University of Kaiserslautern
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Untersuchung der Oxidativen-Stress-Hypothese für die Blutstadien des menschlichen Malaria-Erregers Plasmodium falciparum
In dieser Arbeit wurde die Oxidative-Stress-Hypothese des Malaria-Parasiten Plasmodium falciparum kritisch hinterfragt und durch kompartiment-spezifische Produktion und Entfernung von Wasserstoffperoxid (H2O2) analysiert. Hierzu wurden erfolgreich Plasmodienstämme mit den heterologen Redoxenzymen D-Aminosäureoxidase (DAAO) von Rhodoturula gracilis oder der Katalase von Toxoplasma gondii in den Kompartimenten Cytosol (Cyto), Verdauungsvakuole (DV), mitochondriale Matrix (MitoM) und Intermembranraum des Mitochondriums (IMS) hergestellt. Die Produktion der Proteinkonstrukte wurde mittels Westernblotanalyse charakterisiert. Zur Analyse wurden Wachstumskurven der Stämme mit kompartiment-spezifischer Erniedrigung und Erhöhung von H2O2 durchgeführt, bei denen ein Einfluss der H2O2-Menge auf das Wachstum des Parasiten beobachtet werden konnte. Die Verringerung der H2O2-Menge im Parasiten führte zu nur geringen Wachstumsdefekten, hingegen führte die Produktion von H2O2 im Cytosol und in der mitochondrialen Matrix zu einem verringerten Wachstum verglichen mit der Negativkontrolle.
Für den Stamm mit erhöhter H2O2-Menge in der Verdauungsvakuole wurde ein erhöhtes Wachstum beobachtet.
Zusätzlich wurden IC50-Werte der Substanzen Paraquat, Artesunat, Chloroquin, Atovaquon und Methylenblau ermittelt. Paraquat wurde als Positivkontrolle genutzt und erzeugte sowohl in den Stämmen mit verringerten H2O2-Mengen als auch mit erhöhten H2O2-Mengen im Cytosol und der mitochondrialen Matrix eine signifikante Steigerung der Sensitivität im Vergleich zu den jeweiligen Negativkontrollen. Mit den anderen hier getesteten Substanzen wurden kaum Sensitivitätsunterschiede zur Negativkontrolle beobachtet. Aufgrund D-Aminosäure-unabhängiger Unterschiede in den IC50-Werten der DAAO-Stämme kann die Hypothese eines bisher unbekannten endogenen D-Aminosäurestoffwechsels im Parasiten aufgestellt werden.
Zusätzlich können, durch die in dieser Arbeit erzeugten Ergebnisse, Aussagen über proteintoxische Effekte heterologer Proteine getroffen werden
Nonlocal models in cell migration
Experimental evidence suggests that cells can perceive signals not only at their actual location but also within a large neighborhood compared to the cell size. These biochemical and biophysical cues influence the migration, proliferation, and differentiation of cells. In this work, we examine four nonlocal models describing the movement of cell populations. These models are represented by reaction-diffusion(-advection) equations containing nonlocal spatial integral terms that describe the influence of the surroundings on the development of the cell population.
Our focus is on the mathematical analysis of these models. Numerical simulations are performed to illustrate the solution behavior.
First, we consider two models, in which the gradient in the advection term of the respective local model is replaced by a nonlocal integral. For the first adhesion or nonlocal chemotaxis model, we show convergence of the weak solution to the weak solution of the corresponding local haptotaxis or chemotaxis model, respectively, as the sensing radius decreases. Then, we show the existence of a very weak solution for the second cell-cell-adhesion model with degenerated myopic diffusion.
Furthermore, we consider two models with a nonlocality in the reaction term. Specifically, for a model for cancer invasion with myopic diffusion, repellent pH-taxis, and nonlocal intraspecific interaction, we show the global existence of a bounded unique weak solution and visualize its behavior with numerical simulations. Additionally, we perform a 1D pattern analysis. Finally, we show the global existence of a bounded weak solution for a model with two nonlocal interaction terms and perform numerical simulations.Experimente haben nachgewiesen, dass Zellen Signale nicht nur an ihrer Position empfangen können, sondern innerhalb eines im Vergleich zur Zellgröße großen Wahrnehmungsradius. Diese biochemischen und biophysischen Signale beeinflussen die Bewegung, Proliferation und Differenzierung von Zellen. In dieser Arbeit betrachten wir vier nichtlokale Modelle, die die Bewegung von Zellpopulationen beschreiben. Die Nichtlokalität wird mittels eines nichtlokalen Raumintegrals modelliert, das in verschiedenen Termen der betrachteten Reaktions-Diffusions-(Advektions-) Gleichungen enthalten ist. Der Fokus liegt dabei auf der mathematischen Analyse dieser Modelle.
