Kirchlicher Dokumentenserver
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Kulturelle Konstante oder Bruch? Judenfeindschaft vor und in der Moderne
Der Beitrag rekonstruiert die Kontroverse um Kontinuität und Diskontinuität der Judenfeindschaft und unterbreitet einen eigenen, vermittelnden Vorschlag. Nach einer Einführung in zentrale Begriffe und Typologien werden in einem ersten Schritt Argumente für eine starke Kontinuitätsthese präsentiert: Zum einen sind die gängigen Abgrenzungskriterien der Diskontinuitätsthese –religiöser versus säkularer Hass, Konversionsoption versus Rassenlehre, Schutz jüdischen Lebens versus Vernichtungstendenz – nur bedingt überzeugend, zum anderen greifen die psychischen Kernmechanismen der Judenfeindschaft – Projektion, Verschiebung, Identifikation – bereits in vormodernen Gesellschaften. In einem zweiten Schritt plädiert der Text für eine Differenzierung des Kontinuitätsmodells: Anhand tiefgreifender sozioökonomischer Umbrüche wie der kommerziellen Revolution (um das 13. Jahrhundert) und der bürgerlich-kapitalistischen Transformation (19. Jahrhundert) wird gezeigt, wie alte Motive in Krisenzeiten transformiert und zu hochgradig virulenten Feindbildern verdichtet werden
Digitalisierung und Digitalität als berufsethische Herausforderung in der Sozialen Arbeit: digitalethische Spannungsfelder in der Sozialen Arbeit und ihre Bedeutung für die Berufsethik des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit e. V. - DBSH
Die fortschreitende rasante Entwicklung digitaler Technologien verändern gesellschaftliche Strukturen, Kommunikationsformen und Formen sozialer Teilhabe grundlegend. Diese Transformation betrifft nicht nur wirtschaftliche und technologische Prozesse, sondern auch soziale und kulturelle Praktiken. Als handlungsorientierte Profession, die gesellschaftliche Entwicklungen begleitet und zugleich auf individuelle Lebenslagen einwirkt, ist die Soziale Arbeit in besonderer Weise mit den Folgen dieser Veränderungen konfrontiert, denn sie beeinflussen sowohl die Lebenswelten der Adressat*innen als auch die professionellen Handlungskontexte sozialarbeiterischer Praxis. Damit entstehen neue digitalethische Spannungsfelder, die bestehende berufsethische Orientierungen der Sozialen Arbeit herausfordern.
Der Beitrag untersucht vor diesem Hintergrund, welche digitalethischen Fragestellungen sich aus den Veränderungen durch Digitalisierung und Digitalität für die Soziale Arbeit ergeben und welche Implikationen diese für die deutsche Berufsethik haben. Ziel ist es, Ansatzpunkte zu identifizieren, an denen digitalethische Herausforderungen die bestehenden berufsethischen Prinzipien berühren und weiterentwickelt werden müssen.
Methodisch basiert die Literaturarbeit auf einer Analyse aktueller Diskurse zu digitalethischen Fragestellungen sowie auf einer vergleichenden Betrachtung deutsch- und englischsprachiger Berufsethiken der Sozialen Arbeit. Mit Blick auf Digitalisierung und Digitalität aus Perspektive der Sozialen Arbeit werden aktuelle digitalethische Problemfelder aus der Fachliteratur herausgearbeitet. Die identifizierten digitalethischen Fragestellungen werden abschließend mithilfe einer analytischen Diskussionsmatrix gebündelt und aus sozialethischer, individualethischer, professionsethischer und organisationsethischer Perspektive diskutiert.
