Hochschulschriftenserver der TH Wildau
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Internationalisierung der Hochschulen - und was ist mit Kultur?
Die Bemühungen um die Schaffung eines Europäischen Hochschulraums im Sinne der sogenannten „Bologna-Erklärung“ im Jahre 1999) führten in den Hochschulen dank diverser hochschulpolitischer Maßnahmen auch im Bereich der Internationalisierung zu mehr Entwicklungsdynamik. Seit 2009 wird diese Entwicklung seitens des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit dem Instrument des Audits „Internationalisierung der Hochschulen“) lenkend gefördert. Im April 2012 wird die Internationalisierung von der Bundeswissenschaftsministerin Schavan sogar zu den „Kernaufgaben der Hochschulentwicklung“) erhoben und die Unterstützung der europäischen Hochschulen bei der Entwicklung von Internationalisierungsstrategien zu einem „wichtigen Baustein von ‚Europa 2020‘ “und zu der „Gesamtstrategie der EU für das kommende Jahrzehnt“) erklärt.
Angesichts dieser akzentuierten Programmatik kann mit weiteren Umgestaltungen im Hochschulbereich gerechnet werden
“New Way of Working” at Siemens: internal social responsibility and positioning a firm as employer of choice
Siemens, a successful international company, is investing great sums to deal with increased competition, reinforced cost pressure as well as the need for increasing efficiency in its business. The company developed and edited a sustainability program that connects business orientations, resources and management and the companies’ interest groups. Only with satisfied and motivated employees, Siemens is able to meet its corporate objectives more successfully within a rapidly changing business environment. For that reason, Siemens tries to achieve sustainable working conditions, whereby working culture and working environment play a paramount role. On this account, Siemens felt compelled to establish a changing working culture by developing a new project “Siemens Office – New way of working” in order to enhance employee satisfaction that will strengthen Siemens’ rank as an excellent employer.
This case study is aimed to figure out how far the positioning as an employer of choice could be attributed to an enhanced attractiveness of Siemens as an employer that results from an increased satisfaction of employees due to the establishment of a mobile working environment
Charakterisierung des mikrobiellen Symbioms von Blutegeln
Die medizinischen Blutegel, Hirudo medicinalis und Hirudo verbana, werden wegen ihrer kurativen Wirkung in der Humanmedizin angewandt. Während des Blutsaugens injizieren sie über ihren Speichel eine Vielzahl bioaktiver, derzeit noch unbekannter Moleküle. Eine vollständige Aufklärung aller Inhaltsstoffe mit Wirkmechanismen ist für die Entwicklung von neuen Pharmaka von großem Interesse. Vor diesem Hintergrund wurden verschiedene Organe beider Arten auf ihre Besiedlung durch symbiontische Bakterien untersucht. Dazu wurden die Bakterien zunächst unter geeigneten Bedingungen kultiviert und mittels biochemischer Methoden charakterisiert. Die Identifizierung der Symbionten erfolgte durch Polymerasekettenreaktion (PCR) und Sequenzierung der 16S rDNA. Die biochemischen Tests ergaben, dass die kultivierbaren Bakterien Amylase positiv, Gram negativ und Ornithin Decarboxylase negativ sind. Mit Hilfe von datenbankgestützten Analysen der 16S rDNA-Sequenzen konnte Aeromonas veronii biovar sobria nachgewiesen werden. Hochdurchsatzsequenzierungen der gesamtgenomischen DNA des Bakteriums aus H. medicinalis zeigten deutliche Abweichungen zum Referenzgenom von Aeromonas veronii B565
Gleichstellungspolitik im Wissenschaftsbereich – Der „brandenburgische Weg“ zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern an Hochschulen
Die Gleichstellungspolitik an Hochschulen durchläuft einen doppelten Paradigmenwechsel, der zum einen inhaltlich-konzeptionell, zum anderen steuerungspolitisch bedingt ist. Für die Hochschulen und ihre Leitungsorgane verknüpfen sich damit neue Herausforderungen. Am Beispiel der brandenburgischen Hochschulen wird eine Strategie gezeigt, diesen Herausforderungen zu begegnen. Dabei zeigt sich, dass einfache Gegenüberstellungen wie Chancengleichheit vs. Frauenförderung oder staatliche Steuerung vs. Hochschulautonomie zu kurz greifen, um der Komplexität der mit Gleichstellungspolitik verbundenen Aufgaben gerecht zu werden
Personaleinsatzplanung für Bodenverkehrsdienste – Ein exakter Algorithmus