Auch numerische Simulationen werden durchgeführt, um das Verhalten der Lösung zu veranschaulichen.
Wir betrachten zwei Modelle, in denen der Gradient im Advektionsterm durch ein nichtlokales
Integral ersetzt wird. Zuerst zeigen wir die Konvergenz der schwachen Lösung eines Modells,
das Adhesion oder nichtlokale Chemotaxis beschreibt, gegen die schwache Lösung des
jeweils entsprechenden lokalen Haptoxis- oder Chemotaxismodells für einen verschwindenden
Wahrnehmungsradius. Anschließend zeigen wir die Existenz einer sehr schwachen Lösung eines
Modells für Zell-Zell-Adhesion mit degenerierter myopischer Diffusion.
Darüber hinaus betrachten wir zwei Modelle mit Nichtlokalität im Reaktionsterm. Wir zeigen
die globale Existenz einer eindeutigen beschränkten Lösung eines Modells für Krebsinvasion mit
myopischer Diffusion, abstoßender pH-Taxis und einem nichtlokalen innerartlichen Interaktionsterm
und eines Modells mit zwei nichtlokalen Interaktionstermen. Das Verhalten der jeweiligen
Lösung wird mithilfe von numerischen Simulationen veranschaulicht. Darüber hinaus analysieren
wir für eines der Modelle das Auftreten von Mustern in 1D
Konzeptuelles Funktionenverständnis in naturwissenschaftlichen Studiengängen - Anwendungsorientiert Grundvorstellungen aufbauen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie das konzeptuelle Funktionenverständnis auf Tertiärstufe anwendungsorientiert gefördert werden kann und inwieweit dies die Studierenden auf ihr weiteres Studium vorbereitet. Im theoretischen Hintergrund wird die Bedeutung der Mathematik und insbesondere von Funktionen in der naturwissenschaftlichen Modellierung herausgestellt. Es wird aufgezeigt, dass ein konzeptuelles Funktionenverständnis, operationalisiert durch Grundvorstellungen und den Umgang mit unterschiedlichen Darstellungen, für den Umgang mit Funktionen in naturwissenschaftlichen Anwendungen unerlässlich ist. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die anwendungsorientierte Vermittlung mathematischer Inhalte in Grundlagenvorlesungen naturwissenschaftlicher Studiengänge bislang wenig erforscht wurde, jedoch bekannt ist, dass das konzeptuelle Funktionenverständnis durch den gezielten Einsatz digitaler Medien gefördert werden kann.
Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde eine digitale Lernumgebung entwickelt, mit der Studierende das Thema Funktionen anwendungsorientiert im Kontext chemische Reaktion erarbeiten können. Die Applets und Aufgaben der Lernumgebung sind so gestaltet, dass sie die Grundvorstellungen adressieren und den Umgang mit verschiedenen Darstellungen anregen.
Die Lernumgebung wurde in der Vorlesung Grundlagen Mathematik – Analysis I an der Hochschule für Life Sciences der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in zwei aufeinanderfolgenden Jahren eingesetzt und empirisch evaluiert. Mithilfe eines Prä-Post-Kontrollgruppen-Designs wurde der Lernzuwachs quantitativ gemessen und analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass beide Gruppen signifikante Lernzuwächse erzielten, wobei Studierende, die mit der Lernumgebung arbeiteten, einen größeren Lernzuwachs verzeichneten. Dabei zeigten sich kaum Unterschiede im Lernzuwachs zwischen Studierenden der Experimentalgruppe, die die Lernumgebung vollständig oder nur teilweise bearbeiteten, sowie zwischen Studierenden mit hoher oder geringer studienbezogener Kontext-Relevanz. Dies deutet darauf hin, dass das konzeptuelle Funktionenverständnis durch die anwendungsorientierte digitale Lernumgebung effektiv gefördert wurde, während die vollständige Bearbeitung der Lernumgebung oder die studienbezogene Relevanz bezüglich des Kontexts chemische Reaktion nur einen geringen Einfluss auf den Lernerfolg hatten.