Auf dieser Grundlage werden Herausforderungen innerhalb der aktuellen deutschen Berufsethik der Sozialen Arbeit sichtbar gemacht sowie erste Ansatzpunkte für deren Weiterentwicklung formuliert. Neue digitalethische Herausforderungen ergeben sich insbesondere hinsichtlich berufsethischer Ansätze zu Autonomie, Transparenz, Diskriminierung durch Daten sowie reflexivem Umgang mit digitalen Technologien. Während internationale Berufsethiken diese Entwicklungen stärker berücksichtigen, zeigt sich im deutschsprachigen Raum ein Weiterentwicklungsbedarf, um Adressat*innen, Fachkräfte und Organisationen gleichermaßen im Umgang mit digitalen Macht- und Entscheidungsstrukturen zu mehr digitaler Mündigkeit zu verhelfen
Seeking God — and Finding Him? On the Foundational Benedictine Promise (RB 58:7)
The Rule of St. Benedict summarizes the the main criterion of monastic vocation by asking if someone “...truly seeks God” (RB 58:7). This phrase defines the Benedictine self-image. “Seeking God” is not a short-time commitment, but a foundation of Christian life and a basic attitude for the monastic life: “until death” (RB Prol 50). This article by a German Benedictine nun who has devoted decades to studying the Rule explains the dynamics of a spiritual and existential search for God in monastic life
Implementierung von Forschendem Lernen in der Grundschule
Diese Masterarbeit beschäftigt sich mit Forschendem Lernen an Grundschulen. Aufbauend auf einer konstruktivistisch-pädagogischen Sichtweise analysiert die Arbeit sowohl die theoretische Grundlage des Forschenden Lernens als auch praktische Implikationen dieser Lehrmethode für die Schulpraxis. Neben einer Auseinandersetzung mit den Chancen von Forschendem Lernen, liegt das Hauptaugenmerk auf folgender Forschungsfrage: „Welche Herausforderungen und Barrieren gibt es bei der Implementierung des Forschenden Lernens an Grundschulen und wie können sie überwunden werden?“ Durch eine empirische Untersuchung mit neun Lehrkräften in Oberösterreich wird versucht, dieser Frage nachzugehen und zukünftige Maßnahmen zur Überwindung der Schwierigkeiten zu identifizieren. Vorläufig lässt sich sagen, dass die Ergebnisse, trotz der potenziellen Vorteile des Forschenden Lernens, zeigen, dass verschiedene organisatorische, methodische und ressourcenbedingte Herausforderungen bewältigt werden müssen, um Forschendes Lernen als innovative Lernform erfolgreich in den Schulalltag zu integrieren.This master's thesis focuses on inquiry-based learning in primary schools. Building on a constructivist pedagogical perspective, the thesis analyses both the theoretical foundations of inquiry-based learning and its practical implications for school practice. In addition to exploring the opportunities of inquiry-based learning, the main focus is on the follow ing research question: "What challenges and barriers exist in the implementation of inquiry-based learning in primary schools, and how can they be overcome?" Through an empirical study involving nine teachers in Upper Austria, this question is addressed and future measures for overcoming these difficulties are identified. Preliminary findings suggest, that despite the potential benefits of inquiry-based learning, various organizational, methodological, and resource-related challenges must be addressed to successfully integrate inquiry-based learning as an innovative approach into everyday school life
Schule in Bewegung
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit der Gesundheitsförderung von Schüler:innen durch Bewegung in der Schule. Dabei werden auch mögliche Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Bewältigung des Bewegungsmangels bei Kindern aufgezeigt.
Durch veränderte Freizeitgewohnheiten entstehen Entwicklungsprobleme, die Schulen in den letzten Jahren vor anspruchsvolle Herausforderungen stellen. Fachliteratur und Studien zeigen deutlich, dass Schulen einen bedeutenden Beitrag zur Gesundheitserziehung von Kindern und Jugendlichen leisten können. Aufgrund dessen entwickelte sich für mich die Forschungsfrage „Welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen braucht es, um mit Bewegung im Unterricht einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Schüler:innen zu erzielen?“.
Um eine Erkenntnis auf diese Frage zu erlangen, konnten bereits aus der Literatur einige Schlüsse gezogen werden. In weiterer Folge wurden Lehrerinnen und Expertinnen aus dem Gesundheitsbereich anhand qualitativer Interviews zum Thema Gesundheitsförderung durch Bewegung in der Schule befragt.
