour of pupils from the viewpoint of teachers. Besides, the thesis examines how the main challenges of mixed-grade teaching can be overcome. In order to answer the research questions empirically, a qualitative study design was selected. For the actual data collection, guided interviews with nine instructors who teach multi-age classes at primary schools were conducted. In the frame of the qualitative content analysis of Mayring, the relevant data derived from the interviewees’ statements was evaluated.
The results of the study show that children benefit hugely from participating in age-mixed classes. For example, multi-grade teaching promotes peer learning, creates a pronounced sense of solidarity in class and allows first graders to adopt school practices quickly. Furthermore, a multi-age class concept enhances self-reliance among pupils and lays the foundation for differentiated instruction that takes account of the children’s specific needs and strengths. However, according to the interviews, the considerable efforts that are put into lesson planning pose the greatest challenge to implementing a multi-age learning environment successfully. In order to solve this problem, the teachers surveyed suggested assigning more educational resources including teaching staff to age-mixed classes
Erschwernisse und Desiderate in der Forschung zu Organisierter Ritueller Gewalt
Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll geklärt werden, inwieweit Hindernisse und daraus resultierende Desiderate in der Forschung zu ORG bestehen, die zu Herausforderungen in der psychosozialen Begleitung von Betroffenen führen. Dabei werden verschiedene Bereiche, wie die Rechtsgrundlage, der wissenschaftliche Forschungsstand, medizinische und psychotherapeutische Versorgung sowie der gesellschaftliche und mediale Diskurs zu ORG, eingehend analysiert und miteinander in Kontext gesetzt. Die
Identifikation aktueller Hindernisse und Schwachstellen im Umgang mit ORG ist der erste Schritt, um Lösungsansätze und Bewältigungsstrategien zu formulieren. Das bildet die Grundlage und schafft Voraussetzungen für die Verbesserung der prekären Lebensumstände von Betroffenen. Die Beantwortung dieser Fragen erfolgt literaturbasiert, wobei insbesondere auf die Forschungsergebnisse verschiedener Studien zurückgegriffen wird. Die Schlussfolgerungen der Analyse zeigen, dass es gesamtgesellschaftliche Verantwortung braucht, um neue Handlungsperspektiven zu schaffen und eine verbesserte Versorgungssituation von ORG-Betroffenen zu ermöglichen. Das lässt sich nur mit interdisziplinärer Zusammenarbeit – sowohl im wissenschaftlichen als auch im institutionellen Bereich – bewerkstelligen. Die Verschränkung von theoretischen und praktischen Ansätzen, sowie die Kooperation der verschiedenen Akteure ist außerdem von großer Bedeutung
Wirkung messen mit digitaler Unterstützung
Wie gut funktionieren Angebote und Leistungen der Sozialen Arbeit? Digitale Tools, neue Techniken und nicht zuletzt Künstliche Intelligenz ermöglichen es, Wirkungsanalysen schnell durchzufuhren und einen umfassenden Wissenskorpus aufzubauen
Erfahrungsbezogenes Transformationslernen in der Ausbildung von Lehrenden an Hochschulen
»Und immer noch fühle ich mich mit beiden Rollen verbunden.« Dieser Beitrag zeigt biografische Lernprozesse auf, die Studierende auf dem Weg von Pf legenden zu Lehrenden zu bewältigen haben. Dazu werden zunächst subjektiv wahrgenommene Herausforderungen und Transformationen, angereichert mit Ergebnissen eines Gruppeninterviews mit drei Studierenden der Gesundheits- und Pflegepädagogik, skizziert sowie ein pflegedidaktisch inspiriertes Bild davon nachgezeichnet, was die Wertebildung und Professionsentwicklung in Pflegebildungs-studiengängen kennzeichnen sollte. Dann werden Grundsätze erfahrungsbezogenen Lernens erläutert, durch das Studierende eine Passung zwischen dem individuell geprägten pflegerischen Selbstverständnis und einer werteorientierten Lehreridentität herstellen können. Konkretisiert wird das Erfahrungslernen an Erkenntnissen aus der Bildungsarbeit mit Studierenden. Der Beitrag schließt mit einem (kritischen) Blick auf aktuelle Grenzen und potenzielle Chancen hochschulischer Bildungsarbeit