Zusätzlich wurden die schriftlichen Antworten der Studierenden innerhalb der Lernumgebung qualitativ analysiert. Hierbei zeigte sich, dass die meisten Studierenden in beiden Jahren viel-fältige Grundvorstellungen thematisierten. Im zweiten Jahr wurde jedoch häufiger auf Beziehungen zwischen unterschiedlichen Darstellungen eingegangen. Das lässt sich vermutlich auf eine angepasste Instruktion in der Vorlesung zurückführen, die den Erwartungshorizont der Lernumgebung deutlicher kommunizierte. Zudem gingen Studierende mit einer hohen studienbezogenen Relevanz häufiger auf den Anwendungskontext ein und setzten diesen in Beziehung zu anderen Darstellungen
Veränderungen des Proteoms von Saccharomyces cerevisiae infolge einer Beeinträchtigung der Fe/S-Biosynthese durch CIA- und Eisen-Depletion
Verbindungen aus Eisen- und säurelabilen Schwefel-Ionen, Eisen-Schwefel (Fe/S) Cluster, dienen als einer der wichtigsten und ältesten Proteinkofaktoren. Das Proteom der Hefe umfasst, wie auch bei den meisten Eukaryoten, zwei Synthesewege dieser Fe/S Cluster. Zum einen das Iron-Sulfur-Cluster-System (ISC), welches für die Synthese von Fe/S-Kofaktoren und deren Integration in die kofaktorabhängigen Proteine der Mitochondrien zuständig ist. Zusätzlich wird für die Synthese und Integration der zytosolischen Fe/S-Kofaktoren die Cytosolic-Iron-Sulfur-Assembly-Maschinerie (CIA) benötigt. Damit ist sie essentiell für lebenswichtige Prozesse wie die DNA-Replikation, -Reparatur, -Transkription und Proteinbiosynthese.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde durch genetische Manipulation der chromosomalen DNA von Saccharomyces cerevisiae eine Bibliothek an verschiedenen CIA-(Doppel-)Mutanten generiert. Da die CIA-Gene essentiell sind, wäre eine Deletion letal. Deshalb wurden die natürlichen Promotoren durch galaktoseregulierbare Promotoren ersetzt. Die introduzierten Promotoren erlaubten eine gezielte und nahezu vollständige Depletion der jeweiligen Proteine durch Wachstum für eine geeignete Zeit in galaktosefreiem Medium.
Nach einer gründlichen Charakterisierung der Stämme über PCR, DNA-Sequenzierung, Western Blots, Isopropylmalat-Isomerase Aktivitätsmessungen und der phänotypischen Analyse des Wachstums wurden diese Mutanten genutzt, um über quantitative, massenspektrometrische Proteom-Analyse die Auswirkungen einer Beeinträchtigung der CIA-Maschinerie, wie sie zum Beispiel bei Eisen-Mangel oder in einigen Krankheiten vorkommen, zu studieren. Dabei konnte gezeigt werden, dass nicht alle CIA-Mutationen den gleichen Phänotyp aufzeigen, ein Hinweis darauf, dass manche CIA-Proteine eine kritischere Funktion im Fe/S-Biosyntheseweg ausüben. Unter anderem konnte die Rolle einzelner CIA-Proteine in der Regulation des Eisenhaushaltes näher beleuchtet werden. Studien mit humanen Systemen wurden unter der Annahme einer deutlichen Instabilität von Apo-Protein gegenüber der Holo-Form, was sich auf die Abundanz auswirkt, durchgeführt (Stehling et al., 2008; Stehling et al., 2013). Diese Arbeit zeigt, dass auch in Hefe manche Fe/S-Proteine deutliche Abundanzunterschiede bei Kofaktormangel zeigen. Nicht alle Fe/S-Proteine reagierten gleich auf die Depletion, eine Priorisierung der Klientenproteine kann als wahrscheinlich angesehen werden. Auch konnten, ergänzend zu früheren Studien (Paul, 2014), weitere Fe/S-Proteine als Klienten der CIA-Adaptorproteine Yae1 und Lto1 ausgeschlossen werden.