Die qualitative Forschung zeigte, dass dieses Thema sowohl in den Schulen als auch im Gesundheitsbereich sehr relevant ist und alle Befragten eine deutliche Veränderung des Bewegungsverhaltens der Schüler:innen wahrnehmen. Die Befragten sind sich einig, dass die Schule eine wichtige Rolle dabei spielt und auch in der Verantwortung steht, dagegen vorzugehen. Es zeigte sich, dass Lehrkräfte viele förderliche Maßnahmen im Umgang mit dem Bewegungsmangel entwickeln. Hierbei erwiesen sich beispielsweise das flexible Sitzen, offene Lern- und Unterrichtsformen und tägliche Bewegungsrituale als besonders effektiv, um Bewegung kontinuierlich in den Schulalltag zu integrieren. Besonders hervorzuheben sind auch regelmäßige, kurze Bewegungspausen sowie die Einbindung von Bewegung in unterschiedliche Unterrichtsfächer.The present master's thesis focuses on promoting the health of students through movement in school. It also outlines potential frameworks and measures to address the issue of physical inactivity among children.
Changing leisure habits have led to developmental problems, posing significant challenges for schools in recent years. Research and studies clearly demonstrate that schools can make a substantial contribution to health education for children and adolescents. This led me to develop the research question: "What frameworks and measures are needed to achieve a positive impact on students' health through movement in the classroom?"
To gain insights into this question, several conclusions were drawn from existing literature. Subsequently, teachers and health experts were interviewed using qualitative methods on the topic of health promotion through movement in schools.
The qualitative research revealed that this topic is highly relevant both in schools and in the health sector, with all respondents observing a noticeable change in students' physical activity patterns. The respondents agreed that schools play a crucial role and bear responsibility for addressing this issue. It became evident that teachers are developing many effective measures to combat physical inactivity. Examples include flexible seating, open learning and teaching methods, and daily movement rituals, all of which have proven particularly effective in integrating movement continuously into the school day. Also noteworthy are regular short movement breaks and the incorporation of physical activity into various subjects
Chancengleichheit in der Gendergesundheit im Kontext Arbeit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Chancengleichheit in der Gendergesundheit im Kontext der Arbeitswelt. Dabei werden geschlechtsspezifische Unterschiede in der gesundheitlichen Versorgung, der Erwerbstätigkeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie analysiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt den physischen und psychischen Belastungsfaktoren, die Frauen und Männer unterschiedlich betreffen. Während Frauen häufig einer Doppelbelastung aus Erwerbs- und Care-Arbeit ausgesetzt sind, nehmen Männer seltener gesundheitliche Präventionsmaßnahmen in Anspruch, was langfristig zu erhöhten Gesundheitsrisiken führt.
Ziel der Arbeit ist es, geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Arbeitswelt und deren gesundheitliche Auswirkungen zu beleuchten. Die Forschungsfrage „Inwieweit beeinflusst die Chancenungleichheit der Geschlechter das Wohlbefinden am Arbeitsplatz?“ sowie die Unterfrage „Welche Auswirkungen hat dies auf die Gesundheit?“ werden sowohl theoretisch als auch empirisch untersucht. Hierzu wurden qualitative Interviews mit acht Expert/-innen aus Unternehmen geführt, die Teil des oberösterreichischen Modells KOMPASS zur Gleichberechtigung sind.
Die Arbeit gliedert sich in einen theoretischen und einen empirischen Teil. Im theoretischen Abschnitt werden zentrale Begriffe definiert und Unterschiede im Gesundheitsbereich, in der Bildung sowie am Arbeitsplatz dargestellt. Der empirische Teil beschreibt das Forschungsdesign und präsentiert die Untersuchungsergebnisse.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine geschlechtergerechte Arbeits- und Gesundheitswelt eine integrative Herangehensweise erfordert, die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Maßnahmen kombiniert. Notwendig sind gesetzliche Rahmenbedingungen, betriebliche Gleichstellungsstrategien sowie ein gesellschaftliches Umdenken. Nur durch eine umfassende Strategie kann langfristig eine faire Verteilung von Gesundheitschancen und beruflichen Möglichkeiten gewährleistet werden.This master's thesis examines gender equality in health within the workplace context. It analyzes gender-specific differences in healthcare access, employment, and the compatibility of work and family life. Particular attention is given to the physical and psychological stress factors that affect men and women differently. While women often face a double burden of employment and care work, men participate less frequently in preventive health care, which leads to increased long-term health risks.