Die Bodenverkehrsdienste (BVD) bewältigen auf den Flughäfen die Frachtgut- bzw. Gepäckabfertigung, die technischen Abfertigungen und die Innenreinigung von Flugzeugen. Neben den qualitativen Standards ist es zunehmend wichtiger, betriebswirtschaftliche effiziente Strukturen aufzubauen. Ziel der Personaleinsatzplanung ist es, die nichtproduktiven Wartezeiten zwischen den Abflügen zu minimieren. Ein kostenminimaler Einsatzplan bestimmt den Arbeitsbeginn sowie die Arbeitsdauer des Personals – also wann, wie viele Personen für wie lange zu arbeiten haben. Es werden Modelle präsentiert, die auf variablen Arbeitsschichten des Personals von mindestens 3-Stunden – bis maximal 10-Stunden-Schichten basieren. Ein Schwerpunkt ist die Analyse unterschiedlicher Mindestdauern der Arbeitszeiten von 3, 3 ½ und 4 Stunden. Die Lösungen der Modelle werden mit einem exakten mathematischen Verfahren auf einem handelsüblichen PC berechnet. Bei einem realen Rechenbeispiel der Be- und Entladung von Flugzeugen wurden die Modelle mit unterschiedlichen Mindestschichtdauern verglichen. Es zeigte sich ein Unterschied von 7,8 % bei den Personalkosten und 3,4 % bei der Arbeitsproduktivität, wobei sich das 3-Stunden-Modell als effizienter erwies
Photoscanning-Verfahren zur nichtinvasiven Charakterisierung fabrikationsbedingter Defekte in Solarzellen
Das Photoscanning-Verfahren dient der zerstörungsfreien Detektion von Defekten in Solarzellen. Die Daten ermöglichen Rückschlüsse auf grundlegende physikalische Parameter der Zelle, wie zum Beispiel den Wirkungsgrad, bzw. mechanische Störungen. Es erlaubt eine umfassende Charakterisierung einer Vielzahl von unterschiedlichen Solarzellentypen. Innerhalb des Projektes werden diese Einsatzmöglichkeiten des Photoscanning-Verfahren verifiziert. Seit 2011 wurde die Weiterentwicklung des Verfahrens innerhalb einer Kooperation mit der Firma SENTECH als Projektträger, der Physikalisch Technischen Bundesanstalt und der TH Wildau als Projektbeteiligte fortgesetzt
PlanktoVision - an automated analysis system for the identification of phytoplankton
Phytoplankton communities are often used as a marker for the determination of fresh water quality. The routine analysis, however, is very time consuming and expensive as it is carried out manually by trained personnel. The goal of this work is to develop a system for an automated analysis
Betriebliche Einstiegsqualifizierung als zweite Chance
Die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien und Informationsdienste (FaMI) in der Fachrichtung Bibliothek ist sehr anspruchsvoll und verlangt einiges von den Jugendlichen ab. Daher gilt in der Wildauer Hochschulbibliothek für Lehrlinge der gleiche Grundsatz wie für Studierende: Scheitern ist erlaubt – was sich in der bislang zehnjährigen Erfahrung als Ausbildungsbetrieb allerdings nur einmal bewahrheitet hat
Forschungsbericht 2012
Der Forschungsbericht gibt einen Überblick über Forschungs- und Entwicklungsprojekte der TH Wildau [FH] des Jahres 2012
A metamodel-based ASN.1 editor and compiler for the implementation of communication protocols
In der Software-Industrie sind viele metamodell-basierte Werkzeuge entwickelt worden, um die Erstellung von Programmiersprachen und insbesondere domänenspezifischen Sprachen (DSL ) zu unterstützen. Ein Beispiel für diese Werkzeuge ist Eclipse Xtext, welches eine große Popularität im Bereich der modellgetriebenen Softwareentwicklung (MDSE ) besitzt. In diesem Beitrag untersuchen wir, inwieweit Xtext und andere metamodell-basierte Ansätze zur Implementierung eines Editors und Compilers für die ASN.1 Spezifikation, welche von der ITU-T standardisiert wurde, verwendet werden können. Der metamodell-basierte Ansatz zur Implementierung der ASN.1 Spezifikation ermöglicht es, ASN.1-Dokumente softwaretechnisch wie ein Modell behandeln zu können, sodass dieses ASN.1-Modell mit anderen Softwaremodellen (z. B. Zustandsmaschinen)verknüpft werden kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass mit relativ geringem Aufwand eine Basisimplementierung von ASN.1 zu erreichen ist, die bereits eine gute Werkzeugunterstützung liefert. Bei einigen Details der Implementierung gerät man allerdings an die Grenze des Machbaren und diese sind daher sehr schwer zu realisieren. Dies betrifft insbesondere den Parser-Generator und das komplexe Metamodell.In the software industry many metamodel-based tools and approaches have been developed to support the creation of programming and especially domain specific languages (DSL). An example of these tools is eclipse Xtext, which has gained much popularity in the model-driven software engineering (MDSE) community. In this article we investigate whether Xtext and related metamodel-based approaches can also be used to implement the ASN.1 specification that was standardized by the ITU-T. The metamodel-based approach for the implementation of the ASN.1 specification allows to treat ASN.1 documents as software models, so that these ASN.1 models can be interrelated with other models (e.g. state machines). Our results show that relatively little efforts are required to create a basic implementation of this standard with good tool support. However, some details of the implementation are quite difficult to realize because they touch the limits of feasibility. This concerns in particular the parser generator and the complex metamodel