Neben den Auswirkungen auf die zytosolischen Fe/S-Proteine konnten auch die Auswirkungen der CIA-Depletion auf die wichtigsten Stoffwechselprozesse analysiert werden. Viele Biosynthesewege zeigen eine gegenseitige Beeinflussung und Regulation durch die beteiligten Proteine und Intermediate. Auch die CIA-Maschinerie ist einer intrikaten, multifaktoriellen Regulation unterlegen. Im Verlauf dieser Arbeit konnten Grx4 und Nar1 als Hauptakteure der Regulation innerhalb der CIA-Maschinerie identifiziert werden.
Zudem konnten Hinweise auf die zytosolische Lokalisierung der Fe/S-haltigen Glutamat-Synthase Glt1 erlangt werden. Während frühere Studien die Lokalisierung dieses Proteins in den Mitochondrien suggerierten, konnte hier eine eindeutige Abhängigkeit von der CIA-Maschinerie gezeigt werden, was eine zytosolische Lokalisierung impliziert. Dies eröffnet die Möglichkeit, Messungen der Glt1-Aktvität als neues Assay zur Untersuchung der CIA-Aktvität zu nutzen.Compounds made of iron and acid-labile sulfur, iron-sulfur (Fe/S) clusters, serve as one of the most important and oldest protein cofactors. The yeast proteome, as well as most eukaryotes, comprises of two synthesis pathways for those Fe/S clusters. One is the Iron-Sulfur Cluster system (ISC), which is responsible for the synthesis of iron sulfur cofactors and their integration into the cofactor-dependent mitochondrial proteins. Additionally the Cytosolic Iron-Sulfur-Assembly machinery (CIA) is responsible for the synthesis and integration of cytosolic iron-sulfur cofactors. It is therefore essential for vital processes such as DNA-replication, -repair, -transcription and protein biosynthesis.
Within the scope of this work, genetic manipulation of the chromosomal DNA of Saccharomyces cerevisiae was used to create a library of different CIA (double-) mutants. Since the deletion of the mostly essential CIA genes would be lethal, their natural promoters were replaced by galactose-regulatable promoters. The introduced regulatable promoters enabled a targeted and almost complete depletion of the respective proteins by growth in galactose-free medium.
After thorough characterization of the strains via PCR, DNA sequencing, Western blot, isopropylmalate isomerase activity measurements and phenotypic analysis of growth, these mutants were used to study the effects of impairment of the CIA machinery, such as those found in iron deficiency or in some diseases, via quantitative mass spectrometric proteomic analysis. It was shown that not all CIA mutations exhibit the same phenotype, indicating that some CIA proteins have a more critical function in the Fe/S biosynthetic pathway. Among other things, the role of individual CIA proteins in the regulation of iron homeostasis could be examined in more detail. Studies with human systems were performed under the assumption of a clear instability of apo-protein compared to the holo-form, which affects abundance (Stehling et al., 2008; Stehling et al., 2013). This work shows that, in yeast, some Fe/S proteins show significant abundance differences when deficient in cofactors. Not all Fe/S proteins responded equally to depletion; a prioritization of client proteins can be considered likely. The specificity of the CIA proteins Yae1 and Lto1 as adaptor proteins could also be defined more precisely, excluding more Fe/S-proteins from being dependent on Yae1 and Lto1 than in previous studies (Paul, 2014).
In addition to the effects on the cytosolic Fe/S proteins, the effect of CIA depletion on the most important metabolic processes has been analyzed aswell. Many biosynthetic pathways show a mutual influence and regulation by the proteins and intermediates involved. The CIA machinery is also subject to intricate, multifactorial regulation. In the course of this work, Grx4 and Nar1 were identified as the main regulatory players within the CIA machinery.
In addition, evidence for the cytosolic localization of the Fe/S-containing glutamate synthase Glt1 was obtained. While previous studies suggested a mitochondrial localization of this protein, a clear dependence on the CIA machinery could be shown here, which implies a cytosolic localization. This opens up the possibility of using Glt1 activity measurements as a new assay to study CIA activity
Taxonomy, diversity and ecology of benthic microalgae communities in the arid Drâa river basin (Southeastern Morocco): impact of salinization, biomonitoring and water quality assessment
Many dryland and desert rivers, especially in North Africa, faced significant physicochemical and hydromorphological extreme changes due to climate change and anthropogenic pressures such as agriculture, mining, and tourism. These impacts are increasing the concentration of salts, threatening biodiversity, freshwater ecosystem functions and services, and raising vulnerability to water quality degradation, water security, and human wellbeing. While freshwater salinization is an escalating concern, understanding its effects on intermittent rivers and ephemeral streams (IRES) in the arid North Africa region is still limited and receives little scientific attention. The Drâa river (southeastern Morocco) is a humanregulated river facing multiple human pressures, resulting in reduced flow and increased water salinity. The main objective of this thesis is to investigate the composition, diversity, structure, and dynamics of benthic microalgae communities in the arid Drâa river, examine their responses to salinization effects, and assess water quality and ecological status using morphological versus molecular metabarcoding approaches.