The aim of this study is to highlight gender inequalities in the workplace and their impact on health. The research question, "To what extent does gender inequality affect well-being in the workplace?", along with the sub-question, "What impact does this have on health?", is explored both theoretically and empirically. To address these questions, qualitative interviews were conducted with eight experts from companies that are part of the KOMPASS model in Upper Austria, which promotes gender equality.
The thesis is structured into a theoretical and an empirical section. The theoretical part defines key concepts and examines differences in the healthcare sector, education, and workplace conditions. The empirical section describes the research design and presents the findings.
The results indicate that achieving gender equity in health and employment requires an integrated approach combining political, economic, and social measures. Legal frameworks, corporate equality strategies, and a societal shift in mindset are essential. Equal opportunities in health and employment can only be ensured through a comprehensive strategy in the long term
Zukunftsfähige Modelle des Religionsunterrichts in einer pluralistischen Gesellschaft
Der Religionsunterricht steht heute mehr denn je vor der Herausforderung, sich an eine zunehmend pluralistische Gesellschaft anzupassen. Sein Platz im Bildungssystem wird verstärkt hinterfragt, wodurch seine Bedeutung neu begründet werden muss. Besonders das konfessionelle Modell, das lange Zeit als selbstverständlich galt, steht zunehmend zur Diskussion. Dabei stellt sich die Frage, ob es weiterhin den Anforderungen einer heterogenen Schülerschaft gerecht wird oder ob es einer Weiterentwicklung bedarf. Vor diesem Hintergrund analysiert diese Arbeit verschiedene Modelle des Religionsunterrichts hinsichtlich ihrer Zukunftsfähigkeit, Zielsetzung und ihres didaktischen Mehrwerts für Kinder und Jugendliche. Zudem wird die rechtliche Verankerung des Religionsunterrichts betrachtet und geprüft, inwieweit sich die einzelnen Modelle innerhalb dieses Rahmens umsetzen lassen. Im Fokus der Untersuchung stehen neben dem konfessionellen Ansatz der konfessionell-kooperative Religionsunterricht (KoKoRU), seine Weiterentwicklung zur interreligiösen Kooperation, das dialogische Modell sowie das religionskundliche Modell. Es werden sowohl die Potenziale als auch die Herausforderungen dieser Konzepte herausgearbeitet und ihre praktische Umsetzbarkeit kritisch reflektiert. Abschließend wird diskutiert, ob es ein einheitliches Modell für die Zukunft des Religionsunterrichts geben kann oder ob vielmehr eine Vielfalt an Ansätzen erforderlich ist, um den unterschiedlichen gesellschaftlichen und schulischen Gegebenheiten gerecht zu werden.Religious education today faces the challenge of adapting to an increasingly pluralistic society more than ever before. Its place within the education system is being questioned, making it necessary to redefine its significance. In particular, the confessional model, which was long considered a given, is now the subject of growing debate. This raises the question of whether it still meets the needs of a heterogeneous student body or requires further development. Against this backdrop, this study examines various models of religious education in terms of 3 their future viability, objectives, and didactic value for children and adolescents. Additionally, the legal framework of religious education is analyzed to assess the feasibility of implementing these models within existing regulations. The focus of this investigation is on the confessional model, the confessional-cooperative approach (KoKoRU), its progression toward interreligious cooperation, the dialogical model, and the religious studies approach. The study explores both the potential and the challenges of these concepts while critically evaluating their practical applicability. Finally, it discusses whether a single unified model for religious education in the future is feasible or whether a diverse range of approaches is necessary to accommodate the varying societal and educational contexts
Kinder im Kontext von häuslicher Gewalt
Die vorliegende Masterarbeit setzt sich mit dem Thema „Kinder im Kontext von häuslicher Gewalt“ auseinander. Ziel der vorliegenden Studie ist es, die spezifischen Bedürfnisse von Lehrpersonen im Umgang mit Fällen häuslicher Gewalt bei Kindern zu identifizieren, um Anzeichen häuslicher Gewalt schnellstmöglich zu erkennen und bestmöglich darauf reagieren zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse basieren zum einen auf einem fundierten theoretischen Rahmen und zum anderen auf den praxisbezogenen Erfahrungen von sechs befragten Lehrpersonen.