Glokalisierte Bildungswelten
Globale Konflikte bestimmen trotz ihrer Entfernung unseren Alltag mit und wirken auch in den Religionsunterricht hinein. Dieser Beitrag versucht zu skizzieren, was eine postkoloniale Kulturhermeneutik für die Bearbeitung globaler Konflikte im Religionsunterricht leisten kann. Im Vordergrund stehen nicht Lösungen für diese Konflikte vor Ort, sondern differenzierende Klärungen mit dem Ziel, hier bei uns Lernende mit unterschiedlichen biografischen Bezügen zu den Konflikten zu befähigen, sprach- und urteilsfähig zu werden und miteinander im Dialog zu bleiben. Fallbeispiele und eine qualitative Vignette geben in diesem Zusammenhang exemplarische Einblicke in die impliziten Wahrnehmungs- und Beurteilungsmuster von Schülerinnen und Schülern.Despite their distance, global conflicts shape our everyday lives and have a particular impact on religious education. This paper attempts to outline what a postcolonial cultural hermeneutic can achieve for dealing with global conflicts in religious education. The focus is not on local solutions to these conflicts, but on providing differentiated clarification with the aim of enabling learners with different biographical references to the conflicts to become capable of speaking and reasoning and to remain in dialogue with each other. In this context, case studies and a qualitative vignette allow exemplary insights into the implicit perception and decision-making patterns of students
Reflexion der Kommunikationsstrukturen in Gemeindeleitungen
Die vorliegende Arbeit reflektiert die Gemeindeleitungskommunikation der
Stadtmission Wolfsburg e.V. und der LKG Augsburg aus praktisch-theologischer
Perspektive. Neben der Reflexion ist es das Ziel der Arbeit,
Kommunikationsinstrumentarien zu entwickeln, die dazu beitragen, dass
Leitungskommunikation gelingen kann.
Dazu wurden in einem ersten Schritt vier Reflexionsinstrumentarien erarbeitet, dien sich an den Kommunikationsmodi des Evangeliums von Christian Grethlein und
seiner praktischen Theologie orientieren (Modus des Lehrens und Lernens, Modus des gemeinschaftlichen Feierns und Modus des Helfens zum Leben) und an Erkenntnissen aus der systemischen Seelsorge. Festgehalten werden konnte, dass gerade die drei Kommunikationsmodi des Evangeliums zum Gelingen der Leitungskommunikation beitragen. Durch das Lehren und Lernen wird u.a. das aktive Zuhören trainiert, durch das gemeinschaftliche Feiern wird der Zusammenhalt gestärkt und durch das Helfen zum Leben wird der Auftrag der Gemeinde verdeutlicht zu dem sie berufen. Dies wiederum fördert eine zielgerichtete Kommunikation.
Aufgefallen ist, dass beide Gemeinden in den ersten zwei Bereichen etwas
Nachholbedarf haben. Es findet tendenziell zu wenig Lehre und Lernen und das
gemeinsame Feiern statt. Anhand der systemischen Reflexion ist deutlich geworden, dass Gemeinden des BeG eine leichte Neigung dazu haben ein geschlossenes System zu bilden. Auf Grund der Ergebnisse wurden dann im Anschluss einige Vorschläge erarbeitet, wie Kommunikation in Leitungsebene von Gemeinde optimiert werden kann. Diese orientieren sich an den zuvor erarbeiteten Reflexionsinstrumenten.
Aufgezeigt wurde auch, dass eine umfassende Analyse der Gemeinde- und
Verbandsstruktur unumgänglich ist, um Kommunikationsmuster zu verstehen und
durch gezielte Impulse zu verändern.
Festzuhalten gilt, dass Kommunikation immer eine Unwahrscheinlichkeitskomponente beinhaltet. Gerade in dieser liegt aber auch ein hohes Innovationspotential. Dieses gilt es durch beständiges Arbeiten an
Kommunikation zu heben