The results showed that salinity increases from the upper to the lower Drâa, rising during dry periods due to reduced water flow and increased evaporation. Benthic microalgae samples from 19 sites during dry and wet periods revealed an important diversity of 159 diatom species, 40 green algae, and 48 cyanobacteria species identified morphologically. The morphological and DNA metabarcoding analysis of the benthic microalgae community reveals that salinity and hydrological conditions greatly affect their assemblages and composition, particularly for diatoms, with salinity emerging as the major influencing factor. Examining water quality index through physicochemical parameters revealed that mineralization (conductivity and chloride) affects the lower and middle Drâa, while other factors influence the upper Drâa. This upstream part of the basin faced less pollution than the middle and lower Drâa, which are more impacted by anthropogenic pressures. The water quality index indicated worse values in the lower Drâa due to high point source pollution, while the IPS diatom index highlighted its reliability in capturing long-term environmental changes in the river. The diatom index IPS values from classical morphological and DNA metabarcoding analysis significantly correlated with similar ecological quality classes for over half of the samples, despite varying taxonomic compositions.
The biofilm field-transfer experiment demonstrated that increasing salinity in the Drâa river negatively affects benthic microalgae, both in terms of biomass and diversity, while lower salinity in brackish areas can benefit their growth. Similarly, the freshwater biofilm of the Drâa river was exposed to different salinity levels (1, 10, 30 g/L NaCl) using a microcosm experiment, demonstrating physiological and biochemical changes in response to salt stress for survival. Low salinity levels (1 g/L) promote biofilm development, whereas higher levels (10 and 30 g/L) hinder it. More specifically, the experimental batch culture evaluated the impact of increasing salinity on two diatom strains isolated from different salt habitats, showing that the halotolerant diatom species have greater physiological plasticity at higher salinity than the freshwater diatom strains.
The thesis results will enhance the understanding of the ecological impacts of freshwater salinization on benthic microalgal communities, predicting the consequences on aquatic ecosystem services, water quality, and implementing monitoring schemes, mitigation measures, and best management practices. These findings highlight the effectiveness of benthic diatoms as bioindicators for arid and desert river water quality and ecological assessments using both microscopic and molecular techniques
Wiederverwendung von deutschen Onshore-Windenergieanlagen
Die Windenergie ist im Rahmen der globalen Energiewende von herausragender Bedeutung. Deutschland hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Windenergieanlagen (WEA) sowohl an Land (Onshore), als auch auf See (Offshore) errichtet und gilt somit als eines der Länder, die in der Windenergie eine Vorreiterrolle übernommen haben. Viele dieser Anlagen erreichen nun das Ende ihrer wirtschaftlichen oder technischen Lebensdauer.
Anstatt diese Anlagen stillzulegen und zu entsorgen, bietet sich unter gewissen Voraussetzungen die Möglichkeit der Weiterverwendung an anderen Standorten. Dort können sie weiterhin einen wichtigen Beitrag zur regenerativen Energieerzeugung leisten. Diese Arbeit bezieht sich hierbei auf Onshore-Windenergieanlagen
Chancen und Grenzen systemisch agiler Führung in der stationären Langzeitpflege
Die stationäre Langzeitpflege ist mit signifikanten personellen und organisatorischen Herausforderungen konfrontiert. Ein grundlegender Wandel im Führungsverständnis ist erforderlich, da die Erwartungen der Mitarbeitenden an Führungskräfte über die reine Arbeitsablauforganisation hinausgehen und umfassende soziale Kompetenzen verlangen. Dies wird verschärft durch eine überdurchschnittlich hohe Fehlzeitenquote aufgrund psychischer Störungen in der Pflegebranche, wobei Studien die Korrelation zwischen effektiver Führung und der Mitarbeitergesundheit belegen.