Die zentralen Ergebnisse dieser Masterarbeit zeigen, dass Lehrpersonen insbesondere einen Bedarf an spezifischen Schulungen, praxisorientierten Handlungsleitfäden sowie klaren Orientierungshilfen im Umgang mit Verdachtsfällen häuslicher Gewalt aufweisen. Darüber hinaus wird eine stärkere curriculare Verankerung des Themas in der Lehramtsausbildung sowie die institutionelle Einbindung multiprofessioneller Fachkräfte – wie Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen und Psychologen und Psychologinnen – als notwendig erachtet. Ergänzend äußern die befragten Pädagogen und Pädagoginnen den Wunsch nach regelmäßiger Supervision und präventiven Angeboten für Schüler und Schülerinnen.This master thesis addresses the topic of children in the context of domestic violence. The aim of the study is to identify the specific needs of primary school teachers in dealing with cases of domestic violence involving children, in order to enable the early recognition of warning signs and to support an appropriate and effective response. The findings of this research are based both on a wellfounded theoretical framework and on the practice-oriented experiences of six interviewed teachers.
The main results of this master thesisindicate that teachers have a particular need for targeted training, practice-oriented guidelines and clear frameworks for action when dealing with suspected cases of domestic violence. Furthermore, a stronger curricular integration of the topic in teacher training programmes as well as the institutional involvement of multi-professional experts - such as school social workers and psychologists - is considered essential. In addition, the teachers interviewed expressed the need for regular supervision and preventive programmes for pupils
Linguistische Textanalyse zur Entwicklung von Textphorik bei Kindern mit und ohne LRS
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Textphorik und den damit zusammenhängenden Merkmalen in von Schülerinnen und Schülern einer Volksschule produzierten Texten. Ausgehend von den theoretischen Grundlagen der Textlinguistik und insbesondere den damit verbundenen Problematiken wurde eine Analyse dieser Merkmale der Textphorik durchgeführt.
Um die Untersuchung durchführen zu können, mussten zunächst Begriffe wie „Wortarten“, „Kohärenz“ und „Kohäsion“ sowie der „Erwerb von Sprache“ eingegrenzt und definiert werden. Basierend auf den angeführten Erläuterungen wurden anschließend Kategorien gebildet, die für die vorliegenden theoretischen Grundlagen von Relevanz sind. Daraus resultierten Forschungsfragen, welche mit der vorliegenden Arbeit beantwortet wurden.
Darüber hinaus gibt die Arbeit einen Überblick über den österreichischen Lehrplan, welche im Jahr 2023 neu verfasst wurde, und stellt eine Verbindung mit der Literatur der Didaktik vom Verfassen von Texten her.
Der Fokus dieser vorliegenden Arbeit liegt darauf, wie sich die untersuchten Schülerinnen und Schüler von einem ersten Versuchsdurchgang zu einem zweiten Durchgang im Bereich des Verfassens von Texten entwickeln. In der Diskussion der Ergebnisse gibt die Arbeit einen Einblick, wie die Methode der Erhebung einen Beitrag leisten kann, dass Lehrerinnen und Lehrer eine Leistungssteigerung beziehungsweise Leistungsminderung der angeführten Kategorien dokumentieren können. Basierend darauf, werden anhand von ausgewählten Beispielen auch Fördermöglichkeiten durch gezielte Übungen aus Lehrwerken erläutert. Den abschließenden Teil der Arbeit bilden die Einordnung in die aktuelle Forschungslage und der Ausblick auf etwaige Fördermöglichkeiten im Bereich des Verfassens von Texten.This thesis examines textual deixis and its associated features in texts produced by elementary school pupils. Grounded in the theoretical foundations of text linguistics, as well as in the principles of language acquisition and its inherent challenges, the study undertakes a detailed analysis of relevant textual features.
To enable this investigation, it was first necessary to define and elaborate on key concepts such as word classes, coherence, cohesion, and language acquisition. Drawing from these definitions, specific features pertinent to the study were identified. These, in turn, gave rise to research questions that were addressed through the empirical study of the thesis.
In addition, a concise overview of the Austrian national curriculum – revised in 2023 – was provided and contextualized within relevant didactic literature concerning the teaching of text writing.
The primary focus of the study lies in observing how children develop from their initial writing attempts to subsequent drafts. Accordingly, the discussion includes a comparative analysis and interpretation of the outcomes of this study. Furthermore, this thesis gives suggestions to use the method in rating texts of students.
The final section of the thesis situates the findings within the current state of research and offers perspectives for potential support strategies in the domain of writing instruction
Forschendes Lernen an der KinderUni Steyr
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern das Konzept des Forschenden Lernens an der KinderUni Steyr umgesetzt wird und welchen Einfluss es auf die Neugier sowie die Wahrnehmung der Relevanz von Lerninhalten durch die Kinder hat. Trotz der wachsenden Bedeutung Forschenden Lernens im Bildungskontext existiert bislang nur wenig empirische Forschung zur Umsetzung in außerschulischen Lernsettings wie Kinderunis.
Zentrale Forschungsfragen beziehen sich auf die praktische Umsetzung des Konzepts, seinen Einfluss auf Neugier und Relevanzwahrnehmung sowie auf die Wechselwirkungen zwischen affektiver und kognitiver Relevanz. Zur Beantwortung dieser Fragen wurde ein Mixed-Methods-Design eingesetzt. Die Datenerhebung erfolgte quantitativ über einen Fragebogen (n = 19) und qualitativ durch neun Interviews mit teilnehmenden Kindern.
Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere authentisches Explorieren und Hypothetisieren stark umgesetzt werden, während kritischer Diskurs und der Transfer noch ausbaufähig sind. Forschendes Lernen wirkt sich positiv auf die Neugier der Lernenden aus und stärkt sowohl deren affektive als auch kognitive Wahrnehmung der Relevanz von Lerninhalten. Besonders deutlich wurde ein positiver Zusammenhang auf affektiver Ebene sowie eine wechselseitige Verstärkung zwischen kognitiver und affektiver Relevanz.
Für die schulische Praxis und die KinderUni Steyr ergeben sich daraus konkrete Handlungsempfehlungen: Forschendes Lernen zeigt in beiden Kontexten großes Potenzial zur Förderung von Neugier und Lernmotivation. Es wird empfohlen, praktische Aktivitäten gezielt mit Reflexionsphasen, Diskussionen und einer stärkeren Orientierung an individuellen Interessen zu verbinden, um sowohl kognitive als auch emotionale Lernprozesse nachhaltig zu unterstützen.This study investigates how the concept of inquiry-based learning is implemented at the KinderUni Steyr and the impact it has on children's curiosity and their perception of the relevance of learning content. Despite the growing significance of inquiry-based learning in educational contexts, there is still limited empirical research on its implementation in extracurricular learning settings, such as children's universities.
The central research questions focus on the practical implementation of the concept, its influence on curiosity and relevance perception, as well as the interactions between affective and cognitive relevance. To answer these questions, a mixed-methods design was applied. Data collection was carried out quantitatively using a questionnaire (n = 19) and qualitatively through nine interviews with participating children.
The results show that especially authentic exploration and hypothesis generation are strongly implemented, while critical discourse and transfer are areas that could be further developed. Inquiry-based learning has a positive effect on learners' curiosity and enhances both their affective and cognitive perception of the relevance of the content. A particularly strong positive relationship was found on the affective level, as well as a reciprocal reinforcement between cognitive and affective relevance.
Practical recommendations for both school practice and KinderUni Steyr can be derived from these findings: Inquiry-based learning shows great potential in both contexts for fostering curiosity and learning motivation. It is recommended to combine practical activities with reflection phases, discussions, and a stronger focus on individual interests to sustainably support both cognitive and emotional learning processes