Das traditionelle, oft tayloristisch geprägte Führungsmodell in der Langzeitpflege führt zu einem Verlust an Autonomie und Sinnhaftigkeit bei Pflegefachkräften. Diese Strukturen behindern die Entwicklung einer aktiv-ethischen Pflegekompetenz und die notwendige, eigenverantwortliche Anpassung an komplexe Versorgungsprozesse. Unzufriedenheit mit der Führung ist ein wesentlicher Kündigungsgrund. Um diese Defizite zu beheben und die Kompetenzen von Pflegefachkräften zu fördern, ist die Weiterentwicklung von Führungskompetenzen, insbesondere der Selbstführung, unerlässlich.
Die Arbeit identifiziert die Notwendigkeit, Führungskräfte zur Agilität zu befähigen, verstanden als umfassende Flexibilität des Denkens, Fühlens und Handelns, um lernende und resiliente Organisationen zu gestalten. Der Fokus liegt auf der systemisch-agilen Führungspraxis als fortgeschrittener systemischer Ansatz zur Komplexitätsbewältigung.
Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Studie: Wie kann Führungskräfteentwicklung im Kontext der Prinzipien einer systemisch agilen Führungspraxis in Organisationen der stationären Langzeitpflege gelingen
Verfahren zur Fehlerkorrektur bei der Datenübertragung und -speicherung
The ever increasing data traffic in our modern society poses severe challenges to any communication system. To ensure reliable data transmission and storage, error-correction coding is applied to make the data robust to disturbances. The challenge of error-correction coding lies in the decoder unit, where errors are detected and ideally corrected. In addition to providing a good error-correction performance, the increasing requirements posed by new standards are directly reflected to the decoder unit, stressing both a well-performing and highly efficient implementation. Requiring both a well-performing and highly efficient
implementation equals a Pareto optimization problem, which cannot be solved optimally for all objectives at the same time. Therefore, application-specific trade-offs have to be made.
In this thesis, two applications to error-correction coding are investigated. The first application is maximum-likelihood decoding, a mathematical problem, which solves the decoding problem optimally. The goal of this use-case is therefore to improve the implementation efficiency. The second application is error correction for DRAMs. DRAMs are already highly optimized in their implementation efficiency, so the goal of this use-case is to improve the error-correction performance of the decoder unit
Bilingual language acquisition of word-formation
This study examines word-formation in German among 3- to 7-year-old bilingual children compared to length of exposure-matched monolingual peers. Using three tasks with 66 bilingual and 60 monolingual children, we found compound inversions in both groups, significantly more in bilinguals. These results suggest a developmental temporal delay behind monolinguals but no deviance in bilingual acquisition of compounding and highlight the need for further research on compounding in monolingual development
Characteristics and perceived suitability of artificial intelligence-driven sports coaches: a pilot study on psychological and perceptual factors
Introduction: Access to human sports coaches is often limited by financial and logistical barriers, leading to disparities in the availability of high-quality coaches. Artificial intelligence (AI) coaches powered by Large Language Models (LLMs) might offer promising means to augment human coaches by supporting or autonomously performing specific coaching tasks within targeted domains. This study investigated AI coaches' associated attributes and perceived suitability in training contexts by addressing three primary questions: (A) Which attributes on a semantic differential scale effectively describe the dimensions of AI coaches in the context of training support? (B) Do participants with varying perceptions of AI suitability for their training practices differ in the attributes they associate with AI coaches, as measured by a semantic differential scale? (C) Do different individual achievement motives (AMS)-Sport influence the perception of AI coaches' suitability?
Methods: The study comprised two parts. The first involves the development of a semantic differential scale to quantify the perceptions of AI coaches and an analysis of how different AI coach personalities, designed using an LLM, are perceived concerning their training suitability and how achievement motives influence these perceptions. Six distinct AI coach personalities were created to reflect the diverse coaching styles.
Results: Factor analysis revealed four key dimensions of AI coach attributes: knowledge transfer, goal-oriented persistence, appreciation and recognition, and motivational support. The results indicated that coaches rated as more suitable exhibited supportive traits, such as motivation and goal orientation, compared to those rated less suitable. Participants with a lower Fear of Failure (FoF) also tended to rate AI coaches as more appropriate.
Conclusion: These findings underscore the importance of aligning AI coaches' characteristics with their motivational profiles to improve user engagement